Sabine Gysi

Sabine Gysi (Jahrgang 1976) setzt sich täglich dafür ein, Ballast über Bord zu werfen.

Wortballast bei ihrer Arbeit als Leitende Redakteurin von imgriff.com, Redakteurin für Corporate Blogs und Account Manager bei Blogwerk. Materiellen Ballast, wenn’s um überladene Arbeitstische, Kleiderschränke oder Küchenregale geht. Elektronischen Ballast beispielsweise in der Inbox – Sabine war Anhängerin von Inbox Zero, bevor es diesen Begriff gab. Gedanklichen Ballast, wenn sie sich bemüht, eine Projektidee aufs Wesentliche zu reduzieren.

Weil Ballast die Eigenschaft hat, sich ständig aus dem Nichts neu zu produzieren, wird sich Sabine garantiert nie langweilen.

Sabine ist erreichbar unter sabine[punkt]gysi[at]blogwerk[punkt]com.

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Alle 12 Artikel von Sabine Gysi auf imgriff.com:

Ich hab doch keine Ahnung:
Warum Nichtwissen sogar die Produktivität erhöhen kann

Klar, Wissen ist unser Kapital. Können wir es uns noch leisten, nicht zu wissen? Ja! Mit Menschen zu kooperieren, denen es vordergründig an Wissen mangelt, kann ein Projekt, einen Gedankengang, ein Team vorantreiben und zu mehr Produktivität führen.

«Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht.»
(Hilbert Meyer, Professor für Schulpädagogik, Universität Oldenburg)

Dass Wissen äusserst wichtig ist und Erfolg bringt, darin sind wir uns alle einig. Dabei geht oft vergessen, dass auch Nichtwissen wertvoll ist, unter Umständen produktiv macht und gezielt eingesetzt werden sollte: » weiterlesen

Kreativität en masse:
Auf Abruf schöpferisch sein? Geht sehr wohl

Kann man Ideen gemäss dem Stand der Nachfrage generieren und weiterentwickeln? Aber ja! Ich bin gegen Schutzgebiete für kreatives Arbeiten. Wenn ich mich dem Leben, dem Wettbewerb und dem Druck aussetze, bin ich letztendlich kreativer und produktiver.

Zu meinem letzten Artikel «Auch ich muss kreativ bleiben» hat eine Leserin kommentiert, «müssen» klinge zu sehr nach Zwang. Meine Antwort war: «Ein Berufssportler muss fit bleiben – ich muss kreativ bleiben». Die Analogie gefällt mir – aber stimmt sie? Kann man kreativ sein auf Abruf; gibt es Kreativität en masse; ist Kreativität mit Produktivität vereinbar? Jedenfalls hat mich der Input dieser Leserin nachdenklich gestimmt.

Zuerst möchte ich festhalten, dass es Kreativität in sehr vielen Berufen braucht. Wenn man nicht grad am Fliessband arbeitet, sind bei so ziemlich allen Tätigkeiten kreative Lösungen gefragt. Aber natürlich gibt es einige Jobs, bei denen mit der Kreativität alles steht und fällt. Bei meiner täglichen Arbeit ist es unabdingbar, dass ich jeden Tag eine gewisse Menge frischer Ideen produziere.

Können ist nutzlos ohne zuverlässige «Ideenzufuhr»

Wenn ich etwa einen Artikel über ein Thema schreiben soll, dem sich schon Hunderte von Blog- und Fachmagazin-Autoren gewidmet haben; ja, über das ich vielleicht selbst schon Dutzende von Malen geschrieben habe – dann immer wieder einen neuen Dreh zu finden, der das Thema von neuem attraktiv macht, ist die Herausforderung. » weiterlesen

Auch ich muss kreativ bleiben:
8 Dinge, die als Katalysator wirken

Wer täglich kreativ arbeitet, braucht Hilfsmittel, damit die Ideen nie versiegen. Bei mir gehören dazu die Gartenarbeit, lange Zugfahrten, und dass ich Arbeit und Freizeit nicht krampfhaft trenne.

Mein Kollege Martin Weigert, Chefredakteur von netzwertig.com, hat neulich beschrieben, welches für ihn die entscheidenden Faktoren sind, damit er kreativ bleibt und ihm die Einfälle für immer neue Blogposts nicht ausgehen. Kreativitäts-Katalysatoren sozusagen.

Da auch ich täglich für mehrere Blogs tätig bin – für Blogwerk-Kunden, für imgriff.com und für das Firmenblog von Blogwerk – muss ich wohl ebenfalls über solche Techniken verfügen, dachte ich mir beim Lesen von Martins Artikel. Nur hatte ich mir vorher nie bewusst überlegt, welche das sind. » weiterlesen

Die Ehrenrettung der Snooze-Taste:
In der unproduktiven Phase Schwung für den Tag holen

Wer am Morgen wiederholt die Snooze-Taste drückt und nur mit Mühe aus dem Bett kommt, gilt in unserer Welt der Selbstoptimierung schnell mal als charakterlos. Dabei nutzt er nur die fünf wichtigen Funktionen, welche die Snooze-Taste erfüllt. Ich behaupte sogar: Unter dem Strich macht sie uns produktiver.

Ja, die Snooze-Taste meines Weckers ist mein Feind. Hämisch grinst sie mich vom Nachttisch aus an und erinnert mich daran, dass ich keine Selbstdisziplin habe und haarsträubend unproduktiv bin.

Es wäre also naheliegend, dass ich versuchte, sie abzuschaffen. Ich könnte beispielsweise eine der Schlafphasen-Wecker-Apps verwenden, die für ein humaneres Aufwachen sorgen wollen. Ich könnte mich auch an die Tipps bei Lifehacker halten, wo neulich so einleuchtend erklärt wurde, warum wir die Finger von der Snooze-Taste lassen sollten.

Und trotzdem bleibe ich der Snooze-Taste treu! Warum bloss? Weil ich der Meinung bin, dass sie einige sinnvolle Funktionen in unserem Leben erfüllt: » weiterlesen

Don’t do it yourself:
Wenn Selbermachen unproduktiv und unglücklich macht

Neulich habe ich hier ein Loblied auf das Selbermachen gesungen. Jetzt verdamme ich es bereits in der Überschrift. Schizophren? Nein – ich bin nur der Meinung, dass in vielen Fällen Selbermachen unproduktiv und unglücklich macht. Beispielsweise wenn man es als Prokrastinations-Alibi missbraucht, oder wenn man meint, ein Händchen für etwas zu haben. Über die Stolperfallen des DIY.

Ich bin weiterhin ein grosser Fan von Do it yourself. So warte ich beispielsweise ungeduldig darauf, bis der Frühling kommt und es wieder Zeit ist, das Tomaten-Gewächshaus in meinem Garten so improvisiert zusammenzuzimmern, dass sich jeder halbwegs begabte Heimwerker verzweifelt an die Stirn fassen würde. Ich bin trotzdem zufrieden damit.

Aber von einigen Bereichen unseres Lebens sollten wir das DIY-Prinzip einfach fernhalten, wenn wir vorwärtskommen und möglichst frustfrei arbeiten und leben wollen. Schliesslich ist die Spezialisierung eine wichtige menschliche Errungenschaft, muss sogar ich als eingefleischte Generalistin anerkennen. » weiterlesen

Sleepless in Berlin and Zurich:
Die Nachfrage nach Schlaf
schwindet nie

Das vorbildlichste Selbstmanagement ist für die Katz, wenn man nicht genug schläft. Das wissen auch die Leser von imgriff.com und zeigen daher ein reges Interesse für das Thema. Eine ganze Reihe von Apps, Gadgets und Quantified-Self-Tools kann uns beim richtigen Einschlafen und Aufwachen unterstützen. Dabei sollte man aber nicht die guten alten Zzzz-Tipps ausser Acht lassen.

Google Analytics studieren gehört zu den Aufgaben einer Blog-Chefredakteurin. Wenn ich mir anschaue, welche Artikel auf imgriff.com über die Jahre hinweg am beliebtesten waren, dann überrascht es nicht, dass Themen wie Getting Things Done und Zen to Done hoch oben rangieren. Es handelt sich schliesslich bei Produktivität und Selbstmanagement um das Kerngeschäft unseres Blogs.

Was mich hingegen verblüfft hat: Einer der meistgefragten Blogposts auf imgriff.com ist «Zzzz – 19 Tipps für einen guten Schlaf». Dieser Artikel wurde in 4.5 Jahren (Beginn unserer Statistik bei Google Analytics) ungefähr 50’000mal aufgerufen. Nun ist es aber nicht so, dass die Nachfrage im Laufe der Jahre abgenommen hätte – im Gegenteil: Sie ist kontinuierlich gewachsen, um im Januar 2013 Spitzenwerte von über 200 Zugriffen pro Tag zu verzeichnen. » weiterlesen

In eigener Sache:
Zwei Produktivitäts-Profis neu
im Autorenteam

Seit einigen Wochen schreiben Marcel Widmer und Patrick Mollet regelmässig für imgriff.com. Die beiden interessieren sich für neue und bewährte Methoden, Tools und Tricks, um produktiver zu sein, und prüfen diese auf Herz und Nieren.

Immer mal wieder neue Sichtweisen, neue Erfahrungshintergründe und neue Erzählstimmen integrieren – das gehört zum Erfolgsrezept, das imgriff.com seit bald 6 Jahren jung hält. Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Patrick Mollet und Marcel Widmer.

Seit Dezember 2012 bzw. Januar 2013 gehören die beiden zum festen Team unseres Produktivitätsblogs, zusammen mit der erfahrenen Autorin Simone Janson sowie mir als Redaktionsleiterin. » weiterlesen

Kollaboratives Arbeiten:
Bei «Du, sag mal schnell»-Fragen ist Skype unschlagbar

Dringend gesucht: Ein Experte, der mir eine brennende Frage beantworten kann. Oder: Ein Server ist down, wir arbeiten dran. Oder einfach: Wie findet Ihr das? Oft passt der Skype Chat eindeutig am besten für die Instant-Kommunikation im Team. Aber Achtung: Selbst das raffinierteste Emoticon kann die gehobene Augenbraue nicht ersetzen.

Einst traten hier E-Mail und Telefon gegeneinander an (Corinne Dubacher, September 2011). Jetzt will ich wissen: Welches Kommunikationsmittel ist eigentlich am effizientesten, wenn’s darum geht, im Team spontane, kurze Fragen zu stellen und Informationen auszutauschen?

Diese typischen «Du, sag mal schnell»-Situationen spielen sich in den Zwischenräumen ab und erfassen all das, was in den anderen Gefässen zum Informationsaustausch keinen Platz findet. Anders gesagt: Alles, was durch Sitzungen, E-Mails und Tools wie Google Drive oder Yammer nicht abgedeckt ist.

In den Zwischenräumen passiert Entscheidendes

Gerade diese unauffälligen, kleinen Austausch-Situationen scheinen mir enorm wichtig für den Informationsfluss in einem Team. Ich sehe sie als Kitt in den Fugen der grösseren, etablierten Kollaborationsformen. Würde der ungeplante Informationsaustausch fehlen, wäre die Zusammenarbeit schwerfällig und letztlich ineffizient. » weiterlesen

Ergonomie:
Die Dekonstruktion des Arbeitsplatzes

Wippen auf dem Stuhl hilft, den Schreibfluss wieder in Schwung zu bringen. Die Bewegung der Beine am Stehpult hält flexibel; der nach draussen schweifende Blick öffnet den Horizont. Und eine Runde Tischfussball löst Gedankenblockaden. Tatsächlich: Ergonomisches Verhalten ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für den Geist. Schon ausprobiert?

Ergonomie – eine eher trockene Angelegenheit. Vereinfacht verstehen darunter die meisten ungefähr dies: So und so müssen Arbeitsgeräte beschaffen sein, diese und diese Position soll der Mensch am Arbeitsplatz einnehmen, damit er möglichst lang ohne Schäden einsatzfähig bleibt. Eigentlich ein wichtiges Thema, aber oft vergisst man es schlichtweg.

Habe ich auch getan. Bis ich zu Beginn dieses Jahres plötzlich höllische Rückenschmerzen hatte: Eine Muskelblockade, sagte der Arzt. Die liess sich zum Glück wieder lösen; genügend Bewegung im Sommer half ebenfalls, aber der Schreck sass tief.

Der Arbeitsplatz ist kein unverrückbarer Ort

Ich musste mich also ergonomischer verhalten. Aber ich hatte überhaupt keine Lust, mich mit irgendwelchen geometrischen Winkeln zu befassen, in denen sich der Tisch zu meinen Beinen zu meiner Rückenlehne zu meinen Handgelenken zu meinem Kinn zu meinen Wimpern befinden sollte. » weiterlesen

Do it yourself:
Darum macht Selbermachen glücklich

Selbermachen mag nicht immer effizient sein, aber eins ist klar: Die DIY-Kultur übt auf uns alle eine grosse Anziehung aus. Warum? Weil Machen glücklicher, mächtiger, bewusster, sozialer und meditativer macht.

DIY – Do it yourself oder Selbermachen – ist in den letzten Jahren zu einer breiten Bewegung geworden, und das, obwohl doch Vieles gegen das Selbermachen spricht: Wenn wir die Spezialisierung aufgeben, die unsere Vorfahren so hart errungen haben, ist das ein Rückschritt ins dunkle Zeitalter der Unprofessionalität. Wir schlagen uns dilettantisch durchs Leben, verschwenden massenhaft Zeit und Energie.

Vor kurzem ist mir allerdings die 8. Ausgabe von «Abstrakt – Taschenlabor für Zukunftsfragen» (Hrsg.: W.I.R.E.) in die Hände gefallen. Das Titelbild verkündet in Grossbuchstaben: “Machen ist Macht». Diese Behauptung hat mich stutzig und neugierig gemacht. Das Lesen der klugen Artikel in dem Buch und meine eigenen Beobachtungen übers Selbermachen haben mich zu einer ganzen Reihe von Argumenten für das DIY-Prinzip inspiriert: » weiterlesen