e-Plunder:
Warum das Aufbewahren nur ganz selten schlau ist

Peinlich: Keinen halben Meter neben der Kiste mit dem «Elektronik-Sammelsurium» steht in meinem Büroregal das Buch «Simplify your Life» mit dem Kapitel «Entrümpeln Sie Ihre Umgebung», das ich – wie das ganze Buch – schon vor Jahren gelesen habe. Aber wenn ich das weiss: Wieso mache ich’s nicht? Ein Versuch, aus logischen und psychologischen Aspekten eine praktikable Lösung zu finden.

Ich gebe zu: Ich werfe meiner Frau immer wieder vor, sie bewahre sinnlos alten Plunder auf. Dinge, die mittlerweile völlig unnütz sind. Schuhe, die seit Jahrzehnten nicht mehr «in» sind. Oder ein (grosszügig geschätzt) 50cm hoher Turm aus Plastiktellern, aus denen unsere Tochter vor mehr als zehn Jahren zum letzten Mal gegessen hat. Oder die Flugtickets und Einsteigekarten der Sommerferien der vergangenen 200 Jahre.

Aber – unter uns gesagt – ich bin genauso. Nicht bei Schuhen; da bin ich ganz Mann. Aber bei elektronischem Zeugs. Da bin ganz besonders Mann! Da bin ich schlimmer als meine Frau mit ihrer Schuh-Teller-Tickets-Sammlung.

Wo liegt das Problem?

Ich spreche nicht von jenen e-Preziosen, die ich, als Informatiker der frühen 1980er Jahre und Technikinteressierter, zur Erinnerung an damals behalten will. Damals, als der «Apple Newton» das hipste Gadget war (sagten wir schon «Gadget» oder noch «Gerät»?). Damals, als ein «anständiger» Walkman noch mindestens 500 Schweizer Franken und damit knapp einen Wochenlohn kostete. Damals vor über 10 Jahren, als ich mir zu Beginn meiner Selbstständigkeit als Coach mein erstes Business-Notebook kaufte. Diese Dinge sind, wenn bewusst ausgewählt, keine Belastung und nicht das Problem.

Das Problem ist der ganze Plunder, der sich im Laufe der Jahre ansammelt und mir jedes Mal, wenn ich das Zeug sehe, ein schlechtes Gewissen macht: «Das hättest Du viel früher verkaufen müssen, jetzt will’s sowieso keiner mehr. Gegen Bezahlung schon gar nicht!» Mein Plunder:

  • ein iPod der vierten Generation von 2004 (der erste mit ClickWheel und noch mit einer richtigen Festplatte)
  • ein Dutzend LAN-Kabel (in allen Längen und Farben)
  • ein Funktelefon mit Ladestation, das ich längst durch eines mit Funk-Freisprechgarnitur ersetzt habe (ich tigere rum beim Telefonieren)
  • ein Palm PDA, mit dem man in den 1990er Jahren als moderne Führungskraft das kiloschwere Zeitplanbuch ersetzte
  • eine digitale Kompaktkamera der ersten Jahre mit einem 1.5-Zoll-Display und einer schweineteuren 256-MB-CompactFlash-Card
  • mein erstes Smartphone, das Sony Ericsson P900; gemäss Testbericht von 2003 zwar ein «grosser Brocken», aber eine «lohnende Investition»
  • rund 10 Ladegeräte, bei denen ich «eigentlich schon lange mal» überprüfen sollte, ob’s die dazu gehörenden Geräte überhaupt noch gibt
  • eine irgendwann aus irgendeinem Notebook ausgebaute Festplatte, die einer grösseren Platz machen musste
  • usw., usf.

Meine Gadget-Gerümpelbox. Um genau zu sein: eine von drei Gerümpelboxen; eine weitere steht unter dem Pult und die grösste ist irgendwo im Keller.

.

Wieso ist das Entrümpeln gar nicht so einfach?

Woran liegt’s, dass sich über Jahre hinweg solche vermeintlichen Schätze anhäufen, man sich daran stört, aber die regelmässige Entrümpelung nicht gelingen will?

Am Loswerden kann’s nicht liegen: Annahmestellen gibt’s fast überall, und die Entsorgung ist – zumindest in der Schweiz – bei Elektro- und Elektronikteilen kostenlos. Oder sind es nostalgische Gefühle gegenüber der guten, alten Zeit, als wir jung waren und mit dem Walkman hinauszogen in die grosse, weite Welt? Oder steckt dahinter vielleicht eine völlig absurde Idee, das ausgegebene Geld käme irgendwann zurück, wenn man den Gegenstand nur lang genug behielte?

Werner Tiki Küstenmacher schreibt in seinem Bestseller «simplify your life» (Affiliate-Link), die Wohnung eines Menschen sei der Spiegel seiner Seele, und jeder Wohnungsteil habe ein Pendant in seinem Körper bzw. in seiner Persönlichkeit: Das Badezimmer sei die innere Mitte, der Keller die Vergangenheit und das Unbewusste, die Küche der Bauch usw. Eine gewagte, aber nicht uninteressante These.

Die Lösung

Am Wochenende gibt’s hier Action: Ich werde mich vom Grossteil meines alten Elektronikzeugs trennen. Und so gehe ich vor:

  1. Zuerst werde ich die Sachen aus allen e-Gerümpel-Kisten zusammentragen und in weiteren heimtückischen Verstecken wie Schreibtischschubladen oder Fotoschrank nach weiteren Dingen suchen, die ich entweder bewusst aufbewahren oder als Ballast loswerden will.
  2. Anschliessend mache ich eine Auslegeordnung und sortiere die Dinge (ich hoffe, der Tisch reicht, sonst auf dem Fussboden).
  3. Dann wähle ich ganz bewusst jene Stücke aus, die ein Symbol für eine frühere Zeit sind und an die ich mich immer wieder gerne erinnern möchte. «Maximal 10 Erinnerungsstücke» – das ist mein Ziel.
  4. Im nächsten Schritt lege ich jene Dinge zur Seite, bei denen ich ziemlich sicher bin, dass sie sich noch verkaufen lassen. Wenn die Zeit noch reicht, stelle ich die Dinge gleichentags auf Ebay oder Ricardo.
  5. Schliesslich suche ich jene Dinge heraus, die ich verschenken kann: das noch funktionstüchtige Notebook, das Funktelefon und andere Dinge, die Menschen gerne hätten, sich aber vielleicht nicht leisten können.
  6. Und der ganze Rest? Der ist Müll, den ich in der Garage bereit legen werde, um ihn bei nächster Gelegenheit auf dem Werkhof der Gemeinde zu entsorgen.

Und dann? Dann frage ich – mit breitem, stolzem Grinsen – mal wieder bei meiner Frau nach. Wie’s denn so gehe mit dem Entsorgen von Plastiktellern, Flugtickets und Schuhen, die längst out sind.

 

Marcel Widmer

Marcel Widmer begleitet als ausgebildeter Coach und Organisationsberater Fach- und Führungskräfte, Teams sowie Organisationen bei der eigenen Entwicklung. Als Autor bei imgriff.com bloggt Marcel Widmer seit Anfang 2013 praxisnah zu Themen wie Organisation, Zeit- und Selbstmanagement. → mehr …

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33 Kommentare

  1. Haha, ich bin zwar kein Mann, aber mein e-Gerümpel (und es ist meins; meinen Mann lasse ich da nicht dran *g*) sieht fast noch schlimmer aus:
    Diverse Handy-Generationen aller 6 Familienmitglieder (plus der mobilen “Telefonzelle” meiner verstorbenen Mutter, riesig und noch mit Antenne dran), ganz viele Ladegeräte, alte Digicams, USB-, Telefon- und sonstige Kabel, ausgebaute Computerfestplatten, alte Tastaturen, unser Atari …
    Immerhin habe ich letztens endlich diesen einen, sperrigen Computermonitor entsorgt. Jetzt haben meine ungetragenen Schuhe wieder mehr Platz :-D

    • @ Petra: Ich sehe, Du bist Expertin in diesem Thema :-D

    • Sieht ganz so aus, Marcel ;-)

      Übrigens habe ich beim Kommentieren auch höllisch aufpassen müssen, nicht WLAN-Kabel zu schreiben, weil ich den Witz auch schon ewig mache. Deshalb ist mir nicht mal aufgefallen, dass du das offenbar geschrieben hast *g*

  2. Also die WLAN-Kabel kannst du sicher teuer verkaufen!!!

  3. ;-) Ich würde die WLAN Kabel aufheben – sind eine echte Rarität. Evtl. noch liegen lassen und als Wertanlage in 10 Jahren verkaufen…

    • @ Peter & «Marketing» ;-)

      Herrlich! Das mit dem WLAN-Kabel ist ja einer meiner ältesten Witze. Nun hat er sich tatsächlich in einen meiner Blogpost reingeschlichen, sapperlot! (Ist jetzt korrigiert, danke für den Hinweis.)

  4. Ich beneide Dich ja: Nur so wenig e-Plunder? Bei mir füllen allein irgendwelche Kabel und Netzteile zwei grosse Kartonschachteln. Und auch wenn die Partnerin mir vorwirft, ich horte hier bloss alten Plunder, verteidige ich die Schachtel fast schon militärisch: Man weiss nie, wenn man noch ein Kabel braucht.

    Fragt sich nur, ob heutige Geräte überhaupt noch Anschlüsse für meine veralteten Kabel bieten…

  5. Ich habe mal die Story eines Paars gelesen, die nach dem Zügeln alles (!) im Keller deponiert haben. Wenn sie etwas brauchten, gingen sie es holen und dann erhielt es einen Platz in der Wohnung. Was nach x Monaten immer noch im Keller stand, warfen sie kompromisslos weg.

  6. Ich liebe radikale Ansätze! Das Probiere ich mal aus – mit den Sachen meiner Frau :)

  7. Ich habe bei meinem letzen Umzug (Vom Einfamilienhaus in ein WG-Zimmer) eine grosse Entrümpelungs- und Entsorgungsaktion durchgezogen.

    Entsorgt, verschenkt.. sehr wenig eingelagert. Habe meine “Erinnerungsstücke” auch auf ein paar wenige reduziert.

    Ergebnis: Ich besitze fast nichts mehr.. es fehlt mir aber auch nichts;)
    Erwäge sogar in meinem Kellerabteil ein Weinkeller anzulegen da ich fast nichts habe um dort zu lagern..

    Erstaunlich wie befreiend das wirken kann.

    • @ Nici:
      Deine Geschichte (danke!) ist ein guter Beweis, dass radikale Ansätze oft hilfereich sein können! Unter anderem auch darum, weil kaum Auswahlmöglichkeiten bestehen.

    • Aber mit dem Weinkeller geht’s doch von neuem los. Die meisten Weine gewinnen durch Lagerung nicht — kauf Wein besser, wenn du ihn trinken willst. Ein paar Flaschen vorrätig zu haben, ist sicher gut — da reicht ein kleines Regal für sechs oder zwölf Flaschen.

  8. Hätte auch ein schönes Gewinnspiel werden können…

  9. Toll zu lesen, Ihre Aufräumaktion.
    Bei uns ist es eher so, dass mein Mann solche elektronischen Sachen, die “er” angeblich nicht mehr braucht, relativ schnell entsorgt, oft schon zu früh, er oder ich suchten es danach wieder ;))

    Bei mir ist es, Ausgedrucktes, Seiten aus Zeitungen, die ich noch nachlesen möchte, jedoch die Zeit noch nicht gefunden habe. Dies ist bereits zu einem stattlichen Stapel herangewachsen und ich kann diesen einfach nicht zum Altpapier legen… Da wäre ein Tipp für mich, genau das Richtige :)

    • @ Marylouise
      Im simplfy-Buch empfiehlt Küstenmacher, Zeitungen/Zeitungsausschnitte nicht nach-zulesen, sondern mut wegzuwerfen. Er rechnet vor, man gewänne zwischen 1 Woche und 1 Monat an Zeit, wenn man einen 50 cm hohen Stapel einfach wegwärfe. Vielleicht hilft das, Dich von diesen “Schätzen” zu trennen.

    • Danke, einleuchtend, na werde ich versuchen morgen mutig zu sein, aachhh…

  10. Mein e-Sammelsorium füllt inzwischen 2 Umzugskartons… aber wer weiß, vielleicht kann ich irgendwann noch mal eins der drei NTBAs oder die Telefonkabel (inkl. Verlängerungskupplungen) oder das USB Infrarot-Modul benötigen… Auf den 20 bzw. 40 GB Festplatten ist ja auch noch Platz.

    Naja, vielleicht finde ich im nächsten Winter ja mal etwas Zeit…

  11. Den Walkman habe ich auch. War damals das ultimative Gerät und fühlt sich in der Hand ganz toll an. Gehört bei mir definitiv zu den “10 Erinnerungsstücken”.
    Genauso wie das Sony Z1 Handy… ;)

  12. Sehr interessanter Artikel!
    Mich selbst packt auch hin und wieder die Ausmistewut.
    In diesen Phasen wird auch strikt jeder Anruf abgewürgt, jeder Besucher abgelehnt, weil ich sie bis zum letzten nutze.
    Teilweise kommt es dann jedes mal auf mehrere Müllsäcke oder Beutel für die Bücherrei etc.

    Dabei hat man immer gar nicht das Gefühl so viel zu sammeln.

    Interessant fand ich übrigens Punkt 6: Das aussortierte Zeug in der Garage lagern, um es dann “irgendwann” zu entsorgen. ;)

    Mein Tipp: Nicht “irgendwann”, sondern sofort einen festen Termin ausmachen und in den Kalender eintragen. Sonst wird aus “irgendwann” ganz schnell “nie”.

    Liebe Grüße,
    Alice Högner

    • @ Alice
      Huuuu, aufpassen beim zitieren und interpretieren ;-)
      Ich habe nicht geschrieben “irgendwann”, sondern “bei nächster Gelegenheit” (sprich: wenn der Werkhof geöffnet hat).

  13. Danke für den Artikel!

    Ich möchte mein aktuelles drahtloses Telefon ersetzen und nutze auch gerne Freisprechgarnituren. Deshalb würde ich mich eine Funk-Freisprechgarnitur reizen. Worauf sollte ich denn beim Kauf einer solche achten?
    Danke schon im Voraus!

  14. Witzig, nutze gerade meinen letzten Urlaubstag zum Ausmisten – der Artikel beschreibt das genau richtig. Probleme habe ich, funktionierende Geräte zu entsorgen, die mal teuer waren. Oft will die auch geschenkt niemand mehr haben. Auf jeden Fall ist das anschliessend ein sehr befreiendes Gefühl. Mein Tipp: Auch an das “Datengerümpel” auf PC, Notebook, Smartphone denken.

    • @ EmmWeh (oh, ein Namensvetter ;-) )
      Leicht fällt’s mir jeweils auch nicht. Was mir hilft, ist tatsächlich die nüchterne Erkenntnis, dass das Geld ja nicht zurück kommt, wenn man das Gerät aufbewahrt.
      Danke für den Hinweis mit dem Datengerümpel – sehr gut!

  15. Bei uns im Haus gibt es eine Kiste, in der jeder das hineinlegt, was er nicht mehr benötigt. Und wer etwas gebrauchen kann, nimmt es sich einfach. Was einige Tage in der Kiste ist, wird entsorgt.

  16. @ Roland:
    Prima Idee! Ist “Bei uns im Haus” ein Einfamilien- oder ein Mehrfamilienhaus? Wenn MFH, dann ist die Idee erst recht Spitze!

    • Ja, 24 Wohnparteien.
      (Ja, so ein angeblich anonymes “Wohnsilo”. Aber man kennt sich und die Nachbarn sind echt angenehm.)

  17. Natürlich braucht man etwa 80 oder 90% des Krempels, den man aufbewahrt, nie wieder. Aber man weiß eben vorher nicht, WELCHE 10% man später noch braucht.

    Bei meinem letzten Umzug habe ich mein vorletztes Notebook weggeworfen, weil technisch völlig veraltet. Ein paar Monate später mußte ich feststellen, daß neue Desktop-Rechner kein Disketten-Laufwerk mehr haben; ich bekam aber gelegentlich noch Daten auf Diskette. Dafür hätte ich besagtes altes Notebook gut gebrauchen können.

    • Aber genau das ist doch die Falle: Dinge aufzuheben, weil es noch eine minimale Wahrscheinlichkeit gibt, sie zu brauchen. Disketten sind seit über 15 Jahren nicht mehr gebräuchlich – viel einfacher wär’s doch, ein zeitgemässeres Medium zu verwenden. Internet hat Du ja offensichtlich schon… :-)

    • Das stimmt, man weiß nie ganz genau, welche 10% man nochmal braucht. Wenn ich (selten genug) etwas “voreilig” entsorgt habe, stelle ich das auch meist nach einigen Monaten und keineswegs innerhalb der nächsten zwei Wochen fest.
      Dann tröste ich mich damit, daß die eventuelle Neuanschaffung im Vergleich zu dem entsorgten Gerät miniaturisiert ist. Für Deine Zwecke dürfte es kleine externe Laufwerke geben?

    • @EmmWeh: Es ging ja nicht um meine Daten, sondern um Daten eines Kunden, die ich per Diskette bekam. Dieser Kunde tut sich nun mal schwer mit solchen Umstellungen.

      Bzgl. “Falle”: Hier bin ich in die Falle getappt, daß man Dinge wegwerfen soll, die man wahrscheinlich nicht mehr braucht.

      @Isolde: Ja, so ein externes Laufwerk mußte ich dann extra suchen, bestellen (natürlich bezahlen!) und auf die Lieferung warten.

      Und jetzt liegt das neu angeschaffte Laufwerk meist ungenutzt rum, und ich weiß nicht, ob ich es nochmal brauche.

    • Interessant. Dann muss es ja ein sehr lukrativer Kunde bzw. Auftrag gewesen sein, wenn sich eine Neuanschaffung für eine einmalige Verwendung gelohnt hat. Ich hätte dem Kunden halt einen USB-Stick geschenkt und ihm die Verwendung erklärt. Und vielleicht hat er ja sogar E-Mail?

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