Der mobile Workflow:
Wo und wie es sich unterwegs am besten arbeitet

Nicht nur für digitale Nomaden wird mobiles Arbeiten wird immer wichtiger und alltäglicher. Sich richtig organisieren ist das A und O, wenn das Arbeiten auf Reisen reibungslos ablaufen soll. Ich habe zusammengefasst, was es zu beachten gilt, damit der mobile Workflow nicht ins Stocken gerät.

Da ich in letzter Zeit viel unterwegs bin, komme ich nicht umhin, meinen Workflow entsprechend zu organisieren. Denn die Zeit, die man im Zug oder Flugzeug verbringt bzw. die Wartezeiten dazwischen, kann man auch produktiver nutzen – nämlich indem man seine Arbeit erledigt. Auf einige Punkte sollte man besonderes Augenmerk legen, damit das mobile Arbeiten unterwegs möglichst effizient und reibungslos funktioniert. Und: Nicht jedes Verkehrsmittel ist gleich gut geeignet für die Arbeit von unterwegs.

Arbeiten im Zug: Der beste Ort, um zu arbeiten und sich dabei fortzubewegen, ist und bleibt die Bahn: Einsteigen, losfahren im mobilen Büro, aussteigen. Es gibt Leute, die sich bewusst eine Bahncard 100 gekauft haben, um das mobile Großraumbüro regelmäßig genießen zu können. Allerdings hat dieser Arbeitsplatz, wie ZEIT-ONLINE-Redakteurin Tina Groll schreibt, auch Nachteile: Zu wenig Steckdosen, zu wenig Tische, kein Platz sich auszubreiten – und vor allem die schlechte Telefon- und Internetverbindung.

Arbeiten im Auto: Es klingt schwierig, weil man sich ja eigentlich aufs Fahren konzentrieren sollte. Aber zumindest Telefonate lassen sich auch im Auto erledigen. Sogar Social-Media-Aufgaben sind im Auto machbar. So schreibt Social-Media-Managerin Katharina Antonia Heder:

«Als Autofahrer hat man [...] zwei Möglichkeiten: 1. Regelmässige Intervalle von etwa 30 Minuten zum Anhalten einplanen. Gerade in angespannten Phasen oder bei hoher Interaktion von Usern (Gespräche sollte man nicht schleifen lassen) kann dies sehr kompliziert sein. 2. Ich habe mir extra dafür eine Sprachbedienung für den Blackberry angeschafft. Anders ist es nicht zu händeln und alle Nachrichten werden mir vorgelesen: Ich kann also sofort interagieren, wenn es nötig ist.»

Arbeiten im Flugzeug: In letzter Zeit war ich leider öfter mit dem Flieger als mit dem Zug unterwegs. Leider, weil das Arbeiten dort viel komplizierter ist: Einchecken und Security nehmen viel mehr Zeit in Anspruch. In der Start- und Landephase müssen Laptop und Handy ausgeschaltet bleiben. Und während des Fluges stehen weder Steckdosen noch Internet zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Platzangebot mehr als beschränkt, vor allem dann, wenn sich im Billigflieger noch der Vordermann nach hinten lehnt. Mein Fazit daher: Wenn ich kann, lege ich auch längere Strecken lieber mit dem Zug zurück.

Auf die richtige Ausrüstung kommt es an

Je nach Verkehrsmittel sollte man die passende Kombination aus Handy, Laptop und Tablet dabei haben. Außerdem sollte man die richtigen Tools nutzen, um z.B. Daten stets zu synchronisieren. Empfehlenswert: Patrick von 101 Places hat in seinem Blog eine Liste der Tools erstellt, die er bei seinen Reisen rund um die Welt nutzt. Viele davon haben wir bei imgriff.com bereits ausführlicher besprochen. Du möchtest unterwegs lernen? Markus Jung beschreibt, wie man sich mobiles Lernen im wahrsten Wortsinn erleichtert – indem man z.B. besonders leichte Materialien nutzt.

Vorsicht Datensicherheit

Der oben genannte Artikel auf ZEIT ONLINE deckt weitere Risiken des mobilen Arbeitens im öffentlichen Raum auf: Den Datenklau. Denn unterwegs könnte schonal jemand Daten auf dem Display ausspionieren oder Telefonate mithören. Journalisten, die im Zug wichtige Informationen mithören, dürfen diese sogar verwenden. Dagegen helfen z.B. Display-Schutz-Folien und das einfache Prinzip, dass man wichtige Telefonate nicht in öffentlichen Räumen führt.

 

Bild: nerissa’s ring bei flickr.com (CC BY 2.0)

 

Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT und betreibt mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Kooperationspartner des F.A.Z.-Instituts, Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

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Ein Kommentar

  1. Arbeiten im Auto wie oben beschrieben halte ich aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht für empfehlenswert. Man wird dabei in jedem Fall abgelenkt und Sprachsteuerung funktioniert in keinem Fall so gut, also dass man sich allein darauf verlassen könnte. Und bei einem Unfall kann derartige Ablenkung zu empfindlichen Kürzungen bei den Versicherungsleistungen führen …

    Flugzeug:

    Und während des Fluges stehen weder Steckdosen noch Internet zur Verfügung.

    Beides kann grundsätzlich zur Verfügung stehen. WLAN wird bei vielen Fluggesellschaften eingeführt und zahlreiche Fluggesellschaften bieten nicht nur in den vorderen Klassen Steckdosen an. Noch häufiger sind auch USB-Schnittstellen vorhanden, über die man zumindest Smartphones und andere kleine Geräte mit Energie versorgen kann.

    Journalisten:

    Journalisten, die im Zug wichtige Informationen mithören, dürfen diese sogar verwenden.

    Ach ja?!

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