Florian Steglich

imgriff.com-Autor Florian SteglichFlorian (28) fing Ende 2004 an, sich näher mit Blogs zu beschäftigen. Ein erster eigener Versuch fand noch ziemlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der zweite dann unter dem Dach des Holtzbrinck-Projekts germanblogs. Florian lebt in München und studiert in Leipzig Journalistik, und hier wie dort kämpft er regelmäßig mit ellenlangen Bookmark-Listen, überquellenden E-Mail-Postfächern und deckenhohen Papierstapeln. Sein Schreiben für imgriff.com ist so gesehen eine Art Kriegsberichterstattung.

Florian ist erreichbar unter florian [punkt]steglich [at]blogwerk [punkt]com.

 

Alle 765 Artikel von Florian Steglich auf imgriff.com:

Kreativität:
Ablenkungen sind wichtig

Florian Steglich, 3. Dezember 2009 um 16.32 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Wenn man auf der Suche nach Kreativität ist, sollte man es nicht mit der perfekten, ablenkungsfreien, harmonischen Arbeitsumgebung versuchen, sondern besser mit anregenden, widersprüchlichen, ungewohnten Umgebungen und Anregungen jeder Art. Das ist die These von Mary Jaksch im Schreibblog Writetodone.com. Denn Kreativität ist schließlich die Verknüpfung von Unzusammenhängendem, allzu Ausgewogenes muss darum schädlich sein.

Die Kommentare unter dem Artikel sind nicht alle ihrer Meinung. Dort wird darauf hingewiesen, dass es vermutlich beides braucht. Ohne Zeit zum Abschalten jedenfalls dürfte es mit der Kreativität auch rasch vorbei sein.

» Why Weird Stuff Makes You Creative (writetodone.com)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Weihnachtsstress:
Ohne Krach durch die Feiertage

Florian Steglich, 2. Dezember 2009 um 13.47 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Das Jahr ist rum. Angeblich ist heute erst der 2. Dezember, aber man kennt das ja: Die 22 Tage bis Weihnachten sind nur auf dem Papier 22 Tage, sie vergehen noch rasender als Zeit das ohnehin zu tun pflegt, und in Wahrheit ist es kein Unterschied, ob erst in 22 Tagen oder übermorgen die Feierlichkeiten beginnen. Mit Mühe und Not findet man einen gemeinsamen Termin zum Glühweintrinken, mit Mantel und Mütze drängt man sich in zu warmen Geschäften, nur mit Glück und Geduld schafft man es, nicht gestresster aus der sogenannten besinnlichen Zeit herauszukommen als man hineingegangen ist.

Aber mit der richtigen Einstellung kann man den Stress mildern – nicht zuletzt den, der bei Familientreffen entsteht, bei denen unterschiedliche, aber fast immer hohe Erwartungen aufeinandertreffen. Ian McKenzie hat zu diesem Zweck ein paar sehr sinnvolle Ratschläge:

» 8 Tips for Keeping it Simple at Christmas (Ian’s Messy Desk)

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Google Wave:
Konferenznotizen als Anwendungsfall

Florian Steglich, 1. Dezember 2009 um 11.54 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Gestern noch rätselten wir über Anwendungsmöglichkeiten für Google Wave, kurz darauf habe ich einen immerhin sehr plausiblen gefunden: Im Unternehmensblog von «Fresh Networks» wird dargestellt, wie bei einer Konferenz gemeinschaftliche Protokolle der einzelnen Vorträge angelegt wurden, die sowohl die wesentlichen Punkte vom Podium als auch die Kommentare der Zuhörer umfassen.

Im Artikel werden zum Vergleich getwitterte Konferenznotizen angeführt. Kein Wunder, dass eine «Wave» da besser abschneidet, denn Tweets mögen kurze Eindrücke geben, sind aber sicher nicht als Protokoll geeignet. Zum passenderen Vergleich müsste man eher ein Wiki heranziehen, oder aber das schöne Tool EtherPad, mit dem man ebenso problemlos kollaborative Transkripte anlegen kann.

» Google Wave vs Twitter at conferences (blog.freshnetworks.com, gefunden irgendwo bei Twitter)

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Google Wave:
Der Erfinder von Gmail mag’s nicht

Florian Steglich, 30. November 2009 um 11.28 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

Google Wave hat nach anfänglicher Aufregung («Hat noch jemand Invites? Ich brauch unbedingt eine Einladung!») ziemlich viele enttäuschte Gesichter zurückgelassen («Will noch jemand ’nen Wave-Invite? Hab schon wieder 8 bekommen»). Nun wollen wir nicht gleich herumschirrmachern und das Ding für tot oder gefährlich erklären, weil wir nicht gleich durchblicken. Erstens ist das eine äußerst vorläufige Version, an der laufend entwickelt wird, zweitens braucht es eine gewisse Zeit des Trainings, bis sich die richtige Nutzung eines neuen Tools eingespielt hat.

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Prokrastination:
Die Versuchungen verschieben

Florian Steglich, 27. November 2009 um 12.24 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Man kennt das ja: Einmal schnell in den Posteingang geschaut, schon ist eine halbe Stunde rum. Einen kurzen Blick auf Twitter geworfen, schon sind plötzlich zehn Tabs mit interessanten Links geöffnet. Michel Rossier erklärt in seinem Blog, wie er mit diesem lockenden Problem umgeht: Er öffnet keine Websites, sondern kopiert schnell den Link in ein Dokument, um ihn sich später vorzunehmen. Sozusagen die Low-Fi-Variante von Read it Later oder Instapaper, zusätzlich aber auch für alle anderen Ablenkungen geeignet, die nicht in URL-Form daherkommen.


Die Versuchungen werden einfach auf später verschoben (und wer weiß, ob sie dann immer noch so verlockend sind). Dafür reicht ein simpler Texteditor. Ich selbst bevorzuge xPad auf dem Mac, das den Vorteil hat, mehrere Dokumente in einem Fenster verwalten zu können, gleichzeitig aber nicht so aufgeblasen ist wie andere «Informationsmanager» mit ihren Ordnern, Unterordnern und Tags. Auf Papier klappt das Ganze natürlich auch.

Michels Tipp:

» Prokrastination – Ablenkung auslagern (rossier.info)

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Produktiv im Studium:
Die Lügen des Professors

Florian Steglich, 26. November 2009 um 10.19 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Über spannende Vorlesungen und Seminare im Studium hat Camilla hier kürzlich geschrieben. Im Blog «Zen Moments» wurde nun ein Text des Autors Kai Peter Chang veröffentlicht, in dem er von einem besonders gelungenen Kurs erzählt. Der Professor kündigte damals zu Beginn des Jahres an, dass er in jeder seiner Sitzungen eine Lüge unterbringen werde – und es wurde die sportliche Aufgabe der Studenten, diese Lüge aufzudecken. Anfangs waren die Unwahrheiten auffällig und offensichtlich, mit fortgeschrittenem Kurs tarnte der Dozent sie besser.

Was war das Ergebnis? Die Studenten hörten aufmerksamer zu, und wenn mal eine Stunde verging, ohne dass die Lüge aufgedeckt wurde, saßen sie zusammen und suchten – und wiederholten so unmerklich den Stoff der Sitzung. Den zusätzlichen Trick, mit dem der Dozent seine Zuhörer reinlegte, verrate ich nicht, das sollt Ihr selbst lesen:

» My Favorite Liar (zenmoments.org)

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Tickler File:
Was man mit den 43 Folders tun kann

Florian Steglich, 25. November 2009 um 12.03 Uhr , 14 Kommentare Kommentare

Zentraler Bestandteil von David Allens Getting-Things-Done-Methode sind die «43 Folders», 43 Mappen, mit denen man seine Wiedervorlage organisiert. 12 dieser Mappen sind für die Monate des Jahres, 31 für die Tage des Monats. Das Ganze nennt sich auch «Ticker File» und soll wirklich sehr nützlich sein.

Ich sage «soll», weil sich mir persönlich der Nutzen nie erschlossen hat. In meiner Wiedervorlage sind vor allem Aufgaben, und die muss ich nicht physisch ablegen, sondern setze mir Reminder per Mail oder im Kalender oder lege mir Einträge in meinem Taskmanager Things auf ein bestimmtes Datum, zu dem sie dann automatisch erscheinen.

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Zeitmanagement:
Die sechs verschiedenen
Typen von «Zeit»

Florian Steglich, 24. November 2009 um 13.28 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Zeitmanagement-Tipps beziehen sich nicht immer, aber überwiegend auf die Zeit des produktiven Arbeitens. Sport wird empfohlen, ja, und ein paar Ratschläge zur Entspannung gibt es auch – aber all das fällt im Zweifel hinter die Produktivität zurück, in der Literatur ebenso wie im echten Leben. Ali Hale betont dagegen im Blog «Pick the Brain», dass es verschiedene Typen von Zeit gibt, die es einzeln zu berücksichtigen gilt. Sie identifiziert sechs «Zeitsorten»:

 

  • Die Zeit der Kreativität und des produktiven Arbeitens
  • Die Zeit physischer Aktivität (aka Sport)
  • Die Zeit spielerischer, zielloser Beschäftigung
  • Die Zeit des Lernens und Entwickelns
  • Die Zeit des Reflektierens
  • Die Zeit der Erholung und Entspannung

Interessant wird diese Einteilung, wenn man sich fragt, an welchen dieser «Zeiten» es uns mangelt. Welche priorisieren wir, um welche kümmern wir uns gar nicht, was glauben wir, richtig zu machen, und vernachlässigen es doch?

» 6 Types of Time: Which Are You Missing? (pickthebrain.com)

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«Productivity Porn»:
Produktiv sein, ohne es zu übertreiben

Florian Steglich, 23. November 2009 um 8.30 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Es gibt da diesen Witz:

Du weißt, Du bist ein Produktivitätsfreak geworden, wenn Du beim Anblick Deines hingefallenen und heulenden Kindes fragst: What’s the next action? (Was ist der nächste Schritt?)

Wer sich in jeder Sekunde seines Lebens vom Streben nach mehr Effizienz unter Druck setzen lässt und vor lauter Produktivitätsmethodik nichts anderes mehr wahrnimmt, ist genau das eben nicht mehr: Effizient und produktiv. Jedenfalls nicht in dem Sinne, den wir hier bei imgriff.com verfolgen – es geht nicht darum, immer mehr immer schneller zu erledigen, sondern immer entspannter das wegschaffen zu können, was man tun muss (um sich anschließend möglicherweise viel wichtigeren Dingen zu widmen).

Dragos Roua ist offensichtlich derselben Meinung, denn er hat einen langen und guten Text darüber verfasst, wie man produktiv ist, ohne zum Produktivitätsfreak zu werden:

» How To Be Productive without Becoming a Productivity Freak (dragosroua.com)

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Getting Things Done mit Google:
Werkzeug fürs Tuning der Tools

Florian Steglich, 20. November 2009 um 14.41 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Mit diversen Erweiterungen und Tools lassen sich Google-Angebote wie Gmail oder Google Calendar hervorragend zur GTD-Organisationszentrale umbauen. Eine lange Liste solcher Möglichkeiten gibt es bei Investintech.com: Alles, was man zum Tuning des RSS-Readers, des Chrome-Browsers, von Gtalk oder Google Maps benötigt. «Getting Things Done» ist in diesem Fall weitgefasst und nicht immer auf die konkrete Methode von David Allen beschränkt.

» Willing to Take the Google Risk: 101 Tools to GTD with Google (investintech.com, gefunden im Toolblog)

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