Ivan (32) lässt sich gerne von Neuem anstecken. Doch leider hat auch sein Tag nur 24 Stunden und so ist es eine große Herausforderung, alle Aufgaben und interessanten Dinge unter einen Hut zu bringen. Über das, was er dabei lernt, schreibt er seit Januar 2008 auf imgriff.com und weiterhin auf seinem eigenen Blog blatternet.ch. Ivan spielt außerdem Pool-Billard und fotografiert gerne. Er lebt in Basel, arbeitet zu 80% in der Erwachsenenbildung und macht berufsbegleitend eine theologische Weiterbildung.
Ivan ist erreichbar unter ivan[punkt]blatter [at]blogwerk [punkt]com.
Alle 47 Artikel von Ivan Blatter auf imgriff.com:
Viele Menschen fangen einfach immer mit der Arbeit an, die ihnen als erstes einfällt. Und wenn ihnen etwas Dringenderes, Wichtigeres oder Angenehmeres in den Sinn kommt, wechseln sie die Aufgabe. Sie lassen sich vom Moment treiben und nehmen ihren Arbeitstag zu wenig in die Hand.
Natürlich stehen bei jedem die dringenden und wichtigen Aufgaben im Vordergrund, aber mit einer solchen Arbeitsweise lässt man sich zu schnell unterbrechen. Ständige Ablenkungen sind ein großes Problem bei der Arbeit. Und zwar nicht nur die Ablenkungen, gegen die man machtlos ist (das Telefon klingelt, ein Kollege oder die Chefin will kurz eine Sache klären, plötzlich taucht ein Problem auf, um das man sich sofort kümmern muss), sondern auch die Ablenkungen, die man sich selber einhandelt: Man checkt ständig seine Mails oder switcht von einer Aufgabe zur anderen. Dabei kann man eine Aufgabe besser und schneller erledigen, wenn man sich fokussiert. Eine Methode, die dabei hilft und trotzdem noch Flexibilität garantiert, ist, seinen Tag grob nach bestimmten Schwerpunkten einzuteilen. Hier ein Beispiel, wie ich das mache:
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Von allen Gewohnheiten in Zen To Done ist dies die schwierigste - aber wahrscheinlich auch die wichtigste. Wenn Du nur eine Sache aus diesem Buch umsetzen willst, dann ist diese Gewohnheit diejenige, die ich empfehlen würde.
Anmerkung: Dieser Artikel ist Teil einer Artikelserie zu “Zen To Done”, einem Produktivitätssystem von Leo Babauta. Wir übersetzen hierfür Leos gleichnamiges E-Book ins Deutsche. » Hier findest Du alle Teile der Serie im Überblick.
Ist diese Gewohnheit essentiell für das System? Nein. Du kannst Dir alle anderen Gewohnheiten aneignen und diese hier auslassen, aber trotzdem gelassen und organisiert sein. Aber dieser Schritt wird Dich nicht nur viel glücklicher machen, sondern auch produktiver.
Überleg Dir mal folgendes: Wenn Du von ganzem Herzen etwas tun willst, dann wirst Du wie verrückt daran arbeiten, damit anzufangen. Du wirst extra hart arbeiten, Du wirst noch mehr Stunden investieren, und die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Du die Arbeit daran aufschiebst.
Wenn es Dir davor graut, morgens ins Büro zu gehen, oder wenn Du merkst, dass Dir ständig die Motivation fehlt, oder wenn Du das, was Du tust, langweilig und monoton findest, dann solltest Du Dich nach einer neuen Arbeit umsehen. Denn ein solcher Job wird Dich nicht nur immer unglücklicher machen, sondern hindert Dich auch daran, Dein volles Potential umzusetzen.
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Einer der Schlüssel jedes Zeitmanagement-Systems ist die To-Do-Liste - sie hält alle Aufgaben fest, die Du im Moment nicht erledigen kannst, so dass Du jederzeit weißt, was Du noch erledigen musst. Für ZTD brauchen wir aber noch ein paar (wenige) andere Hilfsmittel.
Anmerkung: Dieser Artikel ist Teil einer Artikelserie zu ?Zen To Done?, einem Produktivitätssystem von Leo Babauta. Wir übersetzen hierfür Leos gleichnamiges E-Book ins Deutsche. » Hier findest Du alle Teile der Serie im Überblick
Bei ZTD ist es wichtig, ein einfaches System zu haben, welches Du auch wirklich benutzt; ein System, dem Du Deine Informationen anvertraust. Und das sind die drei Bausteine dieses einfachen, vertrauenswürdigen Systems:
- Aufbau: Ein einfaches System besteht aus Eingangsorten, einem Kalender, Listen und einer Ablage.
- Hilfsmittel: Es ist wichtig, einfache Hilfsmittel zu benutzen, so dass das System nicht mühsam gewartet werden muss.
- Gebrauch: Schließlich ist es wichtig, dass Du Dein System auch tatsächlich benutzt und es Dir zur Gewohnheit machst, es täglich zu überprüfen.
Der Aufbau
David Allen schlägt bei GTD vor, alle Aufgaben in getrennten Listen - so genannten Kontextlisten - zu verwalten, etwa @Büro, @Computer, @Anrufe, @Besorgungen usw. Der Grund ist, dass Du so immer nur die Aufgaben anschauen musst, die Du im aktuellen Kontext überhaupt anpacken kannst, anstatt eine lange Liste von Aufgaben vor Dir zu haben, von denen Du die meisten im Moment sowieso nicht erledigen kannst.
Bei ZTD sollte Dein System so einfach wie möglich bleiben. Zwar ist das Konzept der Kontextlisten nützlich, aber es kann auch schwierig sein, es auf dem aktuellen Stand zu halten. Verwende darum in jedem Fall so wenige Listen wie möglich. Ein Beispielaufbau könnte so aussehen:
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Da hat man das Buch von David Allen verschlungen, GTD eigentlich auch verstanden, und doch bleiben immer noch Aufgaben unerledigt. Wie kann man seinen Kram wirklich fertigbekommen? Auf was lohnt sich zu achten?
Alle Systeme, mit denen man seine Aufgaben organisieren will, haben einen Nachteil: Die Aufgabe muss man schlussendlich immer noch selbst erledigen. Das System sorgt (wenn es funktioniert) nur dafür, dass nichts verloren geht, und dass man den Überblick behält. Und das ist schon Einiges. Meistens braucht es nämlich von da aus nur noch einen kleinen “Schubser” und die eine oder andere Technik, und schon läuft es. Hier sind ein paar Methoden, auf die ich regelmäßig zurückgreife:
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Wenn man sich einmal angewöhnt hat, Dinge an wenigen Eingangsorten zu sammeln - inklusive eines kleinen Notizbuches (oder sonst eines einfachen Tools, um Dinge festzuhalten), welches man immer bei sich trägt -, bleibt die Frage: Was soll man tun mit all den Dingen, wenn man sie gesammelt hat?
Anmerkung: Dieser Artikel ist Teil einer Artikelserie zu ?Zen To Done?, einem Produktivitätssystem von Leo Babauta. Wir übersetzen hierfür Leos gleichnamiges E-Book ins Deutsche. » Alle Teile der Serie im Überblick
Bei der zweiten Gewohnheit von ZTD geht es ums Bearbeiten der gesammelten Inputs in den verschiedenen Eingangsorten. Du arbeitest dabei jeden Eingangsort durch und triffst sehr rasch Entscheidungen über jede Sache, bis alle “Inboxes” leer sind und alles, was Du in Deinem Notizbuch festgehalten hast, verteilt ist.
Wichtig: Arbeite alles bis zum Ende durch.
Wenn Du zulässt, dass sich Sachen ansammeln, ist das ein Aufschieben von Entscheidungen. Wenn Du Deine Eingangsorte bis zum Ende durcharbeitest, schnelle Entscheidungen triffst, und die Dinge dort ablegst, wo sie hingehören, dann bilden sich auch keine Prokrastinationsstapel.
Arbeite Deine Eingangsorte mindestens einmal pro Tag oder - wenn nötig - häufiger durch.
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Die Grundlagenserie zum Selbstmanagementsystem “Getting Things Done” von Johannes harrt seit einiger Zeit ihrer Vollendung. Mit dem letzten Teil zum Thema Projektplanung schließen wir die Serie heute ab (und widmen uns dann in nächster Zeit all den schönen Tools und Spielzeugen zur Umsetzung von GTD).
Die bisherigen Artikel der Grundlagenserie (alle Teile hier im Überblick) haben ihr Blickfeld horizontal ausgerichtet. Es ging in 5 Schritten darum, was man innerhalb seines Horizontes beachten und unternehmen muss:
- Wie erfassen wir die losen Enden und offenen Aufgaben in Eingangskörben?
- Wie können wir all diese erfassten Dinge durcharbeiten, um zu entscheiden, was es ist und was zu tun ist?
- Wie können wir die Entscheidungen, Informationen und nächsten Schritte in einem System organisieren?
- Wieso und wie schaffen wir es, alles regelmäßig durchzusehen, um es auf dem aktuellen Stand zu halten?
- Wie wählen wir aus, woran wir genau jetzt arbeiten wollen?
Jetzt geht es darum, den Blick zu heben und die vertikale Perspektive zu berücksichtigen, also tief zu schürfen und hoch fliegend zu denken. Hier kommt die Projektplanung ins Spiel.
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Es ist Mitte Januar. Die Vorsätze zum neuen Jahr wurden gefasst, man will seine Gewohnheiten ändern und weiß, wie das klappen kann. Die ersten Tage sind auch schon geschafft, aber nach und nach macht sich wieder das Faultier in einem bemerkbar. Was tun, wenn Begeisterung und Motivation nachlassen?
Die meisten Menschen wollen ihr Leben eigentlich verbessern. Und eigentlich ist dabei nur das Wort “eigentlich” das Problem. “Eigentlich” signalisiert nämlich, dass man schon möchte, aber nichts investieren will. Es soll einem einfach so in den Schoss fallen. Gleichzeitig ist “eigentlich” auch ein Zeichen für eine gewisse Hilflosigkeit: Man möchte etwas ändern, aber weiß nicht so recht, wie. Doch damit noch nicht genug: Sehr oft sind Vorsätze (nicht nur zu Jahresbeginn!) zu allgemein formuliert. “Auf die Ernährung achten”, “Sport treiben”, “Nichtraucher werden” sind ein erster Schritt, aber mehr nicht. Das mag genügen, um in den ersten Tagen, vielleicht Wochen, konsequent zu sein, aber dann lässt die Motivation nach. Plötzlich scheinen Alternativen attraktiver (”Ausnahmsweise esse ich das Stück Kuchen”) oder werden die Ausreden kreativer (”Bei dem Regen kann ich nicht laufen gehen, sonst erkälte ich mich”). Wer einen Vorsatz das ganze Jahr über wirklich umsetzen will, der muss mehr an Planung investieren. Aber keine Angst, die folgenden Tipps sind so einfach, dass man sie problemlos umsetzen kann.
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