Sabine Gysi

Sabine Gysi (Jahrgang 1976) setzt sich täglich dafür ein, Ballast über Bord zu werfen.

Wortballast bei ihrer Arbeit als Leitende Redakteurin von imgriff.com bei Blogwerk. Materiellen Ballast, wenn’s um überladene Arbeitstische, Kleiderschränke oder Küchenregale geht. Elektronischen Ballast beispielsweise in der Inbox – Sabine war Anhängerin von Inbox Zero, bevor es diesen Begriff gab. Gedanklichen Ballast, wenn sie sich bemüht, eine Projektidee aufs Wesentliche zu reduzieren.

Weil Ballast die Eigenschaft hat, sich ständig aus dem Nichts neu zu produzieren, wird sich Sabine garantiert nie langweilen.

Sabine ist via Kontaktseite zu erreichen.

Sabine bei Blogwerk

Sabines Blogposts bei Blogwerk

 

Alle 26 Artikel von Sabine Gysi auf imgriff.com:

Ein Casting für eine Blumenwiese:
Wenn wir das Naheliegende nicht mehr sehen

Wir sind stolz darauf, immer effizienter zu werden und unsere Produktivität – scheinbar – zu steigern. Dabei kommt uns aber die Fähigkeit abhanden, das Naheliegende zu sehen und zu nutzen. Ein Plädoyer fürs Schlendern, Trödeln, Mäandrieren und Prokrastinieren.

Light Painting bei flickr.com (CC BY 2.0)Bei meinem täglichen kurzen XING-Besuch ist mir heute ein Inserat ins Auge gestochen, das mich nachdenklich gestimmt hat:

«Gesucht für Fotoshooting: Blumenwiese»

Mein erster Gedanke war: Ist der arme Inserent so gestresst und dermassen ein Sklave seiner Arbeit, dass er nie mehr eine Blumenwiese zu Gesicht bekommt?

Das ist vermutlich zu weit gegriffen. Ja, wahrscheinlich hat der Mann kürzlich auf einem Wochenend-Ausflug eine Blumenwiese gesehen und noch flüchtig gedacht: «Ist die schön!» Vielleicht kommt er auch beim Joggen regelmässig an einer Blumenwiese vorbei.

Ihm fehlt offensichtlich etwas anderes, und das ist genauso beunruhigend: » weiterlesen

Ergonomie-Selbstversuch mit rotavis:
Warum ich nur noch mit Hüftschwung sitzen will

Existiert tatsächlich ein Bürostuhl, der uns vor dem passiven Sitzen und den gesundheitlichen Folgen rettet? Ich mit meiner unorthodoxen Auffassung von Ergonomie war erstmal skeptisch. Mit rotavis ist ein Start-up aus Winterthur angetreten, mich eines Besseren zu belehren. Ein Selbstversuch.

Vor über zwei Jahren begehrte mein Rücken gegen die vielen bewegungsarmen Stunden im Büro auf. Meine Reaktion: Ich verzichtete auf die Idee vom festen Arbeitsplatz und begann, während eines Arbeitstags bewusst an verschiedenen Orten und in verschiedenen Positionen – u.a. auch stehend – zu arbeiten.

Die richtige Entscheidung, wie sich bald herausstellte. Die neue Gewohnheit hielt nicht nur körperliche Beschwerden fern, sondern wirkte sich auch auf den Geist positiv aus: sie half mir, flexibler und produktiver zu arbeiten. » weiterlesen

Behindert durch starre Strukturen und Abläufe:
Diese Alarmsignale verraten uns, dass wir festgefahren sind

Niemand behauptet, bei der Arbeit seien Strukturen und eingespielte Abläufe schlecht – im Gegenteil: sie sind unerlässlich. Wer möchte bei jeder Aufgabe, bei jedem kleinen Projekt, bei jeder Routine-Erledigung erstmal das Rad neu erfinden? Erst dort, wo sich die gewohnten Strukturen und Abläufe plötzlich bequem anfühlen, wird’s gefährlich. Alarmierende Zeichen lassen sich leicht erkennen.

Frédéric Bisson bei flickr.com (CC BY 2.0)Wenn wir uns in einer Organisation zu sehr an Strukturen festhalten, werden wir – als Einzelpersonen und als Team – unweigerlich starr und unflexibel, auch weniger kreativ. Oder, frei nach Nassim Nicholas Taleb (Affiliate-Link), wir bewegen uns von der «Antifragilität» in Richtung «Fragilität», d.h.: Wir profitieren nicht mehr von ständigen kleinen Erschütterungen, die bewirken, dass unser System laufend an den Gegebenheiten wächst und optimiert wird. Sondern unser System wird rigid und dadurch anfällig für unerwartete grössere Erschütterungen, durch die es einzustürzen droht.

Wenn wir uns in diese Richtung entwickeln, stellen wir irgendwann auch fest: Wir sind unproduktiver geworden, denn wir verschwenden unsere Zeit mit Leerläufen. Wir haben Chancen verpasst, weil wir das Unerwartete nicht mehr als Impulsgeber begrüssen, sondern es fürchten, da es uns aus unserer Routine wirft. » weiterlesen

In eigener Sache:
Gino Brenni geht, Martin Weigert kommt

Im Autorenteam von imgriff.com kommt es zu einer Veränderung. Gino Brenni hat neue Herausforderungen in Beruf und Familie angenommen und verlässt deshalb unser Team. Dafür dürfen wir den in der Bloggerwelt wohlbekannten Martin Weigert (netzwertig.com) als regelmässigen Autoren begrüssen.

tableatny bei flickr.com (CC BY 2.0)In den letzten sieben Monaten war Gino Brenni der jüngste regelmässige Autor in unserem imgriff.com-Autorenteam. Mit seiner erfrischenden Sichtweise und seinen mal nachdenklichen, mal begeisterten Texten war er eine willkommene Stimme im «Chor» unserer Autoren mit ihren unterschiedlichen Wissenshintergründen und Erfahrungen. Gino ist vor kurzem Vater geworden und hat soeben eine neue, herausfordernde Stelle bei den Webguerillas angetreten. Wir gratulieren zu diesen beiden wichtigen Schritten ganz herzlich! Und haben Verständnis dafür, dass Gino jetzt Prioritäten setzen muss und darum leider sein Engagement bei imgriff.com einstellt.

Neu im Autorenteam begrüssen wir diese Woche Martin Weigert: Der umtriebige Blog-Pionier und Fachjournalist ist vielen Lesern als verantwortlicher Redakteur unseres Schwesterblogs netzwertig.com bekannt. Seit 2007 schreibt Martin jeden Werktag Artikel zur Webszene und sucht sich dabei immer wieder neue Arbeitsorte und -länder. Aus dieser nomadischen Lebensweise hat Martin eine Fülle an Einsichten zu Produktivität und Arbeitsstil gewonnen, denn eine hohe Produktivität und eine gute Struktur sind bei einem solchen Lebens- und Arbeitsstil essentiell. Wir freuen uns sehr darüber, dass Martin seine Erkenntnisse in Zukunft auf imgriff.com mit uns teilt und zur Diskussion stellt.

 

Bild: tableatny bei flickr.com (CC BY 2.0)

Arbeit vs. Leben:
Warum viele Freizeit-Fanatiker unzufrieden sind

Mich irritiert, wie weit verbreitet es immer noch ist, Erwerbsarbeit und Leben als Gegenpole wahrzunehmen. Ich jedenfalls würde niemals täglich acht oder neun Stunden meiner kostbaren Zeit opfern für etwas, das ausserhalb des Lebens liegt. Macht es wirklich Sinn, Arbeit und Freizeit zu trennen? Es geht mir hier nicht um Wortklauberei und Definitionen, sondern um eine grundlegende Einstellung.

Tim Green bei flickr.com (CC BY 2.0)Der Begriff Work-Life-Balance wurde schon vor Jahren für tot erklärt. Auch hier auf imgriff.com haben wir immer wieder darüber geschrieben, weshalb «Leben» und «Arbeit» nicht als getrennte Bereiche verstanden werden sollten. Das Thema ist aber noch lange nicht gegessen, was auch erklärt, dass Blogs wie die Karrierebibel es immer wieder aufgreifen: Vor wenigen Tagen hat Jochen Mai 5 Antithesen zur Work-Life-Balance gepostet, die auf den Punkt bringen. » weiterlesen

Spätabends arbeiten kann höchst produktiv sein:
Worauf Nachteulen achten sollten

Wer dazu tendiert, spätabends oder nachts nochmals eine Schicht einzulegen, kann auch dann sehr produktiv sein. Es gilt allerdings einige Punkte zu beachten, damit weder Konzentration noch Qualität der Arbeit oder sogar die Lebensqualität darunter leidet.

Barbara Hobbs bei flickr.com (CC BY 2.0)«Ich bin gerne morgens um 6 oder 7 im Büro, weil ich dann ungestört viel erledigen kann», höre – und lese – ich nicht selten. Der innere Rhythmus erlaubt es diesen Zeitgenossen offensichtlich, zu dieser – aus meiner Sicht unmenschlichen – Tageszeit produktiv zu sein. Und es macht Sinn, dass sie diesen Umstand nutzen.

Ich hingegen gehöre zu den Menschen, deren natürlicher Arbeitsbeginn eher bei 9.30 liegt. Selbstverständlich kann ich mich auch zwingen, früh aufzustehen und mich vor den Bildschirm zu setzen oder zu einem Meeting zu gehen; aber viel Gescheites kommt dabei nicht heraus. » weiterlesen

Auch Lächeln will trainiert sein:
Wie wir mit einer humorvollen Haltung besser und produktiver arbeiten

Humor ist eine Kompetenz, die uns dabei hilft, unseren Alltag zufriedener, stressresistenter und effizienter zu bewältigen. Ein neues Buch beschreibt Strategien, liefert praktische Übungen und zeigt die Mechanismen dahinter auf.

Cornelia Schinzilarz und Charlotte Friedli, «Humor in Coaching, Beratung und Training» (Verlag Beltz)Wie bitte, Lächeln kann trainiert werden? Was soll denn das heissen, man kann sich bewusst in ein Lachen hineinsteigern und sich Humorkompetenz erarbeiten? Viele sind der Meinung, ein Lächeln sei nur dann echt, wenn es «automatisch» entstehe, durch unsere Gefühle hervorgerufen.

Dabei funktioniert es auch genau umgekehrt: Der körperliche Vorgang des Lächelns beeinflusst unsere Gefühle und Stimmung positiv, erläutern Cornelia Schinzilarz und Charlotte Friedli in ihrem Buch «Humor in Coaching, Beratung und Training» (Verlag Beltz) (Affiliate-Link).

Obwohl sich das Buch hauptsächlich an Coaches und Berater wendet, enthält es auch wertvolle Impulse für Führungspersonen und alle, die regelmässig im Team arbeiten. Der erste Teil liefert eine Fülle als Anregungen und Übungen für die Praxis; erst später lesen wir die theoretischen Grundlagen aus der Lachforschung, welche die beiden Expertinnen für uns zusammengetragen haben. » weiterlesen

Das ewige Streben nach Optimierung:
Warum uns die Themen nie ausgehen

Was den einen zufriedener und produktiver macht, erscheint dem anderen unsinnig – und umgekehrt. Eins jedoch haben alle Leser und Autoren von imgriff.com gemeinsam: Sie werden nie aufhören nach Wegen zu suchen, um ihren Berufsalltag und ihr Leben besser zu gestalten. Und sie wissen, wie sich gelegentliche Überforderung anfühlt. Einige Gedanken zum Jahresende.

StuSeeger bei flickr.com (CC BY 2.0))Vor gut einem Jahr, im November 2012, habe ich die imgriff.com-Redaktionsleitung von Thomas Mauch übernommen. Kurz darauf holten wir einige Produktivitätsprofis an Bord zur Ergänzung unseres Autorenteams – Marcel Widmer und Patrick Mollet, vor wenigen Wochen dann auch Gino Brenni. Damals näherte sich das Blog seinem bereits sechsjährigen Jubiläum in grossen Schritten. Inzwischen ist das siebenjährige in Sicht; der zweitausendste Artikel ist nicht mehr weit – und weder die Themen noch die Leser sind uns ausgegangen.

Manchmal frage ich mich: Warum ist das so? Oder überspitzt formuliert: Müsste es für uns, das imgriff.com-Team, nicht das eigentliche Ziel sein, uns selbst abzuschaffen, wenn unsere Tipps dermassen gut wären und dermassen wörtlich befolgt würden, dass eines baldigen Tages alle Leser das perfekte, produktive Leben führen?

» weiterlesen

In eigener Sache:
Erneut Zuwachs beim imgriff.com-Team

Den Arbeitsalltag möglichst produktiv, entspannt und souverän bewältigen – ein Thema mit vielen Facetten. Dass bei imgriff.com Autoren mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven darüber berichten, macht das Blog für eine breite Leserschaft interessant. Mit Gino Brenni dürfen wir einen weiteren kompetenten und neugierigen Blogger zu unserem Team zählen.

Willkommen, Gino BrenniRegelmässigen Lesern von imgriff.com dürfte es aufgefallen sein: Seit einigen Wochen schreibt hier Gino Brenni mit. Er bloggt über Methoden und Techniken des Zeit- und Organisationsmanagements. Seine Inspiration holt er aus dem Arbeitsalltag bei den Schweizerischen Bundesbahnen. Dort ist er im Personalmarketing verantwortlich für den operativen und inhaltlichen Betrieb der Social-Media-Aktivitäten, wozu auch ein Blog gehört. Nebenbei bloggt Gino auch privat über Politik und «Social Content». » weiterlesen

Ist das positive Denken des Teufels? Im Gegenteil:
Es ist ein starkes Produktivitätstool

Der Sektenexperte und Redaktor Hugo Stamm hat neulich in einem Blogpost über das positive Denken nachgedacht und ist zum Schluss gekommen, es sei ein gefährlicher Zwang, der den Blick aufs Wesentliche verstelle. Ich meine: Positives Denken im Arbeitsleben macht produktiver und zufriedener. Und hilft uns, das Monster Prokrastination zu besiegen.

Das positive Denken sei des Teufels, schrieb sinngemäss Hugo Stamm in seinem Blog im Tages-Anzeiger. Wobei er sich natürlich anders ausdrückte, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass Herr Stamm an den Teufel glaubt. Ebensowenig wie an esoterisches Gedankengut, dem er den «Zwang zum positiven Denken» zuordnet.

Der Artikel wurde heftig diskutiert; für Pro- und Contra-Argumente wurden unter anderem Camus und die Sagengestalt Sysiphus bemüht. Die philosophischen Diskussionen in Ehren – wir von imgriff.com sind fürs Pragmatische zuständig; deshalb fasse ich im folgenden zusammen, welche enormen Vorteile das positive Denken mit sich bringt, wenn’s um Produktivität und Zufriedenheit in der Arbeitswelt geht. » weiterlesen