Thomas Mauch

Thomas (Jahrgang 1970) ärgert sich über nichts mehr als über komplizierte Dinge. Weil es immer auch einfach geht. Seine Ambition ist es, Dinge auf den Punkt zu bringen – sei es in der Arbeit als Trainer (Methodik/Didaktik, Bildungsmarketing) oder beim Schreiben (auf imgriff.com oder als Web-Texter unter mauchtext.com). Durch das tägliche Ringen um seine Produktivität hat er vor allem eines gelernt: Es gibt Best Practices, aber am Ende geht es nur auf die eigene Art. In Thomas’ Fall: Alle Tools und Methoden müssen einfach sein, Spaß machen – und wenn möglich gut aussehen. Man arbeitet ja auch mit dem Auge.

Thomas ist via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 269 Artikel von Thomas Mauch auf imgriff.com:

Aufgabenverwaltung:
Fokus dank Post-it-Zettel

Digitale Systeme zur Aufgabenverwaltung sind durchdachte Applikationen. Sie haben bloss einen Fehler – sie funktionieren nicht. Post it-Zettelchen haben sich als perfekte «Work arounds» erwiesen.

To Do-Apps und digitale Aufgabenverwaltungs-Systeme – ich liebe sie. Die grossen habe ich alle ausprobiert, Remember the milk, Things, Omnifocus, Wunderlist und in einem früheren Leben sogar Outlook. Egal, für welches Tool man sich entscheidet, es sind allesamt nützliche Tools: Sie sind mein digitales Gehirn, sie lassen mich auf raffinierte Weise grosse Mengen an Informationen verwalten und erlauben in ihren jüngsten Inkarnationen die Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen – mit dem Berliner Wunderkit ist das Aufgabenmanagement definitiv «social» geworden – das Facebook für Produktivität hat es Kollege Martin genannt.

Sie funktionieren nicht

Die unterschiedlichen Systeme haben allesamt ihre Anhänger, verschiedene Features und Eigenheiten. Der Markt bietet eine unerschöpfliche Vielfalt an Tools, in jeder Preisklasse, für jeden Arbeitsstil und jedes Betriebssystem. In meiner App-Karriere haben aber alle eine Gemeinsamkeit an den Tag gelegt: Sie funktionieren nicht. Mit «sie funktionieren nicht» meine ich ihre ganz ursprüngliche Aufgabe: Mir dabei zu helfen, meine Aufgaben erledigt zu kriegen. Nach meiner Beobachtung hat das verschiedene Gründe: Meine Daten und Aufgaben zu pflegen ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand – und wächst mit der steigenden Zahl an Möglichkeiten und Features des Tools. Die Komplexität nimmt zu. » weiterlesen

Narrating your work:
Arbeit erzählen – so funktioniert’s

Über die eigene Arbeit mit Hilfe von Microblogging-Diensten erzählen – und so den Teamerfolg steigern. Ein Experiment bei Shell gibt Einblick in diese Methode.

Letztes Jahr habe ich hier über das «Narrating your work»-Experiment berichtet, das Ausbildungsspezialist Hans de Zwart bei Shell durchführte: Eine Gruppe von 18 Mitarbeitenden berichtete während einigen Monate über ihre tägliche Arbeit: Tägliche oder wöchentliche Postings darüber, was sie erledigt haben, wen sie getroffen haben oder welche Hindernisse ihnen über den Weg gelaufen sind. Hans de Zwart hat dafür die Microblogging-Plattform von Yammer eingesetzt.

Hans’ Ziel war herauszufinden wie solche Methoden dazu beitragen können, die Performance von virtuellen Teams zu steigern. Nach einigen Monaten hat Hans den Versuch mit einer kleinen wissenschaftlichen Untersuchung beendet. » weiterlesen

Arbeitsplatzgestaltung:
Was ist der Sinn eines Büros?

Wo erledige ich meine Arbeit? Meistens stellen wir uns die Frage nicht; «im Büro» ist aber selten die beste Antwort. Wie es anders geht, versucht Microsoft mit einem neuen Gebäude zu zeigen.

The Cubicle

The Cubicle

Konzepte schreiben, Spesenabrechnung erledigen, das Teammeeting leiten, den Projektpartner in Mexiko anrufen, die Branchennews im Web durchscannen, mit Tischnachbarn die neue Produktidee diskutieren, das Fachbuch gründlich anschauen und beim Kaffee den neuesten Klatsch erfahren.

Der Arbeitstag eines Wissensarbeiters ist geprägt von ganz unterschiedlichen Aufgaben. Erstaunlich ist der Ort, an dem diese Aufgaben erledigt werden: im Büro. Unterschiedliche Aufgaben, unterschiedliche Anforderungen, aber wir haben bloss eine «Raum-Antwort» dafür. Seltsam.

Das Büro ist kein Ort zum Arbeiten

Seltsam, weil es nicht sein kann, dass unser Büro für alle diese Tätigkeiten gleich gut geeignet ist. Es ist schwierig, sich auf das Fachbuch zu konzentrieren, wenn der Kollege nebenan den Projektpartner in Mexiko anruft. Was ist also der Sinn des Büros? Und wo erledige ich am besten welche Arbeit? Mögliche Antworten zu diesen Fragen zeigt Microsoft mit einem neu umgebauten Bürogebäude in der Schweiz. Der Softwarekonzern hat sich für den Umbau zwei Grundsätze zu eigen gemacht: Erstens ist das Büro ein Ort, an dem Menschen zusammen arbeiten. Zweitens: Wenn sie dort arbeiten, sollen sie möglichst viele Raumtypen zur Auswahl haben – passend zum gerade anstehenden Vorhaben. » weiterlesen

Social Media:
Macht Facebook unzufrieden?

Sich mit anderen zu vergleichen macht unglücklich – genau das tun wir aber bei Facebook ständig.

Gestern hat Simone geschrieben, dass das ständige Vergleichen von Fan-, Follower- und Like-Zahlen nicht unbedingt zu ihren Lieblingsdisziplinen gehört. Daniel Rettig weist auf seinem Blog alltagsforschung.de auf einen weiteren Umstand hin: Unbekannte Facebook-Freunde hinzufügen kann Deine seelische Gesundheit gefährden.

Daniel berichtet über eine Studie der Utah Valley Universität, die den Zusammenhang zwischen Lebenseinstellung und Facebook-Nutzung untersucht. Zusammengefasst lautete ein Ergebnis: «Je länger die Studenten Facebook nutzten und je mehr Zeit sie dort verbrachten, desto stärker gingen sie davon aus, dass andere Menschen glücklicher waren und ein besseres Leben führten – und dass das Leben ohnehin nicht gerecht sei.» » weiterlesen

Arbeitswelt:
Fünf Trends der Zukunft

Was bewegt uns und die Arbeitswelt in den kommenden 10 Jahren? Der Talent Management-Experte Kevin Wheeler verdichtet seine Beobachtungen zu fünf Trends.

Kevin Wheeler ist Spezialist für HR-Fragen und Talent Management. Sein Steckenpferd sind zukünftige Entwicklungen – wohin bewegt sich die Welt, insbesondere die Arbeitswelt? Jedes Jahr schart er für das «Future of Talent Retreat» helle Köpfe um sich und wagt einen Blick in die Glaskugel. Grundlegend ist Kevins Bild des Dorfes: Unsere Gesellschaft wird wieder ähnlicher wie die Dorfgemeinschaft, die bis vor ein paar Jahrzehnten unsere Kultur geprägt hat.

Zurück zum Dorf

Dörfer waren kleine und überschaubare Gemeinschaften, die gemeinsam aufgebaut und auch gemeinsam geleitet wurden. Der Austausch unter den Mitgliedern der Gemeinschaft war rege, man hat von den Älteren gelernt. Gleichzeitig war auch die soziale Kontrolle besser ausgebaut: Jeder wusste alles von jedem. Heute seien wir auf dem Weg zu ganz ähnlichen Gemeinschaften – auch Unternehmen würden sich in diese Richtung entwickeln. Mit dem Unterschied, dass die Technologie ein starker Treiber dahinter ist und eine virtuelle Erweiterung der Gemeinschaft erlaubt, die bis anhin unbekannt war.

Zusammengefasst sieht Kevin fünf Trends, die unsere Arbeitswelt in den kommenden 10 Jahren prägen werden: » weiterlesen

Information Overload:
5 Schritte zur Informationsdiät

Es gibt keinen Information Overload. Wir haben bloss unseren Konsum nicht im Griff, meint Buchautor Clay Johnson. Und empfiehlt deshalb eine Informationsdiät.

Lucky Strike: That's the easiest way I know to keep from getting fat

Lucky Strike: That's the easiest way I know to keep from getting fat

Clay Johnson ist Entwickler, hat Barack Obamas Online-Kampagne 2008 betreut und jetzt ein Buch geschrieben: The Information Diet (Affiliate-Link). Sein Startpunkt: Ausdrücke wie «Information Overload» oder «Informationsflut» führen zu einer irrigen Sichtweise – sie gibt der Information die Schuld. Das macht keinen Sinn, weil Information einfach «da« ist, aber nicht selbst über die Verwendung entscheidet.

Neuer Kühlschrank statt Diät

Clay sieht das Problem vielmehr in den Konsumgewohnheiten, wenn es um Information geht. Wir würden uns mit Informationen überessen – ein ähnliches Problem wie bei schlechtem Essverhalten. In den vergangenen Jahren hat diese gefühlte Informationsflut zu einer Menge an kleinen Apps und Tools geführt. Sie sollen uns helfen, Informationen besser zu managen. Für Clay passt das nicht: «Das ist wie wenn man eine Diät zur Gewichtsreduktion beginnen würde, indem man einen neuen Kühlschrank kauft.« » weiterlesen

Gewohnheiten ändern:
30 Tage lang etwas Neues versuchen

30 Tage sollte man sich Zeit nehmen, um sich eine neue Gewohnheit zuzulegen. In seinem Ted Talk legt uns Matt Cutts nahe, es unbedingt auszuprobieren.

Matt ist Google-Mitarbeiter und leitet dort das Webspam-Team. Daneben ist er ein engagierter Selbstoptimierer. In einem Ted Talk im Februar dieses Jahres hat er erklärt, wie er seine Gewohnheiten verändert hat: 30 Tage täglich etwas Neues tun, dann wird sich ein Verhalten zur Gewohnheit einschleifen.

Die Erkenntnis der 30 Tage ist nicht unbedingt neu, wir haben in verschiedenen Artikeln darüber diskutiert. Als Reminder ist Matts engagierter und humorvoller Vortrag aber sehr gut geeignet: Er macht Lust, sich doch mal am eigenen Buch zu versuchen (1667 Worte täglich während eines Monats), einen Monat lang täglich ein Foto zu machen oder 30 Tage auf Süssigkeiten zu verzichten. Kleine Dinge, die gemäss Matt grossen Einfluss auf sein sonstiges Verhalten gehabt hätten.

Daneben ist Matts Vortrag auch ein gutes Lehrstück rund um das Thema Präsentieren und Vortragen. Drei Minuten dauert seine Rede und man kann ihm dabei einiges abschauen: Eine klare Struktur, deutliche Botschaften, passende Visualisierungen, ein guter Schluss und einiges an Humor – über sich selbst lachen zu können ist eine wichtige Kompetenz für Vortragsredner.

Viel Spass!

Wissen:
ZEIT Online Quiz zu Feedback

Auf ZEIT online findet sich ein kurzes Quiz zum Thema Feedback.

Konkret und konstruktiv Feedback geben zu können ist für viele ein wichtiges Arbeitsinstrument – sei es in einem Projekt, in Führungssituationen oder auf Peer-Ebene mit Kollegen und Kolleginnen.

ZEIT Online hat ein Quiz mit 10 Fragen zusammengestellt, mit denen man sein eigenes Wissen zu Feedback überprüfen kann. Die Fragen decken verschiedene Aspekte dieser gruppendynamischen Methode ab und nicht alle sind für Nicht-Psychologen ganz einfach zu beantworten.

Wer nach dem Quiz das Gefühl hat, etwas vertiefende Literatur gebrauchen zu können, hier einige Hinweise zu Artikeln auf imgriff.com:

» Wie Du so kritisierst, dass Deine Kritik wirkungslos verpufft
» Der direkte Vergleich macht uns produktiver
» Richtig Feedback geben
» Tipps für eine klare Kommunikation: So sagst Du, was Du meinst

Wer seinen persönlichen Feedbackprozess via Smartphone oder Web-App unterstützen möchte, für den haben wir zwei Tool-Tipps:

» Daps’em: Sagen, worüber man sich freut
» Failin.gs: Was denken die Leute wirklich von Dir?

Bild: Puzzles in Nature (Jorge auf flickr.com, CC BY-SA 2.0)

miCal:
iOS-Kalender App aus Deutschland

miCal ist eine Kalender App für das iPhone und das iPad – entwickelt in Deutschland.

miCal reiht sich ein in die lange Reihe der Kalenderalternativen für Geräte unter iOS – ein hart umkämpfter Markt mit wenig Differenzierungspotenzial. Spannend an der neuesten Version von miCal ist ein besonderes Feature: Die Kalender App bietet eine integrierte To Do-Liste.

Diese To Do-Liste kann man sich via In App-Kauf zugänglich machen. Dabei handelt es sich um eine eher einfach strukturierte Aufgabenverwaltung, die den Ansprüchen des fortgeschrittenen GTD-Users wohl kaum gerecht wird. Wer allerdings weniger komplexe Anforderungen mitbringt, hat mit miCal allerdings eine integrierte und ziemlich komplette Zeitmanagement-Applikation in der Hand.

Die Kalender App bietet, was eine Kalender App ebenso bieten muss – allerdings schon ziemlich gut gemacht. miCal bietet Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresübersichten. Praktisch: Um einen Detaileintrag zu sehen, muss beispielsweise die Monatsübersicht nicht verlassen werden – eine effiziente Lösung. Generell macht die App einen sehr übersichtlichen Eindruck und ist angenehm anzusehen.

In die Ecke der innovativen Features gehört sicher auch der Standardtitel: Häufig verwendete Meeting-Bezeichnungen (regelmässige Sitzungen etc.) können vorher definiert werden und stehen bei der Terminerfassung in einem Dropdown-Feld zur Verfügung.

miCal ist seit einem Jahr auf dem Markt – zum Geburtstag werden die Apps zum Sonderpreis angeboten: 79 Cents bzw. 1 Franken für iPhone- und nochmals soviel für die iPad-App.

Tool Time: Wir stellen Software-Tools und Webdienste aus dem Bereich Produktivität vor. Tipps gerne an tipps.imgriff (at) blogwerk.com.

Arbeitsplatz der Zukunft:
Mobil, sozial und Always-on

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist mobil und cloudbasiert; selbständig und flexibel arbeiten wir mit mehreren Communities und für verschiedene Auftraggeber. Eine der zentralen Fragen dabei: Gibt es noch eine Grenze zwischen Beruf und Privat?

«Wie ist Dein Arbeitsplatz der Zukunft?» hat Bianca Gade zum Auftakt einer Blogparade Mitte September gefragt. Internet-Bürger und Blogger wurden aufgerufen, ihre Vision der Arbeitszukunft aufzuzeichnen, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie heute arbeiten und wie sie morgen gerne arbeiten würden. In allen Ecken des Internets, in Blogs und in Kommentarspalten sind über 20 Antworten zu der Frage veröffentlicht worden. Die Beiträge beleuchten allesamt ganz unterschiedliche Aspekte, die Autoren haben verschiedene Meinungen und Ansichten darüber, wie es morgen sein könnte.

Ein Thema, das in praktisch allen Beiträgen aufleuchtet, ist die zunehmende Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben – oder vielmehr die Frage, ob es diese Grenze braucht beziehungsweise ob es sie jemals gab. Viele Meinungen gehen dahin, dass es sich bisher schon um eine künstliche Grenze handelte – trotzdem brauchen wir Methoden und Kompetenzen, um nicht in der Arbeit unterzugehen. » weiterlesen