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	<title>imgriff.com &#187; Camilla Kutzner</title>
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	<description>Schöner arbeiten, besser leben</description>
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		<title>Wissenschaftliche Arbeiten planen III/IV: Der Entwurf</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 14:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das eigentliche Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit muss keine Blackbox sein, aus der am Ende ein fertiger Text rausfällt. Vielmehr ist es in verdaubare Schritte unterteilbarer Prozess.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das eigentliche Schreiben der wissenschaftlichen Arbeit muss keine Blackbox sein, aus der am Ende ein fertiger Text rausfällt. Vielmehr ist es in verdaubare Schritte unterteilbarer Prozess.</h4>
<p><h6 class='textad' style='color: rgb(153,153,153); font-size:1em; font-weight:normal; padding: 0 0 1em 0; margin: 0;'> &mdash; <a href='http://news.aiciti.ch' rel="nofollow">C36daily:</a> &mdash; Der tägliche Newsletter für die Schweizer ICT-Community. Schnell, aktuell und auf den Punkt. Jetzt abonnieren und immer up-to-date sein.  &mdash; <a class='textad-blogwerk' style='color: rgb(153,153,153);' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Textanzeige</a> &mdash; </h6><a href="http://imgriff.com/2011/12/15/wissenschaftliche-arbeiten-planen-iiiiv-der-entwurf/arbeitenschreiben/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/12/Arbeitenschreiben-150x150.jpg" width="150" height="150"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die ersten beiden Teile der Serie rund um wissenschaftliche Arbeiten behandelten das <a title="Wissenschaftliche Hausarbeiten planen I/IV: Die Planungsphase  – von der Themenidee bis zur Literaturbeschaffung" href="http://imgriff.com/2011/10/12/wissenschaftliche-hausarbeiten-planen-iiv-die-planungsphase-von-der-themenidee-bis-zur-literaturbeschaffung/">Finden einer Themenidee, die Literaturbeschaffung</a> und die <a title="Wissenschaftliche Hausarbeiten planen II/IV: Einige irregeleitete Annahmen  über Planung" href="http://imgriff.com/2011/11/22/wissenschaftliche-hausarbeiten-planen-iiiv-einige-irregeleitete-annahmen-uber-planung/">Arbeitsplanung</a>. In diesem dritten Teil steht der eigentliche Schreibprozess im Vordergrund.</p>
<h3>Technologie im Griff</h3>
<p>Können wir jetzt endlich loslegen mit dem Schreiben? Im Prinzip ja. Uneigentlich sind einige technische Vorbereitungen sinnvoll. Einiges davon wird gerne dem «Finish» zugeordnet, ist aber meines Erachtens sinnvoller in der Vorbereitungsphase, spätestens am Beginn der Schreibphase zu erledigen.</p>
<p>So habe ich zum Beispiel viel zu oft gesehen, dass Studierende erst den Text schrieben, dann jede einzelne Überschrift mit der Maus markierten und die Formatierung neu zusammen klickten und sie eventuell sogar noch manuell nummerierten. Ganz davon abgesehen, dass auch die Länge in Seiten von der Formatierung abhängt: Gerade wenn man damit noch nicht so vertraut ist, gehen solche Arbeiten unter Zeitdruck gerne schief. Eine konsequent angewendete Formatvorlage lässt sich dagegen, sollte das nötig werden, mit wenigen Mausklicks auch kurz vor der Fertigstellung noch umgestalten. Solche Arbeiten umfassen: <span id="more-5698"></span></p>
<ul>
<li><strong>Formatvorlagen</strong> in der Textverarbeitung erzeugen (am besten bereits konform zu Instituts-, Fachbereichs- oder Dozentenvorgaben), sich angewöhnen, sie von Anfang an einzusetzen,</li>
<li>ggf. eine <strong>Zitierrichtlinie</strong> im Bibliographieprogramm einrichten,</li>
<li>alle benötigte <strong>Software anzuschaffen</strong> und einzurichten.</li>
</ul>
<p>Zur Vorbereitung gehört auch, <strong>sich mit der benötigten Software vertraut zu machen</strong>. Viele werden zuerst an die Textverarbeitung denken (auch dort macht man sich das Leben leichter, wenn man Grundfunktionen «aus dem Rückenmark» beherrscht und mit fortgeschrittenen Funktionen vertraut ist), doch auch eventuell eingesetzte <a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/">Bibliographiesoftware</a><br />
und <a href="http://imgriff.com/tag/wissensmanagement/">Wissensmanagement</a> sollten nicht vergessen werden.</p>
<p>Je nach Fach fallen noch weitere Anwendungen an, die um so weniger mit dem Schreibprozess interferieren, je vertrauter man mit ihnen ist und je reibungsloser man mit ihnen arbeiten kann: Psychologen und Sozialwissenschaftler kommen nur selten ohne Statistiksoftware wie SSPS oder R aus, als Musikwissenschaftlerin brauche ich immer wieder Notensatz-Software. Bildbearbeitung und Tabellenkalkulation werden öfter benötigt, als man auf den ersten Blick denken sollte.</p>
<p>Zur technischen Vorbereitung hat Ryan einige Tipps gegeben: <a href="http://imgriff.com/2011/04/04/wissensarbeiter-und-computer-werde-super-user/">Werde Super-User!</a> Und nicht zu vergessen: Mindestens tägliche <strong>Backups</strong> sind Pflicht, am besten als automatisierte Lösung, die man im Zweifelsfall nicht vergessen kann. Die schlechte Nachricht: diese Vorbereitung ist ein prima Zeitfresser und &#8211; mal wieder – eine Prokrastinationfalle. Die gute Nachricht: Meist reicht es, diese Vorarbeit als einmaliges «Setup» zu leisten. Zumindest sind viele Einzelheiten «wiederverwendbar», hat man erst einmal eine funktionierende Grundlage. Der Zeitaufwand für solche Einrichtungsarbeiten sinkt mit der Übung und Anzahl der Arbeiten.</p>
<h3>Das Material auswerten und strukturieren</h3>
<p>Nun kann es endlich an die eigentliche Arbeit gehen: das Auswerten des Materials, das Strukturieren und das Schreiben des ersten Entwurfs.<br />
Idealerweise lässt sich aus der Fragestellung und der Methodik, die im Verlauf der Themenfindung herausgearbeitet wurden, bereits eine grobe Struktur ableiten.</p>
<p><strong>Wie viel Struktur man benötigt</strong>, lässt sich so pauschal nicht sagen: Ich bin ProfessorInnen begegnet, die mir über ihr Schreiben verrieten, dass sie es ablehnten, im Vorhinein eine Gliederung zu erstellen und die sich statt dessen ganz auf den Textfluss verliessen. Ich hingegen kann nur selten einen Text produzieren, ohne vorher wenigstens eine vorläufige und grobe inhaltliche Struktur zu entwerfen. Hier gilt es, Erfahrungen zu sammeln, zu experimentieren und seine eigenen Präferenzen zu erkunden, sozusagen also etwas schreib-bezogene Selbsterfahrung zu betreiben.</p>
<p>Ich selbst komme mit <a href="http://imgriff.com/tag/mindmaps/">Mindmapping</a> zu sehr detaillierten Textideen. Über die Umwandlung einer Mindmap in einen Fliesstext habe ich <a href="http://imgriff.com/2009/10/12/von-der-mindmap-zum-text-wie-aus-einer-gliederung-ein-aufsatz-wird/">hier</a> bereits geschrieben.</p>
<h3>Strukturprinzipien, oder: nach welchen Prinzipien kann man ordnen?</h3>
<p>Beim Schreiben stellt sich oft die Frage, wie eine Menge Material an Ideen, Zitaten, Positionen, <a title="Zuverlässig zusammenfassen: Exzerpte für Studium und Schule" href="http://imgriff.com/2010/07/12/zuverlaessig-zusammenfassen-exzerpte-fuer-studium-und-schule/">Exzerpten</a> in eine sinnvolle Ordnung gebracht werden kann. Nicht immer muss man hier inhaltliche Genialität walten lassen, um elegant von einem Aspekt zum anderen eines Themas zu kommen. Manchmal gibt es bereits durch die Struktur einer Arbeit festgelegte Grob-Strukturen (etwa: erst ein Methodenteil, in dem das Vorgehen erläutert wird, dann die Präsentation von Daten, dann Analyse und Schlussfolgerungen). Diese Strukturen sind fachspezifisch. In literaturwissenschaftlichen Arbeiten, die z.B. mehrere Werke behandeln/vergleichen, kann ich chronologisch vorgehen oder aber nach thematisch-inhaltlichen Gesichtspunkten.</p>
<h3>Technische Helfer zum Strukturieren von Inhalten</h3>
<p>Technische Werkzeuge wie etwa <a title="Zettelkasten von Niklas Luhmann: Der Text, der sich selbst schreibt" href="http://imgriff.com/2007/06/05/der-text-der-sich-selbst-schreibt/">Zettelkastensysteme</a> oder Wissensmanagement-Module von <a title="Literaturverwaltung I/II: Literaturlisten und Zitate im Griff" href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/">Bibliographiewerkzeugen</a> können beim Strukturieren von Inhalten und beim Finden von Zusammenhängen helfen, vorausgesetzt man erfasst bereits die Einträge (die z.B. aus Exzerpten oder Ideen bestehen können) jeweils sauber mit Schlagworten oder Tags. Plattformübergreifende Anwendungen zu diesem Zweck sind z.B. der <a href="http://zettelkasten.danielluedecke.de/ ">Zettelkasten von Daniel Lüdecke</a> und <a href="http://www.verzetteln.de/synapsen/synapsen.html">synapsen</a>. Für Mac-User finden sich in <a href="http://moritz-fuerst.com/tools-for-thought-managing-your-digital-academic-workflow/ ">diesem Artikel</a> von Moritz Fürst über seinen akademischen Workflow reichlich Anregungen.</p>
<h3>Rohfassung des Textes verfassen</h3>
<p>Ist das Material gegliedert und ausgewertet, kann es daran gehen, das, was bisher wahrscheinlich in Stichpunkten, in Mindmaps oder einer Gliederung vorliegt, in einen Fliesstext in ganze Sätzen zu verwandeln. Spätestens hier schlägt gerne die Schreibblockade zu: Ich sitze in diesem Stadium oft da, fange an, einen Absatz zu schreiben, denke mir «Ach, das kann man so nicht stehen lassen» oder «ist doch trivial, das brauche ich gar nicht zu erwähnen» und eine halbe Stunde später bin ich immer noch nicht vorangekommen.</p>
<p>Gegen diese Blockaden hilft es, bereits gut vorstrukturiertes Material zu haben, an dem man sich «entlang hangeln» kann. Um das, was ich «den inneren Zensor» nenne, auszutricksen, helfen mir des weiteren zwei Prinzipien: Zum einen Zeitbeschränkung – unter Zeitdruck fällt es leichter, den Perfektionismus zu reduzieren und Ideen zuzulassen – und zum anderen, vorläufig die Beurteilung von dem, was ich schreibe, auszuschalten, das Bewerten, Editieren und «schön machen» auf später zu verschieben, sowie temporär Quantität vor  Qualität zu setzen. Werkzeuge dazu sind:</p>
<ul>
<ul>
<li>«Freischreiben» &#8211; für eine festgesetzte (kurze!) Zeitspanne &#8211; wenige Minuten bis eine Viertelstunde &#8211; ohne Absetzen und ohne Pause schreiben, was einem gerade in den Sinn kommt. (vgl. von Werder 1992, S. 22). Auch wenn das Ziel bei von Werder eigentlich ist, Schreibblockaden zu überwinden: Diese Art von Textproduktion taugt auch dazu, schnell viel Rohmaterial zu produzieren. In wenigen Minuten lässt sich mit dieser Art von Schreiben eine Menge Text fabrizieren.</li>
<li>Ganz bewusst «schlechten» Text produzieren. Egal, ob eine Idee, so wie man sie jetzt gerade verbalisieren kann, «unwissenschaftlich» ist, «blöd klingt», «doch trivial ist»: Raus damit. Wenn die Aussage stimmt, lässt sich später immer noch eine wissenschaftlichere Formulierung finden.</li>
<li>Handschriftlich arbeiten – das macht das Editieren und «schön machen» schwerer.</li>
</ul>
</ul>
<p>Damit man sich traut, derart unzensiert mit dem eigenen Text umzugehen und Schamgefühle über das, was man da produziert hat, vermeidet, ist es wichtig, dass dieses Stadium niemand zu Gesicht bekommt. Rohe Textentwürfe sollten ähnlich gehandhabt werden wie intime Tagebucheinträge &#8211; niemand ausser einem selbst bekommt sie zu zu Gesicht.</p>
<h3>Wann soll man mit dem Schreiben anfangen?</h3>
<p>Eine Frage, vor der ich immer wieder stand, war: Wann ist der beste Zeitpunkt, um mit dem Schreiben anzufangen? Ohne inhaltliches Material schreibt es sich schlecht, und dieses inhaltliche Material sind in der Wissenschaft entweder Positionen aus der Sekundärliteratur oder Daten aus Experimenten und Fragebögen. Dieses Material muss erst einmal gewonnen sein.</p>
<p>Das entgegengesetzte Extrem gibt es aber auch: So lange zu recherchieren, bis man eine Menge Material im Kopf und im Zettelkasten hat, das man nicht mehr strukturiert bekommt und das eventuell sogar den Rahmen der Arbeit sprengt.<br />
Helga Esselborn-Krumbiegel schlägt vor, Tendenzen in die eine oder andere Richtung kompensierend entgegenzuwirken:</p>
<blockquote><p>Mit dem Schreiben der Rohfassung […] sollten Sie beginnen, sobald Sie recherchiert, die wesentliche Forschung gelesen, vorläufige Hypothesen aufgestellt und eine Arbeitsgliederung entworfen haben. (Esselborn-Krumbiegel 2002, S. 23)</p></blockquote>
<p>Wer dazu neigt, zu wenig zu lesen und zu früh schreiben, sollte sich ihr zufolge lieber ein wenig mehr Zeit zum Auswerten des Materials lassen, um die Arbeit nicht mehrmals umschreiben zu müssen; wer erfahrungsgemäss zum «Über-Recherchieren» neigt, sollte lieber etwas eher mit dem Schreiben beginnen. (ebd.)</p>
<h3>Wieviel Zeit soll man für den Entwurf einkalkulieren?</h3>
<p>Materialauswertung, Strukturieren und den ersten Entwurf schreiben sind in meinen Augen das Herzstück des Schreibens von wissenschaftlichen Arbeiten. Ohne brauchbares Rohmaterial kann man schwer etwas in eine gute Form bringen. Hinterher mit viel nicht so tollem Text dazustehen und keine Zeit mehr zu haben, ihn in eine zur Veröffentlichung taugliche Form zu bringen, ist allerdings auch nicht so erstrebenswert.</p>
<p>Für die Entwurfsphase sollte man sich daher reichlich Zeit freihalten. Kruse empfiehlt knapp 20% der Gesamtzeit für das Strukturieren des Materials und knapp 20% für das Schreiben der Rohfassung (Kruse 1994, S. 208).<br />
Hat man dann erst einmal einen holprigen und sprachlich noch alles andere als brillanten, aber immerhin zusammenhängenden Fliesstext vor sich, der wahrscheinlich einiges länger ist, als es die fertige Arbeit einmal werden soll, kann es an die nächsten Schritte gehen: das Überarbeiten und das Finish. Um diese Schritte soll es im nächsten Teil der Serie gehen.</p>
<h3>Literatur</h3>
<p>Esselborn-Krumbiegel, Helga:  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825223345?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3825223345">Von der Idee zum Text: eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. (Affiliate-Link)</a> Stuttgart: UTB 2002.<br />
Kruse, Otto:  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593384795?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3593384795">Keine Angst vor dem leeren Blatt: ohne Schreibblockaden durchs Studium. (Affiliate-Link)</a> Frankfurt/Main ; New York: Campus-Verlag 1994.<br />
Werder, Lutz von:  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3928878026?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3928878026">Kreatives Schreiben von Diplom- und Doktorarbeiten (Affiliate-Link)</a> Berlin ; Milow: Schibri-Verlag 1992</p>
<p><small><em>(Artikelbild: Anne-Lise Heinrichs bei flickr.com, CC BY 2.0)</em></small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://imgriff.com/2011/12/15/wissenschaftliche-arbeiten-planen-iiiiv-der-entwurf/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://imgriff.com/2011/12/15/wissenschaftliche-arbeiten-planen-iiiiv-der-entwurf/&title=Wissenschaftliche Arbeiten planen III/IV: Der Entwurf&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=imgriff">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/09/09/korrekturlesen-so-wird-die-hausarbeit-auch-sprachlich-schon/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/09/typewriter_q-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/09/09/korrekturlesen-so-wird-die-hausarbeit-auch-sprachlich-schon/">Korrekturlesen: So wird die Hausarbeit auch sprachlich schön</a></b><br /><font size="2">Schreibende sollten auf stilistische Lesefreundlichkeit achten. Beachtet man einige grundsätzliche Regeln, werden auch wissenschaftliche Arbeiten angenehm lesbar (Fachartikel und Berichte für Kollegen übrigens auch). </font><font color="#aaa">(9. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/05/24/zitate-und-fusnoten-vom-richtigen-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/05/libraryofcongress-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/05/24/zitate-und-fusnoten-vom-richtigen-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen/">Zitate und Fußnoten: Vom richtigen Umgang mit wissenschaftlichen Quellen</a></b><br /><font size="2">Zur wissenschaftlichen Arbeit gehört, dass sie stets auf dem Werk anderer aufbaut. Dabei ist es unumgänglich, kenntlich zu machen, was man bei anderen gefunden hat und worin die eigene Leistung besteht. Eine Anleitung. </font><font color="#aaa">(24. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/10/12/wissenschaftliche-hausarbeiten-planen-iiv-die-planungsphase-von-der-themenidee-bis-zur-literaturbeschaffung/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2012/10/Bibliothek-Recherche-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/10/12/wissenschaftliche-hausarbeiten-planen-iiv-die-planungsphase-von-der-themenidee-bis-zur-literaturbeschaffung/">Wissenschaftliche Hausarbeiten planen I/IV: Die Planungsphase  - von der Themenidee bis zur Literaturbeschaffung</a></b><br /><font size="2">Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich das Schreiben einer Hausarbeit oft wie folgt vor: "Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, abgeben". Diese Einteilung ist zwar sachlich nicht verkehrt, aber krass vereinfacht. </font><font color="#aaa">(12. Oktober 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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    </div>
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    </div>
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		<title>Wissenschaftliche Hausarbeiten planen II/IV: Einige irregeleitete Annahmen  über Planung</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 05:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[planung]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftliches Arbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Planung der eigenen Arbeit ist ein Thema voll Mythen. Oft bremsen wir uns durch unrealistische Vorsätze und irrige Annahmen derart aus, dass die wichtigen Dinge liegen bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Planung der eigenen Arbeit ist ein Thema voll Mythen. Oft bremsen wir uns durch unrealistische Vorsätze und irrige Annahmen derart aus, dass die wichtigen Dinge liegen bleiben.</h4>
<p><a href="http://imgriff.com/2011/11/22/wissenschaftliche-hausarbeiten-planen-iiiv-einige-irregeleitete-annahmen-uber-planung/planungsfallen/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/11/Planungsfallen-150x150.jpg" width="150" height="150"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Planen war lange ein rotes Tuch für mich. Eine unsortierte To-Do-Liste war ungefähr das Strukturierteste, was ich ertrug. Von allem Strukturierteren oder Festgelegteren fühlte ich mich eingeengt und unter Druck gesetzt. Irgendwann fand ich heraus, dass das an einigen Fehlannahmen über Planung lag.</p>
<p>
<h3>Ein einmal aufgestellter Plan muss unbedingt durchgezogen werden!</h3>
<p>Menschen sind verschieden, was den Umgang mit Plänen angeht. Manche können gut einen einmal im Vorhinein gestellten Plan abarbeiten. Anderen fühlen sich von zu starrer Planung eingeengt, und manche fahren mit bewusst vorläufiger Planung, die dann abschnittsweise angepasst wird, besser. Es gilt ausserdem immer die alte Weisheit:</p>
<blockquote><p>Kein Plan überlebt den ersten Kontakt mit der Realität!</p></blockquote>
<p><span id="more-5557"></span></p>
<p>Planung ist nichts, was man am Beginn der Arbeit einmal und dann nicht wieder macht, sondern ein Geschehen, das die ganze Arbeit begleitet. Wie iterativ die Planung ausfällt, hängt sicher von der <a href="http://imgriff.com/2011/10/14/polychron-oder-monochron-wie-tickt-eure-innere-uhr/" title="Polychron oder Monochron: Wie tickt Eure innere Uhr?">monochronen oder polychronen Veranlagung</a> ab. Stärker monochron veranlagten Menschen wird es leichter fallen, einen Plan «durchzuziehen», während eher polychrone Menschen mit bewusst vorläufiger, immer wieder angepasster Planung besser fahren werden. </p>
<p><em>In jedem Fall gilt: Ein Plan, der nicht mit dem tatsächlichen Fortschritt abgeglichen wird, ist wertlos. </em></p>
<p>
<h3>Wenn ich den Plan nicht einhalte, habe ich versagt!</h3>
<p>Aus dem vorhergehenden Punkt folgt eigentlich schon, dass es kein Zeichen von Versagen ist, wenn man einen Plan modifizieren muss. Gerade im Studium häufen sich die Unwägbarkeiten: Ist alle Literatur verfügbar? Brauche ich für ein Exzerpt eventuell länger als ursprünglich veranschlagt? Muss ich einen Text noch einmal lesen, weil sich im Lauf des Schreibens unvorhergesehene Fragen ergeben haben (wissenschaftlich ein höchst spannender Moment)?</p>
<p><em>Planung an den tatsächlichen Fortschritt anzupassen, ist kein Zeichen von Versagen, sondern erhält das bewusste Steuern des Schreibprozesses.</em></p>
<p>
<h3>Alles muss ganz genau geplant werden!</h3>
<p>Ein detaillierter Plan ist nicht notwendigerweise einer, der auch gelingt. In maximaler Detailtiefe zu planen, ist eine Prokrastinationfalle. Damit kann man viel Zeit mit Arbeit verbringen, die hinterher nutzlos war. Besonders wer eher nicht dazu neigt, einen einmal gesetzten Plan getreulich abzuarbeiten, tut sich eher einen Gefallen damit, schrittweise zu planen, also nur die Einzelheiten der gerade anstehenden Arbeitsphase festzulegen, maximal noch den ersten Schritt der folgenden Phase.</p>
<p>
<h3>Jede Minute muss geplant sein!</h3>
<p>Das war schliesslich die schlimmste Falle für mich und zugleich die, in die ich am hartnäckigsten tappte: Zu gross war der Druck, jede verfügbare Minute mit irgendetwas scheinbar Nützlichem zu verplanen. Letzten Endes war es dieses Fehlen von Pufferzeiten, das dazu führte, dass ich nie einen Plan einhielt. Nicht umsonst raten Zeitmanagement-Ratgeber dazu, nicht mehr als die Hälfte bis maximal 60% der verfügbaren Zeit zu verplanen. Irgendwo gab es immer einen Bus, den ich verpasste, eine Bibliothek, deren Öffnungszeiten ich falsch in Erinnerung hatte, oder ich stand länger an einer Kasse als veranschlagt. Oder aber ich unterschätzte die Zeit, die Lebensnotwendigkeiten wie Essen, Duschen und Einkaufen in Anspruch nahmen.</p>
<p>Überdies setzte ich mich mit dieser viel zu voll gepackten Agenda entsetzlich unter Druck und rebellierte dann dagegen, indem ich mich selbst sabotierte und jegliche genauere Planung mit «ach, das halte ich doch eh wieder nicht ein» von mir wies.</p>
<p><em>Planung fing in dem Moment an, für mich zu funktionieren, als ich mir zu gestand, wie wenig reine Arbeitszeit mir objektiv zur Verfügung stand, und begann, von dieser Arbeitszeit nicht jede Minute zu verplanen.</em></p>
<p>
<h3>Ich muss wie besessen arbeiten, Pausen sind Luxus! Andere Lebensinhalte darf es nicht geben!</h3>
<p>Life-Work-Balance ist kein Luxus, sondern erhält die intellektuelle und körperliche Leistungsfähigkeit. Jede Arbeit wird wohl in der Abschlussphase an Intensität zunehmen. Wenn intensives Arbeiten jedoch in Besessenheit umschlägt, geht damit ein gehöriges Risiko einher, den Überblick über eine Arbeit zu verlieren und betriebsblind, unfokussiert und ineffektiv zu werden. So dauert die Arbeit am Ende länger, als wenn man sie fokussiert und mit Pausen angeht. Intensiv arbeiten und Pausen machen schliessen einander nicht aus.</p>
<p>
<h3>Wie man beim Planen einer Arbeit sinnvoll(er) vorgehen kann</h3>
</p>
<ul>
<li><strong>Die Planung einplanen.</strong> In einer Lernphase auf eine meiner beiden Abschlussklausuren plante ich etwa einen wöchentlichen «Uhrenabgleich» ein, bei dem ich meinen Lernplan und meine To-Do-Listen auf den aktuellen Stand brachte. Das war in etwa einer Stunde zu schaffen. Analog ist es sinnvoll, beim Schreiben einer Arbeit den bisherigen Zeitplan prüfen: Bin ich im Zeitplan? Was dauert länger als erwartet? Womit bin ich schneller fertig geworden? Wie muss ich den Arbeitsplan eventuell ändern?</li>
<li><strong>Zeit budgetieren.</strong> Dass Arbeitszeit im Studium eine endliche Ressource ist und nicht beliebig ausgedehnt werden kann, muss man anerkennen, will man überhaupt sinnvoll planen. Dominik hat <a href="http://imgriff.com/2008/07/17/zeitbudget-iein-zeitbudget-erstellen/">hier etwas zum Thema «Zeitbudget»</a> geschrieben. </li>
<li><strong>Pufferzeiten lassen.</strong> In meiner Studienabschlusszeit liess ich z.B. den Sonntag stets unverplant, was nicht hiess, dass er auch immer frei war: Er diente mir oft dazu, &#8220;Überhang&#8221; aus der Woche abzufangen.</li>
</ul>
<p>Mit diesem Verständnis von Planung gelang es mir wesentlich besser, den Überblick über meine Zeit zu behalten; eine Fähigkeit, die gerade in der Phase des eigentlichen Schreibens ausgesprochen nützlich ist. Um diese Phase soll es im nächsten Teil der Serie gehen.</p>
<p><small>(Bild: Kim Navarre bei flickr.com, CC BY-SA 2.0)</small></p>

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		<title>Wissenschaftliche Hausarbeiten planen I/IV: Die Planungsphase  &#8211; von der Themenidee bis zur Literaturbeschaffung</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 14:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich das Schreiben einer Hausarbeit oft wie folgt vor: "Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, abgeben". Diese Einteilung ist zwar sachlich nicht verkehrt, aber krass vereinfacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich das Schreiben einer Hausarbeit oft wie folgt vor: &#8220;Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, abgeben&#8221;. Diese Einteilung ist zwar sachlich nicht verkehrt, aber krass vereinfacht.</h4>
<p><a href="http://imgriff.com/2011/10/12/wissenschaftliche-hausarbeiten-planen-iiv-die-planungsphase-von-der-themenidee-bis-zur-literaturbeschaffung/bibliothek-recherche/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2012/10/Bibliothek-Recherche-300x198.jpg" width="300" height="198"  alt="Literaturrecherche: Wer sucht, der findet (Bild: iStockphoto.com)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><br />
Nur wenige Studenten können &#8220;einfach so drauflosschreiben&#8221;; manche hangeln sich an der Textstruktur &#8220;Einleitung &#8211; Hauptteil &#8211; Schluß&#8221; entlang, wieder andere brauchen ein exakteres Modell, um ihren Prozeß des wissenschaftlichen Schreibens zu gestalten. Ich möchte in dieser kleinen Serie vorstellen, wie ich meinen Arbeitsprozeß während des Studiums gestaltet habe; ich wende diese Methoden immer noch an, wenn ich Artikel zu rechercheintensiven und komplizierten Themen schreibe.</p>
<p>Diese Serie ist geprägt von meiner Ausbildung als Geisteswissenschaftlerin. Ich weiß nicht, ob sich die Struktur der wissenschaftlichen Arbeit in Wirtschafts-, Ingenieurs- oder Naturwissenschaften vielleicht ganz anders darstellt. Liebe Leserinnen und Leser aus diesen Disziplinen, wenn Ihr Anmerkungen dazu habt, freue ich mich über Eure Ergänzungen in den Kommentaren!</p>
<p><strong>Modelle für die Struktur des Arbeitsprozesses</strong><br />
In der Literatur zum Thema &#8220;Wissenschaftliches Schreiben&#8221; werden höchst unterschiedliche Strukturmodelle vorgeschlagen. Die Anzahl der Arbeitsphasen variiert dabei zwischen drei und acht. Aus dem Inhaltsverzeichnis von Umberto Ecos Klassiker &#8220;Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt&#8221; läßt sich etwa folgende Unterteilung ableiten:</p>
<ol>
<li>Themenwahl</li>
<li>Materialsuche</li>
<li>Arbeitsplan [dh. inhaltliche Disposition] und Anlage einer Kartei [dh. Auswertung des Materials]</li>
<li>Schreiben</li>
<li>Schlußredaktion.</li>
</ol>
<p>In Otto Kruses Ratgeber &#8220;Keine Angst vor dem leeren Blatt&#8221; ergibt sich eine feinere Unterteilung in acht Phasen:<span id="more-5558"></span></p>
<ol>
<li>Ausgangspunkte</li>
<li>Themenfindung und -eingrenzung</li>
<li>Literaturrecherche und -beschaffung</li>
<li>Lektüre und Exzerpt</li>
<li>Strukturierung</li>
<li>Rohfassung</li>
<li>Überarbeitung</li>
<li>Korrektur und Endfassung</li>
</ol>
<p>(Kruse, S. 155-205).</p>
<p>Der &#8220;Papst&#8221; des Kreativen Schreibens Lutz von Werder schließlich unterteilt den Prozeß des Schreibens in seinem kleinen Bändchen &#8220;Kreatives Schreiben von Diplom- und Doktorarbeiten&#8221;<br />
nur in vier Teile:</p>
<ol>
<li>Ideen sammeln</li>
<li>Gliedern</li>
<li>Schreiben</li>
<li>Überarbeiten</li>
</ol>
<p>Die ersten beiden Phasen erfordern ein gutes Maß an Sich-Freien-Lauf-Lassen, die beiden letzteren benötigen ein eher ordnendes, strukturierendes Schreibverhalten (von Werder, S. 10-11).</p>
<p>Alle diese Prozesse sind nicht klar voneinander abzugrenzen: Die Themenfindung erfordert oft schon etwas Recherche; im Prozeß des Schreibens können neue Fragen entstehen, die eine neue Recherchephase verlangen.</p>
<p><strong>Die Kommunikation mit Betreuern</strong><br />
Bis zur Doktorarbeit hat man sie oder ihn im wissenschaftlichen Betrieb vor der Nase sitzen: die Betreuerin oder den Betreuer. Empfehlungen für das Timing von Besprechungen mit Betreuern sind kaum praktikabel &#8211; in Zeiten überbesetzter Seminare und schlechter Studienbedingungen geht man meist in die Dozentensprechstunde, wenn man einen Termin ergattern kann.</p>
<p>Optimal ist, wenn direkt nach der ersten Beschäftigung mit dem Thema eine Besprechung mit dem Betreuer auf dem Plan steht, um die Themeneingrenzung abzusichern. Da Dozenten meist einen guten Überblick über das Thema haben, können sie einen vor zu weiten oder zu engen Fragestellungen warnen, auf Aspekte hinweisen, die möglicherweise viel zu weit führen oder die unbedingt Teil der Arbeit sein sollten. Aber auch formale Gesichtspunkte sollten, wenn dafür keine eindeutigen Vorgaben bestehen, bereits im Vorfeld mit der Dozentin oder dem Dozenten abgesprochen werden, etwa:</p>
<ul>
<li>Welche Unter- und Obergrenzen gibt es für die Länge der Arbeit?</li>
<li>Welche Zitierrichtlinien sollen verwendet werden?</li>
<li>Welche Vorgaben für die Formatierung gibt es?</li>
<li>Kann, soll, muss die Arbeit in gedruckter oder in digitaler Form abgegeben werden? Wenn ja, welches Dateiformat soll es sein?</li>
</ul>
<p><strong>Themenfindung und -eingrenzung</strong><br />
Der erste Schritt zu einer wissenschaftlichen Arbeit ist in der Regel die Themenfindung. Im Erststudium ist das Themenfeld oft z.B. durch Studienordnungen oder Seminarthemen schon eingegrenzt, wobei die Enge der Vorgaben durchaus je nach Fach und Studienfortschritt variiert. Lutz von Werder gibt folgende Hinweise für eine gute Themenstellung:</p>
<ul>
<li>Wenn es sich beim Thema um ein &#8220;Steckenpferd&#8221; des Dozenten handelt, setzt man sich wahrscheinlich damit zu sehr unter Druck. (Meiner Erfahrung nach kann das Gegenteil, also eine Thematik, die der Dozent überhaupt nicht mag, genauso &#8220;nach hinten losgehen&#8221;.)</li>
<li>Hat das Thema eine Bedeutung für das Fach?</li>
<li>Welchen Bezug habe ich zum Thema? Sowohl gar kein Bezug als auch ein gar zu persönlicher Bezug zum Thema sind gute Voraussetzungen für Mißerfolg.</li>
<li>Wieviel Literatur gibt es zum Thema? Nicht nur zu wenig Literatur kann ein Hinderungsgrund sein, ebenso ist ein Thema, zu dem eine unüberschaubare Literaturflut existiert, ein schlechtes Thema für eine Studienarbeit. Ähnlich verhält es sich, wenn die Literatur zu einem maßgeblichen Anteil in Sprachen erschienen ist, die man nicht beherrscht.</li>
<li>Ist das Thema zu empirisch oder zu theoretisch? Wer schon weiß, dass er ausgesprochen theoretisch veranlagt ist, wird sich mit einer rein empirischen Arbeit das Leben schwer machen.</li>
<li>Ist die Arbeit finanzierbar, d.h. kann ich den Aufwand für Material und Arbeitszeit bewältigen?</li>
<li>Ist das Thema mit Sicherheit schon vergeben?</li>
</ul>
<p>(vgl. von Werder, S. 18-19)</p>
<p><strong>Recherche</strong><br />
&#8220;Recherche&#8221; bezeichnet in dieser Arbeitsphase nicht inhaltliche Recherche, sondern vor allem Bibliographie: Wieviel und welches Material gibt es zu meinem Thema? Wie leicht oder schwer zugänglich ist es? Hat das einen Einfluß auf meine Themenwahl (siehe oben)?</p>
<p>Grundsätzlich gilt: Literaturbeschaffung braucht Zeit. Auch im Internetzeitalter sind wohl die weitaus meisten wissenschaftlichen Quellen noch ausschließlich in Druckform zugänglich. Man muss sie also in einer Bibliothek ausfindig machen, wo sie evtl. erst einmal aus dem Magazin bestellt oder gar vorgemerkt werden müssen. Vielleicht ist eine Quelle nur als Präsenzbestand erhältlich, dann muss man sich darauf einrichten, sie in der Bibliothek zu lesen oder zu kopieren. Bis man einen benötigten Text in der Hand hat, kann es schon einmal ein paar Wochen dauern.</p>
<p><strong>Lektüre</strong><br />
Hand in Hand mit der Literaturrecherche geht die erste, eher überfliegende Lektüre. Sie dient vor allem der Evaluation. Denn nicht jeder Text, der sich z.B. mit Goethes &#8220;Die Leiden des jungen Werthers&#8221; befaßt, hilft mir weiter, wenn ich an diesem Werk unter dem Aspekt &#8220;Männlichkeit in der Literatur des 18. Jh.&#8221; interessiert bin. Je genauer ich meine Fragestellung bereits eingegrenzt habe, und je klarer ich sie bereits formuliert habe, desto besser kann ich beurteilen, ob mir eine Quelle dabei hilft, diese Frage zu beantworten.</p>
<p><strong>Wieviel Zeit brauche ich für diese Phase?</strong><br />
Eine Frage, die schwer zu beantworten ist. Ganz grob gesprochen sollte sich die Eingangsphase natürlich proportional zur Länge der Arbeitszeit verhalten. Lutz von Werder schlägt bei einer zwölfwöchigen Diplomarbeit 3 Wochen für seine erste Phase vor, die er &#8220;Entwicklung eines groben Schreibkonzepts&#8221; nennt. D.h. ein Viertel der gesamten Arbeitszeit entfällt auf diese Phase, die von der Themenidee bis zum Beginn der Arbeit am Material reicht. (von Werder, S. 61)<br />
Otto Kruse empfiehlt für eine Arbeit, die ein halbes Jahr dauern soll, fünf Wochen für Planung und Orientierung, d.h. etwa ein Fünftel. (Kruse, S. 208)<br />
Da die Planungsphase ohnehin dazu neigt, sich in die Länge zu ziehen, empfehle ich, enge Grenzen zu setzen und reichlich Pufferzeit zu lassen. Der Löwenanteil der Zeit sollte für das eigentliche Schreiben reserviert sein.</p>
<p>Themenfindung, Recherche und Lektüre gehen, wie bereits oben angesprochen, Hand in Hand. Sobald ich beginne, Texte gründlich zu lesen und auszuwerten, bin ich bereits in der nächsten Arbeitsphase, der Phase des Auswertens, Strukturierens und Schreibens. Um die soll es in den nächsten Teilen dieser Serie gehen.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/09/09/korrekturlesen-so-wird-die-hausarbeit-auch-sprachlich-schon/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/09/typewriter_q-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/09/09/korrekturlesen-so-wird-die-hausarbeit-auch-sprachlich-schon/">Korrekturlesen: So wird die Hausarbeit auch sprachlich schön</a></b><br /><font size="2">Schreibende sollten auf stilistische Lesefreundlichkeit achten. Beachtet man einige grundsätzliche Regeln, werden auch wissenschaftliche Arbeiten angenehm lesbar (Fachartikel und Berichte für Kollegen übrigens auch). </font><font color="#aaa">(9. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/05/24/zitate-und-fusnoten-vom-richtigen-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/05/libraryofcongress-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/05/24/zitate-und-fusnoten-vom-richtigen-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen/">Zitate und Fußnoten: Vom richtigen Umgang mit wissenschaftlichen Quellen</a></b><br /><font size="2">Zur wissenschaftlichen Arbeit gehört, dass sie stets auf dem Werk anderer aufbaut. Dabei ist es unumgänglich, kenntlich zu machen, was man bei anderen gefunden hat und worin die eigene Leistung besteht. Eine Anleitung. </font><font color="#aaa">(24. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/05/10/zeitmanagement-was-tun-ceos-mit-ihrer-zeit/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/05/golf-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/05/10/zeitmanagement-was-tun-ceos-mit-ihrer-zeit/">Zeitmanagement: Was tun CEOs mit ihrer Zeit?</a></b><br /><font size="2">Firmen sind erfolgreicher, wenn die oberste Führungskraft weniger Zeit mit Personen ausserhalb des Unternehmens verbringt. </font><font color="#aaa">(10. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		<title>Korrekturlesen: So wird die Hausarbeit auch sprachlich schön</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 04:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[9 to 5]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftliches Arbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Schreibende sollten auf stilistische Lesefreundlichkeit achten. Beachtet man einige grundsätzliche Regeln, werden auch wissenschaftliche Arbeiten angenehm lesbar (Fachartikel und Berichte für Kollegen übrigens auch).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Schreibende sollten auf stilistische Lesefreundlichkeit achten. Beachtet man einige grundsätzliche Regeln, werden auch wissenschaftliche Arbeiten angenehm lesbar (Fachartikel und Berichte für Kollegen übrigens auch).</h4>
<p><a href="http://imgriff.com/2011/09/09/korrekturlesen-so-wird-die-hausarbeit-auch-sprachlich-schon/typewriter_q/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/09/typewriter_q-150x150.jpg" width="150" height="150"  alt="Typewriter (Bild: Mike McKay, flickr.com)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Beim Korrekturlesen von Texten können automatisierte Helfer wie die Rechtschreib- oder Grammatik-Korrektur von Textverarbeitungsprogrammen einem viel Arbeit abnehmen. Anderes erfordert immer noch bewußte Aufmerksamkeit von Menschen, zum Beispiel stilistische Lesefreundlichkeit.</p>
<p>Entgegen dem Klischee, daß Wissenschaftssprache hölzern und langweilig sein muss, können wissenschaftliche Texte angenehm lesbar sein. Das ist für Anfänger im wissenschaftlichen Schreiben nicht einfach: Wie Otto Kruse in seinem Ratgeber  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593384795?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3593384795">Keine Angst vor dem leeren Blatt (Affiliate-Link)</a> anmerkt, fällt es vielen Studierenden schwer, ihren Gedanken Bedeutung beizumessen, wenn sie nicht in komplex klingenden Formulierungen verpackt sind (Kruse, S. 193), und zudem färbt die Fachliteratur, die man für einen Aufsatz durcharbeitet, leicht ab (ebd, S. 195).</p>
<p>Im folgenden habe ich einige Anregungen zusammengestellt, auf welche sprachlichen Kriterien ich achte, wenn ich einen Artikel Korrektur lese.<span id="more-5406"></span></p>
<ul>
<li><strong>Nominalstil</strong> stellt sich gern ein, wenn man versucht, «objektiv» zu klingen. «Verbaler werden» hilft dagegen. Statt «Bei der Beantragung von Wohngeld ist sind die Einkommensgrenzen zu beachten» schreibe ich also: «Wer Wohngeld beantragt, muss die Einkommensgrenzen beachten.» Oder: «Gegen die Auffassung, dass&#8230; , muss Widerspruch vorgebracht werden» lautet «verbalisiert»: «Der Auffassung, dass&#8230; , widersprechen die Beobachtungen von Müller (2000) &#8230;»</li>
<li><strong>Passiv</strong> ist manchmal ein sinnvolles sprachliches Mittel, es kann jedoch auch zur Herstellung einer Pseudo-Objektivität dienen. Statt «entschieden muß der Auffassung widersprochen werden, dass&#8230;» ist «Müller et al. (2008) widersprechen entschieden der Auffassung, dass&#8230;» oder sogar «Ich widerspreche der Auffassung, dass&#8230;» präziser.</li>
<li><strong>Adjektive.</strong> Sind sie notwendig oder nur schmückendes Beiwerk? Letztere können ersatzlos wegfallen.</li>
<li><strong>Partizipialkonstruktionen</strong> kann ich sinnvoll in Relativsätze auflösen.</li>
</ul>
<p><strong>Satzbau: Abwechslung macht lesefreundlicher</strong><br />
Bandwurm- und Schachtelsätze liest niemand besonders gerne. Daneben achte ich auf folgendes:</p>
<ul>
<li>Folgen meine Sätze stereotyp demselben Muster, sind sie immer gleich aufgebaut? Falls ja, ist es sinnvoll, hier und da einen Satz ganz bewußt umzustellen.</li>
<li>Schreibe ich zu wenige oder zu viele <strong>Nebensätze</strong>? Zu lange Aneinanderreihungen von Nebensätzen kann ich meistens sinnvoll unterteilen.</li>
<li>Die <strong>Satzlängen</strong> sollten variieren. Sätze, die sich immer in demselben Längenbereich bewegen, ermüden ebenso sehr wie ein stereotyper Satzbau.</li>
</ul>
<p><strong>Fachterminologie</strong><br />
Auch wenn Laien sich über ihnen unverständliche Fachsprache beschweren: <strong> Fachterminologie</strong> wird in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet! Denn ein Fachterminus besitzt innerhalb eines Faches eine gewisse Eindeutigkeit, die sich mit Alltagssprache einfach nicht erreichen läßt, und erlaubt es, einen Sachverhalt kompakt zu benennen. Wenn ich etwa von einem Signifikationsprozeß spreche, weiß ein Semiotiker, was ich damit meine. Ich muss mir jedoch stets die Frage stellen: Dient die Fachterminologie gerade der Eindeutigkeit, oder werfe ich mit <em> buzzwords</em> um mich, um wissenschaftlich zu klingen?</p>
<p>Nicht in allen wissenschaftlichen Diskussionen verwenden alle Beteiligten alle Begriffe in gleicher Weise. Trifft man solche <strong>Inkonsistenzen</strong> an, empfiehlt es sich, sie zu thematisieren, zur Not in den Fußnoten bzw. Anmerkungen (vgl. Kruse, S. 202) &#8211; bei dieser Gelegenheit sollte geklärt werden, wie man selbst den Begriff verwendet, und diese Verwendung muss innerhalb des Textes konsistent gehalten werden.</p>
<p>Last not least gilt: <strong>Wissenschaftsprosa ist keine Belletristik.</strong> Wissenschaftsprosa soll klar, präzise und (für Fachleute) verständlich sein. Angenehme Lesbarkeit ist erstrebenswert, aber die Aussage und ihre klare Vermittlung sollten im Vordergrund stehen und nicht die sprachliche Brillianz oder Originalität. Wenn ich wissenschaftliche Texte lese, möchte ich von Inhalten und nicht von komplexer Sprache beeindruckt werden.</p>
<p><em>(Bild: Mike McKay, flickr.com)</em></p>

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		<title>﻿Goalscape: Nonlinear Ziele planen und visualisieren</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 06:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Goalscape]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es um das Visualisieren von Projekten geht, denkt man schnell entweder an Mindmaps oder an das althergebrachte Gantt-Diagramm. Einen anderen Ansatz wählt Goalscape: Hier erscheinen die Aufgaben, die für das Erreichen eines Ziels erledigt werden müssen, als Segmente von Ringen. Camilla hat das Programm ausprobiert. Goalscape ist ein Tool zur Planung und Visualisierung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wenn es um das Visualisieren von Projekten geht, denkt man schnell entweder an Mindmaps oder an das althergebrachte Gantt-Diagramm. Einen anderen Ansatz wählt Goalscape: Hier erscheinen die Aufgaben, die für das Erreichen eines Ziels erledigt werden müssen, als Segmente von Ringen. Camilla hat das Programm ausprobiert.</h4>
<p><br />
Goalscape ist ein Tool zur <strong>Planung und Visualisierung von Zielen und Projekten</strong>. Anders als übliche Projektplanungs-Tools bildet es das Projekt jedoch nicht linear ab, sondern stellt Teilziele als Segmente eines Rings um das zentrale Ziel dar. Jedes Teilziel kann wiederum Unteraufgaben haben, die als weitere Ebene von Ringsegmenten dargestellt werden. Über einen Schalter auf 12 Uhr des Kreises kann man Ebenen ein- und ausblenden.</p>
<p><a href="http://imgriff.com/2011/08/01/%ef%bb%bfgoalscape-nonlinear-ziele-planen-und-visualisieren/goalscape_seitenleiste/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/07/450_Goalscape_Seitenleiste-150x150.png" width="150" height="150"  alt="Goalscape mit Seitenleiste" /></a></p>
<p>Das erste interessante Konzept an Goalscape ist die <strong>Gewichtung von Zielen</strong> und deren visuelle Darstellung: Je nachdem, wie wichtig ein Teilziel ist, kann man das Ringsegment mit der Maus größer oder kleiner ziehen (in der rechten Seitenleiste kann alternativ eine Prozentzahl eingegeben werden). Wenn ein Ziel wichtiger ist, werden andere unwichtiger; dies spiegelt grundsätzliche Beschränktheit von Ressourcen wieder.<br />
Es ist möglich, die <strong>Wichtigkeit eines Ziels zu fixieren</strong>. Wenn neue (Nachbar)Ziele hinzukommen, verliert das derart festgelegte Ziel nicht an Wichtigkeit; sind viele Teile eines Gesamtprojekts oder viele Unterziele eines Ziels fixiert, schwindet natürlich der Spielraum.</p>
<p>Das zweite wichtige Feature ist die <strong>Visualisierung des Fortschritts</strong>.<span id="more-5315"></span> Auf der äußersten Ebene, also nur bei Aufgaben, die ihrerseits keine Unteraufgaben mehr haben, kann vermerkt werden, <strong>wieviel Prozent der Aufgabe bereits erledigt sind</strong>. Dies wird dadurch visualisiert, daß sich das Ringsegment zu einem dem Fortschritt entsprechenden Teil dunkler färbt. Je nach Gewichtung der Unteraufgabe reflektiert das nach innen, so daß mit jeder Unteraufgabe, die Fortschritte macht, auch das Ringsegment der Hauptaufgabe zu einem größeren Teil schattiert wird und sich ein immer größerer Teil im Zentrum des Kreises &#8211; der für das Hauptziel steht &#8211; dunkel färbt. </p>
<p>Um an den Feinheiten eines Unterziels zu arbeiten, kann man dieses <strong>in den Fokus rücken</strong>. Das ausgewählte Unterziel (das seinerseits noch Unteraufgaben haben muß) wird dann zum Zentrum eines neuen Kreises. In der linken oberen Ecke erscheint eine kleine Übersicht, in der das gerade fokussierte Teilziel hervorgehoben erscheint. Ein Doppelklick auf diese Übersicht zentriert die Ansicht wieder auf das Hauptziel. Auf diese Art kann man recht gut zwischen Planung der Einzelheiten und Überblick über das Ganze hin und her schalten.</p>
<p>Per drag &#038; drop können einzelne <strong>Teilziele angeordnet</strong> werden. Auf diese Weise kann ein Ziel zu einem Unterziel oder zum Nachbarziel eines anderen auf einer beliebigen Ebene werden.</p>
<p>Ziele können <strong>Personen zugewiesen</strong> werden und mit <strong>Tags</strong> sowie einem Start- und einem <strong>Fälligkeitsdatum</strong> versehen werden; über ein Menü in der linken oberen Ecke können Teilziele hervorgehoben werden, die entweder heute oder zu einem bestimmten Zeitpunkt angegangen werden können, für die eine bestimmte Person zuständig ist oder die mit einem bestimmten Tag versehen sind. Teilziele, deren Fälligkeitsdatum überschritten ist, werden mit einem kleinen roten Weckersymbol gekennzeichnet. Last not least können Unterziele farblich hervorgehoben werden.</p>
<p>Die wichtigsten Features werden in diesem Intro-Video erklärt:<br />
<iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/Z-evA6uI76k" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Abgerundet wird das Programm durch eine Exportfunktion, die Goalscape-Daten in einer stattlichen Zahl von Formaten ausgibt: HTML, PDF, in Microsoft Project XML, .docx, .xlsx, .csv, MindManager und als png-Grafik. Import ist von Microsoft Project XML und MindManager möglich.<br />
Goalscape ist als Adobe AIR-Anwendung (plattformübergreifend lauffähig) erhältlich, als Zusatzkomponenente gibt es Goalscape Connect, eine im Browser lauffähige Version von Goalscape, die auch Arbeiten an Projekten im Team ermöglicht. Eine iPhone-App ist geplant. Bisher gibt es Goalscape in Deutsch, Englisch und Spanisch, weitere Sprachen sollen dazukommen.<br />
Die Lizenz kostet für die Desktop-Anwendung inclusive Goalscape Connect 89 EUR, mit einer Desktop-Lizenz kann das Programm auf bis zu zwei Computern installiert werden.</p>
<p>Nicht jedem mag diese sehr visuelle, nicht-lineare Art des Planens liegen. Ausgewachsenen Projektmanagement-Werkzeugen kann Goalscape kaum Konkurrenz machen, da eine Verwaltung von Ressourcen fehlt. Daher eignet es sich wahrscheinlich eher für das Verfolgen von persönlichen und Team-Zielen und zum Brainstorming.<br />
<strong>Mir macht Goalscape Spaß</strong> und die Planung von komplexeren Projekten geht damit rasch von der Hand. Goalscape zwingt mich dazu, Ziele meßbar zu definieren, gibt mir einen guten Überblick über &#8220;das große Ganze&#8221; und ist besonders hilfreich, wenn es um Ziele mit vielen Einzelkomponenten, z.b. um Work-Life-Balance geht; es visualisiert gut, wo alles &#8220;rund läuft&#8221; und wo es &#8220;hakt&#8221;. Die Bedienung ist im allgemeinen intuitiv und wird durch Tips für meinen Geschmack fast schon ein wenig offensiv erklärt, sie verhält sich angenehmerweise in der Desktop-Anwendung und in Goalscape Connect gleich.</p>
<p>Wenn ich mir Goalscape eher nicht kaufen werde, dann liegt es am Preis, der mir für eine ziemlich spezialisierte Software mit einem sehr spezialisierten Zweck, der in meinem Berufsalltag kaum gefragt ist, einfach ein wenig teuer ist. Hätte ich eine sinnvolle Verwendung dafür, würde ich jedoch sofort zugreifen.</p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2010/11/17/fellowstream-projekte-und-teams-im-echtzeit-stream/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/11/fellostream_mini-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2010/11/17/fellowstream-projekte-und-teams-im-echtzeit-stream/">Fellowstream: Projekte und Teams im Echtzeit-Stream</a></b><br /><font size="2">Mit Fellowstream lassen sich die Aufgaben von Teams und Projekten online bewirtschaften. In der laufenden Beta-Phase könnt Ihr den Dienst kostenlos ausprobieren. </font><font color="#aaa">(17. November 2010)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2008/02/24/undiszipliniert-macht-nichts-sei-einfach-nur-motiviert/">Undiszipliniert? Macht nichts, sei einfach nur motiviert</a></b><br /><font size="2">Viele Leute sind stolz darauf, dass sie diszipliniert arbeiten können. Andere halten sich für völlig undiszipliniert, aber sogar die schaffen es, Dinge zu erledigen. Doch liegen Disziplin und Selbstmotivation wirklich so weit auseinander? </font><font color="#aaa">(24. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/07/29/autohotkey-volle-kontrolle-unter-windows/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/07/autohotkey_logo_no_text-neu.gif" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/07/29/autohotkey-volle-kontrolle-unter-windows/">AutoHotkey: Volle Kontrolle unter Windows</a></b><br /><font size="2"><p>Das Skriptsystem AutoHotkey hilft, Windows mit allen erdenklichen kleinen Tricks auf die Sprünge zu helfen. Und das sehr, sehr weitgehend.</p> </font><font color="#aaa">(29. Juli 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Zitate und Fußnoten: Vom richtigen Umgang mit wissenschaftlichen Quellen</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 04:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur wissenschaftlichen Arbeit gehört, dass sie stets auf dem Werk anderer aufbaut. Dabei ist es unumgänglich, kenntlich zu machen, was man bei anderen gefunden hat und worin die eigene Leistung besteht. Eine Anleitung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Zur wissenschaftlichen Arbeit gehört, dass sie stets auf dem Werk anderer aufbaut. Dabei ist es unumgänglich, kenntlich zu machen, was man bei anderen gefunden hat und worin die eigene Leistung besteht. Eine Anleitung.</h4>
<p><a href="http://imgriff.com/2011/05/24/zitate-und-fusnoten-vom-richtigen-umgang-mit-wissenschaftlichen-quellen/libraryofcongress/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/05/libraryofcongress-150x150.jpg" width="150" height="150"  alt="[Encyclopedic manuscript containing allegorical and medical drawings], Library of Congress, Rosenwald 4, Bl. 5r" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Zitate und Quellenangaben sind nicht bloß gelehrter Zierrat. Was denen passiert, die bei dieser Abgrenzung absichtlich oder unabsichtlich allzu schludrig vorgehen, zeigen mehrere aktuelle Beispiele. Quellenangaben sind ein zentraler Bestandteil wissenschaftlicher Fairness, ohne die letzten Endes keine Forschung, wie wir sie kennen, möglich wäre. Doch wie bewerkstelligt man diese Unterscheidung zwischen dem Bezug auf das Werk anderer und der eigenen Leistung in der Praxis?</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Zitate sind unentbehrlich</strong><br />
Seit dem Mittelalter gibt es das Diktum von Wissenschaftlern als «Zwergen auf den Schultern von Giganten»: Idealerweise beantwortet eine wissenschaftliche Arbeit eine bisher nicht geklärte Frage. Allein schon, um ihr Terrain abzustecken und frühere Forschung nicht zu wiederholen, muss sie sich auf andere Arbeiten beziehen. Das muss sie erst recht, wenn sie die Positionen anderer Forscher widerlegt, kritisiert, relativiert, als Beleg anführt, bestätigt oder augmentiert. Ein neuer Beitrag zur Forschungsdiskussion wird von einer studentischen Arbeit noch nicht erwartet, sehr wohl jedoch das korrekte Bezugnehmen auf die Giganten, auf deren Schultern man steht. <span id="more-5032"></span></p>
<p>Und wie Otto Kruse in seinem Buch  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593384795?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3593384795">Keine Angst vor dem leeren Blatt (Affiliate-Link)</a> (1994, S. 88-90) ausführt, darf und soll auch eine studentische Arbeit durchaus zu einem eigenen Urteil, einer eigenen Position bezüglich ihrer Fragestellung gelangen. Auch wenn viele Studenten in ihrer Arbeit vorrangig ein Mittel sehen, einen Schein zu bekommen, dient die Seminararbeit eigentlich dem Einüben der wissenschaftlichen Praxis – und was ist Wissenschaft, wenn sie keine eigene Position vertritt?</p>
<p><strong>Zitat und Urheberrecht</strong><br />
Neben Fragen der Wissenschaftlichkeit ist das korrekte Zitieren rechtlich relevant. Das <strong>Zitatrecht</strong> ist im deutschen Urheberrecht durch eine Schrankenbestimmung (§51 UrhG) geregelt; diese verlangt, dass das zitierende Werk eine eigene Schöpfungshöhe aufzuweisen hat (d.h. über das reine Zitieren hinaus eine eigenständige kreative oder wissenschaftliche Leistung darstellt). Im wissenschaftlichen Zusammenhang ist es auch aus rechtlichen Gründen wichtig, Zitate als solche zu kennzeichnen und die Quelle anzuführen: Wer fremde Werke als eigene ausgibt, kann zivil- und strafrechtlich belangt werden.</p>
<p><strong>Wie muss ein korrektes Zitat aussehen?</strong><br />
Die Bezugnahme auf einen wissenschaftlichen Text kann in zwei verschiedenen Formen stattfinden: im <strong>wörtlichen Zitat</strong> oder als <strong>indirektes Zitat</strong>, d.h. in Form einer Paraphrase. Egal, ob man wörtlich oder indirekt zitiert, die exakte Fundstelle muss stets angegeben werden, im Regelfall in Form der Seitenzahl.</p>
<p>Das <strong>wörtliche Zitat</strong> muss als solches gekennzeichnet werden. In der Regel geschieht das durch doppelte Anführungszeichen, Anführungszeichen innerhalb des Zitats werden durch einfache Anführungszeichen wiedergegeben. Ein längeres Zitat (ab drei Zeilen Länge) kann durch Einrücken vom Fließtext abgehoben werden. Eine eigene Formatvorlage für Zitate in der Textverarbeitung hat sich bei mir bewährt.</p>
<p><strong>«sic!» &amp; Co.: Was bei Zitaten erlaubt ist</strong><br />
Darüber hinaus erfordern wörtliche Zitate in den folgenden Punkten besondere Sorgfalt:</p>
<ul>
<li>Grundsätzlich muss ein wörtliches Zitat zeichengenau sein. Sogar Rechtschreibfehler müssen übernommen werden, hier darf  ein «(sic!)» oder auch [!] darauf hinweisen, dass man sich nicht beim Abschreiben vertippt hat, sondern der Fehler im Original so steht.</li>
<li>Bei Hervorhebungen muss geklärt werden, von wem sie stammen. Das bewerkstelligt man üblicherweise, indem man am Ende des Zitats in Klammern anmerkt: «Kursiv im Original» oder «Hervorhebungen durch den Verfasser».</li>
<li>Auslassung sind durch Auslassungspunkte in eckigen Klammern kenntlich zu machen. Fehlen die Klammern, suggeriert dies, dass die Auslassungspunkte im Original stehen.</li>
<li>Änderungen, z.B. Anpassungen des Kasus, von Groß &amp; Kleinschreibung, damit ein wörtliches Zitat in den Kontext passt, müssen ebenfalls in eckige Klammern gesetzt werden.</li>
<li>Manchmal geht Information verloren, die für das Verständnis notwendig wäre, wenn man das Zitat aus seinem größeren Zusammenhang nimmt. Klärende Einfügungen dürfen in eckigen Klammern dazu gesetzt werden.</li>
</ul>
<p>Zitate müssen nicht immer wörtlich sein: Die <strong>Paraphrase</strong> ist ein legitimes Mittel, Meinungen anderer wiederzugeben. Die <a href="http://imgriff.com/2010/07/12/zuverlaessig-zusammenfassen-exzerpte-fuer-studium-und-schule/">Technik des Exzerpierens</a> war bereits letzten Juli Thema bei imgriff. In gleicher Weise wie beim wörtlichen Zitat muss deutlich werden, dass es sich um eine Aussage aus einem fremden Text handelt, die Unterscheidung zwischen dem Zitat und eigenen Gedanken muss deutlich werden.</p>
<p><strong>Unmittelbar und zweckentsprechend</strong><br />
Zitate müssen, darauf weist Georg Bangen in seinem zum Standard gewordenen Werk «Die schriftliche Form germanistischer Arbeiten» (Bangen 1981, S. 13) hin, nicht nur genau, sondern auch <strong>unmittelbar</strong> und <strong>zweckentsprechend</strong> sein. Unmittelbarkeit bedeutet, dass ein Zitat möglichst direkt von seiner ersten Quelle entnommen wird, nicht aus einem Werk, das es selbst nur als Zitat anführt. Wer in einer wissenschaftlichen Arbeit Goethes Faust zitiert, sollte das nicht aus einem Aufsatz über Faust tun, sondern nach Möglichkeit aus der Goethe-Gesamtausgabe.<br />
Zweckentsprechend bedeutet: Das Zitat sollte eine Aussage des Verfassers illustrieren – und es kann dementsprechend gekürzt werden, wenn z.B. ein Nebensatz entfallen kann, ohne den Sinn zu entstellen; es muss allerdings noch lang genug bleiben, um zu das zu verdeutlichen, was man damit sagen möchte.</p>
<p><strong>Wo gehören die Quellenhinweise hin?</strong><br />
Otto Kruse nennt zwei Methoden, Quellenangaben in den Text zu integrieren:</p>
<ul>
<li><strong>Kurzbeleg</strong> (Autor Jahreszahl, Seitenzahl), wie in diesem Text praktiziert – auch bekannt als Harvard Style; diese Methode ist v.a. in den Sozialwissenschaften üblich geworden (Kruse 1994, S. 88);</li>
<li><strong>Anmerkung</strong> (Quellenhinweise in Fuß- oder Endnoten); auch als Chicago Style bezeichnet; dies ist das  gängige Zitierverfahren z.B. in philologischen Fächern.</li>
</ul>
<p><strong>Wie muss eine Literaturangabe aussehen?</strong><br />
Dazu gibt es in Deutschland eine eigene Norm: <strong>DIN 1505-02</strong> regelt die Gestalt von Literaturangaben in wissenschaftlichen Texten. Je nach Medium und Publikationsform sind die erforderlichen Angaben andere; bei Monographien etwa ist das Schema «Nachname, Vorname: Titel. Untertitel. Ort, Erscheinungsjahr.» zur Norm geworden. Bei Filmen hingegen findet man oft nur «Titel (Land Erscheinungsjahr)». Bei einem Zeitschriftenartikel wiederum ist das Schema «Nachname, Vorname: Titel. In: Zeitschrift , Nummer oder Jahrgang (Jahr), Seitenzahlen von-bis.» gängig (siehe Bangen 1981, S. 65/66).<br />
In puncto Zitierweise hat jedes Fach eigene Gepflogenheiten, die zusätzlich von Land zu Land  und u.U. von Institution, von Zeitschrift zu Zeitschrift variieren; Einführungsliteratur zum jeweiligen Studiengang gibt über Standards Auskunft. Die Faustregel ist: <strong>Literaturangaben sollen so gestaltet sein, dass man nach ihnen das jeweilige Werk beschaffen kann.</strong></p>
<p><strong>Ein konsistentes Schema</strong><br />
Egal, ob man nach dem Harvard Style oder nach dem Chicago Style zitiert, ob man sich nach der Zitierrichtlinie des Deutschen Ärzteblatts oder der Modern Language Association richtet: ein konsistentes Schema muss angewendet werden. Es geht also nicht, einmal die Quellenangabe nach Harvard Style in den Fließtext zu setzen und ein andermal in eine Fußnote. Beherzigt man diese Prinzipien, sind die formalen Stolpersteine in wissenschaftlichen Arbeiten aus dem Weg geräumt.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/04/Buecher-150x1501-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/">Literaturverwaltung II/II: Helfer im Umgang mit  der Literaturflut</a></b><br /><font size="2">Im März haben wir uns damit befaßt, wie Literaturverwaltungssoftware unter Umständen den Überblick über komplexe Schreibprojekte entscheidend erleichtert. Doch wie findet man das richtige Bibliographieprogramm? </font><font color="#aaa">(14. April 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/02/Buecher-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/">﻿Literaturverwaltung I/II: Literaturlisten und Zitate im Griff</a></b><br /><font size="2">Das Leben zeigt: Der falsche Umgang mit Zitaten in wissenschaftlichen Arbeiten kann zum Karrierekiller werden. In diesem Artikel geht es um Grundsätze der Literaturverwaltung, in einem zweiten Teil stellen wir geeignete Software vor. </font><font color="#aaa">(8. März 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/05/10/simplenote-einfache-notizen-im-web-und-uberall/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/05/simplenote-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/05/10/simplenote-einfache-notizen-im-web-und-uberall/">Simplenote: Einfache Notizen im Web und überall</a></b><br /><font size="2">Simplenote ist ein kostenloser Webdienst, um via Browser Notizen zu erstellen. </font><font color="#aaa">(10. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		<title>Literaturverwaltung II/II: Helfer im Umgang mit  der Literaturflut</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 04:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Im März haben wir uns damit befaßt, wie Literaturverwaltungssoftware unter Umständen den Überblick über komplexe Schreibprojekte entscheidend erleichtert. Doch wie findet man das richtige Bibliographieprogramm?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Im März haben wir uns damit befaßt, wie Literaturverwaltungssoftware unter Umständen den Überblick über komplexe Schreibprojekte entscheidend erleichtert. Doch wie findet man das richtige Bibliographieprogramm?</h4>
<img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/04/Buecher-150x1501.jpg" width="150" height="150"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Aus der Vielzahl der Angebote habe ich fünf sehr unterschiedliche Beispiele herausgegriffen, anhand derer man sich ein Bild machen kann, welche Lösung für die Erstsemester-Hausarbeit, die Bachelor-Thesis oder die Dissertation passend ist und dem eigenen Arbeitsstil entgegenkommt.</p>
<p><a title="zum ersten Teil dieses Artikels" href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/" target="_blank">Hier findet Ihr den ersten Teil dieses Artikels «Literaturlisten und Zitate im Griff»</a><br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Die Minimallösung: Literaturdatenbank von OpenOffice oder Word</strong><br />
Für übersichtliche Arbeiten reicht bereits die mitgelieferte Literaturdatenbank-Funktion aktueller Textverarbeitungen (getestet habe ich OpenOffice). Mit einiger Handarbeit kann OpenOffice neben einem Literaturverzeichnis am Ende des Textes sogar DIN 1505-gerechte Literaturangaben, also Angaben nach dem Schema «Autor, Titel, Ort, Jahr» für den einzelnen Nachweis im Text erzeugen. Das notwendige Vorgehen ist für OpenOffice im <a href="http://www.ooowiki.de/LiteraturVerwaltung?#Anderer_Zitierstil">OpenOfficeWiki</a> genauer beschrieben. <span id="more-4805"></span></p>
<p><strong>Ein Programm für den ganzen Prozeß: citavi</strong><br />
<a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/logo_citavi/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/04/logo_citavi.png" width="200" height="72"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Von den <a href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/">im ersten Teil</a> erwähnten Funktionen beherrscht <a href="http://citavi.de/">Citavi</a> alle. Sowohl mit Textverarbeitungen als auch mit verbreiteten Mindmapping-Programmen arbeitet es zusammen, über das Zusatzprogramm citavi Picker können Literaturangaben direkt von Websites oder aus pdf-Dateien übernommen werden.</p>
<p>Quellennachweise werden bei citavi zuerst als Platzhalter in die Textverarbeitung eingefügt, auf Wunsch fügt es auch ein Zitat mit der Quellenangabe als Fußnote in den Text ein. Erst wenn der Text fertig ist, stößt man das Ersetzen der Platzhalter durch die fertig formatierten Literaturangaben an. Dadurch kann bis zuletzt der Zitationsstil noch angepaßt werden und eine konsistente Zitierweise ist sichergestellt. Die vorhandenen Zitationsstile können mit einem komfortablen Editor den eigenen Bedürfnissen bzw. den Erfordernissen des Fachbereichs angepaßt werden.</p>
<p>Citavi eignet sich für Autoren, die viel mit Zitaten arbeiten und ihren wissenschaftlichen Arbeitsprozeß gerne an einer Stelle abwickeln.<br />
Soviel Komfort hat seinen Preis. Die Vollversion kostet 119€ für Studenten und Privatanwender, sonst 209€. Citavi stellt jedoch eine recht großzügige Free-Version zur Verfügung, die in ihrer Funktion eingeschränkt ist, für studentische Zwecke jedoch immer noch ausreicht: Wenn die Summe der Einträge in allen geöffneten Datenbanken 100 übersteigt, erlaubt citavi nur noch Lesezugriff auf die Datenbanken. Damit eignet sich die kostenlose Version für nicht zu materialreiche Arbeiten bis ins Hauptstudium hinein. Etliche deutsche Hochschulen stellen ihren Studierenden inzwischen (nicht funktionsbeschränkte) <a href="http://http://citavi.de/de/referenzen/campuslizenzen.html">Campuslizenzen</a> von citavi zur Verfügung.</p>
<p>Citavi ist für Windows <del datetime="2011-04-14T10:54:37+00:00">und Mac </del>erhältlich. Auf Mac-Systemen läuft es <a href="http://www.citavi.com/sub/manual/de/index.html?installation_auf_einem_mac.htm">unter bestimmten Voraussetzungen</a> mit Windows-Emulator.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Komfortable Kernfunktionen: Bibliographix</strong><br />
<a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/logo_bibliographix/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/04/logo_bibliographix.png" width="49" height="48"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Wie bei citavi werden bei <a href="http://bibliographix.de/">Bibliographix</a> Platzhalter für bibliographische Angaben direkt in Word oder über die Zwischenablage in andere Textverarbeitungen eingefügt. Da Bibliographix keine Zitatverwaltung hat, entfällt das komfortable Einfügen von Zitaten mitsamt Fußnote. Die Anwendung bringt eine einfache Ideenverwaltung mit; Ideen werden darin einer Kategorie zugeordnet und können bei Bedarf nach Kategorien geordnet in die Textverarbeitung exportiert werden. Recherche in Bibliothekskatalogen und Download von Titelangaben über eine ISBN-Nummer sind gleichfalls möglich.<br />
<a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/bibliographix_hauptfenster1/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/04/450_bibliographix_hauptfenster1.png" width="450" height="253"  alt="Das Hauptfenster von Bibliographix" /></a><br />
Von Bibliographix gibt es ebenfalls eine kostenlose Version, die deutlich eingeschränkter ist als citavi free: Sie gestattet nur 100 Downloads über ISBN oder aus Bibliothekskatalogen.</p>
<p>Bibliographix bietet sich für Nutzer an, die sich auf die Kernfunktionen konzentrieren möchten und eine preiswertere Lösung bevorzugen. Die Vollversion schlägt hier nur mit 98€ zu Buche, für Studierende und Privatanwender 49€.</p>
<p>Es wird für Windows-Systeme angeboten, läuft auf Linux-Systemen unter wine und auf Mac-Systemen mit Windows-Emulatoren.</p>
<p><strong>Open Source-Literaturverwaltung: JabRef</strong><br />
<a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/logo_jabref/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/04/logo_jabref.png" width="200" height="69"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Auch die Open Source-Szene hat eine altgediente Lösung zur Literaturverwaltung hervorgebracht: <a href="http://jabref.sourceforge.net">JabRef</a>. Dieses Programm konzentriert sich ganz auf seine Kernfunktion: Bibliographische Daten im BibTeX-Format verwalten. Einen Import anhand von ISBN-Nummern oder aus Bibliothekskatalogen bietet es nicht, auf Dienste wie JSTOR, CiteSeer und Medline kann JabRef allerdings zugreifen.</p>
<p>JabRef kann mit Plugins erweitert werden, z.B. für die Interaktion mit OpenOffice, oder um mit dem wissenschaftlich ausgerichteten Social-Bookmarking-Dienst Bibsonomy Literaturangaben online und kollaborativ zu verwalten. Die Interaktion mit OpenOffice funktionierte im Test leider nicht. Neben der OpenOffice-Integration über das genannte Plugin arbeitet JabRef nativ mit den LaTeX-Frontends LyX und Kile sowie mit Emacs und Vim zusammen.</p>
<p>Wer Open Source-Lösungen bevorzugt und keine Scheu vor etwas Einarbeitung hat, vielleicht sogar statt mit gängigen Office-Paketen mit LaTeX arbeitet und von seiner Literaturverwaltung nur das Handhaben von bibliographischen Daten erwartet, ist mit JabRef gut bedient.</p>
<p>JabRef ist für Windows, Mac und Linux kostenlos erhältlich.</p>
<p><strong>Literaturverwaltung im Browser: Zotero</strong><br />
<a href="http://imgriff.com/2011/04/14/literaturverwaltung-iiii-helfer-im-umgang-mit-der-literaturflut/logo_zotero/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/04/logo_zotero.png" width="200" height="44"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Einen vollkommen anderen Ansatz verfolgt das Projekt <a href="http://www.zotero.org">Zotero</a>. Das Herzstück dieser online-orientierten Literaturverwaltung ist ein Firefox-Addon, mit dem bibliographische Daten per Mausklick von Websites, die bibliographische Metainformationen bereitstellen, heruntergeladen werden können. Das sind etwa Ergebnisseiten in Bibliothekskatalogen, aber auch Amazon-Artikelbeschreibungen oder Google Books-Ergebnisseiten.</p>
<p>Die so gespeicherten bibliographischen Informationen können in Ordnern organisiert werden und unter anderem per Drag &amp; Drop in jedes beliebige Programm, das Text verarbeiten kann, kopiert werden.</p>
<p>Wer sich bei zotero.org ein Benutzerkonto anlegt, kann über dieses Konto mehrere Instanzen des Programms synchron halten. Literatursammlungen können über die Funktion „Gruppen“ mit anderen Nutzern geteilt werden.</p>
<p>Das Einfügen von Literaturangaben in Texte erfolgt entweder über ein weiteres Browser-Addon, das sich um die Zusammenarbeit mit der Textverarbeitung kümmert, oder per drag &amp; drop in beliebige Anwendungen.<br />
Die genaue Funktionsweise erläutert dieser Screencast (auf Englisch):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="390" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/hLi3ZhUQDhs?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="390" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/hLi3ZhUQDhs?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Zitationsstile müssen allerdings gewählt werden, bevor man einen Nachweis einfügt, und das Drag &amp; Drop-Feature fügt Quellenhinweise ohne Formatierung ein. Für längere Bibliographien empfiehlt sich deswegen wohl der RTF-Export.</p>
<p>Zotero eignet sich für Schreiber, die sich an anderen Medien als dem klassischen gedruckten Buch orientieren und z.B. öfter online publizieren. Synchronisierung und das Gruppen-Feature machen Zotero zu einem nützlichen Werkzeug für die gemeinsame Arbeit an Schreibprojekten.</p>
<p>Zotero ist kostenlos erhältlich.</p>
<p><a title="zum ersten Teil dieses Artikels" href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/" target="_blank">» Hier geht&#8217;s zum den ersten Teil dieses Artikels «Literaturlisten und Zitate im Griff»</a></p>
<p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/02/Buecher-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/03/08/literaturverwaltung-iii-literaturlisten-und-zitate-im-griff/">﻿Literaturverwaltung I/II: Literaturlisten und Zitate im Griff</a></b><br /><font size="2">Das Leben zeigt: Der falsche Umgang mit Zitaten in wissenschaftlichen Arbeiten kann zum Karrierekiller werden. In diesem Artikel geht es um Grundsätze der Literaturverwaltung, in einem zweiten Teil stellen wir geeignete Software vor. </font><font color="#aaa">(8. März 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/03/25/think-quarterly-neues-webmagazin-von-google/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/03/data-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/03/25/think-quarterly-neues-webmagazin-von-google/">Think Quarterly: Neues Webmagazin von Google</a></b><br /><font size="2">Think Quarterly ist ein neues Webmagazin von Google. Die erste und sehr schön gestaltete Ausgabe behandelt das Thema «Data» und untersucht die Frage, wie aus all den verfügbaren Daten nützliche Informationen werden. </font><font color="#aaa">(25. März 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/03/16/istudiez-pro-schulalltag-geregelt/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/03/istudiez-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/03/16/istudiez-pro-schulalltag-geregelt/">iStudiez Pro: Schulalltag geregelt</a></b><br /><font size="2">iStudiez ist eine iPhone- und iPad-Anwendung, um Stundenpläne und Hausaufgaben zu verwalten. </font><font color="#aaa">(16. März 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="https://t3n.de/app/to/partner/?tx_yeeme_pi1[partner]=9173300660fdd3fb5c28c2d4a759ae5b817348f4" target="_blank" alt="t3n Magazin" title="t3n Magazin">
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    </div>
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    </div>
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		<title>﻿Literaturverwaltung I/II: Literaturlisten und Zitate im Griff</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 05:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Informationsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Produktiv im Studium]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Leben zeigt: Der falsche Umgang mit Zitaten in wissenschaftlichen Arbeiten kann zum Karrierekiller werden. In diesem Artikel geht es um Grundsätze der Literaturverwaltung, in einem zweiten Teil stellen wir geeignete Software vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das Leben zeigt: Der falsche Umgang mit Zitaten in wissenschaftlichen Arbeiten kann zum Karrierekiller werden. In diesem Artikel geht es um Grundsätze der Literaturverwaltung, in einem zweiten Teil stellen wir geeignete Software vor.</h4>
<p><h6 class='textad' style='color: rgb(153,153,153); font-size:1em; font-weight:normal; padding: 0 0 1em 0; margin: 0;'> &mdash; <a href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Auf imgriff.com präsent sein?</a> &mdash; Nichts leichter als das: Anzeige buchen, sofort editieren und online bezahlen - und schon sind sie drin in imgriff.com.  &mdash; <a class='textad-blogwerk' style='color: rgb(153,153,153);' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Textanzeige</a> &mdash; </h6><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/02/Buecher-150x150.jpg" width="150" height="150"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Einer der gewöhnungsbedürftigen Aspekte am wissenschaftlichen Arbeiten war für mich der penible Umgang mit Literatur. Wie behalte ich den Überblick, wie merke ich mir, welches Zitat aus welchem Aufsatz stammt, wie generiere ich eine Literaturliste, die alle wesentlichen Angaben enthält &#8211; nicht nur so, daß sie den Ansprüchen eines Professors genügt, sondern auch derart, daß ich zum Beispiel in der Bibliothek sofort finde, was ich brauche? Wie gestalte ich eine Arbeit so, daß die Literaturnachweise einem konsistenten Schema folgen und den Vorgaben meines Fachbereichs entsprechen? Und wie behalte ich im Auge, was ich zu einem Thema noch alles lesen muß?</p>
<p>Hier kann einem eine moderne Literaturverwaltung viel Arbeit abnehmen und den Kopf merklich entlasten. Zwar bedeutet die Auswahl eines Bibliographieprogramms, die Einrichtung, ggf. das Erstellen von Formatvorlagen für Zitate und nicht zuletzt die Einarbeitung eine gewisse Arbeit. Spätestens ab der zweiten Seminararbeit macht sich dieser Arbeitsaufwand jedoch bezahlt. <span id="more-4556"></span></p>
<p><strong>Vom Sinn der Literaturangaben</strong><br />
Bibliographie bezeichnet eigentlich die Auflistung von Literatur zu einem Thema, in einem erweiterten Sinn bezeichnet «bibliographieren» auch die Herstellung eines solchen Verzeichnisses. Alle modernen Literaturverwaltungssysteme sind im Grunde nur Systeme zur Verwaltung von Datenbanken, die speziell auf die Gegebenheiten von Literatur eingerichtet sind, erweitert um Möglichkeiten, mit Textverarbeitungsprogrammen zu interagieren. </p>
<p>Derlei Nachweise sind wichtig, um einem Prinzip gerecht zu werden, das in allen Wissenschaften gilt, nämlich dem Grundsatz der Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit. Banal formuliert lautet es: «Zeig mir, woher du deine Gedanken hast und mache mir möglich, sie selbst dort nachzulesen». Nach diesem Prinzip kann ich die Quellen einer Arbeit prüfen und sehen, ob ich mit diesen Informationen zu dem selben oder einem anderen Ergebnis komme.</p>
<p><strong>Fachspezifischer Umgang mit Literaturangaben</strong><br />
Die Einzelheiten der Art, Literatur nachzuweisen, sind von Fach zu Fach verschieden. Zwar gibt es eine DIN-Norm über Literaturangaben (DIN 1505), viele wissenschaftliche Publikationsorgane und Institute verwenden jedoch ihre eigenen Richtlinien, wie eine Literaturangabe und Literaturnachweise im Text auszusehen haben. Wesentlich sind allen diesen Nachweisformen zwei Bestandteile: Einmal der Kurznachweis im Text, oft in Form einer Fußnote oder Endnote, und zum anderen das Literaturverzeichnis im Anhang. </p>
<p>In Computerzeitschriften und medizinischen Texten habe ich oft den Usus gesehen, die Quellen in der Reihenfolge ihrer Erwähnung im Text numeriert am Ende aufzulisten und im Text selbst nur mit einer in eckigen Klammern gesetzten Zahl darauf hinzuweisen. In geisteswissenschaftlichen Disziplinen ist es dagegen üblich, zumindest Autor, Jahr und Seitenzahl in Klammern oder als Fußnote zu nennen und der Arbeit ein alphabetisch geordnetes Literaturverzeichnis anzuhängen. Welches Programm das richtige ist, hängt deshalb auch von fachspezifischen Anforderungen ab.</p>
<p><strong>Wie Bibliographiesoftware helfen kann</strong><br />
Warum sollte man nun nicht einfach die Bordmittel von Word oder eine selbstgestrickte Datenbank dafür einsetzen, sondern eine dezidierte Literaturverwaltung? Auch Word und OpenOffice bieten in ihren aktuellen Versionen eine Literaturverwaltung. Unter Umständen reichen diese Lösungen bereits aus. Spezialisierte Literaturverwaltungen können jedoch weit mehr als nur Literaturlisten generieren:</p>
<ul>
<li> <strong>Integrierte Suche in </strong><strong>Bibliothekskatalogen</strong> und ggf. Fachdatenbanken erleichtert bereits die erste Suche nach Literatur.  In der Regel können ausgewählte Einträge aus den Suchergebnissen direkt in die Literaturdatenbank übernommen werden. Einige Anwendungen bieten zusätzlich an, anhand einer ISBN-Nummer Literaturangaben zu importieren.</li>
<li> Sie stellen die <strong>einheitliche Zitierweise</strong> sicher, indem Quellenangaben zuerst als Platzhalter eingefügt werden. Erst wenn die Arbeit fertig ist, werden diese durch die richtigen Titelangaben ersetzt. Darüber hinaus können in vielen Anwendungen die Formatvorlagen für Literaturnachweise selbst gestaltet werden &#8211; was nützlich sein kann, wenn z.B. der Fachbereich eine eigene Richtlinie verwendet.</li>
<li> Zur Kernfunktion gehören oft <strong>Module zur Zitatverwaltung</strong>: Das Zitat wird dabei nicht in der Textverarbeitung, sondern vorerst in der Literaturverwaltung eingegeben. Per Mausklick kann es samt dem Platzhalter für die zugehörige Literaturangabe an der gewünschten Stelle in der Textverarbeitung eingefügt werden.</li>
<li> Einige Programme (z.B. Bibliographix, Citavi) bringen ein <strong>integriertes Wissensmanagement</strong> mit: Ideen können damit schnell sortiert und vor allem wiedergefunden werden, man behält den Überblick über das Wissensgebiet und das schon Geschriebene, und selbst Ideen, die ihren endgültigen Platz in der Arbeit noch nicht gefunden haben, gehen nicht verloren.</li>
<li> Als erweiterte Funktion bieten einige Programme einen <strong>Import von Mindmaps</strong> aus Freemind und MindManager in eine Gliederung an.</li>
<li> Einige Anwendungen können<strong> Gliederungen von und nach Word und OpenOffice importieren bzw. exportieren</strong>.</li>
</ul>
<p>Windows- und Mac-User haben eine große Auswahl an Programmen, von denen jedes seine besonderen Stärken, Nachteile und Konzepte hat. Welches Programm das richtige ist, hängt im wesentlichen von den Anforderungen ab &#8211; Philosophen werden in den seltenen Fällen eine Recherche in medizinischen Datenbanken benötigen, Kunsthistoriker sind dagegen unter Umständen sehr froh, auch Bildzitate verwalten zu können. Wer seine Arbeiten mit LaTeX schreibt, wird sich nicht sonderlich für eine nahtlose Integration in Word interessieren. </p>
<p>Mit einigen Vertretern der Gattung Literaturverwaltung wird sich der zweite Teil dieser Reihe beschäftigen.</p>

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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/02/18/psychologie-kreative-menschen-betruegen-mehr/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/02/Rotwang_150-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/02/18/psychologie-kreative-menschen-betruegen-mehr/">Psychologie: Kreative Menschen betrügen mehr</a></b><br /><font size="2">Zwei Forscher wollen nachgewiesen haben, dass kreative Menschen eher zu unethischem Verhalten neigen. Weil sie es besser können. </font><font color="#aaa">(18. Februar 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2011/02/10/spousonomics-wirtschaftswissenschafter-als-ehetherapeuten/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/02/spousonomics-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2011/02/10/spousonomics-wirtschaftswissenschafter-als-ehetherapeuten/">Spousonomics: Wirtschaftswissenschafter  als Ehetherapeuten</a></b><br /><font size="2">Spousonomics ist ein Buch zweier amerikanischer Journalistinnen. Paula Szuchman and Jenny Anderson schlagen vor, Prinzipien der Wirtschaftswissenschaften auf Ehe und Liebe anzuwenden. </font><font color="#aaa">(10. Februar 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2010/07/19/informationsflut-richtige-und-falsche-antworten/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/07/markusalbers-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2010/07/19/informationsflut-richtige-und-falsche-antworten/">«Informationsflut»: Richtige und falsche Antworten</a></b><br /><font size="2">Markus Albers hat in seinem Blog einen Buchbeitrag veröffentlicht, indem er sich mit der Überforderung durch Informationen beschäftigt - und mit den falschen und richtigen Antworten darauf.  </font><font color="#aaa">(19. Juli 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		<title>Nevernote: Evernote nativ unter Linux nutzen</title>
		<link>http://imgriff.com/2011/01/27/nevernote-evernote-nativ-unter-linux-nutzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 05:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Evernote]]></category>
		<category><![CDATA[linux]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen machen]]></category>
		<category><![CDATA[Software (Linux)]]></category>

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		<description><![CDATA[Nevernote ist ein nativer Linux-Client für das beliebte Notizentool Evernote. Im Test stiessen wir auf Extrafunktionen, aber auch einige Kinderkrankheiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nevernote ist ein nativer Linux-Client für das beliebte Notizentool Evernote. Im Test stiessen wir auf Extrafunktionen, aber auch einige Kinderkrankheiten.</h4>
<p><h6 class='textad' style='color: rgb(153,153,153); font-size:1em; font-weight:normal; padding: 0 0 1em 0; margin: 0;'> &mdash; <a href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Auf imgriff.com präsent sein?</a> &mdash; Nichts leichter als das: Anzeige buchen, sofort editieren und online bezahlen - und schon sind sie drin in imgriff.com.  &mdash; <a class='textad-blogwerk' style='color: rgb(153,153,153);' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Textanzeige</a> &mdash; </h6><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/01/7.png" width="246" height="111"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Das Web-Notizbuch Evernote bietet Clients für Windows, Mac und Mobilgeräte von Blackberry bis Windows Mobile. Nur Linux-Nutzer mußten bisher auf einen nativen Client verzichten. Der Klon Nevernote will genau diesen bieten. Noch ist allerdings fraglich, ob er anderen Lösungen wie etwa dem offiziellen Client, der unter dem Windows-Emulator wine auf Linux-Systemen läuft, oder den Web-Komponenten von Evernote vorzuziehen ist. <span id="more-4391"></span></p>
<p><strong>Gedankenspeicher für alle Fälle</strong><br />
Evernote ist eine Anwendung, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Die Kombination von Desktop-Client und Webanwendung macht das Online-Notizbuch zu dem Ort, an dem Artikelideen, Shoppingtips, Netzfundstücke oder der schnelle Geistesblitz zwischendurch landen. Mindestens ebenso wichtig wie das schnelle Ablegen ist das zuverlässige Wiederfinden: Dank Suchfunktion und Tagging funktioniert das bei Evernote sehr gut. Gregor hat <a title="Wie ich Evernote nutze - ein Erfahrungsbericht" href="http://imgriff.com/2010/08/05/erfahrungsbericht-wie-ich-evernote-nutze/" target="_self">hier auf imgriff.com</a> vor einiger Zeit beschrieben, wie er Evernote für die tägliche Arbeit nutzt. </p>
<p><strong>Jetzt auch für Linux!</strong><br />
Um den Client auf meinen Linux-Rechnern zu nutzen, muß ich allerdings auf den Windows-Emulator wine zurückgreifen oder mich auf das Web-Interface verlassen. Dessen Bedienung bietet allerdings bei weitem nicht denselben Komfort wie der native Client. Hier kommt Nevernote ins Spiel. Der quelloffene Evernote-Klon will primär einen Client für Linux bieten, läuft jedoch auch auf Windows und Mac. Er kann sowohl Evernote-Notizbücher verwalten oder als lokales Notizbuch ohne Evernote-Account verwendet werden.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://imgriff.com/2011/01/27/nevernote-evernote-nativ-unter-linux-nutzen/800_nevernote/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2011/01/450_nevernote.png" width="450" height="243"  alt="" /></a></p>
<p>Optisch gibt sich der Client schlicht und an die Linux-Systemoptik angeglichen. Er lenkt daher mich  weniger ab als die offizielle Anwendung. Mit einem Klick auf den «Minimieren»-Knopf nistet sich Nevernote platzsparend im Gnome-Panel ein.</p>
<p><strong>Alternativprogramm mit Extrafunktionen&#8230;</strong><br />
Nevernote bietet etliche Features, die der offizielle Client nicht hat &#8211; vom Festlegen einer Farbe für Notiztitel und Hintergrund über Themes bis zur Verschlüsselung der Nevernote-Datenbank. Freunde von Tastaturkürzeln werden sich über die Möglichkeit freuen, Tastenkombinationen den eigenen Vorlieben anzupassen. Nützlich ist auch die Möglichkeit, Bilder in Nevernote zu drehen oder innerhalb einer Notiz Text hervorzuheben. Und die Einstellung, beim Schließen des Programms automatisch mit dem Evernote-Server zu synchronisieren, erspart einem manchen Frustrationsmoment.</p>
<p><strong>&#8230; und Kinderkrankheiten</strong><br />
Im Test reagierte das Programm beim Bearbeiten großer Notizbücher etwas träge. Zwischen den Versionen 0.94 und 0.96 war allerdings ein deutlicher Unterschied zu bemerken; die neuere Version operierte im Test deutlich flotter. Die Geschwindigkeit läßt sich zusätzlich über die «Close Notebook»-Funktion etwas verbessern; damit können nicht so häufig gebrauchte Notizbücher verborgen werden. Nevernote verfügt weder über ein Screenshot-Tool noch über Handschrifterkennung, und die Mailfunktion verschickt nur Reintext-Mails. Wer auf diese Funktionen bei Evernote Wert legt, wird von Nevernote enttäuscht sein.</p>
<p><strong>Fazit: Es kommt darauf an&#8230;</strong><br />
Nevernote benötigt nicht zwangsläufig ein Evernote-Konto. Es kann auch lokale Notiz-Datenbanken verwalten. Dafür erscheinen allerdings gerade unter Linux Desktop-Tools wie Tomboy, Desktopwikis oder digitale Zettelkastensysteme sinnvoller und ressourcenschonender. Ob Nevernote als Alternative zum offiziellen Evernote-Client gelten kann, ist angesichts der Beschränkungen, vor allem hinsichtlich der Geschwindigkeit und des Fehlens einer Screenshot-Funktion, Geschmackssache. Seine Nützlichkeit hängt letzten Endes davon ab, welche Features von Evernote für den jeweiligen Nutzer zentral sind. Das Projekt befindet sich, der relativ raschen Folge neuer Versionsankündigungen im Forum nach zu schließen, in aktiver Entwicklung und es ist zu hoffen, daß die Geschwindigkeitsprobleme bald der Vergangenheit angehören.</p>
<p><a href="http://nevernote.sourceforge.net">» Projekt-Homepage</a><br />
<a href="http://www.evernote.com/pub/baumgarr/nevernote">» Öffentliches Notizbuch des Nevernote-Teams</a></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2009/08/07/evernote-erfolgreich-gegen-goliath-google/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/08/evernote_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2009/08/07/evernote-erfolgreich-gegen-goliath-google/">Evernote: Erfolgreich gegen Goliath Google</a></b><br /><font size="2">Das Tool Evernote ist in kurzer Zeit sehr populär geworden. Wie hat es sich gegen das Web-Schwergewicht Google durchsetzen können? </font><font color="#aaa">(7. August 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2008/10/20/evernote-alle-notizen-an-einem-ort/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2008/10/evernote_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2008/10/20/evernote-alle-notizen-an-einem-ort/">Evernote: Alle Notizen an einem Ort</a></b><br /><font size="2">Das Notizprogramm Evernote ist ein Allesfresser: Er nimmt Notizen aus zahlreichen Quellen auf - und synchronisiert sie zwischen Web, Desktop und Mobilgerät. </font><font color="#aaa">(20. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2010/12/27/link-am-morgen-wie-tim-ferriss-evernote-zum-schreiben-seiner-buecher-nutzt/">Link am Morgen: Wie Tim Ferriss Evernote zum Schreiben seiner Bücher nutzt</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(27. Dezember 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Zuverlässig zusammenfassen: Exzerpte für Studium und Schule</title>
		<link>http://imgriff.com/2010/07/12/zuverlaessig-zusammenfassen-exzerpte-fuer-studium-und-schule/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 07:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[9 to 5]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen machen]]></category>
		<category><![CDATA[Produktiv im Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftliches Arbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einigen Grundsätzen sind Exzerpte probate Hilfsmittel beim Schreiben von Sachtexten wie beim Lernen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ob in der Schule oder im Studium, jeder war wohl schon einmal dazu aufgefordert, einen Text aus der Feder eines anderen zusammenzufassen. Mit einigen Grundsätzen sind Exzerpte probate Hilfsmittel beim Schreiben von Sachtexten wie beim Lernen.</h4>
<p><p class='textad' style='color: rgb(153,153,153);'> &mdash; <a href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige/buchung-textanzeige/' rel="nofollow">Kostenlos</a> &mdash; gibt es sie nicht, diese Textanzeige, aber für eiskalte 34.90 Euro / 49 Franken erscheint Deine Anzeige dreimal in diesem Blog. Nur bis Ende August! Bequem Online buchen und bezahlen. &mdash; <a class='textad-blogwerk' style='color: rgb(153,153,153);' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Textanzeige</a> &mdash; </p>Für mich war das Herausschreiben von Informationen aus einem Text nicht nur ein wichtiges Mittel des Lernens, sondern auch ein Dreh- und Angelpunkt der wissenschaftlichen Hausarbeiten, die ich im Studium verfasste. Manchmal war es sogar unumgänglich, etwa wenn ich mit Literatur arbeiten musste, die ich weder ausleihen noch kopieren konnte. Ob ich aus einem kopierten Text, einem entliehenen Buch oder in der Bibliothek aus einem nicht entleihbaren Band exzerpiere, es gilt: Das Exzerpt soll verlässlich sein und alle notwendigen Daten zur Verfügung stellen, damit ich die Inhalte eines Textes wiedergeben kann, idealerweise muss ich nach der Fertigstellung nicht noch einmal ins Original sehen. </p>
<p><strong>Vorarbeit Nr. 1: Auswahl</strong><br />
Selbst mit einer guten Exzerpttechnik ist das Zusammenfassen eines langen Textes in eigenen Worten noch ein zeit- und arbeitsaufwendiges Unterfangen. Bevor ich mich mit Stift und Papier oder Laptop in die Bibliothek setze und ein komplettes Buch von vorne bis hinten zusammenfasse, tue ich gut daran, erst einmal zu prüfen, welche Kapitel, Abschnitte oder Unterabsätze eigentlich relevant für meine Fragestellung sind. <span id="more-4106"></span>Voraussetzung dieser Auswahl ist freilich, dass ich bereits eine klare Fragestellung habe; wenn auch manchmal Lektüre und Präzisierung der Fragestellung sich gegenseitig bedingen, tendiere ich dazu, nicht ohne klares Erkenntnisinteresse an ein Exzerpt heranzugehen.</p>
<p><strong>Vorarbeit 2: Lektüre mit Randbemerkungen</strong><br />
Ein tragfähiges Exzerpt beginnt mit der Lektüre. Für mich haben sich Randbemerkungen und farbige Unterstreichungen als wichtiges Hilfsmittel erwiesen, was natürlich mit Büchern, die mir nicht gehören, nicht machbar ist. Hier ist es nützlich, bereits eine Fragestellung im Kopf zu haben, etwas, das ich vom Text wissen will, und nur sparsam anzustreichen, sonst geht es einem wie Christian Fürchtegott Gellert:</p>
<blockquote><p>«Des Übels Ursprung las ich jüngst in Hallers Werken<br />
und nahm mir vor, mit einem Strich die besten Stellen zu vermerken.<br />
Ich las, strich an, las fort, strich an und freute mich,<br />
und als ich fertig war, sieh, da war alles Strich.»<br />
	(Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769)</p></blockquote>
<p>Ich persönlich lese erst einen Satz, manchmal einen ganzen Absatz, bevor ich zum Marker greife, die wichtigsten Worte oder Satzteile des Absatzes hervorhebe und Randbemerkungen mache. Andere schwören auf Lesetechniken wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SQ3R-Methode">SQ3R</a>.  </p>
<p>Auch in PDFs kann man Anmerkungen machen (z.B. mit dem <a href="http://foxit-pdf-reader.softonic.de/">Foxit PDF Reader</a>), und sogar auf Websites kann man mit dem <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/46">Firefox-Plugin Quicknote</a> (von Marcel Weiss bereits <a href="http://imgriff.com/2007/11/20/firefox-10-essentielle-erweiterungen/">hier</a> besprochen) oder mit dem Awesome Highlighter (<a href="http://imgriff.com/2008/08/08/awesome-highlighter-textmarker-fuer-webseite/">Artikel von Florian hier besprochen</a>) Notizen machen. <a href="http://imgriff.com/2009/04/23/der-link-am-morgen-bessere-lese-notizen/">Bessere Lesenotizen</a> waren auch schon einmal Thema unseres täglichen Linktipps.</p>
<p><strong>Das Exzerpt selbst</strong><br />
Beim Exzerpieren selbst behalte ich zwei Dinge im Kopf: </p>
<ul>
<li>Erstens: den Zweck des Exzerpts. Für mich soll es meistens als Grundlage einer wissenschaftlichen Arbeit dienen, und dazu sollte es so verlässlich sein, dass ich den Inhalt des Textes, soweit er für meine Fragestellung relevant ist, wiedergeben kann, ohne den Originaltext erneut in die Hand zu nehmen.</li>
<li>Zweitens leiten, wie bereits unter dem Punkt «Lektüre» erwähnt, mein Erkenntnisinteresse und meine Fragestellung die Lektüre und die Auswahl dessen, was ich herausschreibe.</li>
</ul>
<p>Habe ich eine klare Fragestellung vor Augen, beginne ich, den Text zusammenzufassen, indem ich <strong>den Inhalt jedes Absatzes im Hinblick auf meine Fragestellung in einem Satz zusammenfasse</strong>, der selbstverständlich nicht zum Bandwurmsatz werden soll. Jeder Abschnitt &#8211; hier orientiere ich mich, sofern vorhanden, an den Zwischenüberschriften &#8211; bekommt eine Überschrift, die das Hauptthema in möglichst wenigen Worten charakterisiert. Am Rand halte ich fest, wo eine neue Seite beginnt, indem ich die Seitenzahl hinschreibe.<br />
Zumindest am Anfang des Exzerpts halte ich die <strong>korrekten bibliographischen Daten</strong> fest &#8211; nicht nur so, dass ich den Text jederzeit wiederfinde, sondern so, dass ich ihn nur mit diesem Exzerpt in der Hand den Standards meines Fachbereichs entsprechend zitieren könnte.</p>
<p>Um nicht ins Abschreiben zu geraten, achte ich darauf, möglichst <strong>in meinen eigenen Worten</strong> den Inhalt des Textes wiederzugeben. Besonders gewissenhafte Naturen sollten sich am Anfang ermutigen, dem eigenen Verständnis des Textes zu trauen. Für den wissenschaftlichen Gebrauch ist es zentral, die eigene Meinung von der des Autors zu trennen. Um Autorenmeinungen zu referieren, habe ich mir im Lauf meines Studiums einen Vorrat an spezifischen Floskeln zugelegt, von «xy zufolge» bis zu in der Alltagssprache eher nicht geläufigen Konjunktiv-Konstrukten. Dem «Nicht-Abschreiben» dient ebenfalls die Richtlinie, <strong>nur wenige wörtliche Zitate</strong> zu verwenden, also nur die besonders tollen, treffenden, prägnanten Sätze wörtlich zu zitieren. Die Zeit, diese Zitate buchstabengetreu abzutippen &#8211; sofern man nicht ohnehin auf Copy &#038; Paste zurückgreifen kann &#8211; sollte man sich nehmen: Das erspart einem, den Text noch einmal ausfindig machen und das Zitat korrigieren zu müssen.</p>
<p>Natürlich lauert beim Exzerpieren die Falle, von Anfang an schöne Wissenschaftsprosa schreiben zu wollen. Diesen Perfektionismus, der die ohnehin oft zähe Arbeit weiter bremst, kann man aber getrost außer Acht lassen: Das Exzerpt ist vor allem Grundlage der Arbeit, gleichsam «Rohmaterial», es darf, bevor man es im fertigen Text verwendet, ausgiebig überarbeitet werden. Inhaltliche Korrektheit ist im eigentlichen Arbeitsgang des Herausschreibens wichtig, sprachliche Schönheit zweitrangig.</p>
<p>Mit diesen Maximen bin ich im Studium zu Zusammenfassungen gekommen, die mir ermöglichten, Forschungsmeinungen knapp und sachlich wiederzugeben und zu vergleichen; auf die Technik des Exzerpierens greife ich heute noch zurück, wo ich mich intensiv und kritisch mit Sachtexten auseinandersetzen will.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2010/06/07/produktiv-studieren-tools-fuer-wissenschaftliches-arbeiten/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/06/papers_Screenshot-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2010/06/07/produktiv-studieren-tools-fuer-wissenschaftliches-arbeiten/">Produktiv studieren: Tools für wissenschaftliches Arbeiten</a></b><br /><font size="2">Grundsätzlich gelten für produktives Studieren die selben Regeln, Methoden und Tricks wie für produktives Arbeiten im Büro. Aber ein paar Besonderheiten gibt es. </font><font color="#aaa">(7. Juni 2010)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2010/02/16/studium-arbeiten-und-lernen-in-der-bibliothek-oder-zu-hause/">﻿Studium: Arbeiten und Lernen - in der Bibliothek oder zu Hause?</a></b><br /><font size="2">Vielen meiner Kommilitonen galt die Bibliothek als ultimativer Ort des produktiven Arbeitens. Ich meine, dass unter Umständen durchaus das Gegenteil wahr sein kann, und dass die Frage, wo man besser arbeitet, möglicherweise komplexer ist. </font><font color="#aaa">(16. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2009/04/23/der-link-am-morgen-bessere-lese-notizen/">Der Link am Morgen: Bessere Lese-Notizen</a></b><br /><font size="2">Wer ein anregendes Buch liest, weiß manchmal gar nicht, wohin mit all den Geistesblitzen, Erkenntnissen und Assoziationen, die ihm in den Sinn kommen. Aufschreiben ist angesagt. </font><font color="#aaa">(23. April 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		<item>
		<title>Zeiterfassung für Linux: Project Hamster unter GNOME</title>
		<link>http://imgriff.com/2010/05/20/project-hamster-eine-schlanke-zeiterfassung-unter-gnome/</link>
		<comments>http://imgriff.com/2010/05/20/project-hamster-eine-schlanke-zeiterfassung-unter-gnome/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 13:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[GNOME]]></category>
		<category><![CDATA[Software (Linux)]]></category>
		<category><![CDATA[Zeiterfassung]]></category>

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		<description><![CDATA[«Project Hamster» - eine schlanke Zeiterfassung für Linux-User.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Zeiterfassungsprogramme gibt es wie Sand am Meer. Seit Ubuntu 9.10 ist das Applet «Project Hamster» Bestandteil des GNOME-Desktops; das ist Anlass für mich, diese schlanke Alternative für Linux-User einmal unter die Lupe zu nehmen.</h4>
<p>«Time tracking for individuals», Zeiterfassung für Individuen, will das unscheinbare kleine Applet «Project Hamster» sein. Bedienung und Einstellungen erscheinen geradezu minimalistisch, doch das Programm erfüllt die Kernaufgaben einer Zeiterfassung hervorragend und präsentiert eine ansprechende grafische Auswertung.</p>
<p><strong>Installation und Bedienung</strong><br />
<a href="http://imgriff.com/2010/05/20/project-hamster-eine-schlanke-zeiterfassung-unter-gnome/hamster2/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/04/200_hamster.png" width="200" height="117"  alt="Eingabemaske von Hamster (klicken für vergrößerte Ansicht)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Hamster ist ein Panel-Applet für den GNOME-Desktop. Das Paket <em>hamster-applet</em> muß installiert sein. Man aktiviert es mit einem Rechtsklick in das Gnome-Panel -&gt; «Zum Panel hinzufügen» und wählt dann in der Übersicht der verfügbaren Applets «Zeiterfassung».</p>
<p>Hamster zeigt die jeweils gewählte Tätigkeit sowie die Dauer in der Panel-Leiste an. Mit einem Klick auf die Tätigkeit &#8211; wenn keine Erfassung läuft, steht dort «Keine Tätigkeit» &#8211; oder mit einem Tastenkürzel (Voreinstellung: Super+H) kann man die Erfassung anhalten, starten oder eine neue auswählen. Dazu trägt man einfach die Tätigkeit in das Eingabefeld ein. Hamster zeigt eine Auswahlliste mit bereits vorhandenen Einträgen &#8211; tippe ich etwa ein f ein und habe bereits die Einträge «Forenpost verfassen», «Fragen zu Artikeln beantworten» und «Frühstücken» angelegt, dann kann ich zwischen diesen Einträgen wählen oder einen ganz neuen anlegen.</p>
<p><span id="more-3972"></span>Mit einem @ werden Tätigkeiten einer Kategorie zugeordnet, die, wenn noch nicht vorhanden, «on the fly» erzeugt wird. «Referat vorbereiten @Uni» startet zum Beispiel einen Eintrag für die Tätigkeit «Referat vorbereiten», der der Kategorie «Uni» zugeordnet ist.<br />
Ein Rechtsklick auf das Applet öffnet den Dialog für die Einstellungen oder zeigt die Übersicht, eine grafische Auswertung der bisher erfassten Zeiten, an.</p>
<table bgcolor="#dddddd" cellspacing="5" width="100%"><tbody><tr><td><b>Screenshot-Galerie</b></td></tr><tr><td bgcolor="#ffffff"><table cellspacing="5" align="center"><tr><td><a href="http://imgriff.com/2010/05/20/project-hamster-eine-schlanke-zeiterfassung-unter-gnome/450_hamster/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/04/450_hamster-gallery2.png"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2010/05/20/project-hamster-eine-schlanke-zeiterfassung-unter-gnome/einstellungen/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/04/einstellungen-gallery2.png"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2010/05/20/project-hamster-eine-schlanke-zeiterfassung-unter-gnome/450_hamstertag/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/04/450_hamstertag-gallery2.png"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2010/05/20/project-hamster-eine-schlanke-zeiterfassung-unter-gnome/450_auswertung_feb/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/04/450_auswertung_feb-gallery2.png"></a></td></tr></table></td></tr><tr><td>Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (4 Bilder)</td></tr></tbody></table><br />
 Besonders nett finde ich, dass Hamster in festgelegten Abständen (Defaultzustand sind 29 Minuten) ein kleines Fenster anzeigt, das einen erinnert, an welcher Tätigkeit man eigentlich gerade arbeitet. So manches Mal hat mich diese Benachrichtigung darauf aufmerksam gemacht, dass ich gerade nicht das tue, was ich eigentlich tun wollte. Diese Erinnerung lässt sich ausschalten, indem man unter «Einstellungen» den Regler auf «Nie» zieht.</p>
<p>Standardmäßig wird die Erfassung angehalten, sobald der Bildschirmschoner aktiviert wird. Das kann bisweilen sinnvoll sein, nicht jedoch, wenn man auch Zeiträume erfassen möchte, in denen man nicht am Computer ist (z.B. in einer Besprechung ohne eigenen PC). Diese Einstellung möchte man also eventuell anpassen.</p>
<p><strong>Export und Backup</strong><br />
Hamster sichert seine Daten in einer Datenbank unter <em>~/.gnome2/hamster-applet/hamster.db</em>.<br />
Erfasste Zeiteinträge können vom Übersichts-Fenster aus nach HTML, .tsv, ical und XML exportiert werden. Welche Kategorien berücksichtigt werden sollen, kann ausgewählt werden, man kann also zum Beispiel nur Einträge exportieren, die für ein bestimmtes Projekt relevant sind.</p>
<p><strong>Schnörkellose Zeiterfassung mit GNOME-Bordmitteln</strong><br />
Positiv macht sich bemerkbar, dass Hamster schnell installiert ist und nahezu keine Einarbeitung erfordert; die Bedienung ist schnell und intuitiv, und durch die nahtlose Integration in den Desktop ist es immer zur Hand, ohne im Weg zu stehen. Hamster ist jedoch eine reine Desktop-Lösung; mehrere Rechner (abwechselnd) zu überwachen, ist zwar denkbar, wenn man die Datenbanken z.B. via Dropbox oder Ubuntu One synchronisiert, aber nicht mehr unbedingt besonders einfach. Es stellt nur wenige Exportformate bereit, ein .xls- oder .csv-Export wären wünschenswert. Funktionen für den Import aus anderen Zeiterfassungen gibt es bislang gar nicht, und natürlich ist das Einsatzgebiet von Hamster auf Linux-Rechner mit GNOME-Desktop beschränkt.</p>
<p>Fazit: Wer gerne mit GNOME-Bordmitteln arbeitet und eben mal eine Zeiterfassung braucht, findet hier ein benutzerfreundliches Applet, das die erfasste Zeit schön visualisiert. Wer sich allerdings Teamfunktionen, eine Integration mit einem Rechnungslegungs-Programm, mehr Exportformate, Aufgabenverwaltung oder gar Projektmanagement wünscht, sollte auf größer dimensionierte Lösungen zurückgreifen.</p>
<p>» <a href="http://projecthamster.wordpress.com/">Projekt-Homepage</a><br />
» <a href="http://wiki.ubuntuusers.de/Hamster">Hamster im Wiki von UbuntuUsers.de</a></p>
<p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2010/01/11/browser-10-alternativen-zu-ie-firefox-und-co/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/01/Bild-11-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2010/01/11/browser-10-alternativen-zu-ie-firefox-und-co/">Browser: 10 Alternativen zu IE, Firefox und Co.</a></b><br /><font size="2">Sixrevisions.com stellt «zehn Browser, von denen Du wahrscheinlich noch nie gehört hast», vor. </font><font color="#aaa">(11. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/gtg-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/">GTD-Tools (VII): Getting Things Gnome</a></b><br /><font size="2">Getting Things Gnome - kurz GTG genannt - ist eine schlanke Aufgabenverwaltung für Linux, genauer: für den GNOME-Desktop. </font><font color="#aaa">(5. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2009/09/21/der-link-am-mittag-5-zeiterfassungs-tools/">Der Link am Mittag: 5 Zeiterfassungs-Tools</a></b><br /><font size="2">Wir bei imgriff.com stehen ja ziemlich auf den Timetracker mite aus Berlin. Wer aber eine Alternative sucht, sollte sich mal die fünf ausgewählten Zeiterfassungs-Tools ansehen, die Lifehacker hier vorstellt. </font><font color="#aaa">(21. September 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kreativität: Was Kopfarbeiter von Songwritern lernen können</title>
		<link>http://imgriff.com/2010/03/25/kreativitaet-was-kopfarbeiter-von-songwritern-lernen-koennen/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 17:35:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Brainstorming]]></category>
		<category><![CDATA[FAWM]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[NaNoWriMo]]></category>

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		<description><![CDATA[Können Kopfarbeiter, die keine Künstler sind, sich von den Projekten FAWM und NaNoWriMo etwas abschauen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Jedes Jahr im Februar tun sich Musiker aus aller Welt zu einem wahnwitzigen Unterfangen zusammen: Jeder von ihnen schreibt innerhalb des Monats Februar 14 Songs. Können Kopfarbeiter, die keine Künstler sind, sich von ihnen etwas abschauen?</h4>
<p><a href="http://imgriff.com/2010/03/25/kreativitaet-was-kopfarbeiter-von-songwritern-lernen-koennen/fawm_110/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/03/fawm_110.png" width="110" height="110"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><a href="http://fawm.org">February Album Writing Month</a>, kurz «FAWM», heißt das Projekt, das seit 2005 stattfindet, und bei dem die Musiker in nur vier Wochen so viele Songs schreiben, wie ein durchschnittliches Album enthält. Dieses Jahr haben drei meiner musizierenden Freunde am FAWM teilgenommen und mich mit den Entwürfen, die sie in dieser kurzen Zeit veröffentlichten, überrascht. Ein ähnliches Projekt, der <a href="http://www.nanowrimo.org">NaNoWriMo</a> &#8211; kurz für «National Novel Writing Month», findet seit 1999 immer im November statt und hatte letztes Jahr 170.000 Teilnehmer. Sein Ziel ist ähnlich gelagert wie das des FAWM: Jeder Teilnehmer schreibt innerhalb des Monats November einen Roman, der mindestens 50.000 Worte lang ist.</p>
<p>Warum setzt sich ein geistig gesunder Mensch diesem extremen Zeitdruck aus &#8211; wo doch der gewöhnlichen Erfahrung zufolge (Zeit-)Druck eher Gift für die Kreativität ist? Auf der Homepage des NaNoWriMo findet sich dafür eine, wie ich meine, gute Erklärung: <span id="more-3892"></span></p>
<blockquote><p> «Dank des begrenzten Zeitfensters ist bei NaNoWriMo NUR die täglich geschriebene Menge wichtig. Hier geht es um Quantität statt Qualität. Der selbstmordverdächtige Ansatz zwingt Sie, Ihre Erwartungen zu verringern, Risiken einzugehen und wie im Flug zu schreiben.<br />
Missverstehen Sie hier nichts: Sie werden viel Mist schreiben. Und das ist gut so. Indem Sie sich dazu zwingen, derart intensiv zu schreiben, erlauben Sie sich Fehler. Sie erlauben sich, auf das Herumpuzzeln und Überarbeiten zu verzichten und einfach nur einen Text zu erschaffen. Zu errichten, ohne zu zerstören.» (Von der Unterseite «<a href="http://www.nanowrimo.org/de/node/402576">Was ist NaNoWriMo</a>»)</p></blockquote>
<p>Zu diesem Zeitdruck, dem bewussten Ausschalten der Selbstzensur und dem Mut zum Unperfekten kommt beim FAWM eine ausgesprochene Kultur der kreativen Zusammenarbeit. Schreiben etwa zwei Musiker zusammen einen Song, «zählt» er bei beiden; Texte von anderen Teilnehmern (auch bereits vertonte) zu vertonen oder Motive von anderen aufzugreifen, ist erwünscht.</p>
<p><strong>Was können Kopfarbeiter sich von NaNoWriMo und FAWM abschauen?</strong></p>
<p>Können Wissensarbeiter, die im gewöhnlichen Büro- und Unternehmensumfeld tätig sind, von diesen beiden künstlerischen Wettbewerben etwas lernen? Ich meine: Zumindest für das Brainstorming stecken im NaNoWriMo und mehr noch im FAWM einige Mechanismen, die wir uns zu eigen machen können.</p>
<ul>
<li>Zeitdruck als Hilfsmittel, um den Perfektionsanspruch im Stadium des Rohmaterial-Produzierens auszuschalten. (Auch wenn Jochen Mai der Ansicht ist, dass <a href="http://karrierebibel.de/prinzip-oeffnung-nur-so-funktioniert-brainstorming/">Brainstormings nicht zu kurz</a> gewählt werden sollten: Gute Ideen tauchten erst nach einer gewissen Zeit des Warmlaufens auf.)</li>
<li>Zusammenarbeit &#8211; mit wertschätzender Haltung und gegenseitiger Ermutigung.</li>
<li>Das Bewerten von Ideen auf später verschieben. In den <a href="http://fawm.org/wiki/faq">FAWM-FAQ</a> wird geraten, besser einen Song, den man nicht so toll findet, einfach so unperfekt, wie er ist, auf der Homepage zu veröffentlichen und mit der nächsten Idee weiterzumachen &#8211; es findet sich darin später vielleicht etwas, was man weiterverwenden will. Das heißt auch: Risiken eingehen, Fehler erlauben, sich erlauben, dass man auch unbrauchbare Ideen produziert &#8211; nur auf diese Weise kommt man zu neuartigen Ideen.</li>
<li>Die Masse macht’s: Viel Rohmaterial produzieren. Das ermöglicht (unter anderem), einen Flow-Zustand erreichen, in dem man «wie im Flug» und ohne Selbstzensur Ideen produziert.</li>
<li>Ideen von anderen aufgreifen und weiterspinnen (siehe oben).</li>
<li>Anstöße geben und suchen: Bei FAWM gibt es wöchentliche «Challenges», Vorgaben, die einen anregen, bestimmte musikalische Mittel (z.B. einen 5/4-Takt, Taktwechsel, eine besondere Instrumentierung) zu verwenden, einen Song über ein bestimmtes Thema zu schreiben (dieses Jahr etwa «Berufe» oder «unbelebte Objekte») oder rhetorische Stilmittel zu gebrauchen (z.B. Metonymie). Alle diese «Challenges» sind freiwillg.</li>
<li>Das «Rohmaterial» als etwas unfertiges wahrnehmen, das erst in weiteren Arbeitsschritten zum fertigen Produkt verarbeitet wird. So soll beim FAWM kein fertig produziertes Album entstehen, sondern «rohe», schnell aufgenommene Demos; was zählt, ist nicht die Umsetzung (auch nicht virtuose Gitarrenkünste), sondern die Idee.</li>
</ul>
<p><strong>Rohmaterial muss verarbeitet werden</strong></p>
<p>Die obige Liste befasst sich nur mit einer bestimmten Phase des Schaffensprozesses, dem Sammeln von Ideen und dem Erzeugen von Rohmaterial. Der «Trick» an FAWM und NaNoWriMo ist meines Erachtens die Sicherheit, dass man das «wie im Flug», unter zeitweisem Ausschalten des inneren Kritikers Produzierte hinterher nicht als fertiges Werk präsentieren muss, dass man es vielleicht gar nicht weiterverwendet; und wenn es verwendet wird, überarbeitet man es garantiert.</p>
<p>Nach der Phase des Brainstormings sollte sich eine Phase anschließen, in der das Material bearbeitet wird: sei das, wie im Fall des Romanautors beim NaNoWriMo, dass man sich konzentriert dem notwendigen, aber aufgeschobenen In-Form-Feilen und Glätten widmet, sei es, dass man als Musiker ins Studio geht und die während des FAWM hingeworfenen Songideen zu fertigen Stücken arrangiert, oder dass man als Büroarbeiter am Ende des Brainstormings mit den Kollegen die entstandenen Ideen bewertet, sie auf Umsetzbarkeit prüft und festlegt, wer als nächstes welchen Schritt erledigt.</p>

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        </div>
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		<title>﻿Studium: Arbeiten und Lernen &#8211; in der Bibliothek oder zu Hause?</title>
		<link>http://imgriff.com/2010/02/16/studium-arbeiten-und-lernen-in-der-bibliothek-oder-zu-hause/</link>
		<comments>http://imgriff.com/2010/02/16/studium-arbeiten-und-lernen-in-der-bibliothek-oder-zu-hause/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 18:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[9 to 5]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Produktiv im Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen meiner Kommilitonen galt die Bibliothek als ultimativer Ort des produktiven Arbeitens. Ich meine, dass unter Umständen durchaus das Gegenteil wahr sein kann, und dass die Frage, wo man besser arbeitet, möglicherweise komplexer ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Soll man lieber zu Hause arbeiten oder besser in der Bibliothek? Vielen meiner Kommilitonen galt die Bibliothek als ultimativer Ort des produktiven Arbeitens. Ich meine, dass unter Umständen durchaus das Gegenteil wahr sein kann, und dass die Frage, wo man besser arbeitet, möglicherweise komplexer ist.</h4>
<p>Im Grunde kann das Arbeiten zu Hause nämlich sehr angenehm sein. Daheim ist es behaglich, ich kann entspannt arbeiten und mich dadurch auf kreative Impulse einlassen, die ich in der fokussierteren Atmosphäre einer Bibliothek nicht zulassen würde. Ich kann einfach Pausen machen oder, wenn mir danach ist, eben mal eine Tasse Tee kochen, schnell zwischendrin etwas essen oder zwei Minuten auf dem Balkon durchatmen. Allgemein kann ich zu Hause wesentlich eher meine Umgebung gestalten, wie ich sie haben will. In der Bibliothek kann ich nicht einfach die Heizung hochdrehen, wenn mir kalt ist, oder das Fenster aufmachen, wenn die Luft zu abgestanden ist.</p>
<p>Daheim bin ich jedoch potenziell einer Menge <strong>Störungen von außen</strong> ausgesetzt: Vom Paketboten, der das Paket für einen Nachbarn bei einem abgeben möchte, Mitbewohner oder Familienmitglieder, die einen &#8220;nur schnell mal&#8221; um Hilfe bitten, über Telemarketing-Anrufer bis zu Missionaren wollen eine ganze Menge Menschen etwas von einem, wenn man tagsüber zu Hause ist. Eventuell ist es zu Hause sogar allzu behaglich. Das beeinträchtigt gelegentlich meine Konzentration und Disziplin: Ich verliere dann gerne aus den Augen, was gerade wichtig ist, und verzettele mich. Vor allem aber: <strong>Ablenkungen</strong>, andere verlockende Tätigkeiten oder einfach Ausweichhandlungen (das Phänomen, dass die Wohnung nie so sauber ist wie vor einer Prüfung, ist wohlbekannt) sind daheim stets in Reichweite.</p>
<p>Deshalb ist die Bibliothek durchaus ein angenehmer Ort, wenn ich einmal konzentriert arbeiten will. <span id="more-3814"></span>Nicht nur, dass ich <strong>von Störungen und Ablenkungen verschont</strong> bleibe, auch die Stille im Lesesaal wirkt sich ungemein positiv auf meine Konzentration aus. Die Beschränkung durch die Öffnungszeiten, die Atmosphäre einer Bibliothek, sogar die simple Tatsache, dass ich eigens zum Arbeiten einen anderen Ort aufsuche (an dem ich idealerweise keiner anderen Tätigkeit nachgehe), helfen mir bei der Eingrenzung der Arbeitszeit und bei der Trennung von Arbeit und Freizeit. Pausen muss ich in der Bibliothek ganz bewusst machen, sie lassen sich nicht so zwanglos einschieben wie zu Hause. Die Zeit fühlt sich für mich in der Bibliothek kompakter an, ich habe ein deutlicheres Gefühl für ihr Verstreichen als zu Hause und arbeite dadurch oft mit mehr Bewusstsein für Ziele und Ergebnisse. </p>
<p>Was während des Studiums hauptsächlich dafür sorgte, dass ich trotz dieser Konzentration selten in der Bibliothek arbeitete, wenn ich nicht einen handfesten Grund hatte (oder ohnehin schon an der Uni war), war <strong>der zusätzliche Wege- und Zeitaufwand</strong>. Denn so effizient das Arbeiten in der Bibliothek sein mochte, die Zeit, die ich für den Weg investiert hätte, hätte sich mit der reinen Effizienz der Arbeit nicht ausgleichen lassen; nicht zu vergessen, dass ich zusätzlich zur Wegezeit noch mindestens fünf Minuten brauche, bis Mantel und Rucksack im Schließfach und Notizbuch, Mäppchen sowie mitgebrachte Literatur in der durchsichtigen Lesesaaltüte verstaut sind. Ob ich also fünf Stunden mäßig effizient daheim arbeitete oder (inklusive Pausen) drei unter Hochdruck in der Institutsbibliothek, war im Ergebnis kein Unterschied.<br />
Nicht zuletzt <strong>bieten Bibliotheken gelegentlich sogar Ablenkungen</strong>: All die interessanten Zufallsfunde oder die Versuchung, in der öffentlichen Bibliothek erstmal zum Regal mit den Romanen zu schlendern, stellen durchaus eine &#8211; bibliotheksspezifische &#8211; Gefahr dar, mich zu verzetteln. </p>
<p><font color="#888888">&#8212; Textanzeige &#8212; Twittern und gewinnen: Ihre Tweets in einem Buch. Jetzt <a href="http://www.twitter.com/druckterminal">@druckterminal</a> folgen und mit #druckterminal twittern. Mehr Infos auf: <a href="http://bit.ly/crANKb">blog.druckterminal.de</a>! &#8212;</font></p>
<p><strong>Bibliothek ist nicht gleich Bibliothek</strong><br />
Über die Frage, ob ich in einer Bibliothek gut arbeiten kann, entscheidet eine Vielzahl an Eigenheiten der jeweiligen Einrichtung. Sind ausreichend Arbeitsplätze vorhanden? (Das ist nicht unbedingt immer gegeben: Die Staatsbibliothek Berlin begrenzte sogar zeitweise den Zugang zu einem Hauptlesesaal wegen Überfüllung.) Bewegen sich Licht-, Temperatur- und Belüftungsverhältnisse im für mich tolerablen Bereich? Und nicht zuletzt: Wie sind Betriebsamkeit und Geräuschpegel? Es ist ein großer Unterschied, ob ich in einer städtischen Bibliothek sitze, wo sich unter Umständen direkt neben mir eine fünfköpfige Lerngruppe unterhält und wo ständig Leute hin und her laufen, oder in einem Sonderlesesaal, in dem eine kleine Zahl Philologen und Historiker schweigend über Inkunabeln sitzt. (Einige Studenten benutzen deshalb Ohrstöpsel. Ich finde die derart unbequem, dass sie mich genauso irritieren würden wie der Geräuschpegel, den sie von meinen Ohren fernhalten sollen.)</p>
<p>Ferner kann es tatsächlich eine Frage der Veranlagung sein, ob ich die Bibliothek als richtigen Arbeitsort empfinde. Ich konnte mich lange in der Bibliothek nicht genug entspannen, um mehr als nur oberflächlich-mechanische Arbeiten (z.B. Bibliographieren) zu machen und mich auf das Schreiben einzulassen. Bekannte dagegen taten sich schwer, zu Hause auch nur eine Zeile auf die Festplatte zu bringen, und arbeiteten grundsätzlich in der Bibliothek. Zum Teil ist das Arbeiten in der Bibliothek eine Sache der Gewöhnung, etwas, das man sich durchaus antrainieren kann; heute gehe ich zum Schreiben gerne einmal dorthin. Dieser Artikel ist zu großen Teilen im Lesesaal einer öffentlichen Bibliothek geschrieben worden.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2010/02/16/studenten-im-optimierungswahn-der-krumme-lebenslauf-macht-kreativ/">Studenten im Optimierungswahn: Der krumme Lebenslauf macht kreativ</a></b><br /><font size="2">Der Autor Klaus Werle hat in einem Buch und für Spiegel Online über den «Optimierungswahn» geschrieben, der viele junge Menschen heutzutage kennzeichne. </font><font color="#aaa">(16. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2009/12/22/informationen-wissen-und-lernen-tools-fuer-das-persoenliche-wissensmanagement/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/12/wissensmanagement_tools.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2009/12/22/informationen-wissen-und-lernen-tools-fuer-das-persoenliche-wissensmanagement/">Informationen, Wissen und Lernen: Tools für das persönliche Wissensmanagement</a></b><br /><font size="2">Was muss ich wissen und wie eigne ich mir neues Wissen an: Das war der Fokus des ersten Teils dieses Artikels. Teil 2 widmet sich den Tools. </font><font color="#aaa">(22. Dezember 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2009/12/07/informationen-wissen-und-lernen-fuenf-schritte-fuer-das-wissensmanagement/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/05Library_of_Congress-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2009/12/07/informationen-wissen-und-lernen-fuenf-schritte-fuer-das-wissensmanagement/">Informationen, Wissen und Lernen: Fünf Schritte für das Wissensmanagement</a></b><br /><font size="2">Ein systematischer Ansatz zum Erweitern und Pflegen des persönlichen Wissens sollte zu den Basiskompetenzen gehören. </font><font color="#aaa">(7. Dezember 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		</item>
		<item>
		<title>GTD-Tools (VII): Getting Things Gnome</title>
		<link>http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/</link>
		<comments>http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 15:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[GTD]]></category>
		<category><![CDATA[GTD-Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Software (Linux)]]></category>

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		<description><![CDATA[Getting Things Gnome - kurz GTG genannt - ist eine schlanke Aufgabenverwaltung für Linux, genauer: für den GNOME-Desktop.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Getting Things Gnome &#8211; kurz GTG genannt &#8211; ist eine schlanke Aufgabenverwaltung für Linux, genauer: für den GNOME-Desktop. Die Tatsache, dass das Programm seit Ubuntu 9.10 ins Ubuntu-Repository aufgenommen wurde, habe ich zum Anlass genommen, das Programm zu testen.</h4>
<p><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/gtg.png" width="192" height="192"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Getting Things Gnome will ein einfaches, mächtiges und flexibles Organisationstool für den GNOME-Desktop sein, so die erklärte Absicht der Initiatoren Lionel Dricot und Bertrand Rousseau. Es befindet sich in einem recht frühen Stadium &#8211; die aktuelle Versionsnummer ist 0.2.</p>
<p><strong>Installation</strong></p>
<p>GTG ist für die alle Linux-Distributionen sowie für FreeBSD und OpenBSD erhältlich. Unter Ubuntu kann es ab Version 9.10 «Karmic Koala» mit dem Befehl</p>
<p><code>sudo apt-get install gtg</code></p>
<p>installiert werden. Für 9.04 «Jaunty Jackalope» gibt es ein <a href="https://edge.launchpad.net/~gtg/+archive/ppa">Personal Package Archive</a>.<br />
In den aktuellen Versionen von Debian und Fedora kann es ebenfalls über die Konsole installiert werden; Pakete für OpenSuse, ArchLinux, OpenBSD, FreeBSD, Gentoo liegen ebenfalls vor und Tarballs mit dem Quellcode können unter jeder Distribution genutzt werden.</p>
<p><strong>Funktionsumfang</strong></p>
<p>GTG hat zwei Ansichten, die Normalansicht und die Arbeitsansicht. Die <strong>Normalansicht</strong> zeigt eine hierarchische Liste von Aufgaben mit Unteraufgaben, die ein- und ausgeklappt und per Drag &#038; Drop angeordnet werden können.</p>
<p><span id="more-3644"></span>Die <strong>Arbeitsansicht</strong> zeigt eine einfache Liste ohne Hierarchie, in der nur Aufgaben, die hier und jetzt bearbeitet werden können, enthalten sind; es wird auch von einer Aufgabe mit Unteraufgaben nur die erste unerledigte Unteraufgabe angezeigt, da GTG davon ausgeht, dass diese Aufgaben in der Reihenfolge, in der sie in der Liste stehen, erledigt werden müssen. </p>
<p>Einzelne Tags (z.B. @someday) können ausgeschlossen werden, so dass damit versehene Aufgaben nicht in der Arbeitsansicht erscheinen. In beiden Ansichten werden das Fälligkeitsdatum und bis dahin verbleibende Tage angezeigt. Auch die Sidebar mit den Tags kann immer ein- und ausgeblendet werden. Beginnt man beim Anlegen einer neuen Aufgabe eine Zeile mit Spiegelstrich, so wird der Inhalt dieser Zeile als Unteraufgabe angelegt. Auf diese Weise können <strong>beliebig verschachtelte Projekte</strong> angelegt werden.</p>
<div id="attachment_3653" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/800_normalansicht/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/450_normalansicht.png" width="450" height="316"  alt="" /></a><p class="wp-caption-text">Die Normalansicht von Getting Things Gnome (Klick für größeres Bild)</p></div>
<p>Worte, denen ein @ vorangestellt wird, dienen als <strong>Tags</strong>. Darüber lassen sich zum Beispiel Kontexte oder Kriterien anlegen. Tags können mit frei wählbaren Farben versehen werden, und für jeden Tag kann mit einem Rechtsklick auf den Tag in der Seitenleiste festgelegt werden, ob er in der Arbeitsansicht erscheint. So kann man recht flexibel Aufgaben, die gerade nicht bearbeitet werden können, aus der Arbeitsansicht aussortieren.</p>
<table bgcolor="#dddddd" cellspacing="5" width="100%"><tbody><tr><td><b>Screenshot-Galerie Getting Things Gnome</b></td></tr><tr><td bgcolor="#ffffff"><table cellspacing="5" align="center"><tr><td><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/800_aufgabe_hinzufuegen/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/800_aufgabe_hinzufuegen-gallery2.png" border="0"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/800_arbeitsansicht/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/800_arbeitsansicht-gallery2.png" border="0"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/arbeitsansicht_mit_tags/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/arbeitsansicht_mit_tags-gallery2.png" border="0"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/800_normalansicht/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/800_normalansicht-gallery2.png" border="0"></a></td></tr></table></td></tr><tr><td>Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (4 Bilder)</td></tr></tbody></table><br />
<p><strong>Ein reduzierter, benutzerfreundlicher Spezialist</strong></p>
<p>GTG ist ein minimalistisches Programm. Es bietet keine Möglichkeiten, Dateien einzubinden, und keine Reminder. Ebenso fehlen Import- und Exportmöglichkeiten und es lässt sich nicht als Datei zum Beispiel in meiner Dropbox oder auf einem USB-Stick an einen anderen Rechner mitnehmen.</p>
<p>Die grundlegende Getting-Things-Done-Idee, das Sammeln von Aufgaben vom Prozess des Sichtens und Durcharbeitens zu trennen, ist in GTG ebenfalls nicht umgesetzt. Das ist für mich eine der größten Schwachstellen des Programms. Angenehm ist jedoch, dass es nach der Installation keine weitere Einrichtung und nahezu keine Einarbeitung erfordert; man kann sofort loslegen. Dem Versprechen, einem nicht bei der Arbeit im Weg zu stehen, wird Getting Things Gnome damit gerecht.</p>
<p>Wer also ausgefeilte Filterfunktionen, Import- und Exportfunktionen benötigt, für den könnte GTG zu reduziert sein. GNOME-User hingegen, die nur an einem Rechner arbeiten, denen eine einfache To-Do-Liste in einer Textdatei nicht reicht, die sich andererseits aber von der Funktionsvielfalt ausgefeilterer Taskmanager erschlagen fühlen, sollten einen Blick auf diese schnörkellose Aufgabenverwaltung werfen.</p>
<p>» <a href="http://gtg.fritalk.com/">Projekthomepage von Getting Things Gnome</a><br />
» <a href="https://edge.launchpad.net/~gtg/+archive/ppa">PPA</a> für Getting Things Gnome</p>
<p><strong>Weitere GTD-Tools, die wir getestet haben:</strong><br />
<ul><li><a href="http://imgriff.com/2008/03/21/gtd-tools-1-getting-things-done-mit-tracks/">GTD-Tools (I): Tracks</a> (21. März 2008)</li><li><a href="http://imgriff.com/2008/04/11/im-test-remember-the-milk/">GTD-Tools (II): Remember The Milk</a> (11. April 2008)</li><li><a href="http://imgriff.com/2008/04/22/gtd-tools-iii-getting-things-done-mit-vitalist/">GTD-Tools (III): Vitalist</a> (22. April 2008)</li><li><a href="http://imgriff.com/2008/05/27/gtd-tools-5-things/">GTD-Tools (IV): Things</a> (27. Mai 2008)</li><li><a href="http://imgriff.com/2008/06/11/gtd-tools-v-gtdtiddlywiki-plus/">GTD-Tools (V): GTDTiddlyWiki Plus</a> (11. Juni 2008)</li><li><a href="http://imgriff.com/2009/04/29/gtd-tools-vi-thinkingrock/">GTD-Tools (VI): ThinkingRock</a> (29. April 2009)</li><li><a href="http://imgriff.com/2010/01/05/gtd-tools-vii-getting-things-gnome/">GTD-Tools (VII): Getting Things Gnome</a> (5. Januar 2010)</li><li><a href="http://imgriff.com/2011/05/17/doit-im-gtd-in-der-wolke-und-auf-allen-geraten/">Doit.im: GTD in der Wolke und auf allen Geräten</a> (17. Mai 2011)</li><li><a href="http://imgriff.com/2011/07/01/produktivitats-tools-gewinner-und-underdogs/">Produktivitäts-Tools: Gewinner und Underdogs</a> (1. Juli 2011)</li><li><a href="http://imgriff.com/2011/08/29/getting-things-done-aufgaben-mit-dokumenten-verknupfen/">Getting Things Done: Aufgaben mit Dokumenten verknüpfen</a> (29. August 2011)</li><li><a href="http://imgriff.com/2012/01/17/getting-things-done-der-wochenruckblick-teil-2/">Getting Things Done: Der Wochenrückblick (Teil 2)</a> (17. Januar 2012)</li></ul></p>
<p>(Gefunden im <a href="http://www.toolblog.de/archives/1181">Toolblog</a>)<br />
</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
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		<item>
		<title>Studium: Müssen Vorlesungen  immer langweilig sein?</title>
		<link>http://imgriff.com/2009/11/10/studium-muessen-vorlesungen-immer-langweilig-sein/</link>
		<comments>http://imgriff.com/2009/11/10/studium-muessen-vorlesungen-immer-langweilig-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 17:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[9 to 5]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrveranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Seminar]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Vorlesung]]></category>

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		<description><![CDATA[Massenveranstaltungen in der Universität sind selten spannend. Ausnahmen beweisen aber, dass das nicht so sein muss. Erkenntnisse, die auch für berufliche Seminare oder für Vorträge gültig sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Erfahrung zeigt: Massenveranstaltungen in der Universität sind selten spannend. Ausnahmen beweisen aber, dass das nicht so sein muss. Erkenntnisse, die auch für Seminare im betrieblichen Rahmen oder für Vorträge gültig sind.</h4>
<p><a href="http://imgriff.com/2009/11/10/studium-muessen-vorlesungen-immer-langweilig-sein/vorlesung/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/11/vorlesung.png" width="450"  alt="Viel Platz für ... Langeweile?" /></a></p>
<p>Im Lauf meines Studiums habe ich viele langweilige Lehrveranstaltungen besucht,‭ ‬aber auch einige brillante erleben dürfen.‭ Was macht eigentlich den Unterschied aus?‬ ‬Sind Vorlesungen immer langweilig und fesselnde Veranstaltungen nur als Kleingruppenseminar möglich‭? ‬Ich meine:‭ ‬Nein. Obwohl kleine Gruppen unbestreitbar Vorteile haben und nicht ersetzbar sind,‭ ‬haben sie die Möglichkeit,‭ ‬spannend und lehrreich zu sein,‭ ‬nicht für sich gepachtet.</p>
<p>Beide Veranstaltungen,‭ ‬die ich im Folgenden als Beispiele herausgreife,‭ ‬waren Massenveranstaltungen:‭ ‬eine Vorlesungsreihe über Operngeschichte und ein Germanistik-Hauptseminar mit über hundert Teilnehmern.‭ Das Modell Universitätsvorlesung dient mir dabei nur als Beispiel.‭ ‬Nur weniges,‭ ‬was ich hier erwähne,‭ ‬ist auf Universitäten begrenzt oder universitären Gepflogenheiten geschuldet,‭ ‬vieles ist übertragbar auf Seminare im betrieblichen Rahmen,‭ ‬auf Fortbildungen oder auch Präsentationen.</p>
<p><span id="more-3626"></span>Zu den Lehrveranstaltungen,‭ ‬die mir am markantesten im Gedächtnis geblieben sind,‭ ‬gehören die Operngeschichte-Vorlesungen von Prof.‭ ‬Dr. Jürgen Maehder.‭ ‬Der Form nach waren sie klassische Vorlesungen; ‬was sie spannend machte,‭ ‬war die Verbindung von Maehders geradezu enzyklopädischem Wissen auf seinem Fachgebiet mit seiner Fähigkeit,‭ ‬<strong>Zusammenhänge herzustellen</strong>:‭ ‬etwa zwischen dem Stand der Bühnentechnik und der Unaufführbarkeit des Parsifal zu Wagners Lebzeiten,‭ ‬oder zwischen linguistischen Besonderheiten des Deutschen,‭ ‬Wagners Textdichtung und der Melodiebildung im «Ring des Nibelungen». <strong>Medien wurden sehr sparsam eingesetzt</strong>. ‬Dann und wann legte Maehder eine CD ein oder präsentierte einen Videomitschnitt einer Operninszenierung.‭ ‬Ob Video,‭ ‬Tafelzeichnung oder Musikbeitrag,‭ ‬diese Medien waren stets auf ein ganz konkretes Phänomen bezogen.‭ ‬Immer blieben Details‭ – ‬bis zu einem einzelnen Akkord in der Partitur ‭ – ‬mit den großen Zusammenhängen im Gleichgewicht.</p>
<p>Ganz anders und dennoch ebenso prägend war ein‭ ‬Semiotik-Seminar von Prof.‭ Dr. ‬Ursula Kocher,‭ ‬das ich am Anfang meines Hauptstudiums besuchte.‭ ‬Mit über hundert Teilnehmern war es riesig.‭ ‬Das übliche Vorgehen,‭ ‬dass am Anfang der Sitzung ein Referat über einen vorher bekannt gegebenen Text gehalten und‭ ‬über dessen Inhalt anschließend diskutiert wird,‭ ‬war damit kaum praktikabel‭ – ‬was Kocher statt dessen anwendete,‭ ‬funktionierte wesentlich besser.‭ ‬Am Anfang des Semesters wurden kleinere Aufgaben verteilt,‭ ‬deren Bearbeitungszeit deutlich kürzer war als bei der üblichen Abgabe am Semesterende.‭ ‬Sie sollten‭ – ‬so war es geplant‭ – ‬den Kommilitonen als ergänzendes Material zur Verfügung gestellt werden.‭ (‬Das war einer der wenigen Punkte,‭ ‬wo der Seminarplan nicht ganz aufging.‭) ‬Die Sitzungen waren um in sich recht gut strukturierte Texte herum aufgebaut,‭ ‬zu denen etwa Gruppenarbeit stattfand und deren Inhalt tatsächlich abgefragt wurde.‭ Auch Kocher verwendete keine Medien außer der Tafel, an der sie immer wieder Visualisierungen skizzierte, die die Diskussion begleiteten und das gemeinsam Herausgearbeitete veranschaulichten.</p>
<p>Was war beiden Veranstaltungen neben ihrem sparsamen und pointierten Medieneinsatz gemein?<br />
<strong>Wissen wurde am Objekt</strong>‭ (‬Audio/Video,‭ Partitur oder &#8211; in den meisten Fällen &#8211; Text‭)<strong> erarbeitet</strong> oder zumindest mit der eigenen Erfahrung in Beziehung gesetzt.‭ ‬Das gemeinsame Erarbeiten von Wissen  &#8211; und im Fall des Semiotik-Seminars das tatsächliche <strong>Abfragen von Ergebnissen</strong> &#8211; verstärkte die Bereitschaft,‭ ‬sich vorzubereiten und einzubringen‭; ‬zugleich wirkte die Greifbarkeit der Ergebnisse dem Gefühl,‭ ‬in einer‭ «‬Laberveranstaltung‭» ‬zu sitzen,‭ ‬wie es sich gerade in geisteswissenschaftlichen Seminaren gerne einstellt,‭ ‬entgegen bzw.‭ ‬ließ es gar nicht erst aufkommen.</p>
<p>Beide Lehrveranstaltungen waren <strong>inhaltlich anspruchsvoll bis fordernd</strong>.‭ ‬Maehder etwa scheute vor komplexen harmonischen Analysen nicht zurück, und Umberto Ecos Theorie der Kultur, wie wir sie im Semiotik-Seminar erarbeiteten, habe ich als einen der anspruchsvollsten Punkte meines Studiums im Gedächtnis behalten.<br />
Nicht zuletzt waren auch die Person und das Fachwissen des Dozenten Stärken der Veranstaltungen:‭ ‬Sowohl Maehder als auch Kocher bewegten sich auf ihrem Fachgebiet wie Fische im Wasser. Sie waren immer in der Lage,‭ ohne Vorbereitung Detailfragen zu beantworten und spontan <strong>Verknüpfungen von einer Sache zur anderen darzustellen</strong>.‭ ‬Umfassende Bildung über den fachlichen Tellerrand hinaus war bei beiden das Schmiermittel dieses Zugriffs auf Wissen.</p>
<p>All das ist nicht selbstverständlich: So habe ich z.B. auch literaturgeschichtliche Überblicksvorlesungen erlebt, in denen hauptsächlich Ausschnitte aus Werken einer bestimmten Epoche vorgelesen wurden. Das waren dann zwar Semesterwochenstunden, die ich für recht wenig Eigenleistung in mein Studienbuch schreiben konnte, den Inhalt habe ich mir hinterher aber noch einmal aus einem Literaturgeschichtsbuch anlesen müssen.</p>
<p>Was kann man nun von diesen konkreten Erfahrungen als Auswahlkriterien für eine gute Lehrveranstaltung ableiten?</p>
<ul>
<li> Medien &#8211; ob Tafel, Powerpoint oder Video &#8211; werden gezielt eingesetzt, es ist immer klar, was damit illustriert oder diskutiert werden soll.</li>
<li> Visualisierungen entstehen im Prozess und dienen nur als Stütze des Vortrags oder der Diskussion, nicht als Leitfaden.</li>
<li> Vorbereitetes Wissen, Ergebnisse von Gruppenarbeit, Hausarbeiten etc. werden tatsächlich abgefragt. Hier sind kleine Gruppen unbestreitbar von Vorteil.</li>
<li> Statt reiner Fakten werden Zusammenhänge &#8211; auch über scheinbare fachliche Tellerränder hinaus &#8211; präsentiert. Detailanalyse und die Darstellung großer Zusammenhänge befinden sich im Gleichgewicht und ergänzen sich.</li>
<li> Keine Schonkost: Eine gute Lehrveranstaltung fordert die Teilnehmer ihrem Kenntnisstand angemessen.</li>
</ul>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2008/08/29/zeitmanagement-tipps-fuer-workaholics/">Zeitmanagement: Tipps für Workaholics</a></b><br /><font size="2">Überall kann man erfahren, wie man mit wenig Zeit noch produktiver wird. Dabei müssten viele unter uns zuerst lernen, sich mehr Zeit für anderes zu nehmen. </font><font color="#aaa">(29. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2008/08/04/selbsterfuellende-prophezeiungen/">Selbsterfüllende Prophezeiungen</a></b><br /><font size="2">Die Einstellung sorgt fürs Ergebnis: Selbsterfüllende Prophezeiungen müssen nicht immer nur negativer Art sein. </font><font color="#aaa">(4. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2008/06/24/der-link-am-morgen-10-photoshop-alternativen/">Der Link am Morgen: 10 Photoshop-Alternativen</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(24. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		<item>
		<title>Von der Mindmap zum Text: Wie aus einer Gliederung  ein Aufsatz wird</title>
		<link>http://imgriff.com/2009/10/12/von-der-mindmap-zum-text-wie-aus-einer-gliederung-ein-aufsatz-wird/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 12:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Mindmaps]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibblockaden]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibtipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man die zweidimensionale Gliederung einer Mindmap zu einem Text ausgestalten will, schlägt jedoch gerne die Schreibblockade zu. Einige Gedanken zur Erleichterung dieses Arbeitsschrittes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ein prominenter Einsatzbereich von Mindmaps besteht darin, Ideen für einen Text festzuhalten und zu strukturieren. Wenn man diese zweidimensionale Gliederung zu einem Text ausgestalten will, schlägt jedoch gerne die Schreibblockade zu. Einige Gedanken zur Erleichterung dieses Arbeitsschrittes.</h4>
<p>Für mich sind Mindmaps und daraus gewonnene Gliederungen ein zentrales Werkzeug, wenn ich Texte schreibe. Beim Ausformulieren sitze ich jedoch manchmal vor dem Monitor, lösche einen angefangenen Satz wieder, fange neu an oder springe an eine andere Stelle, habe am Ende ein seitenlanges Textdickicht aus angefangenen Sätzen und mehreren Überschriftebenen, über das ich keinen Überblick mehr habe und das ich schließlich entnervt wegwerfe. Was macht das Überführen einer Gliederung in einen Fließtext so schwierig?</p>
<ul>
<li>Mindmaps sind nonlinear und nutzen zwei Dimensionen; für einen Text muss man die inhaltlichen Elemente in eine sinnvolle lineare Reihenfolge bringen.</li>
<li>Mindmaps sind für kürzere Texte oft «überstrukturiert»; vor allem, wenn man den Export in ein Textverarbeitungsprogramm verwendet hat, steht man auf einmal mit einem kurzen Textentwurf da, der drei oder vier Überschriftebenen hat. Diese Gliederungstiefe muss reduziert und in linearen Fließtext umgewandelt werden.</li>
<li>Vor allem aber besteht eine Mindmap selten aus ganzen Sätzen, sondern eher aus Stichpunkten. Das klingt banal, doch was ich in Stichpunkten bewusst vorläufig, manchmal brainstorm-artig festgehalten habe, muss ich jetzt zu einer Aussage gestalten, die «Hand und Fuß hat», hinter der ich stehen kann. Wo Mindmapping oft einen spielerischen, freien, unernsten Charakter hat, stellt sich beim Ausformulieren wieder der Anspruch an Ernsthaftigkeit und &#8211; bei Studienarbeiten &#8211; Wissenschaftlichkeit ein.</li>
</ul>
<p><strong>Wie überwindet man die Blockade?</strong></p>
<p><span id="more-3583"></span>Meine Methode geht so: Ich verwende meistens den Export in ein Word-Dokument, um eine Mindmap in eine Gliederung zu verwandeln. Diese Gliederung arrangiere ich so, dass sich vorerst eine stimmige Reihenfolge ergibt. Dann nehme ich mir meine Lieblingspunkte vor beziehungsweise wähle den Punkt, bei dem mir beim Ansehen der Mindmap oder Gliederung als erstes eine Formulierung durch den Kopf schießt. Fällt mir zu keinem Punkt etwas ein, fange ich mit dem ersten Punkt an. Zu dieser Notiz schreibe ich «drauflos». Ich schreibe alles auf, was mir einfällt, ohne zu zensieren, zu bearbeiten oder auf die Formulierung zu achten. Die sachliche Aussage muss in ganzen Sätzen auf den Datenträger, erst später kümmere ich mich um die Formulierung. Zitate sollten dabei entweder gleich genau mit Quellenangabe eingefügt oder nur als Hinweis (in der Art von «Zitat von Meier, Bartók-Buch») notiert werden.</p>
<p>Bei einer kleinteiligen Gliederung und/oder kurzen Texten schreibe ich zu jedem Punkt solange, bis mir nichts mehr einfällt. Ist die Gliederung großteiliger, setze ich mir für jeden Unterpunkt ein knappes Zeitlimit (wenige Minuten), die ich ununterbrochen drauflosschreibe. Ich bewege mich so vom Leichten zum Schwierigen, schreibe mich an den Punkten, die ich leicht in ganze Sätze fassen kann, warm für die, bei denen mir das nicht so leicht fällt.</p>
<p>Der Sinn dieses unzensierten Schreibens besteht nicht darin, geniale Texte aus dem Handgelenk zu schütteln, sondern darin, den «inneren Kritiker», die Instanz in uns, die einen soeben geschriebenen Absatz löschen will, weil die Formulierung unwissenschaftlich ist und «man das doch so nicht sagen kann», auf dann zu vertrösten, wenn er Sinnvolles zum Text beitragen kann, nämlich auf die Phase der Überarbeitung, und Rohmaterial zu produzieren, das anschließend in Form gebracht werden kann.</p>
<p>Bei der Überarbeitung lasse ich mich von folgenden Fragen leiten:</p>
<ul>
<li>Ist die Fragestellung beantwortet und alles gesagt, was ich zum Thema sagen will?</li>
<li>Ist mein Text von der Aussage her konsistent, also logisch und frei von inneren Widersprüchen?</li>
<li>Ist die Reihenfolge stimmig? Leite ich gut von einem inhaltlichen Abschnitt in den nächsten über?</li>
<li>Erst als letztes «poliere» ich den Text sprachlich und prüfe, ob Rechtschreibung, Zeichensetzung und andere Formalien (etwa Literaturangaben) stimmen.</li>
</ul>
<p>Diese Überarbeitung kann auch «in Schichten» geschehen: Erst gebe ich mir die Erlaubnis, ein miserables Rohprodukt herzustellen, das ich dann in mehreren Überarbeitungsdurchgängen zu einem guten Text raffiniere. Oft brauche ich aber nur eine oder zwei Überarbeitungen, denn wenn ich erst einmal meine Aussage in einem fließenden Text habe, fällt es mir leicht, die einzelnen Gedanken in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und sie sprachlich annehmbar zu fassen.</p>
<p>Nun sind nicht alle, die schreiben, solche Gliederungsfetischisten wie ich. Wie geht Ihr mit Gliederungen um? Verwendet Ihr sie überhaupt? Und wie macht Ihr aus einer Gliederung einen Text?</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2007/11/05/4-tipps-gegen-den-schreibstau/">4 Tipps gegen den Schreibstau</a></b><br /><font size="2">Im Rahmen eines Schreibkurses am <a href="http://www.ipmz.unizh.ch/">IPMZ</a> in Zürich hat <a href="http://l036sys0.nzz.ch/impressum/member-fur.html">Michael Furger</a> von der <a href="http://www.nzz.ch/">NZZ</a> vier Tipps zum Texten gegeben, welche auch bei einem Schreibstau weiterhelfen. </font><font color="#aaa">(5. November 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2009/10/06/der-link-am-morgen-niemand-interessiert-sich-fuer-deinen-kram/">Der Link am Morgen: Niemand interessiert sich für Deinen Kram!</a></b><br /><font size="2">Heute mal wieder was für die Schreibenden unter uns: Der Journalist Steven Pressfield verrät in seinem Blog den wichtigsten Schreibtipp, den er je gelernt hat. </font><font color="#aaa">(6. Oktober 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://imgriff.com/2009/07/31/personalbrain-im-test-mindmaps-der-etwas-anderen-art/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/07/personalbrain_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://imgriff.com/2009/07/31/personalbrain-im-test-mindmaps-der-etwas-anderen-art/">PersonalBrain im Test: Mindmaps der etwas anderen Art</a></b><br /><font size="2">PersonalBrain ist mehr als nur ein Mindmapping-Programm: Mit dem Tool lassen sich Gedanken und Notizen auf komplexe und doch intuitive Weise verknüpfen - es ist ein zweites Gehirn. </font><font color="#aaa">(31. Juli 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Ziele im Tagesgeschäft: Von der Vision zur Agenda</title>
		<link>http://imgriff.com/2009/09/08/ziele-im-tagesgeschaeft-von-der-vision-zur-agenda/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 18:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Dietrich Wolbert]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenskompass]]></category>
		<category><![CDATA[Leitbild]]></category>
		<category><![CDATA[Lothar Seiwert]]></category>
		<category><![CDATA[Vision]]></category>

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		<description><![CDATA[Was tun, wenn langfristige Ziele und tägliche Aufgaben zu weit auseinanderklaffen? Klarheit über die Lebensbereiche und gut gesetzte Zwischenziele können weiterhelfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ein Leitbild ist zweifellos ein gutes Instrument, um sich immer wieder die eigenen Ziele vor Augen zu halten. Doch was, wenn langfristige Ziele und tägliche Aufgaben zu weit auseinanderklaffen? Klarheit über die Lebensbereiche und gut gesetzte Zwischenziele können weiterhelfen.</h4>
<p>Für mich war es sehr motivierend, ein Leitbild zu erstellen. Nach einigen Wochen weckte es jedoch statt Motivation eher ein Gefühl von «Eigentlich müsste ich mal». Es schien immer noch weit weg von meinem täglichen Leben zu sein, manchmal nichts weiter als ein schöner, nicht realisierbarer Traum. Es war eher demotivierend und frustrierend, wenn ich mir dieses Leitbild anschaute und das Gefühl hatte, meinen langfristigen Zielen keinen Schritt näher gekommen zu sein, während ich mich auf der alltäglichen Ebene wie ein Spielball der Notwendigkeiten fühlte. Meine To-Do-Listen (die ich beharrlich schrieb) blieben unbeachtet liegen, wenn ich etwas davon erledigte, dann war das eher zufällig, und sie enthielten meistens nur Dinge, die auf mich «einstürmten» und so gar nichts mit meinen Zielen zu tun hatten.</p>
<p>Meine Lösung für dieses Problem heißt: <strong>Schaffe eine Verbindung vom täglichen To Do zum «großen Ganzen».</strong> Ich habe dazu eine Vorgehenweise adaptiert, die Lothar Seiwert in seinem Buch « <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593376652?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3593376652">Wenn du es eilig hast, gehe langsam (Affiliate-Link)</a>» empfiehlt. Gelernt habe ich sie allerdings von dem Berliner Coach Dietrich Wolbert, der sie «Lebenskompass» nennt. Was ich hier schildere, ist keine Raketenwissenschaft, ja geradezu banal, aber regelmäßig angewendet bringt es ein anderes Lebensgefühl: idealerweise das, Kapitän des eigenen Schiffes zu sein statt Spielball dessen, was von außen kommt.</p>
<p><span id="more-3489"></span>Im ersten Schritt identifiziere ich meine Lebensbereiche oder «Lebenshüte» (Dominik hat sie im Artikel <a href="http://imgriff.com/2008/07/17/zeitbudget-iein-zeitbudget-erstellen/">&#8220;Zeitbudget (I): Ein Zeitbudget erstellen&#8221;</a> bereits vorgestellt). Das Konzept der Lebenshüte kommt von Lothar Seiwert und bezeichnet, verkürzt zusammengefasst, Rollen, in denen man im Leben Verantwortung trägt. Wozu dient diese Definition der Lebensbereiche? Sie hilft mir, aus dem ganz Vagen und Allgemeinen überhaupt erst einmal zu den Bereichen zu kommen, die mir in meinem Leben etwas bedeuten, meine Rolle(n) zu reflektieren und mir vorzustellen, wie ich sie gestalten will &#8211; oder ob ich sie überhaupt gestalten will: Manche Rollen sollte man vielleicht besser abgeben.</p>
<p><strong>Leitbild mit dem 88. Geburtstag</strong></p>
<p>Nachdem ich meine Lebensbereiche identifiziert habe, erstelle ich für jeden ein kurzes Leitbild. Dazu fand ich eine Übung hilfreich, die Seiwert in «Wenn du es eilig hast, gehe langsam» schildert:</p>
<p>Stell dir vor, es ist die Feier Deines 88. Geburtstags (wer es zeitnäher mag, kann sich auch die eigene Geburtstagsfeier in zehn Jahren vorstellen). Aus jedem Lebensbereich ist eine wichtige Person anwesend: Der Chef Deiner Abteilung (für den beruflichen Bereich), eine gute Freundin (Freunde und Beziehungen), der Vorstand Deines Chores (künstlerisch-kreativer Lebensbereich) etcetera. Jede dieser Personen hält eine Laudatio auf das, was Du in Deinem Leben geleistet hast. Die Laudatio soll rundum positiv sein (sie soll ja hinterher als Leitbild stehen) und kann ruhig hohe Ziele, also auch jede Menge noch nicht Realisiertes beinhalten.</p>
<p>Hat man durch diesen Perspektivwechsel sein Leitbild erst einmal in der dritten Person verfasst, überträgt man es einfach in die erste Person. Statt «Camilla setzt klare Prioritäten» also: «Ich setze klare Prioritäten».</p>
<p><strong>Exkurs: Was formt unser Idealbild?</strong></p>
<p>Ich habe einen Schritt übersprungen, der bei Seiwert vorgelagert ist, nämlich sich über seine Werte und Prinzipien klar zu werden. Das ist wichtig, da die meisten von uns anerzogene oder durch unsere Umwelt geprägte Ideen mit sich herumtragen, wie ein «gutes Leben» zu sein habe. Natürlich sind diese Ideen nicht immer für einen selbst passend. Ein banales Beispiel: Es wird im Allgemeinen hoch geschätzt, früh aufzustehen, und manch eine «Eule» kämpft ihr Leben lang gegen den eigenen Tagesrhythmus an, um in eine «Lerchengesellschaft» zu passen.</p>
<p><strong>Das Leitbild dient</strong> jedoch <strong>zuallererst mir ganz persönlich</strong>, es muss nicht zwingend «präsentabel» sein. Das gibt mir die Freiheit, dort <strong>auch unkonventionelle bis extravagante Ziele aufzunehmen</strong>. Statt einer Festanstellung in einem Großkonzern, hübschem Haus und netter Familie besteht das gute Leben für mich ja vielleicht eher darin, mein eigenes Gemüse anzubauen, Pferde zu pflegen oder Bücher zu schreiben.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass ein Leitbild nur dann wirksam sein kann, wenn es authentisch ist, wenn es das widerspiegelt, was ich tatsächlich mit meinem Leben anfangen möchte und von dem ich in tiefster Seele überzeugt bin. Darum ist es eher kontraproduktiv, wenn ich ein Leitbild schreibe, das am Ende nur meiner Mutter gefiele.</p>
<p><strong>Vom Leitbild zur Tagesagenda</strong></p>
<p>Ist das Leitbild «rund», folgt das eigentliche Herstellen einer Verbindung. Dazu sehe ich mir die Fernziele an, die in meinen Leitbildern stecken, und überlege, welche <strong>strategischen Ziele für die nächsten drei bis fünf Jahre </strong> ich daraus ableiten kann. Diese Ziele sind möglichst konkret, sinnlich, exakt und positiv formuliert. Ich formuliere meine Ziele im Indikativ Präsens Aktiv. So kann ich mir das Ziel genauer vorstellen und idealerweise schon visualisieren, wie ich mich fühlen will, wenn ich dieses Ziel erreicht habe. Also steht dort nicht «Ich würde in Zukunft gerne besser mit meiner Zeit umgehen», sondern: «Ich nehme mir Zeit für das Wichtige und agiere proaktiv. Ich setze klare Prioritäten und vermittle diese meiner Umwelt.»</p>
<p>Ich habe diese Ziele nach Lebensbereichen sortiert und die Erfahrung gemacht, dass eine ganze Menge Ziele zusammenkommen, wenn man für jeden Lebensbereich zwei oder drei Ziele setzt (da ich ein Hansdampf in allen Gassen bin, reize ich die sieben Lebenshüte, die Seiwert als Maximum empfiehlt, aus). Vielleicht muss aber nicht jeder Satz im Leitbild zu einem Ziel formuliert werden; manches kann einfach als «Leitstern» stehen bleiben.</p>
<p>Aus den strategischen Zielen für die nächsten drei bis fünf Jahre leite ich, abermals für jeden Lebensbereich spezifisch, <strong>die jeweils wichtigsten Jahresziele </strong>ab: Was kann ich dieses Jahr tun, um mich dem strategischen Ziel zu nähern?<br />
Dasselbe Verfahren wende ich für meine <strong>wöchentliche Agenda</strong> und die <strong>wichtigsten Aufgaben des Tages</strong> an. Dabei berücksichtige ich, dass immer auch noch «Tagesgeschäft» anfällt, das mit meinen Zielen wenig zu tun hat: Post, Behördengänge, Arztbesuche oder einfach die Küche, die mal wieder in einen betretbaren Zustand versetzt sein will. Meist hat nur eine meiner wichtigsten Aufgaben am Tag mit langfristigen Zielen zu tun.</p>
<p><strong>Ein veränderlicher Kompass fürs Leben</strong></p>
<p>Einen Nachteil hat der Lebenskompass: Diese Art der Planung muss gepflegt werden. Sie erfordert, dass man sich auch für die Zeitplanung Zeit nimmt. Am besten geschieht das im Rahmen von jährlichen, wöchentlichen und täglichen Routinen: der Tag im Jahr, an dem man sich zurückzieht und langfristige Ziele plant, die Stunde für den Wochenrückblick, die fünf Minuten am Abend, in denen man sich über den nächsten Tag Gedanken macht. Der Lebenskompass ist wie das persönliche Leitbild <a href="http://imgriff.com/2008/06/09/ein-dokument-das-lebt/">ein Dokument, das lebt</a>.</p>
<p>Er ist eine globale Überblicksplanung, die ganzheitlich sein will, also idealerweise alle Lebensbereiche berücksichtigt und in Balance bringt. Bei all dieser Planung gilt es, nicht nur den Überblick und die Verbindung zum «großen Ganzen» zu wahren, sondern auch Raum zu lassen für das Spontane, für das Hier und Jetzt und nicht zuletzt das Tagesgeschäft, all das «anfallende Zeug». Die Balance zwischen Arbeit an großen Zielen und dem alltäglichen Leben bleibt eine Kunst.</p>

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		<title>43things: Ziele verfolgen mit Spaß  und sozialem Faktor</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 11:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[43things]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[Um Ziele im Auge zu behalten, reicht im Minimalfall eine schlichte Liste. Dennoch gibt es zahlreiche Programme und Websites, um sich zu motivieren oder langfristige Ziele zu verfolgen. 43things war uns einen Blick wert, denn das Konzept ist originell und macht Spaß.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Um Ziele im Auge zu behalten, reicht im Minimalfall eine schlichte Liste. Dennoch gibt es zahlreiche Programme und Websites, um sich zu motivieren oder langfristige Ziele zu verfolgen. 43things war uns einen Blick wert, denn das Konzept ist originell und macht Spaß.</h4>
<p><a href="http://imgriff.com/2009/08/11/43things-ziele-verfolgen-mit-spass-und-sozialem-faktor/43things_logo/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/08/43things_logo.png" width="200"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die Startseite von <a href="http://43things.com">43things</a> begrüßt einen mit der Frage: «What do you want to do with your life?» Das fasst auch die Essenz des Dienstes zusammen: 43things ist keine Anwendung für den ernsthaften, strebsamen Karrieristen. <strong>Das Konzept zielt auf das ganze Leben</strong>, auf die Dinge, die man erleben will, auf den Spaß, die Freude am Abenteuer, darauf, dass es sich lohnt, alle diese Erlebnisse im Auge zu behalten, ob es sich nun um vernünftige und ernsthafte Ziele handelt oder um «verrückte» (seinen Partner im Regen küssen oder: In der Öffentlichkeit singen und sich nicht um Reaktionen scheren).</p>
<table bgcolor="#dddddd" cellspacing="5" width="100%"><tbody><tr><td><b>Screenshot-Galerie: 43things</b></td></tr><tr><td bgcolor="#ffffff"><table cellspacing="5" align="center"><tr><td><a href="http://imgriff.com/2009/08/11/43things-ziele-verfolgen-mit-spass-und-sozialem-faktor/gewaehlte_ziele_43things/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/08/gewaehlte_ziele_43things-gallery2.png"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2009/08/11/43things-ziele-verfolgen-mit-spass-und-sozialem-faktor/startseite_43things_1/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/08/startseite_43things_1-gallery2.png"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2009/08/11/43things-ziele-verfolgen-mit-spass-und-sozialem-faktor/eintrag_ziel_43things/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/08/eintrag_ziel_43things-gallery2.png"></a></td><td><a href="http://imgriff.com/2009/08/11/43things-ziele-verfolgen-mit-spass-und-sozialem-faktor/erfolgsgeschichte_43things/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/08/erfolgsgeschichte_43things-gallery2.png"></a></td></tr></table></td></tr><tr><td>Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (6 Bilder)</td></tr></tbody></table><br />
<p>Bereits auf der Startseite (<a href="http://imgriff.com/?attachment_id=3407">Bild 2 in der Bildergalerie</a>), noch ohne Registrierung, kann man eine Liste von Zielen anlegen, die man verfolgen möchte. Um sie zu speichern, sollte man einen Account einrichten – der Rest ist optional: </p>
<p><span id="more-3240"></span>In tagebuchartigen Einträgen kann man festhalten, was man für ein Ziel getan hat; mit der «<strong>I&#8217;ve done this</strong>»-Funktion darf zu jedem beliebigen Ziel, das man bereits erreicht hat, erzählt werden, wie man das geschafft hat, ob es wert war, getan zu werden, was es einem gebracht hat und welche Lektionen man anderen weitergeben möchte. Hier wird manchmal auch die eine oder andere Misserfolgsstory erwähnt, aber die positiven Geschichten überwiegen.</p>
<p>Ziele können &#8211; natürlich &#8211; auch getaggt werden, und auf der Liste kann man sie per Drag&amp;Drop beliebig anordnen. Beim «Dranbleiben» hilft eine Erinnerungsfunktion, die einen in festgelegten Abständen (von «jeden Tag» über «nächste Woche» bis «nächstes Jahr» können diese beliebig eingestellt werden) per E-Mail an das Ziel erinnert. Die Intervalle sollten hier nicht zu eng gewählt werden, sonst erwischt man sich bald dabei, die Erinnerungsmails mit einem entnervten Druck auf die Entf-Taste zu quittieren.</p>
<p>Der Witz an 43things sind aber die <strong>sozialen Funktionen</strong>. Denn Ziele und Einträge bei 43things sind grundsätzlich öffentlich; wer viel Wert auf Privatsphäre legt, wird diesem Dienst nicht viel abgewinnen können. Eine zentrale Funktion sind «cheers», eine Art «Applaus»-Punkte, die man anderen Nutzern für ein Ziel oder einen Eintrag geben kann. Wieviele cheers ein Ziel bekommen hat, sieht man dann jeweils auf der Liste der Ziele («your n things»). Einträge können auch kommentiert werden.</p>
<p>Wenn man bei einem anderen Nutzer ein Ziel findet, das man ebenfalls verfolgen möchte, kann man es mit einem Klick auf den «I want to do this»-Button<strong> auf seine Liste setzen</strong>. Findet man ein sehr ähnliches Ziel, kann man seine eigene Bezeichung anpassen oder die andere Person darauf aufmerksam machen. Und nicht zuletzt erlaubt die «Ask for advice on meeting this goal»-Funktion, <strong>andere um Rat zu fragen</strong>.</p>
<p><a href="http://imgriff.com/2009/08/11/43things-ziele-verfolgen-mit-spass-und-sozialem-faktor/gewaehlte_ziele_43things/"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/08/gewaehlte_ziele_43things_450.png" width="450"  alt="Die Life List der gewählten Ziele (anklicken füer größere Ansicht)" /></a></p>
<p>43things macht einfach Spaß. Allein schon den Fortschritt zu einem Ziel zu dokumentieren, hat einen gewissen Belohnungswert, darüber hinaus cheers für einen Eintrag zu bekommen, ist ungeheuer gut für das Ego und ermutigt, das Ziel im Auge zu behalten (dieser Effekt lässt allerdings nach einigen Tagen nach). Schön finde ich auch, nachlesen zu können, wie andere ein bestimmtes Ziel erreicht haben. 43things ist auch für weniger konkret benennbare und langfristige Ziele – also etwa «gesund essen» statt «jeden Tag 3 Portionen Obst essen»- brauchbar. Das schließt kurzfristige und konkrete Ziele (z.B. «meine Steuererklärung abgeben») nicht aus, sondern ein.</p>
<p>Kleinere Schwächen hat 43things allerdings auch: Links führen manchmal nicht zu dem Ziel, das man erwarten würde. So hat es eine Weile gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte, dass ein Klick auf ein Ziel mich nicht zu der Person bringt, die es verfolgt, sondern mir erstmal alle Nutzer zeigt, die es jemals verfolgt haben, mit den «I&#8217;ve done this»-Erfolgsstories voran. Wo so viel zu entdecken ist, besteht natürlich akute Prokrastinations- und Verzettelungsgefahr.</p>
<p><strong>Durch die eher tagebuchartige Anlage erscheinen Ziele weniger messbar und konkret</strong>; 43things eignet sich dadurch z.B. besser für das Oberziel «nächstes Jahr einen Marathon laufen» als als Trainingstagebuch. Für Dinge, die man kurzfristig jeden Tag tun will und ein visuelles Feedback haben will, würde ich eher einen Dienst wie <a href=" http://joesgoals.com">joesgoals</a> empfehlen.<br />
Der Name hat übrigens laut Auskunft des 43things-Teams nichts mit den aus <a href="http://imgriff.com/serien/gtd-grundlagen/">Getting Things Done</a> bekannten «43 Folders» zu tun, sondern 43 schien einfach eine schöne Zahl zu sein: </p>
<blockquote><p>«Alles braucht einen Namen. Wir denken, dass 43 die richtige Zahl an Dingen ist, die eine vielbeschäftigte Person zu tun versuchen sollte. Warum nicht mehr? Das ist zuviel. Warum nicht weniger? Du kannst weniger tun, aber wir nennen es immer noch 43things.»</p></blockquote>
<p>43things gibt es außer auf Englisch auch auf Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch und Deutsch.</p>
<p><strong>Fazit: Journal mit starker sozialer Komponente</strong></p>
<p>Eine gewisse Liebe zur Öffentlichkeit und Freude daran, sich mit (wahrscheinlich) wildfremden Menschen über Ziele auszutauschen muss man mitbringen, um 43things etwas abgewinnen zu können; wer nur für sich seine Ziele im Auge behalten möchte, ist z.B. mit <a href=" http://joesgoals.com">joesgoals.com</a> oder <a href=" http://lifetick.com/">lifetick.com</a> besser bedient. Auch vertraut man heikle Ziele 43things besser nicht an. Ob man es überhaupt für sinnvoll hält, seine Ziele öffentlich zu machen (siehe den <a href="http://imgriff.com/2009/07/16/der-link-am-morgen-behalte-deine-vorsaetze-fuer-dich/">Link am Morgen vom 16. Juli: Behalte Deine Vorsätze für Dich</a>), ist die zentrale Frage, von der die Bewertung einer Website, für die gerade das so wesentlich ist, abhängt. Mein persönliches Fazit lautet: 43things muss man nicht haben, aber mir macht es Spaß.</p>
<p>» Das englische Original: <a href="http://www.43things.com">43things.com</a><br />
» Die deutsche Version: <a href="http://de.43things.com">de.43things.com</a></p>


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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2008/02/24/undiszipliniert-macht-nichts-sei-einfach-nur-motiviert/">Undiszipliniert? Macht nichts, sei einfach nur motiviert</a></b><br /><font size="2">Viele Leute sind stolz darauf, dass sie diszipliniert arbeiten können. Andere halten sich für völlig undiszipliniert, aber sogar die schaffen es, Dinge zu erledigen. Doch liegen Disziplin und Selbstmotivation wirklich so weit auseinander? </font><font color="#aaa">(24. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2009/04/09/ziele-formulieren-wundern-sie-sich-mal-wieder/">Ziele formulieren: Wundern Sie sich mal wieder.</a></b><br /><font size="2">Gemeinsam Ziele zu finden und Leuten zu entlocken, was sie wirklich anders haben wollen, ist nicht immer einfach. Mit der "Wunderfrage" kommt man schnell zu guten Resultaten. </font><font color="#aaa">(9. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://imgriff.com/2009/01/09/ziele-setzen-der-unausweichliche-erfolg/">Ziele setzen: Der unausweichliche Erfolg</a></b><br /><font size="2">Ziele müssen messbar sein, wenn man sie erreichen will. Aber was tun, wenn man keinen Maßstab für ein Ziel hat? Ein Weg aus dieser Zwickmühle: Man schafft eine Umgebung, die das Ziel beinahe automatisch fördert. </font><font color="#aaa">(9. Januar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.memonic.com/?utm_source=blogwerk&utm_medium=banner&utm_content=banner&utm_campaign=usemem"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2010/09/memonic.gif" width="125" height="125" alt="memonic" /></a></div>
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		<title>Planlos glücklich: Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin</title>
		<link>http://imgriff.com/2009/07/20/planlos-gluecklich-dinge-geregelt-kriegen-ohne-einen-funken-selbstdisziplin/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 15:20:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Kathrin Passig]]></category>
		<category><![CDATA[Prokrastination]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
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		<category><![CDATA[To-Do-Listen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollten wir dieses Buch ja schon lange rezensiert haben, aber ... dann schlug die Prokrastination zu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eigentlich wollten wir dieses Buch ja schon lange rezensiert haben, aber &#8230; dann schlug die Prokrastination zu. Nun hat Camilla es gelesen und stellt ihre Eindrücke vor.</h4>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3871346195?ie=UTF8&#038;tag=blwimg-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3871346195"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/07/41mnScuD2rL._SL160_.jpg" width="100"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Aus Notwehr, so schreiben Kathrin Passig und Sascha Lobo im Vorwort ihres Buches, haben sie  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3871346195?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3871346195">&#8220;Dinge geregelt kriegen &#8211; ohne einen Funken Selbstdisziplin&#8221; (Affiliate-Link)</a> geschrieben: aus Notwehr gegen eine ausufernde Literaturflut, die uns erklären will, wie wir immer besser organisiert, immer motivierter und disziplinierter leben – eine Literatur, die üblicherweise nur den Ausstieg aus dem gewöhnlichen Arbeitsleben als Gegenentwurf hat.</p>
<p>Herausgekommen ist bei der passig-lobo&#8217;schen Notwehr ein geistreiches, kurzweiliges, bisweilen bissiges Buch über <a href="http://imgriff.com/prokrastination/">Prokrastination</a>, also das notorische Aufschieben und Liegenlassen von Dingen, und ihre Bewältigung oder, viel eher, Umgehung und bisweilen auch das gar nicht so unangenehme Leben mit ihr.</p>
<p>Es geht in diesem Buch gerade nicht um die Bewältigung der umfangreichen To-Do-Liste, sondern gerade darum, wie man möglichst ohne To-Do-Listen und Produktivitätssysteme klar kommt. Dazu dient vor allem eine Änderung der Haltung zum Thema Leistung: Nicht der Prokrastinierer ist falsch, sondern die überzogenen Ansprüche seiner Umwelt, die er vielleicht verinnerlicht hat. &#8220;Wir wollen das Leben so organisieren, dass man es nicht mehr organisieren muss&#8221;, heißt es im Vorwort, und weiter: &#8220;Das realistische Minimalziel ist, dass Sie dieses Buch lesen, in Ihrem Leben nichts ändern, sich aber besser fühlen als vorher.&#8221;</p>
<p>Statt sie zu verurteilen, erklären Passig/Lobo Prokrastination und Desorganisation zu einem Lebensstil, dessen Anhänger sie (wie sie beteuern, ganz ohne Hintergedanken) &#8220;LOBOs&#8221; (als Akronym aus &#8220;Lifestyle of Bad Organisation&#8221;) nennen.</p>
<p><span id="more-3032"></span><strong>„Selbstdisziplin ist wie eine Kettensäge“</strong></p>
<p>Vor allem um Disziplin geht es immer wieder. &#8220;Sich zusammenreißen&#8221;, sich disziplinieren und sich selbst antreiben sind, meinen Passig und Lobo, Fähigkeiten, die überstrapaziert und als Allheilmittel gegen jedes nur denkbare Produktivitätsproblem empfohlen werden. Selbstdisziplin sei wie eine Kettensäge, &#8220;man kann damit ganze Wälder voller Bäume fällen, sich aber auch nebenbei ein Bein amputieren&#8221;. Genauso könne man sich mit Hilfe von Selbstdisziplin unglücklich machen, indem man sich zu einem Lebensstil bringt, der gar nicht zu einem passt. Sogar die Disziplinierung, das stete Anhalten zur Arbeit und das Einüben dessen, &#8220;was der vermuteten Steigerung ihrer Produktivität dient&#8221;, nehmen (so die passig-lobo&#8217;sche Kritik an der protestantischen Arbeitsethik) heute die Arbeitnehmer ihren Vorgesetzten ab.</p>
<p>Prokrastination, so wird auch herausgestellt, ist selten ein Zeichen von Faulheit und nicht notwendigerweise vollkommen unproduktiv. Prokrastinatoren sind im Gegenteil meist sehr beschäftigte Leute &#8211; nur gilt die Beschäftigung nicht dem, was gerade eigentlich getan werden sollte. Das profane Beispiel, dass die Wohnung in Prüfungszeiten besonders sauber und aufgeräumt ist, weil gegenüber dem Büffeln Putzen auf einmal viel attraktiver erscheint, ist weithin bekannt; Produktivität auf Abwegen kann aber auch dazu führen, dass man statt eines Romans auf einmal Software schreibt. (Ein Beispiel für dieses Phänomen, der Philosophieprofessor John Perry, wurde von Florian bereits gewürdigt: <a href="http://imgriff.com/2007/07/01/mehr-ist-mehr/">Mehr ist mehr</a>.)</p>
<p>Hinter der LOBO-Veranlagung, dessen sind sich Passig und Lobo bewusst, steckt manchmal auch AD(H)S. Dem gängigsten Medikament dagegen, Ritalin, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Öffentlich kokettieren die beiden Autoren gelegentlich mit der Substanz (&#8220;Sascha ist schon als Kind in den Topf mit Ritalin gefallen&#8221;), hier geht ihnen angemessenerweise die Leichtigkeit des restlichen Buches etwas ab; eher nüchtern stellen sie Vorteile und Risiken dar.</p>
<p><strong>Am amüsantesten ist das Buch, wo es praktisch wird</strong></p>
<p>Passig und Lobo spannen einen weiten Bogen, der mit der Beschreibung des Phänomens Prokrastination und seiner Ursachen beginnt. Diese Bestandsaufnahme erweckt stellenweises den Eindruck, dass über Unabänderliches geklagt wird, es wird jedoch klar, dass Prokrastination normal oder zumindest weit verbreitet ist. Nützlicher und amüsanter sind Passig und Lobo da, wo sie aus der Fülle der Ergebnisse aus der Prokrastinationsforschung schöpfen oder wo sie praktisch werden, etwa in den darauffolgenden Kapiteln, wo es um einzelne Problembereiche geht. </p>
<p>Wunderbar ist etwa das Kapitel zu Geld, Staat und Post, das sehr pragmatische Lösungen mitliefert: wie etwa automatisierte Lösungen vom Dauerauftrag bis zur Vorauszahlung ans Finanzamt Ärger durch Verpeilen verhindern; oder welche Dienstleistungen der Bank LOBOs besser nicht in Anspruch nehmen &#8211; so z.B. den Dispokredit. Oder auch das Kapitel über Outsourcing, das sehr detailreich die Möglichkeiten nahelegt, wie man ungeliebte Arbeiten delegieren kann, gegen Geld oder Gegenleistungen &#8211; denn, so wird festgestellt, fremde Arbeit, z.B. fremde Post, erledigt man meist mit viel weniger innerem Widerstand als die eigene. Im letzten Teil geht es auch um das Zusammenleben und -arbeiten von LOBOs und Nicht-LOBOs, also um die Frage: Wie bekomme ich es mit minimalem Energie- und Nervenaufwand hin, dass meine Umwelt mich nicht als Verpeiler abschreibt, mit dem man nichts zu tun haben möchte?<br />
Die einzelnen Kapitel sind angenehm kurz und mit teilweise urkomischen Anekdoten angereichert, die das jeweilige Thema illustrieren.</p>
<p><strong>Fazit: Kurzweilige Kritik der Produktivität</strong></p>
<p>&#8220;Dinge geregelt kriegen &#8211; ohne einen Funken Selbstdisziplin“ macht einem kein schlechtes Gewissen, löst keine &#8220;Ab morgen mache ich alles anders&#8221;-Impulse aus und geht niedrigschwellig an das Thema Produktivität und Selbstorganisation heran. Passig und Lobo gehen nicht davon aus, dass jeder Mensch reich und mächtig werden will, sondern sehen als oberstes Lebensziel vor allem Glück &#8211; und um glücklich zu sein, müssen vielleicht manche, aber bei weitem nicht alle Menschen auch gut organisiert sein. Ihre Kritik am Produktivitätswesen liest sich federleicht und flüssig. Die Grundhaltung ist eine ausgesprochen hedonistische, wer tatsächlich einer ausgeprägten Arbeitsethik anhängt, wird wenig Freude an dem Buch haben. Angesichts dessen, dass ausgeprägte Prokrastination durchaus die Gefahr birgt, sich ebenfalls Chancen zu verbauen, fehlt manchmal die Grenze, ab der Prokrastination zur Gefahr wird. Zum Glück wird das mit reichlich Wissen über Prokrastination (etwa: welche Ratschläge man wissenschaftlich fundiert in den Wind schreiben kann) und einigen pragmatischen Strategien (etwa: wie man Deadlines als Motivation, zur Abwechslung tatsächlich an einer Aufgabe zu arbeiten, nutzt) aufgewogen. Total desorganisierten Naturen möchte ich trotzdem ergänzend ein echtes Produktivitätssystem ans Herz legen.</p>
<p>Das Blog zum Buch: <a href="http://prokrastination.com/">prokrastination.com</a><br />
Das Buch bei Amazon:  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3871346195?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3871346195">&#8220;Dinge geregelt kriegen &#8211; ohne einen Funken Selbstdisziplin&#8221; (Affiliate-Link)</a></p>

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		<title>&#8220;Refuse to Choose&#8221;: Ein Ratgeber für moderne Universalisten</title>
		<link>http://imgriff.com/2009/05/12/refuse-to-choose-ein-ratgeber-fuer-moderne-universalisten/</link>
		<comments>http://imgriff.com/2009/05/12/refuse-to-choose-ein-ratgeber-fuer-moderne-universalisten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 16:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Camilla Kutzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Sher]]></category>
		<category><![CDATA[Generalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivitätsbibliothek]]></category>

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		<description><![CDATA["Scanner" nennt Barbara Sher Menschen, die sich zwischen ihren vielen Interessen nicht entscheiden können und wollen. Für sie hat Sher ihren Ratgeber "Refuse to choose" geschrieben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>&#8220;Scanner&#8221; nennt Barbara Sher Menschen, die sich zwischen ihren vielen Interessen nicht entscheiden können und wollen. Für sie hat Sher ihren Ratgeber &#8220;Refuse to choose&#8221; geschrieben.</h4>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423246545?ie=UTF8&#038;tag=blwimg-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3423246545"><img src="http://imgriff.com/wp-content/uploads/2009/05/21tbszrbrfl_sl160_.jpg" width=""  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Wahrscheinlich kennt jeder Menschen, die sich einfach nicht auf eine Sache konzentrieren können: Menschen, die sich schwer tun, ein Studienfach zu wählen, zehn verschiedene Hobbies haben, alle drei Wochen etwas Neues entdecken, genauso oft aber auch wieder das Interesse an einer Sache verlieren. Üblicherweise hören solche Menschen den Rat, sich &#8220;doch einfach mal zusammenzureißen&#8221;, oder bekommen gesagt, dass sie eben nicht alles haben können.</p>
<p>Die amerikanische Coaching-Autorin Barbara Sher (<a href="http://www.barbarasher.com/">» hier ihre Website</a>) ist der Ansicht, dass diese Menschen nicht an einem Defizit leiden, sondern einfach eine heute nicht mehr geschätzte Veranlagung haben: Sie sind <strong>Generalisten in einer Umwelt, die auf Spezialisten eingestellt ist</strong>. Ihr Buch &#8220;Refuse to choose&#8221; (deutsch:  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423246545?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3423246545">&#8220;Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast&#8221; (Affiliate-Link)</a>) ist Menschen mit dieser Disposition gewidmet. Dabei geht es nicht einfach &#8220;nur&#8221; um Interessen und Hobbies, sondern um Passionen, Berufungen und das Glück, das man darin finden kann, das auch tatsächlich zu tun, was man tun möchte &#8211; egal wie viele verschiedene Dinge das sind, und egal, ob es sich dabei um Hobbies oder Berufe handelt.</p>
<p><span id="more-2964"></span><strong>Externe und innere Widerstände</strong></p>
<p>Der erste Teil des Buches beschäftigt sich allgemein mit dem Phänomen der, wie Barbara Sher sie nennt, &#8220;Scanner&#8221;, mit typischen Problemen und einigen Strategien. Typische Probleme sind etwa die <strong>Erwartungen der Mitmenschen</strong>, zum Beispiel diejenige, nach dem Abschluss der Schule eine (und nur eine) Karriere zu ergreifen und dabei zu bleiben, überhaupt an Dingen festzuhalten, die man einmal angefangen hat, anstatt etwa neben dem Beruf noch Japanisch lernen, eine Kletterreise durch Nepal unternehmen, dreizehn verschiedene Programmiersprachen lernen und einen Roman schreiben zu wollen oder ständig neue Interessen zu entdecken, die nach zwei Monaten schon wieder passé sind.</p>
<p>Aber auch in der Person des Scanners selbst gibt es Widerstände. So neigen Scanner dazu, zu vergessen, dass morgen auch noch ein Tag ist. Sie können <strong>wie der Esel zwischen zwei Heuhaufen verhungern</strong>, weil sie zwischen mehreren Interessen so hin und her gerissen sind, dass sie sich auch für den Augenblick nicht entscheiden können, und oft fürchten, das eine lassen zu müssen, um das andere zu tun. Sich zu verpflichten, fällt Menschen, die schon ahnen, dass ihr derzeitiges Interesse an einer Sache vielleicht schon bald wieder vergangen ist, oft schwer, gerade wenn die Überzeugung, man habe sich auf eine Sache im Leben festzulegen, noch tief sitzt. Das sorgt schließlich dafür, dass sie ihre Interessen ungenutzt vorbeiziehen lassen und am Ende nichts von ihrer Begeisterung in die Tat umsetzen. Dabei bringt die Scanner-Veranlagung auch besondere Stärken mit sich: Scanner, so ist Sher überzeugt, haben einen neugierigen, kreativen und ungewöhnlich vielseitigen Geist.</p>
<p>Damit eben dieser Geist sich entfalten kann, gibt das Buch seinen Lesern eine große Kiste voll Methoden mit: Selbsterkenntnis-Übungen, um die Muster der eigenen Motivation zu verstehen, Methoden zur Zeit- und Projektorganisation, Strategien, um in Gang zu kommen, aber auch Dinge zu Ende zu bringen und &#8220;tote&#8221; Interessen loszulassen.</p>
<p><strong>Zyklische und serielle Scanner</strong></p>
<p>Scanner sind nicht alle gleich. Sher unterscheidet verschiedene Typen, die sich durch die Geschwindigkeit, mit der ihre Interessen wechseln, durch ihre Motivation und vor allem durch die Konstanz oder Wechselhaftigkeit ihrer Interessen auszeichnen; sie unterscheidet vor allem zwei große Gruppen: zyklische und serielle Scanner. <strong>Zyklische Scanner</strong> sind Menschen, deren Interessen im wesentlichen gleich wiederkehren. Statt dem ständigen Entdecken neuer Interessen steht bei ihnen das Kultivieren von mehreren Interessen im Vordergrund. <strong>Sequentielle Scanner</strong> dagegen entdecken immer wieder Neues, kehren aber nicht zu abgelegten Interessen zurück. </p>
<p>Den einzelnen Untertypen gibt Sher amüsante und meist bezeichnende Namen &#8211; &#8220;Double Agents&#8221; etwa sind Menschen, die zwischen zwei konstanten Leidenschaften pendeln, &#8220;Sampler&#8221; Leute, die eine Sache einmal erfahren wollen und dann damit abschließen; der &#8220;serielle Spezialist&#8221; kann sich jahrelang mit einer Sache beschäftigen, bis er das Gefühl hat, sie gemeistert zu haben. Der &#8220;Jack of all Trades&#8221; dagegen ist bei allen seinen Begeisterungen, die kommen und gehen, vor allem auf der Suche nach einem guten Leben. Für alle diese Typen schlägt Sher jeweils spezifische Strategien, Karriereoptionen, &#8220;Life Design Models&#8221;, Motivations- und Planungsstrategien vor.</p>
<p><strong>Coachingbuch mit bewährten Beispielen</strong></p>
<p>&#8220;Refuse to choose&#8221; ist ein Coachingbuch und erfordert daher, wenn man es denn voll ausnutzen möchte, einiges an Arbeit, Geduld und (das dürfte Scannern schwer fallen) Durchhaltevermögen. Shers Übungen sind aber zum Glück spaßig, erkenntnisreich und zum Teil auch aus der Coachingpraxis bewährt, was durch die zahlreichen amüsanten Fallbeispiele glaubwürdig wird. Am wertvollsten ist das Buch nicht dort, wo es Empfehlungen zur Berufswelt gibt, sondern in den zahllosen Empfehlungen für Werkzeuge und Strategien, wie man mit seinen vielen Interessen umgehen kann.<br />
Wer nicht bereits starke Generalisten-Tendenzen bei sich wahrnimmt oder von Menschen mit einer solchen Veranlagung umgeben ist, wird dieses Buch eher nicht brauchen; wer dagegen viel mit solchen Generalisten zu tun hat, sei es als Kollege, Tochter/Sohn oder Mitarbeiter, oder wer neugierig geworden ist auf seine eigene Vielfalt, dem sei &#8220;Refuse to choose&#8221; empfohlen. </p>
<p> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423246545?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3423246545">» Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast (Affiliate-Link)</a> &#8211; Barbara Shers Buch auf Deutsch bei amazon.de<br />
»  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1594863032?ie=UTF8&tag=blwimg-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=1594863032">Refuse to choose (Affiliate-Link)</a> &#8211; das englischsprachige Original</p>

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