Ivan Blatter

Ivan (Jahrgang 1976) lässt sich gerne von Neuem anstecken. Doch leider hat auch sein Tag nur 24 Stunden und so ist es eine große Herausforderung, alle Aufgaben und interessanten Dinge unter einen Hut zu bringen. Über das, was er dabei lernt, schrieb er 2008 bis 2010 auf imgriff.com und weiterhin auf seinem eigenen Blog blatternet.ch. Er lebt in Basel und hilft als selbständiger Trainer und Berater anderen Leuten, ihre Produktivität mit einfachen Mitteln zu erhöhen. Ivan spielt außerdem Pool-Billard, fotografiert gerne und macht nebenbei eine theologische Weiterbildung.

 

Alle 76 Artikel von Ivan Blatter auf imgriff.com:

Die sechs W-Fragen

In seinem Buch “The Back of The Napkin” beschreibt der Berater Dan Roam eine Methode zum Lösen von Problemen: Die sechs W-Fragen.

Die sechs W-Fragen sind an die Art und Weise angelehnt, wie wir Dinge sehen. Dabei läuft ein Prozess ab, der uns beim Ordnen und Lösen von Problemen helfen kann, wenn wir ihn strukturiert anwenden. Ich habe Roams Methode nun schon verschiedene Male angewandt, wenn ich vor einem Problem stand oder irgendwo nicht mehr durchblickte.

Wenn Du irgendetwas siehst – nehmen wir an, einen Raum voller Menschen – läuft der folgende Prozess ab:
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Über die Aufmerksamkeit:
“Alle mal zuhören, bitte!”

21. Jahrhundert hin oder her: Es gibt noch viele evolutionär bedingte Abläufe in uns, auf die wir beim Arbeiten Rücksicht nehmen sollten – etwa wenn es darum geht, eine Botschaft so zu vermitteln, dass sie beim Empfänger ankommt.

Unsere Aufmerksamkeit funktioniert heute noch genau so wie vor tausenden von Jahren. Unsere biologischen Abläufe haben sich seit dieser Zeit kaum verändert. Wir haben unser Umfeld verändert, wir haben unsere Lebensweise verändert, wir haben die Welt verändert. Doch auf einer ganz grundlegenden Ebene funktionieren wir noch genau so wie die Jäger und Sammler vor Millionen Jahren.

Was hat das mit Produktivität zu tun?

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Passwort-Manager im Test (1):
KeePass, Dragon und Depot

Niemand muss sich 50 Passwörter merken – dafür gibt es Software. Wir haben zwei Passwort-Manager für Windows und einen betriebsunabhängigen getestet.

Als wir hier kürzlich eine Anleitung zum Kreieren sicherer Passwörter verlinkt haben, versprachen wir Euch zugleich, ein paar Passwort-Manager zu testen. Den Anfang machen drei Software-Lösungen:

Diese drei Programme unterscheiden sich zunächst nach der Art ihrer Lizenz: Im Rennen sind zwei Freeware-Angebote und ein kostenpflichtiges. Der zweite Unterschied ist die Portabilität: Eines der Programme ist ausschließlich für Windows erhältlich, eines offiziell nur für Windows (aber mit inoffizielle Portierungen), und das dritte ist ein Java-Programm und somit unabhängig vom Betriebssystem.

Die drei getesteten Passwort-Manager im Überblick:

Lizenz Plattform
KeePass Password Safe Freeware Windows, (Mac, Unix, PalmOS, Pocket PC, …)
Password Dragon Freeware Windows, Mac, Unix
Password Depot 29 ? Windows

Grundsätzlich ist eine Passwort-Verwaltung eine einfache Datenbank, deren Einträge verschlüsselt sind. Um an die Einträge heran zu kommen, muss man zuerst ein Master-Passwort eingegeben. Da man damit Zugriff auf alle Daten hast, tut man gut daran, es nicht zu vergessen – denn das Master-Passwort kann in keinem der Programme wieder hergestellt werden.

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Gegen die Aufschieberitis:
Die Unschedule-Methode

Im englischsprachigen Raum gilt Neil Fiore als DER Fachmann in Sachen Prokrastination. In seinem Buch «Warum nicht gleich?!» analysiert er die Hintergründe zu diesem Phänomen, ohne ein schlechtes Gewissen zu machen.

Neil Fiore (Bild: neilfiore.com)Menschen, die prokrastinieren, sind nicht einfach faul. Da nützt es wenig, sich zusammenreißen zu wollen oder sich mit falschen Optimismus motivieren zu wollen. Denn dahinter stecken komplexe psychologische Vorgänge. Fiore beschreibt ausführlich, weshalb einige Menschen Dinge aufschieben und andere nicht. Gleichzeitig bietet er verschiedene Methoden, wie man dagegen vorgehen kann.

Eine dieser Methoden ist das so genannte «Unschedule» (in der deutschen Übersetzung heißt es weniger einprägsam «Der ‘andere’ Terminkalender»), die wir heute ansehen wollen:

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12 Google-Tricks,
die Ihr noch nicht kanntet

Viele Benutzer kennen von Google nur die grundlegende Suchfunktion: Dieses schon ikonographische, verlockend leere Eingabefeld unter den bunten Buchstaben. Aber Google kann viel mehr. Hier kommen 12 Such-Tipps, die noch für Staunen sorgen:

Da wartet das leere Suchfeld: Gib Google zu fressen!

  1. Kinoprogramm: Du weißt nicht, was Du heute abend machen sollst? «Kino Berlin» wirft als ersten Treffer das Kinoprogramm des aktuellen Tages von Berlin (oder der entsprechenden Stadt) aus, das sich dann nach Kino/Entfernung, Filmbeliebtheit und Filmtitel sortieren lässt.
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Die Walt-Disney-Strategie

Der Zeichner und Produzent Walt Disney hatte eine einfache und zugleich geniale Methode, um seine Ideen und Einfälle bis zur Umsetzungsreife zu bringen: Er spielte alle Aspekte mit verteilten Rollen durch.

Walt Disney – genau DER Walt Disney – war ein genialer Zeichner und später erfolgreicher Filmproduzent, der Ideen am laufenden Band entwickelte. Leicht glaubt man – wie bei allen kreativen Menschen -, dass die Ideen einfach so aus ihm heraus sprudelten. Doch es steckt mehr dahinter: Ideen fliegen einem selten einfach zu, sondern sind Arbeit. Walt Disney hat zum Überwinden von Denkblockaden eine eigene Strategie basierend auf einem Rollenspiel entwickelt. Er hat nacheinander drei Rollen eingenommen: Der Träumer, der Realist und der Kritiker. Diese Strategie wurde später von Robert Dilts ins Neurolinguistische Programmieren (NLP) aufgenommen bzw. modelliert. So fand die Methode ihren Durchbruch.

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Besser arbeiten mit kleinen Schritten

Wir sind keine Maschinen und auch mal nicht perfekt und effizient. Manchmal wünschen wir uns trotzdem, mehr leisten zu können. Das ist gar nicht so schwierig. Mit einfachen Tricks kann man bereits eine spürbare Verbesserung erreichen, ohne gleich zur effizienten Büromaschine zu mutieren.

Gehorche Deinem Wecker.

Wenn Du Dich entscheidest, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen, dann tu das auch. Du kannst noch so oft den Snooze-Knopf drücken, irgendwann musst Du aufstehen – also warum nicht gleich? Prügle Dich raus, denn immer weiter dösen macht Dich nur träge, kostet Dich unnötig Zeit, bringt Dir kaum Erholungswert, aber dafür Stress, weil Du dann hetzen musst, um rechtzeitig im Büro zu sein.

Plane Deinen Tag.

Versuche, den nächsten Tag jeweils am Abend vorher zu planen. Wenn Dir das nicht liegt, dann nimm Dir spätestens nach Arbeitsbeginn Zeit, um Deinen Tag zu planen. Finde die Planung, die Deinem Arbeitsstil am besten entspricht:

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GTD-Tools (IV):
Things

ThingsSeit einem halben Jahr macht ein neues Tool Furore unter GTD-Fans: Things für Mac OS X, das sich perfekt in die Apple-Umgebung einfügt. Wir haben die Alpha-Version getestet.

Um sich im umkämpften Software-Markt zu behaupten, bieten viele Anwendungen eine Unmenge von Möglichkeiten, um jedes denkbare Bedürfnis abzudecken – oder versuchen, «Killer-Features» zu finden, die kein anderes Programm bietet. Leider bleibt in beiden Fällen oft die Bedienung und/oder Benutzeroberfläche auf der Strecke.

Things geht einen anderen Weg: Es bietet alle Grundfunktionen, die man erwartet, um seine Aufgaben effizient zu verwalten, und verpackt das Ganze in eine sehr einfache und ansprechende Oberfläche. Andere Programme bieten zweifellos mehr Features, aber es gibt auf dem Markt wohl kaum eine andere Aufgabenverwaltung, die den Spagat zwischen Umfang und Einfachheit so gut schafft wie Things.

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Infoflut oder nicht? Das ist hier die Frage

Florian hat kürzlich auf einen Artikel verwiesen, der sich mit der Infoflut beschäftigt. Wenn man das Stichwort “Informationsflut” bei Google eingibt, erhält man 175’000 Ergebnisse. Schon der Beweis für deren Existenz? Sicher – aber ob das ein Problem darstellt, ist die andere Frage, der wir in diesem Artikel nachgehen wollen.

An sich ist nicht die Infoflut das Problem, sondern wie man an die relevanten Informationen herankommt. Das ist mehr als Wortklauberei: Dass es mehr Informationen gibt, als wir verarbeiten können, ist ein uraltes Phänomen und taucht nicht erst im Internet-Zeitalter auf. Das “Zuviel” mag sich zwar potenziert haben, aber ob ich “nur” viel zu viel oder unendlich zu viel Informationen zur Verfügung habe, spielt keine wesentliche Rolle. Zwar waren die Informationen weniger leicht verfügbar als heute oder nur einem bestimmten Kreis zugänglich (z.B. den Leuten, die lesen konnten), aber zuviel Informationen haben wir seit (mindestens) der Verbreitung des Buchdrucks.

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Wenn der Schwung nachlässt

Wenn wir versuchen, unsere Gewohnheiten zu ändern, kommen wir oft an einen Punkt, an dem wir auf der Kippe stehen: Fallen wir wieder zurück in die alte Gewohnheit oder schaffen wir es, dran zu bleiben? Denn mit der Zeit genügt der anfängliche Schwung nicht mehr, und wir müssen uns neu aufraffen. Dazu hier ein paar Anregungen.

1. Schaffe Dir neue Auslöser
Irgendwann wird es langweilig, immer an die neue Gewohnheit denken und die alte vergessen zu müssen. Dann ist es höchste Zeit, neue Auslöser zu schaffen.

Gewohnheiten laufen automatisch ab. Gewöhnlich wird ein Auslöser aktiv und wir führen die Gewohnheit aus. Fehlt der Auslöser, gehen wir der Gewohnheit nicht nach. Das lässt sich schön im Urlaub beobachten: Ich trinke dann beispielsweise bedeutend weniger Kaffee und mir fehlt nichts, obwohl ich (zumindest zu Beginn) nicht ausgeschlafener bin. Kaum zurück, “brauche” ich dann meinen Kaffee morgens um 10 Uhr oder nach dem Essen. Hier ist die Uhrzeit der Auslöser oder der Fakt, dass das Essen vorbei ist.

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