Peter Hogenkamp

Peter HogenkampPeter Hogenkamp (39) sah im April 2003 zum ersten Mal ein(en) Blog (in der Schweiz “der”, in Deutschland “das”, was ihn als lange in der Schweiz lebenden Deutschen in die permanente Identitätskrise stürzt) und wusste: Das will ich auch machen. Er begann das Usability-Blog nutzbar.ch, aber da zunächst nur gefühlte fünf Personen mitlasen, liess er es schleifen bis zu seinem Sabbatical 2005, in dem er Bloggen als ideale Prokrastinationsmethode neu entdeckte.

Im Jahr 2000 war Peter Mitgründer der Usability-Agentur Zeix AG, für die er auch heute noch gelegentlich tätig ist. Im Mai 2006 gründete er die Blogwerk AG und weiss immer noch nicht, was er als Funktionsbezeichnung auf seine Visitenkarten schreiben soll. “Founder and CEO” klingt nur auf Englisch erträglich.

Peters heutiges Leben ist geprägt vom schnellen Umschalten zwischen Blogwerk, Zeix, Zugfahren und Familie. Manchmal hätte er daher gern mehr Zeit – vor allem zum Bloggen …

Peter ist erreichbar unter der Mailadresse peter [dot] hogenkamp [at] blogwerk [dot] com.

 

Alle 6 Artikel von Peter Hogenkamp auf imgriff.com:

«Going solo»-Konferenz in Lausanne am 16. Mai

Peter Hogenkamp, 29. März 2008 um 17.46 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Stephanie Booth teilt mit, dass morgen Abend (Ende März) der Frühbuchertarif für ihre Konferenz «Going solo» ausläuft (noch 400 Franken, danach 600).

Stephanie ist eine ehemalige Lehrerin, die über das Bloggen zum Freelancen gekommen ist. Sie ist die Bloggerin der französischsprachigen Schweiz, und da sie bilingue ist, berät sie Schweizer und internationale Unternehmen zu Web-2.0-Themen.

Hier eine derzeit noch grobe Liste der Themen, die sich sehr interessant liest:

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Es gibt Papier, Baby!

Peter Hogenkamp, 13. Februar 2008 um 16.26 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Wir wollten hier bei imgriff.com immer mal “Zeig uns Deinen Arbeitsplatz!” machen.

Dun & Bradstreet

Diese Frau, mutmasslich von Dun&Bradstreet Zürich, muss unbedingt mitmachen.

Quelle: CASH daily Web-TV vom 13.2.2008 (leider kein Permalink, daher ab morgen woanders)

Tipps vom Papst

Peter Hogenkamp, 21. August 2007 um 10.42 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Es ist doch erstaunlich, wie dicht die großen Heilslehren (Weltreligionen, Esoterik, GTD) manchmal beisammenliegen. Gestern hörte ich auf SWR3 die “Gedanken”, das ist das tägliche Wort-zum-Sonntag im öffentlich-rechtlichen Radio.

Nach längerem Suchen nicht auf swr3.de, sondern via Google, fand ich die Gedanken von Dr. Peter Kottlorz, Rottenburg, Katholische Kirche, hier sogar im Volltext. Ich habe mir frevelhafterweise ein paar Kürzungen erlaubt.

Gelassenheit.

Papst Johannes der XXIII. hat Zehn Gebote der Gelassenheit geschrieben. Das erste heisst: “Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.”

Wie gut ich das kenne: mir immer wieder zuviel vorzunehmen, immer wieder auch die Ansprüche an mich selbst zu hoch zu schrauben. Deshalb ist es nur sinnvoll und richtig, dass ich mir nicht zuviel auflade. Dann könnte es klappen, dass ich bei dem, was ich tue gelassener werde und vielleicht auch zufriedener mit dem Ergebnis. Wenn ich zwar weniger erreiche, aber das “Wenigere” das ich mir vorgenommen habe, auch schaffe!

Jedes der Zehn Gebote der Gelassenheit beginnt mit den Worten: “Nur für heute”. Auch das gefällt mir an diesen Geboten. Da gibt es keine großen Pläne oder auch keine harten Schnitte, sondern nur für heute wird geplant, nur für heute wird gedacht oder gehandelt, in ganz bescheidenen kleinen Schritten.

Stimmt, “nur für heute” ist wirklich ein guter Trick.

Eine Grundregel gegen Prokrastinieren lautet ja analog: “Ich mache das jetzt nur 15 Minuten lang” – denn nichts ist so schrecklich, dass man es nicht 15 Minuten lang aushalten könnte. Meist schafft man dann deutlich mehr als 15 Minuten.

Die weiteren Gebote der Gelassenheit von Johannes XXIII. finden sich bei Wikiquote.

Kleine E-Mail-Hacks mit “Bells & Whistles for Outlook”

Peter Hogenkamp, 23. März 2007 um 13.44 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Natürlich bin ich gefragt worden, wie denn das Plugin für Outlook heisst, das ich in meinem Willkommenspost erwähnt hatte, das einen warnt, wenn man im Text das Wort “Attachment”, “Anhang”, “angehängt” oder ähnliches geschrieben hatte, aber beim Senden kein Attachment angehängt ist.

(Dabei hatte ich das eher als Beispiel für etwas Exotisches gesehen. Andererseits habe ich eben mal meine Mails der letzten beiden Jahre – ein- und ausgehend – nach “Anhang vergessen” oder “Attachment vergessen” durchsucht und immerhin 38 Treffer bekommen; dabei gibt sicher noch viele andere Schreibweisen, viele Malschreiber, ich auch, tarnen den Fehler mit Humor und schreiben hinterer: “Und hier ist nun auch der versprochene Anhang.” Das Tool mag etwas exotisch sein, das Problem ist es offenbar nicht. Zugegeben ist auch der angerichtete Schaden meist eher gering.)

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Willkommen bei imgriff.com

Peter Hogenkamp, 21. März 2007 um 10.21 Uhr , 10 Kommentare Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

willkommen bei imgriff.com, unserem neuen Blog über persönliche Produktivität.

Während meines Zivildienstes von 1989 bis 1990 habe ich in einem Krankenhaus in Bielefeld in der administrativen Aufnahme gearbeitet: Die persönlichen Daten neu aufgenommener Patienten mussten in den zentralen Computer eingegeben werden. Nach der Einarbeitung war der Job denkbar simpel. Die meisten neuen Patienten wurden für 7 Uhr bestellt, und es bildete sich jeden Morgen eine lange Schlange; war diese abgearbeitet, verlief der Rest des Tages meist eher ruhig. Niemals musste man sich Gedanken über die Einteilung der eigenen Arbeit machen: Wer zur Tür hereinkam, war eine Aufgabe; sobald er oder sie fertig erfasst und zur Station weitergeschickt war, war diese komplett erledigt. Ausser gelegentlichem Nachfüllen von Formularen gab es nichts, an das man hätte denken oder das man sich hätte einteilen müssen.

Natürlich habe ich den Job gehasst, weil er so eintönig war. Ich wollte spannende Sachen machen, studieren, etwas mit IT machen, eine Firma gründen, andere Firmen beraten, das alles möglichst eigenverantwortlich und flexibel; letztes Jahr entschied ich auch noch, dass ich nun hauptberuflich bloggen und eine Blogfirma aufziehen wollte.

Das habe ich nun davon.

Seit der zweiten Woche des Studiums habe ich praktisch nie mehr das Gefühl gehabt, ich hätte alles erledigt, meine “To-Do-Liste” sei leer. Stattdessen stapeln sich die virtuellen und physischen Dinge, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Mails sind zu beantworten, jemand ist zurückzurufen, ein Artikel zu schreiben, und mehr posten sollte man sowieso immer. Die Situation im Büro bringt Gina Trapani in der Einleitung ihres Buchs “Lifehacker” auf den Punkt:

An einem typischen Arbeitstag quillen deine Inbox und dein RSS-Reader über von ungelesenen Nachrichten. Du hast so viele Browser-Tabs offen, dass du die Seitentitel nicht mehr erkennen kannst. Du kannst Dich nicht mehr erinnern, wo du die letzte Version der Präsentation gespeichert hast, an der du gestern Abend zuhaus gearbeitet hast. In der Sekunde, in der du dich beim Instant Messenger anmeldest, fragt auch schon dein Projektleiter: “Hast du eine Minute?”

Und das ist nur die Arbeit. Der Schreibtisch zuhaus reklamiert nicht, wenn er nicht aufgeräumt wird, die MP3-Sammlung nicht, dass sie immer noch auf vier Festplatten verteilt ist, und die Laufschuhe haben es sowieso längst aufgegeben, mich vorwurfsvoll anzuschauen.

Zum gesamten Thema fällt auf, dass es keine Schulungen gibt, die man als Teil seiner Ausbildung durchläuft. An der Uni wie auch im Job wurde einem vieles erklärt, von wissenschaftlichem Arbeiten bis zur Bedienung der Alarmanlage, nur nicht, wie man sich selbst organisiert. Wenn ich heute über die Schultern anderer Leute in deren Inboxen schiele, habe ich nicht das Gefühl, ich sei der einzige, der seine Selbstorganisation verbessern könnte.

Deshalb also nun imgriff.com, unser neues Blog zum Thema. Vermutlich kein Allheilmittel, aber ein Ort für Denkanstösse. Hier schreiben keine Produktivitäts-Profis. Niemand von uns ist Guru (was auch den Vorteil hat, dass niemand nur sein Buch oder sein Seminar verkaufen will), sondern wir machen alle “Learning by Doing”. Hier wollen wir die Produktivitäts-Ideen anderer Leute ausprobieren und auf ihre Tauglichkeit prüfen. Unsere Arbeitshypothese: Es gibt keine alleinseligmachende Methode, sondern jeder muss für sich seinen persönlichen Mix zusammenstellen. Von Euch Lesenden unterscheidet uns also gar nicht viel, wir wollen nur etwas intensiver recherchieren, etwas systematischer und im Team.

Was uns auch noch gemeinsam sein könnte: Wir finden, dass es online nicht nur gute inhaltliche Quellen zum Thema gibt, sondern dass das Internet selbst ein grossartiges Tool darstellt, das uns helfen kann, uns besser zu organisieren, allein und in der Gruppe. Zum Glück ist das auch eine Komponente von “Web 2.0″, daher werden laufend neue Anwendungen dazu lanciert, und über die werden wir sicher auch schreiben.

Auf der anderen Seite sind wir allerdings auch aus dem Alter heraus, in dem wir dachten, auf jede Herausforderung sei ein Stück Software die beste Antwort. Natürlich finden wir ein kleines Windows-Programm lustig, das Outlook-Mails, in denen das Wort “Attachment”, “Anhang”, “angehängt” oder ähnliches vorkommt, daraufhin checkt, ob auch wirklich ein Attachment angehängt wurde. Aber die Reichweite ist doch relativ beschränkt, daher braucht es sicher auch einen grösseren Blick aufs Ganze.

Für imgriff schreibt das schon von neuerdings.com und medienlese.com bekannte Blogwerk-Team aus Zürich, St. Gallen, Boston und San Francisco, erweitert um Florian Steglich aus Leipzig. Wer Lust hat mitzuschreiben, soll bitte zwei Wochen mitlesen und sich danach melden; wir machen aber auch nochmal einen Aufruf.

Danke für Euer Interesse. Dass wir uns über Feedback freuen, muss man in Blogs ja nicht dazusagen.

Hallo Welt, willkommen bei imgriff.com.

Peter Hogenkamp, 15. März 2007 um 9.25 Uhr

Um 12.00 10.40 Uhr Uhr geht’s los.

Durch eine Indiskretion der Presse werden wir zu schnellem Handeln gezwungen. Also geht’s JETZT los. Dabei wollte ich doch noch ein Foto suchen.