Camilla Kutzner, geboren 1976 in Karlsruhe, studierte Germanistik und Musikwissenschaft an der FU Berlin. Im Studium musste sie auf die harte Tour mit ihrer Desorganisation fertig werden. Drei Monate nach ihrem Abschluss stieß sie in den öffentlichen Bookmarks eines Freundes auf
Zen To Done und wünschte sich, das früher entdeckt zu haben. Seitdem hält sie auf
ihrem Blog und seit Februar 2009 auch auf imgriff.com fest, was ihr hilft, produktiv, organisiert und motiviert zu arbeiten.
Wenn sie nicht gerade für imgriff.com oder ihr Blog schreibt, arbeitet sie für ein Internetmarketing-Startup in Berlin oder singt in einem klassischen Chor.
Camilla ist erreichbar unter camilla[punkt]kutzner [at]blogwerk [punkt]com.
Alle 24 Artikel von Camilla Kutzner auf imgriff.com:
“Scanner” nennt Barbara Sher Menschen, die sich zwischen ihren vielen Interessen nicht entscheiden können und wollen. Für sie hat Sher ihren Ratgeber “Refuse to choose” geschrieben.
Wahrscheinlich kennt jeder Menschen, die sich einfach nicht auf eine Sache konzentrieren können: Menschen, die sich schwer tun, ein Studienfach zu wählen, zehn verschiedene Hobbies haben, alle drei Wochen etwas Neues entdecken, genauso oft aber auch wieder das Interesse an einer Sache verlieren. Üblicherweise hören solche Menschen den Rat, sich “doch einfach mal zusammenzureißen”, oder bekommen gesagt, dass sie eben nicht alles haben können.
Die amerikanische Coaching-Autorin Barbara Sher (» hier ihre Website) ist der Ansicht, dass diese Menschen nicht an einem Defizit leiden, sondern einfach eine heute nicht mehr geschätzte Veranlagung haben: Sie sind Generalisten in einer Umwelt, die auf Spezialisten eingestellt ist. Ihr Buch “Refuse to choose” (deutsch: “Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast” (Affiliate-Link)) ist Menschen mit dieser Disposition gewidmet. Dabei geht es nicht einfach “nur” um Interessen und Hobbies, sondern um Passionen, Berufungen und das Glück, das man darin finden kann, das auch tatsächlich zu tun, was man tun möchte – egal wie viele verschiedene Dinge das sind, und egal, ob es sich dabei um Hobbies oder Berufe handelt.
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Das wohlmeinende “Dann geh’ doch einfach zehn Minuten früher los” naturpünktlicher Zeitgenossen hilft chronischen Zuspätkommern nicht weiter. Hier einige weitere Tipps, wie auch notorisch unpünktliche Menschen besser mit ihrer pünktlichen Umwelt zurechtkommen.
Gregor hat hier bereits kürzlich über Pünktlichkeit und Unpünktlichkeit geschrieben – seine Gedanken und Ratschläge möchte ich mit ein paar weiteren Tipps ergänzen.
Auch ich war früher eine notorische Zuspätkommerin. Sogar das akademische Viertel überzog ich oft genug. Ich hasste mich selbst dafür, aber erst, als ich Jörg kennen lernte, änderte sich mein Verhalten. Jörg ist Kendotrainer, ich besuchte zwei Jahre lang Kurse bei ihm, und seine eiserne Regel lautete: Wer nach dem Angrüßen kommt, darf zusehen, aber nicht mit trainieren. Ich wollte unbedingt Kendo lernen und bekam es hin, dass ich erstaunlich selten auf der Bank am Rand der Sporthalle sitzen musste. Bald fragte ich mich: Wenn ich es schaffe, im Dojo pünktlich zu sein, warum dann nicht auch sonst?
Unpünktlichkeitsfaktoren
Die “Kendo-Episode” hat mich einiges über Unpünktlichkeitsfaktoren gelehrt. So gibt es ein paar Faktoren, denen ich inzwischen gewohnheitsmäßig entgegenwirke:
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ThinkingRock ist eine schlanke, plattformübergreifend verfügbare und kostenlose GTD-Anwendung. Wir haben sie ausführlich getestet.
ThinkingRock wurde bereits mehrere Male von imgriff.com-Lesern in den Kommentaren lobend erwähnt, und auch ich habe meine Aufgaben einige Zeit damit verwaltet. Das Tool orientiert sich eng an “Getting Things Done” (GTD) und will ein “
trusted system” für diese Methode sein, also genau das einfache, vertrauenswürdige System, das all die losen Enden, die einem sonst im Kopf herumschwirren, auffängt.
Es geht von einem “natürlichen Workflow” aus und bietet zahlreiche Optionen, um Aktionen zu erfassen, zu bearbeiten und zu filtern. Dadurch wird ThinkingRock zu einer mächtigen Anwendung, mit der man auch bei sehr umfangreichen To-Do-Listen schnell genau die Aufgaben auswählen kann, an denen man hier und jetzt arbeiten kann und möchte.
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Manchmal reichen die intrinsische Motivation oder das erwartete gute Gefühl, etwas endlich abhaken zu können, nicht aus, um sich selbst zu motivieren. Ein paar Gedanken zur Kunst des Sich-Selbst-Belohnens.
Dass es helfen kann, sich selbst eine Belohnung zu versprechen, wenn man in einem Motivationsloch steckt, ist weithin bekannt – aber wie gestaltet man diese wirkungsvoll? Und wie belohnt man sich, ohne ständig Süßigkeiten zu essen oder Geld auszugeben?
Eine Belohnung soll helfen, die Unlust angesichts einer Aufgabe durch Vorfreude zu kompensieren. Damit das funktioniert, beherzige ich einige Prinzipien:
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