Ivan (32) lässt sich gerne von Neuem anstecken. Doch leider hat auch sein Tag nur 24 Stunden und so ist es eine große Herausforderung, alle Aufgaben und interessanten Dinge unter einen Hut zu bringen. Über das, was er dabei lernt, schreibt er seit Januar 2008 auf imgriff.com und weiterhin auf seinem eigenen Blog blatternet.ch. Ivan spielt außerdem Pool-Billard und fotografiert gerne. Er lebt in Basel, arbeitet zu 80% in der Erwachsenenbildung und macht berufsbegleitend eine theologische Weiterbildung.
Ivan ist erreichbar unter ivan[punkt]blatter [at]blogwerk [punkt]com.
Alle 47 Artikel von Ivan Blatter auf imgriff.com:
Immer wieder gibt es Modewörter, die bei jeder Gelegenheit benutzt werden, obwohl eigentlich niemand so richtig weiß, was dahinter steckt. Dadurch werden sie entwertet. “Nachhaltig” ist so ein Beispiel. “Proaktiv” ist ein anderes schönes Beispiel, welches auch schon Eingang in die Stellenanzeigen gefunden hat. Das ist schade, denn dahinter verbirgt sich ein sehr nützliches und wichtiges Prinzip.
Eingeführt wurde der Begriff von Victor E. Frankl. Frankl ist als Begründer der Logotherapie bekannt geworden, zu welcher ihn seine Erfahrungen im Konzentrationslager gebracht haben (logos=der Sinn). Er erkannte im Konzentrationslager, dass er trotz aller Grausamkeiten, Willkür und ständigen Todesgefahr eine Freiheit besaß, die ihm niemand nehmen konnte. Er durchbrach das Schema “Reiz => Reaktion”, denn ihm wurde bewusst, dass dazwischen, also zwischen Reiz und Reaktion, seine Wahlfreiheit lag: Er konnte selbständig entscheiden, wie er mit einem Reiz umgehen wollte und welche Reaktion er wählen möchte. Am Reiz konnte er natürlich nichts ändern, aber am Umgang damit. Diese Freiheit baute er gezielt durch Übungen aus und konnte daraus Kraft bis zu seiner Befreiung schöpfen.
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Welches Leben möchtest Du leben? Genau das, welches Du jetzt lebst? Dann gratuliere ich Dir! Oder vielleicht das von Britney Spears Klaus Zumwinkel Jennifer Lopez? Dann habe ich eine schlechte Nachricht für Dich: Das wirst Du nie erreichen. Ist aber auch nicht schlimm, weil Du genau Dein Leben hast und das ist auch gut so. Man kann nicht in die Haut eines anderen schlüpfen. Aber man kann sehr wohl etwas tun, nämlich sein Leben gestalten und in die Hand nehmen. Wie? Indem man den für sich perfekten Tag entwirft.
Viele Menschen leben nicht das Leben, das sie gerne leben möchten. Sie sind unzufrieden mit dem, was sie haben oder sind. Leider wissen viele nicht, wie sie aus dieser Situation kommen. Dafür gibt es zwei Hauptgründe:
- Äußere Zwänge: Das Leben ist kein Vergnügungspark. Jeder von uns hat viele Verpflichtungen, denen er nachgehen muss: Man muss Geld verdienen, hat vielleicht Kinder, um die man sich kümmern muss usw. Und dann gibt es da noch all die kleinen Dinge, die man erledigen muss, die aber keinen Spaß machen (bei mir beispielsweise Putzen und Waschen). Viele Dinge müssen wir machen, ob wir wollen oder nicht.
- Innere Zwänge: Viele Menschen denken, sie können ihr Leben nicht ändern und nehmen es so, wie es ist. Vielleicht weißt Du aber gar nicht so genau, was für ein Leben Du führen möchtest. Du weißt nur, dass Du mit dem jetzigen unzufrieden bist.
Das Leben anzunehmen, wie es ist, ist keine schlechte Strategie, solange man sich nicht der Lethargie hingibt. Aber vielleicht brennt doch irgendeine kleine Flamme im Herzen, irgendetwas, was man gerne tun möchte, von dem man aber nicht genau weiß, wie.
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Da leert man seinen Kopf regelmäßig, führt seine Aufgabenlisten, hat den Überblick, aber plötzlich stellt sich die unausweichliche Frage: Welche Aufgabe soll ich als nächstes anpacken?
Jedes Organisationssystem ist nur so gut, wie es einen tatsächlich unterstützt, Aufgaben zu erledigen. Da kann das System noch so ausgefeilt sein, die Techniken noch so modern: Wenn man mit Hilfe des Systems seine Aufgaben nicht besser, effizienter, schneller oder - in einem Wort - anders als bisher erledigen kann, dann hat es seinen Zweck nicht erfüllt. Das Führen von Listen mit Aufgaben ist das eine, das andere ist die Auswahl der Aufgabe, die man erledigen will. “Will” - nicht “muss”. Denn das System muss einem Freiheit und Selbstbestimmung gewähren. Dazu gehört die Unterstützung bei der Auswahl der nächsten Aufgabe. Es gibt verschiedene Methoden, dies zu tun. Fünf davon möchte ich heute vorstellen:
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Praktisch jedes Unternehmen besitzt ein eigenes Leitbild, in dem seine Ziele forumliert sind. Es dient als Orientierung für die Mitarbeiter, aber auch für die (potentiellen) Kunden. Im privaten Bereich wird man dagegen schief angesehen, wenn man ein persönliches Leitbild hat. Das ist schade, da es ein nützliches Instrument für jedermann ist.
Wie versprochen möchte ich hier etwas genauer erläutern, was ein persönliches Leitbild ist und wie man es erstellt. Die Idee eines Leitbildes habe ich bei Stephen R. Covey in seinem Buch “Die 7 Wege zur Effektivität” entdeckt. Er mag zwar nicht der Erfinder sein, aber er hat dieses Werkzeug populärer gemacht.
Für Covey steht hinter dem persönlichen Leitbild die Idee, bereits am Anfang das Ende im Sinn zu haben. Es geht darum, das große Ganze im Überblick zu haben, damit man jeden Teil seines Lebens darauf abstimmen kann. Covey geht davon aus, dass alles zweimal geschaffen wird: Das erste Mal im Kopf, das zweite Mal in Realität. Genauso funktioniert ja jede Planung: Du überlegst Dir ein Ziel und planst den Weg dorthin. So hast Du das Ziel bereits im Kopf realisiert. Danach setzt Du es in Realität um.
Beim persönlichen Leitbild machst Du Dir ein Bild Deines Lebens im Kopf und kannst danach Dein reales Leben daran ausrichten. Dieses Bild ist das persönliche Leitbild. Darin kannst Du definieren, was Du sein willst (Charakter), tun willst (Leistungen) und auf welchen Werten und Prinzipien Dein Leben beruht oder beruhen soll.
Es gibt verschiedene Wege, wie Du Dein Leitbild entwickeln kannst:
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Wir diskutieren hier sehr gerne über Techniken des Zeitmanagements und darüber, welches Tool sich für welchen Zweck am besten eignet. Das ist spannend, verdeckt aber die wichtigen grundlegenden Fragen, nämlich die nach den Prinzipien, die hinter einem sinnvollen, guten, nützlichen und erfolgreichen Zeitmanagement stehen. Um diese Prinzipien geht es in diesem Artikel.
Vorweg: Die hier folgenden sieben Punkte habe ich von Lothar Seiwert übernommen, die er so in einem Vortrag aufgezählt hat. Ob er sie auch in einem seiner zahlreichen Bücher entfaltet, weiß ich nicht; die Umformulierung in “Gebote” und die Erläuterungen stammen von mir.

Bild: Keystone/AP Photo/Edgar R. Schoepal
Hier geht es aber nicht darum, noch mehr in noch weniger Zeit zu erledigen. Wenn man die sieben Gebote in einem Satz zusammenfassen wollte, dann lautete der wohl: “Respektiere Deine Zeit” oder “Simplify your time” (so hieß auch der Vortrag von Seiwert). Wer auf diesen Prinzipien aufbaut, ist auf gutem Weg, ein Zeitmanagement zu finden, mit dem er seine Termine und Aufgaben im Blick behält und dabei Zeit für sich selbst findet.
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Dominik hat uns vor ein paar Wochen Tipps gegeben, wie man zu einem guten Schlaf kommt. Doch auch der beste Schlaf ist irgendwann vorbei und man muss aufstehen. Im Folgenden findet ihr ein paar Tipps, wie man das am besten schafft und einen optimalen Start in den neuen (Arbeits-)Tag erwischt.
- Einfach aufstehen: Der Snooze-Button ist Dein Feind! Du hast Dich abends dafür entschieden, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen, also steh zu Deiner Entscheidung und steh auf. Klingt hart, aber je länger Du weiter im Bett döst, desto schwerer wird Dir das Aufstehen fallen. Es gibt auch schon Wecker ohne Snooze (z.B. der aXbo, den auch ich benutze), und das aus gutem Grund. Ich schlage Dir einen Deal vor: Wenn der Wecker los geht, stehst Du für 10 Minuten auf. Danach kannst Du wieder ins Bett, wenn Du magst. OK, das ist ein Trick: Nach nur 10 Minuten bist Du wahrscheinlich schon so wach, dass Du nicht mehr ins Bett musst oder willst.
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Jeder von uns hat Träume, die er gerne verwirklichen würde. Für viele bleiben es aber Träume, weil sie keine Zeit finden, sie wirklich zu verfolgen. Das ist schade, denn es gibt einen Weg, wie man seinem Traum Schritt für Schritt näher kommen kann.
Eines der wichtigsten Prinzipien von Getting Things Done ist, immer und überall etwas zum Notieren dabei zu haben, damit keine Ideen verloren gehen. Normalerweise notiert man die Idee nur in einem kurzen Stichwort auf einen Zettel, legt diesen dann in den Eingangskorb und verarbeitet ihn dann beim Leeren des Eingangskorbes. Mehr darüber erfahrt Ihr in den Artikeln “Alles muss raus” und “Zen To Done (Teil 4): Gewohnheit 1: Sammeln”.
Das selbe Prinzip kann man etwas angepasst auch dazu benutzen, seinem Traum schrittweise näher zu kommen. Wenn ich hier von Traum spreche, meine ich damit all das, was man gerne haben oder tun würde, von dem man aber nicht genau weiß, wie man es erreichen kann. Besonders geeignet sind Dinge, die man gerne tun würde - wie beispielsweise ein Buch schreiben, eine neue Karriere finden, neue Einkommen erschließen, anderen Menschen helfen. Viele Leute wissen jedoch gar nicht, was eigentlich ihre Leidenschaft wäre. Sie leben ihr Leben einfach, wie’s kommt, und haben sich damit abgefunden (falls Du auch zu diesen Menschen gehörst, dann empfehle ich Dir den Artikel “Zen To Done (Teil 13): Gewohnheit 10: Finde Deine Leidenschaft“). Andere wissen zwar, was sie gerne tun würden, aber sie kommen nicht dazu, diesen Traum ernsthaft zu verfolgen: Die Leidenschaft geht im Alltag unter. Doch dem kann abgeholfen werden:
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Wer kennt das nicht? Mit Schwung hat man sein Organisationssystem umgestellt, neue Methoden trainiert, von vorne angefangen. Und eine ganze Weile lief alles hervorragend. Doch auf einmal merkt man, wie man den Tritt verliert und in alte Muster zurückfällt. Im Folgenden geben wir ein paar Tipps, was man tun kann, wenn man die Kontrolle wieder zu verlieren droht:
Nach den ersten erfolgreichen Tagen oder Wochen verliert man häufig seinen Rhythmus. Vielleicht lässt man sich ein wenig gehen, vielleicht ist so viel los, dass man seine neuen Gewohnheiten nicht mehr weiter pflegen kann. Oder der normale Ablauf wird durch Feiertage oder Ferien gestört. Das haben viele erlebt, die versucht haben, etwa Getting Things Done umzusetzen - Du vielleicht auch.
Egal, was die Gründe dafür sind, Du hast Deinen Rhythmus verloren und möchtest ihn wieder finden. Das ist gar nicht immer so einfach. Wir entwickeln uns weiter, unsere Prioritäten und Interessen verschieben sich. Man kann nicht einfach zurück gehen, als ob nichts gewesen wäre. Doch vielleicht helfen Dir die folgenden Tipps, die Kontrolle wiederzugewinnen, wenn das Chaos droht:
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Viele Leute sind stolz darauf, dass sie diszipliniert arbeiten können. Andere halten sich für völlig undiszipliniert, aber sogar die schaffen es, Dinge zu erledigen. Doch liegen Disziplin und Selbstmotivation wirklich so weit auseinander?
Die Eigenwahrnehmung ist manchmal weit von der Fremdwahrnehmung entfernt. Ich höre oft, dass ich sehr diszipliniert sei, aber meine Wahrnehmung sagt etwas ganz anderes; nämlich, dass ich sehr undiszipliniert bin. Ich habe mich lange gefragt, wie es zu diesen beiden unterschiedlichen Einschätzungen kommt, und was ich gegen meinen (eingebildeten?) Mangel an Disziplin tun könnte. Die kurze Antwort: Keine Ahnung. Die Begründung: Das spielt gar keine Rolle. Ich dachte nämlich immer, ich müsse mehr Disziplin haben und ohne Disziplin ginge es nicht. Doch jetzt weiß ich: Es gibt eine Alternative zur Disziplin: Die (Selbst-)Motivation.
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Ich liebe Listen! In meinen elektronischen und analogen Dokumenten tummeln sich die verschiedensten Listen zu allen möglichen Themen. Listen zu schreiben ist - neben Mindmaps - meine liebste Methode, Dinge festzuhalten und zu brainstormen. Hier die Gründe:
- Listen sind übersichtlich. Listen sind schön geordnet. Ich kann meine Stichworte hervorheben (so wie hier) und habe in kürzester Zeit einen Überblick.
- Listen sind ausführlich. Neben dem Stichwort kann ich ins Detail gehen. Eigentlich genau so, wie Du jetzt diese Liste liest: Du liest das Fettgedruckte und je nach Interesse auch noch den Text, der dahinter steht. Wenn Dich ein Punkt nicht interessiert, bist Du schnell beim nächsten.
- Listen kann ich ergänzen. Egal, wann mir etwas zum Thema einfällt: Ich kann jederzeit meine Liste ergänzen und erweitern.
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