Florian (28) fing Ende 2004 an, sich näher mit Blogs zu beschäftigen. Ein erster eigener Versuch fand noch ziemlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der zweite dann unter dem Dach des Holtzbrinck-Projekts germanblogs. Florian lebt in München und studiert in Leipzig Journalistik, und hier wie dort kämpft er regelmäßig mit ellenlangen Bookmark-Listen, überquellenden E-Mail-Postfächern und deckenhohen Papierstapeln. Sein Schreiben für imgriff.com ist so gesehen eine Art Kriegsberichterstattung.
Florian ist erreichbar unter florian [punkt]steglich [at]blogwerk [punkt]com.
Alle 763 Artikel von Florian Steglich auf imgriff.com:
Internetunternehmer Joi Ito sinniert in seinem Blog über formelles und informelles Lernen: Seine Schwester steht mit ihrer akademischen Karriere für das formelle Lernen der Universität, Ito selbst hat sein Studium nicht beendet, sondern das, was er für das Gründen und Führen seiner Unternehmen «brauchte», im Netz, durch «Learning by doing» und von Mentoren gelernt – vor allem das letzte aber wohl ein Glück, das nicht jeder hat.
Lesenswert sind auch die Kommentare und Links unter Itos Artikel.
» Formal vs informal education (joi.ito.com)
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Miriam Meckel ist Medienwissenschaftlerin, Professorin an der HSG und Beraterin und war auch schon mal Staatssekretärin und Moderatorin einer eigenen Talkshow. Klingt nach Stress, und das war es auch – nach mehreren Warnsignalen (Hörsturz, Erinnerungslücken) erlitt Meckel irgendwann einen Zusammenbruch. Es folgte ein Klinikaufenthalt und ein Haufen «Neins» zu Verpflichtungen in «Jurys, Gremien, Beiräten».
Jüngst hat sie ein Buch über den Burnout geschrieben – «Brief an mein Leben» (Affiliate-Link) – und dazu dem Spiegel ein Interview gegeben. Dort sagt sie ganz richtig, dass eine Krise auch seine positiven Seiten hat:
«Jemand, der sich selber und seine eigenen Grenzen kennt, kann sich und seine Begabungen viel gezielter einsetzen.»
» Krisen: “Plop, plop, plop” (spiegel.de)
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Wir starten ein neues Werbeformat bei imgriff.com und in unseren anderen Blogs: Textanzeigen, die selbständig gebucht werden können.
Mit den Textanzeigen reagieren wir auf das Bedürfnis, kurzfristig und kostengünstig Werbung in unseren Blogs zu schalten. Diesen Kunden hatten wir bisher noch kein wirklich passendes Produkt anzubieten: Sponsoring ist für diesen Zweck zu langfristig, Bannerwerbung zu teuer.
Die Textanzeigen werden an geeigneter Stelle in den Artikel integriert. So sieht das Ganze aus:
— Textanzeige — Mit unseren neuen Textanzeigen Leser auf der Website und im Feed erreichen: Jetzt mit 50% Rabatt direkt buchen! —
Textanzeigen können maximal 200 Zeichen lang sein, für den Linktext stehen weitere 50 Zeichen zur Verfügung. In jedem Artikel erscheint maximal eine Anzeige, sie bleibt zehn Tage online. Und Rabatt gibt es nur für kurze Zeit: » weiterlesen
Unter unseren Lesern sind so einige Listen-Fans, die jetzt ganz stark sein müssen – außer, sie kommen demnächst nach Washington, denn in der dortigen «Lawrence A. Fleischman Gallery» gibt es bis Ende September eine großartige Ausstellung nur über Listen. Listen von Künstlern und Architekten, die teilweise Listen ihrer Listen führten und dem «außerordentlichen Gefühl der Befriedigung» verfielen, das «stramme Zeitpläne voller unerfüllbarer Aufgaben» schaffen (auf die man nach Erschaffung nie wieder einen Blick werfen wird).
Einige ausgewählte Ausstellungsstücke sind auf der Website der «Archives of American Art» zu sehen:
» Lists: To-dos, Illustrated Inventories, Collected Thoughts and Other Artists’ Enumerations from the Archives of American Art
Und bbc.co.uk hat einen Artikel zur Ausstellung inklusive listenpsychologischer Einschätzungen:
» The art of list-making (bbc.co.uk)
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Gerade hatte ich angefangen, diesen Link des Tages zu schreiben, der zu einem wunderbaren Text von Lukas Heinser in seinem Blog coffeeandtv.de führt. Allerdings war ich mir plötzlich nicht mehr sicher, ob Lukas tatsächlich Heinser heißt – beziehungsweise war ich mir eigentlich schon sicher, aber wenig Peinlicheres ist auf der Welt als ein falsch geschriebener Name, also besser nochmal nachsehen. Klick zurück zum Beitrag bei coffeeandtv.de und gescrollt, um «Impressum» oder «Kontakt» zu finden, da bleibt mein Auge an einem Absatz in der rechten Sidebar hängen:
«Gesammelte Platten Januar 2010»! Platten! Empfehlungen! Gesammelte, also eine Liste! Liste! *Klick*.
Normalerweise hätte ich jetzt in die mir unbekannten Platten reingehört und vielleicht das ein oder andere auf den Amazon-Wunschzettel gepackt. Und genau davon handelt Lukas’ Text: Von den permanenten Ablenkungen und der Unmöglichkeit des Multitaskings. Bitte hier entlang:
» Alles was Du siehst gehört Dir (coffeeandtv.de)
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Inbox Zero, der vollständig leere Posteingang also, ist so etwas wie der Heilige Gral der Produktivitätsfans (
hier erklären wir das Prinzip). Aber so verlockend das Ziel, so herausfordernd ist der Weg dorthin. Scheitern ist normal, vor allem in Stressphasen, in denen keine Zeit für das Durcharbeiten der Mails bleibt.
Andreas von Gunten hat vor einer Woche in seinem Blog einen Weg zur Inbox Zero vorgestellt, den ich so noch nicht gesehen habe: Er arbeitet exzessiv mit
Filtern und schafft es dadurch, quasi automatisch einen leeren Posteingang zu bekommen:
» weiterlesen
Der Link des Tages geht heute zu einem schon älteren Text von Richard Wiseman, Psychologe an der University of Hertfordshire und Autor des Buches
«The Luck Factor» (Affiliate-Link) . Er hat über Jahre Menschen begleitet, die sich als
besonders glücklich große Glückspilze oder
ausnehmend unglücklich ausnehmende Pechvögel wahrnehmen, und festgestellt, dass Gedanken und Verhalten dieser Menschen ganz wesentlich für ihr Geschick waren. Die plausible Erklärung: Menschen, die oft Pech haben, entwickeln eine Grundangst, die dafür sorgt, dass unerwartete Dinge nicht wahrgenommen werden. Unerwartete Dinge jedoch sind nicht selten Chancen zum Glück.
Mit den Erfahrungen aus seinen Tests kreierte Wiseman schließlich eine «Luck School», eine Schule des Glücks. Und die Hausaufgaben, die er seinen Schülern gab, zeigten Wirkung:
» Be lucky – it’s an easy skill to learn (telegraph.co.uk, gefunden bei @macmuc auf Twitter)
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Zeit Online hat – per Überschrift etwas bemüht ins Reiseressort gesteckt – ein Interview mit dem Münchner Hirnforscher Ernst Pöppel veröffentlicht, in dem er über die Wichtigkeit von Stille für
Kreativität und Wohlbefinden spricht und Kluges sagt wie etwa:
«Wenn ganz Deutschland jeden Tag für eine Stunde nicht kommunizieren würde, dann hätten wir hier den größten Innovations- und Kreativitätsschub, den man sich vorstellen kann.»
oder
«Indem wir die Stille verdrängen, versetzen wir uns in einen kontinuierlichen Reaktionsmodus.»
oder
«Kreativität ist ein wichtiges Merkmal eines ausgeglichenen Menschen. Wer nur noch erledigt, abarbeitet, reagiert, braucht definitiv eine Pause.»
Glücklich, wer sich im Alltag solche stillen Pausen nehmen kann.
» Ferien vom Lärm – “Stille ist wie Urlaub fürs Gehirn” (zeit.de)
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Die meisten Menschen haben keine Wahl, sich eine Stadt zum Leben auszusuchen; man wohnt, wo man einen Job bekommen hat, wo der Partner oder die Partnerin einen Job bekommen hat, wo man immer gewohnt hat. Aber manche haben mehr Freiheit: Sie arbeiten virtuell oder selbständig und können dies theoretisch von jeder Stadt der Welt aus machen. Welche Stadt der Welt wählt man dann?
Scott H. Young hat sich zu dieser Frage ein paar Gedanken gemacht und findet vor allem, die perfekte Stadt sei im Zweifel keine derer, die einem zuerst einfallen. New York, Rom, Paris? Zu teuer, zu naheliegend, zu viel Verkehr. Für eine perfekte Stadt sorgen seiner Ansicht nach Faktoren, die man zunächst gar nicht wahrnimmt.
» Does the Ideal Life Depend on Your City? (scotthyoung.com, Bild: Flickr/dynamosquito, CC-Lizenz)
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Es gibt bekanntlich nur zwei Typen von Situationen: Angenehme und unangenehme. Zu den unangenehmen gehört es, überraschend und unvorbereitet um einen Vortrag gebeten zu werden – zum Beispiel vom Chef in einem Meeting: «Bitte stellen Sie doch mal eben den Stand des Projekts vor.»
Jochen Mai hat dafür im Blog 30tausend.de eine gute «Kletterhilfe» gefunden: Fünf Schritte, die schon eine informative und strukturierte Rede ergeben, wenn man sich an ihnen entlang hangelt.
- Vergangenheit – wie kam das Projekt zustande, wie fing es an?
- Entwicklung – wie hat sich das Projekt seit dem Start entwickelt?
- Gegenwart – wo stehen wir? Wo hakt es noch?
- Andere – was sagen Andere zum Projekt? Welches Feedback gibt es?
- Zukunft – wie geht’s weiter und wann? Was sind die nächsten Schritte, und was war noch gleich das Ziel?
Nach den Anfangsbuchstaben der fünf Schritte heißt diese Methode «VEGAZ-Methode». Erläuterung der einzelnen Schritte drüben bei Jochen:
» VEGAZ – In fünf Schritten zu einer spontanen Rede (karrierebibel.de, Foto: Flickr/Jasen Miller, CC-Lizenz)
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