teamspir.it:
Logbuch für die täglichen Erfolge als Team

Im eigenen Agenturalltag haben die Gründer von teamspir.it allzu oft «nebeneinander statt miteinander» gearbeitet. Aus dem eigenen Bedürfnis heraus, den Austausch von Fortschritten, Wissen und konstruktivem Feedback zu fördern, ist teamspir.it entstanden.

Tools für die Zusammenarbeit in Teams, sogenannte kollaborative Tools, gibt es wie Sand am Meer. Die meisten haben verwaltenden Charakter und verfolgen das Ziel, dass alle Teammitglieder auf die benötigten und aktuellen Informationen zugreifen können. Teamspir.it wählt einen anderen Ansatz: Das Team-Logbuch soll die täglichen Erfolge der Mitarbeiter dokumentieren. Der tägliche Blick auf das Erreichte hilft auch zu erkennen, wer gerade woran arbeitet.

Ein Avatar zeigt die aktuelle Stimmung an

Vergleichbar mit einem sozialen Netzwerk können die Mitarbeiter eine Mitteilung im Log posten. Dabei kann zwischen vier Gemütszuständen gewählt werden, von sehr glücklich bis traurig. Für jede Stimmung kann ein eigenes Bild als Avatar hochgeladen werden. Die anderen Teammitglieder können den Post kommentieren und mit einem Facebook-ähnlichen «Daumen hoch» versehen. Die Neuigkeiten können als tägliches oder wöchentliches Statusmail abonniert werden.

Ein weiteres Tool zum Pflegen

Gemäss den Gründern Peter Rottmann und Carsten Scheuer sei die gefühlte Produktivität in Teams meistens tiefer als die effektive Produktivität. Deshalb wollen sie die kleinen Erfolge im Arbeitsalltag sichtbar machen. Dieser Ansatz ist allerdings nicht nicht ganz konsequent verfolgt, denn dann sollten auch nur positive Dinge erfasst werden können. teamspir.it ist zudem auch nur so gut, wie es von den Mitarbeitern geführt wird. Gerade weil teamspir.it kein Projektmanagement-Tool sein will, ist es eben ein weiteres Tool, das zusätzlich gepflegt sein will.

Kleine Erfolge sichtbar machen ist empfehlenswert

Aus Produktivitätssicht ist die Idee spannend, die kleinen Erfolge im Alltag sichtbar zu machen und damit dem Team von Zeit zu Zeit wieder einen Motivationsschub zu verpassen. Ob es dazu aber ein spezialisiertes Tool wie teamspir.it braucht, ist zu hinterfragen. Die meisten Projektmanagement-Tools verfügen über eine Art News-Stream, der dafür verwendet werden kann. Gerade Yammer positioniert sich hier in einer sehr ähnlichen Ecke. In meinem alten Betrieb übernahm zum Beispiel ein Gruppenchat «Office-Talk» in Skype die Funktion als Plattform für die kleineren und grösseren Erlebnisse (s. dazu auch diesen Blogpost).

teamspir.it gibt es als kostenloses BasicLog bis zwei Benutzer, die beliebig viele Logs, Beiträge und Kommentare anlegen können. Das ProLog für $10/Monat umfasst beliebig viele Nutzer.

 

Patrick Mollet

Unternehmer, Publizist, Liberaler, Squasher, EVZ-Fan.

 

Aktuell unterstützt er mit seinem Startup Eqipia Arbeitgeber dabei, dank den Netzwerken ihrer Mitarbeiter besser und einfacher zu rekrutieren.

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2 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel! Es ist absolut richtig, dass ein Tool wie teamspir.it nur dann sinnvoll eingesetzt werden kann, wenn alle Team-Mitglieder vom Sinn des regelmäßigen Verfassens von Beiträgen im “Log” überzeugt sind. Das ist alles andere als einfach und dauert erfahrungsgemäß seine Zeit. Um die kritische Startphase zukünftig zu erleichtern, arbeiten wir u. a. bereits an entspr. Erweiterungen (z. B. Richtung “Gamification”). Auch das Gruppieren und Filtern von Beiträgen
    wird kurzfristig möglich sein.

    Natürlich kann man den reinen Informationsaustausch innerhalb von Teams auch mit anderen Tools sehr gut umsetzen. (Auch wir setzen hier auf klassische Projektmanagement-Tools und stream-basierte Kommunikation.) teamspir.it soll als “langfristiges Gedächtnis” eines Unternehmens oder Teams fungieren. Hier soll dann auch Raum für “negative Emotionen” sein, um bspw. Spannungen im Team zu erkennen und abzubauen – es sei denn es handelt sich um ein Ponyhof-Team.. ;-)

    Carsten (Co-Gründer/Entwickler teamspir.it)

  2. Kleines Update: Wir haben bei teamspir.it mittlerweile die Möglichkeit ergänzt, in “Log-Beiträgen” Hashtags zu hinterlegen. Hiernach können dann die Beiträge gruppiert und gefiltert werden. Die vielen positiven Nutzerfeedbacks hierzu bestätigen, dass diese an sich sehr einfache Funktion für viele Benutzer ungemein nützlich ist..

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