Alle 17 Artikel von gastautor auf imgriff.com:
Weniger Grösse, weniger Schnelligkeit, weniger Stabilität, weniger Sicherheit, weniger Raum, weniger Essen: Wir stehen auf der Schwelle zum «Age of Less». Ein Grund zur Besorgnis, aber kein Grund für Kopflosigkeit, sagt David Bosshart.
von Sabine Gysi, Redaktorin und Account Managerin bei Blogwerk AG
Die Zeichen häufen sich, dass die Zeit des Wohlstandes, an den sich unsere westliche Welt gewöhnt hat, bald um ist. Ein rauer Wind bläst uns entgegen. Wir werden unseren hohen Lebensstandard, unsere Produktivität und Effizienz, unser rasantes Tempo nicht aufrechterhalten können.
Der Gedanke, dass wir entschleunigen und zurückstecken müssen, löst in vielen von uns Verunsicherung, gar Panik aus. Warum? Weil wir uns goldene Ketten angelegt haben, meint David Bosshart vom Gottlieb Duttweiler Institut. Wir haben uns in unserer Komfortzone eingerichtet, umgeben von geistigem wie materiellem Ballast. Das ist der Ausgangspunkt von Bossharts Buch The Age of Less. Die neue Wohlstandsformel der westlichen Welt (Affiliate-Link)
Inzwischen haben Viele «The Age of Less» gelesen und sich eine Meinung dazu gebildet; nicht selten kommt bei einer geselligen Runde das Gespräch auf das Buch. An Kritik mangelt es nicht: Das Buch pflücke hier oder hier oder dort Ideen, die andere längst gehabt hätten. Es komme zu wenig wissenschaftlich fundiert daher. Es benutze Unmengen von Anglizismen auch dort, wo sie nicht nötig seien. «Ein typisches Zeitgeist-Buch», findet einer, der es nur quergelesen hat. » weiterlesen
Wenn es um Notizbücher geht, war 2011 ein bewegtes Jahr: Notizbücher, aus denen Blumen wachsen, Bleistiftspitzeraufsatz für Bohrmaschinen oder das Papier aus Elefantendung. Christian Mähler blickt für uns zurück.
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Im Januar konnte man mit einem neuen Dienst in den Google Labs feststellen, dass immer häufiger nach dem
Begriff «Notizbuch» gesucht wird. Danach wunderte man sich nicht mehr über die vielen Aussteller rund um Notizbücher, die man auf der paperworld 2011 in Frankfurt finden konnte. Dort gab es tatsächlich einige Innovationen zu sehen, wie etwa die
Zeit in Dosen eines Trierer Tüftlers. Besonders beeindruckt hat mich die Idee zweier Kanadierinnen, die mit ihrer Firma «botanical paperworks»
Samen in Papier einarbeiten, das – entsprechend gegossen – Blumen sprießen lässt. Es tut gut, auf Messen wie der paperworld auch noch Idealisten zu treffen, etwa die Leute von
Der Steg -Papierstraße aus Berlin.
500 bunte Bleistifte und poopoopaper
Im März sorgte ein Bleistiftspitzeraufsatz für Bohrmaschinen für Aufsehen – den braucht man wahrscheinlich aber auch , wenn man 500 bunte Bleistifte besitzt, die eine japanische Firma in einer Art Abo anbot. Im September durfte ich die Erfahrung machen, dass poopoopaper aus Elefantendung doch nicht ganz geruchlos ist. » weiterlesen
Alle paar Wochen verlagern sich die Schwerpunkte in der Notizbuchwelt von einem Thema zum nächsten. Die letzten sechs Wochen fand ich besonders interessant.
Von Christian Mähler
Nachdem Thomas hier im
Blog über mein neues kostenloses
E-Book geschrieben hatte, war ich
überwältigt von den Reaktionen. Es scheint mir, als wünschten sich viele Notizbuchbenutzer einen gewissen Grundstock an Regeln, die ihnen bei der Organisation ihres Buches helfen. Vielleicht erklärt das die Vielzahl an begeisterten Rückmeldungen und Anregungen, die ich erhalten habe.
Ungewöhnliche Notizbücher gibt es viele, und die comPENion Notizbücher gehören wahrscheinlich auch dazu – Auf meine Frage, was wohl die besten Notizbuchideen aller Zeiten sind kamen erstaunlich wenig Antworten; für Notizbuchfanatiker scheinen Notizbücher per se die beste Erfindung zu sein, Kommentar überflüssig. » weiterlesen
John’s Phone ist ein Handy für Minimalisten. Kein Webbrowser, kein Terminkalender, keine Mail – noch nicht einmal SMS kann das Handy senden oder empfangen. Und das ist gut so – wir haben’s getestet.
von Frank Müller, Autor bei unserem Schwesterblog neuerdings.com
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Ob Facebook, Twitter, Google+: Immer wieder liest man Klagen jammernder iPhone-Junkies, deren Gerät den Geist aufgegeben hat und jetzt in Reparatur ist. Wie soll man ohne Smartphone weiterleben können?
Soviel ist sicher: Es geht. Ich habe den Test gemacht und einige Wochen mit einem Telefon verbracht, das nichts kann außer telefonieren: John’s Phone. Im vergangenen Herbst wurde es angekündigt, inzwischen ist das Telefon auf dem Markt.
Vielleicht kann man John’s Phone am ehesten mit einem der Programme vergleichen, die ablenkungsfreies Arbeiten ermöglichen sollen; die den Internetzugang temporär kappen, alle anderen Programme ausblenden, damit man sich endlich mal nur auf eine Sache konzentrieren und die richtig machen soll.
John's Phone
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)
» weiterlesenAnna Sommerer hat ein Prokrastionations-Set entwickelt. Die Grundidee: Den Hang zum Aufschieben nicht bekämpfen, sondern intelligent damit umgehen.
von Katja Schönherr, freie Journalistin aus Zürich
Anna Sommerer (
@ponyhut) hat es akzeptiert: Sie neigt nun mal zum Prokrastinieren und hat keine Lust mehr, dabei jedes Mal ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Sie zählt sich zu den «Aktiven Prokrastinierern», einem Aufschieber-Typus, der laut dem Forscherduo Jin Nam Choi und Angela Hsin Chun Chu den Stress regelrecht sucht und unter Zeitdruck besonders gut arbeiten kann.
Anna sagt, sie habe schon viel erledigen können, während eine andere Sache eigentlich dringender war. Sie wünscht sich, dass die Aufschieberitis nicht mehr verteufelt wird und «Betroffene» die Zeit, in der sie etwas hinauszögern, geniessen können. Deshalb hat die Produktdesignerin für ihre Bachelor-Arbeit an der Hochschule Niederrhein in Krefeld ein Prokrastinations-Set entwickelt. «Ich möchte besonders Studierende erreichen und ihnen zu einem guten Gewissen verhelfen, während sie prokrastinieren. Ich möchte nicht sagen, dass Prokrastination für alle und immer gut ist, aber in einem gewissen Rahmen ist sie es eben schon.»
Vor ein paar Tagen hat die 23-Jährige Bilder ihrer Bachelor-Arbeit bei «Design made in Germany» eingestellt. Auf Twitter wurde das Set schnell gelobt. Wir stellen die einzelnen Elemente und die jeweilige Idee dahinter kurz vor. » weiterlesen
IOU («I owe you») ist ein Webservice, der das gemeinsame Verwalten von Ausgaben zwischen mehrere Parteien unterstützt und bei der Aufteilung der Kosten hilft.
von Mathias Vettiger, Account Manager bei Blogwerk AG, dem Verlag von imgriff.com
Wer wie ich seit Studienbeginn und jetzt als Erwerbstätiger in WGs wohnt, kennt das Problem: Frank zahlt die Stromrechnung, Andrea das Internet und Daniel hat die neue Zimmerpflanze rangeschafft. Alle geben Geld für andere aus und niemand möchte zu kurz kommen. Das heisst: Ausgaben müssen irgendwo erfasst und schliesslich aufgeteilt werden. Wir haben dafür Rechnungen gesammelt, Listen geschrieben, Formeln festgelegt – aber komfortabel war nichts davon. Hätte ich mich nicht so gut mit meinen Mitbewohnern verstanden, hätte dieses Abrechnen auf der Liste potenzieller Zwistverursacher wohl ganz oben gestanden.
Ausgaben erfassen und verteilen
Dann bin ich letzte Woche über IOU gestolpert. Die Idee dazu hatten Marc Brogli von der Universität St. Gallen und Jan Berchtold von der ETH Zürich, offenbar auch zwei von Mehrpersonenabrechnungen Geplagte. Dreh- und Angelpunkt einer Abrechnung ist ein «Pott», der sich auch ohne Registrierung erstellen lässt. Wer am Pott beteiligt ist, kann danach Ausgaben eintragen und diese in drei Variationen auf die anderen aufteilen: Gleichmässig, prozentual und als Fixbetrag. Zusammengefasst wird alles in der Ausgabenübersicht. » weiterlesen
Kurze, aber regelmässige Pausen helfen, konzentrierter zu arbeiten, weniger Fehler zu machen und bessere Lösungen zu finden. Die kostenlose App «Time Out» hilft dabei.
von Dr. Michael Franz
Alle 15 Minuten wird mein Bildschirm etwas intransparent. Das Time Out-Symbol erscheint und erinnert mich freundlich daran: Zeit, eine Micropause von 30 Sekunden zu machen.
Time Out löst für mich eines der größten Produktivitätsprobleme: Vergessen, Pausen zu machen und deshalb im Laufe des Tages auszubrennen. Seit ich mich von Time Out erinnern lasse, bin ich den gesamten Tag über wesentlich leistungsfähiger und entspannter.
Nutzen wissenschaftlich bewiesen
Dass regelmäßige Micropausen die Leistungsfähigkeit erhöhen, bestätigen wissenschaftliche Studien seit Langem. Weitere Vorteile sind eine höhere Konzentrationsfähigkeit, gesteigerte Innovationskraft, geringere Fehleranzahl, optimistischere Grundstimmung, geringere Verspannungen in Schulter- und Nackenmuskulatur, weniger überanstrengte Augen und Stresshormone im Blut.
Wie verwende ich Time Out?
Was ist das richtige Intervall? Oft werden 10 Minuten Arbeit und 10 Sekunden Pause vorgeschlagen. Dieses Intervall nervt mich. Für mich hat sich ein Intervall von 15 Minuten Arbeit und 30 Sekunden Pause als ideal herausgestellt. Wenn das Time Out-Symbol erscheint, dann halte ich kurz inne, setzte mich gerade hin, schließe die Augen und nehmen 2-3 tiefe Atemzüge. Damit ich zuverlässig an die Micropausen erinnert werden, lasse ich Time Out beim Start meines Computers automatisch aktivieren. » weiterlesen
Taugen Tablets als Instrumente für die tägliche Arbeit? Heute untersucht unser Notizbuch-Aficianado, wozu ein iPad taugt.
von Christian Mähler
Menschen, die Spaß an Selbstorganisation haben, diskutieren häufig darüber, ob nun ein digitaler Begleiter oder ein analoges Pendant geeigneter ist, den eigenen Alltag zu organisieren. Als Freund von Notizbüchern ist klar, was ich bevorzuge.
Nun habe ich seit einiger Zeit ein iPad. Natürlich habe ich das iPad auch als Notizbuchersatz ausprobiert (Apps: Moleskine, Thinkbook, Bamboo Paper), bin aber schnell wieder davon abgekommen. Trotzdem ist dieses Gerät eine ideale Ergänzung zum Notizbuch – und zwar für all die Dinge, die mit einem analogen Notizbuch nur schwer oder gar nicht zu bewerkstelligen sind.
Was das iPad nicht kann
Diesen Artikel schreibe ich auf einem iPad und es fällt mir sehr schwer. Auf dem iPad komme ich mit langen Texten nicht klar. Im Gegensatz zu einem Notizbuch kann ich in einer Besprechung auch nicht schnell mal zwei Einträge miteinander durch einen Pfeil verbinden oder eine kleine Zeichnung machen. » weiterlesen
Ein Zwischenruf: Unsere Gastautorin Sylvia Frey Werlen denkt darüber nach, was «Leistung» ist.
Leistung ist alles –aber welche?
Der Polizeichef einer Kleinstadt in Polen hat seinen Sicherheitsbeamten auferlegt, mindestens eine Strafe pro Tag auszuteilen. Andernfalls habe das negative Folgen für deren Gehälter wegen mangelnder Leistung. Worauf ein Polizist sich selbst eine Strafe aufbrummte, weil er zu Fuss über ein Bahngeleis gelaufen sei.
Giotto, ein Florentiner Maler, beteiligte sich an einem Malwettbewerb. Ein Künstler nach dem andern trug sein Werk nach vorne: Die drei Könige vor einer weiten Landschaft, eine sanfte Madonna, ein prächtiger Engel. Als die Reihe an Giotto war, nahm er ein weisses Blatt und zeichnete sorgfältig einen schönen runden Kreis. «Ecco.»
Ist es eine Leistung, wenn du ohne allzu viel Aufwand die Erwartungen deines Chef erfüllst? Wenn du wie Giotto etwas Kompliziertes zurückführen kannst auf ein Grundelement wie den Kreis? Wenn dein Bankkonto wieder gestiegen ist? Wenn dein kleiner Sohn gerade nonstop am Trotzen ist und dir trotzdem das Lachen nicht abhanden kommt? Oder wenn du mitten in der Alltagshektik die Zeit findest, um mit deinem Mitarbeiter zusammenzusitzen und zu schauen, wo er steht, was er braucht? » weiterlesen
Selbstorganisation sollte langsam zur Gewohnheit werden. Streben nach Perfektionismus schadet mehr.
von Christian Mähler
Papier ist beliebt, praktisch und braucht kein Betriebssystem-Update. Genug Gründe, um dem Papier als Instrument der Selbstorganisation bei imgriff.com mehr Platz einzuräumen. Dafür konnten wir Christian Mähler gewinnen. Christian bloggt seit Mai 2009 täglich auf dem notizbuchblog.de und ist wohl schlechthin die Webgrösse, wenn es um Papier und Notizbücher geht. Ab heute wird er regelmässig auch hier zu lesen sein – wir freuen uns. (Red.)
Schweizer Taschenmesser der Selbstorganisation
Häufig gestellte Anfragen bei Google ist «Wie nutze ich mein Notizbuch?» oder «Was soll ich in mein Notizbuch schreiben?» Notizbücher sind vielfältig einsetzbar: für Notizbuchkunst, als Tagebücher, als Ideenspeicher und viele andere Anwendungsarten. Alle Anwendungsgebiete haben eine eigene Fangemeinde, und ein Einsatzgebiet ist besonders beliebt: das Notizbuch zur Selbstorganisation. Dafür gibt es verschiedene Notizbuchsysteme und sogar bestimmte Notizbuchlayouts. » weiterlesen