Die Checkliste:
Bist Du online-süchtig?

Vielleicht bist Du längst ein Internet-Junkie und weisst es nur noch nicht. Denn was Dich alarmieren sollte, ist für Dich schon lange Alltag. Mit unserer augenzwinkernden Checkliste erlangst Du Gewissheit.

Facebook, Twitter, Instagram, SnapChat, Amen, XING, LinkedIn, FourSquare, Google+, Pinterest, Path, Yahoo, eBay, Zalando, Wooga, Zynga und noch mehr, auf allen unseren Smartphones, Tablets, Pads, Pods, Glasses, Pebbles, Laptops, Ultrabooks und demnächst auch auf weiteren neuen Devices, Gadgets, Tv-Sets, Kühlschränken, Blumentöpfen und Autos, die online sind.

Wir zocken, chatten, surfen, kaufen, verschicken Nachrichten, machen Fotos und stellen sie online, kommentieren, stupsen an, füttern Kühe, Dinosaurier und Vampire, liken, und wollen nur noch einmal die Timeline checken, bevor wir schlafen gehen. So sieht unser Online-Leben heutzutage aus.

Ich habe eine Liste zusammengestellt, mit deren Hilfe Du erkennen kannst, ob Du zuviel online bist. Sollten 7 der folgenden Punkte auf Dich zutreffen, dürfte es langsam kritisch werden. 

  • Wenn Dein Partner und die Kinder mit Dir reden wollen, stupsen sie Dich auf Facebook an.
  • Wenn Dich jemand nach Deinem Geburtstag fragt, musst Du das erstmal auf XING checken.
  • Wenn Dir jemand was Nettes ins Gesicht sagt, suchst Du hektisch nach einem Like-Button.
  • Wenn Dich jemand fragt, wer Bürgermeister von Berlin ist, öffnest Du automatisch FourSquare.
  • Fast alle Röntgenbilder auf Wikipedia stammen eigentlich von Dir.
  • Mark Zuckerberg schickt Dir 4x pro Jahr eine Kiste Sekt. Auf dem Anschreiben steht irgendwas von «Power-User» und «weiter so».
  • Zu einem wunderschönen Sonnenuntergang fällt Dir nur ein «Was für ein kitschiger Bildschirmhintergrund!»
  • Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Thema Drosselkom rutscht Telekom-Chef René Obermann Dein Name heraus.
  • Wenn Dich jemand anspricht oder Dein Telefon klingelt, kriegst Du eine Panik-Attacke.
  • Wenn Du Dich nicht in Dein WLAN-Netzwerk einloggen kannst, neigst Du zu Gewaltausbrüchen.
  • Als ein Assistent Dich beim letzten Bewerbungsgespräch bat, ihm zu folgen, bist Du sitzen geblieben und hast Deine Facebook-App gecheckt.

 

«Ich fürchte den Tag, an dem die Technologie unsere Menschlichkeit überholt. Die Welt wird dann eine Generation von Idioten sein.» Albert Einstein

 

Bild: Chris Gilmore bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Gregor Groß

Gregor Gross

Gregor Gross

Gregor Groß kam im Jahre des Herrn 1973 zur Welt, kurze Zeit nach dem Tode Bruce Lees. Ob es dabei wirklich zu einer Seelenwanderung kam, ist bis heute ungeklärt. Keine vierunddreißig Jahre später jedenfalls führte ihn sein Weg über einen asiatischen Zwischenstopp nach Brisbane, Australien, wo er Vertrauen in seine kreativen Fähigkeiten fasste.

Seitdem interessiert sich Gregor für Kreativität (darüber bloggt er auf www.denkpass.de) und dafür, wie man Aufgaben richtig organisiert und delegiert, ohne die Kreativität seiner Mitarbeiter zu behindern. Über dies und ähnliche Themen bloggt er hier auf imgriff.com.

Ansonsten versucht Gregor, tagsüber in einer seiner Firmen (alpha-board.de macht Elektronik-Design und Fertigungsservice, mashamo.de exklusive Kinder- und Babymode ohne Kitsch und Schnörkel, lieblingskaro.de Kinderzimmer-Ausstattung, Bettwäsche und Spielzeug im Karo-Look) möglichst viel zu lächeln und dabei kompetent zu wirken, prokrastiniert am liebsten mit Baseballstatistiken und Tageszeitungen und bildet sich Gottweisswas auf seinen Risotto ein.

Sonntagmorgens, wenn ihn seine Söhne um 5:32 Uhr unsanft wecken, wünscht er sich ein Zeitmanagement, das ihm Zeit zum Schlafen verschafft.

Gregor ist via Kontaktseite zu erreichen.

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2 Kommentare

  1. Interessantes Thema, guter Einstieg und tolles Zitat! Nur die Liste ist irgendwie nicht wirklich ernst zu nehmen…das hätte man besser machen können, denn das mit Zuckerberg und dem Bürgermeister ist doch schon sehr weit hergeholt.

    Denn was ist mit den Leuten, die nicht mehr zuhören, weil sie so dermaßen in ihr Smartphone vertieft sind und dabei sogar fast irgendwo dagegen laufen?
    Was ist mit jenen, die in totalen Stress geraten, wenn sich die Nachrichten in ihrem Postfach häufen und sie nicht sofort antworten können?
    Wie fühlt es sich an, wenn man in einer Gruppe sitzt und sobald Pause ist ALLE ihr iPad, Smartphone Galaxy XYZ herausziehen und man aus Überzeugung einfach kein mobiles Internet hat? Kann DAS überhaupt noch jemand von sich behaupten?
    Warum werden heutzutage Bücher veröffentlicht, die sich nur darum drehen, wie irgendjemand es doch tatsächlich geschafft hat ohne Smartphone ein Jahr lang auszukommen?
    Was geschieht mit der Zeit, die die meisten ausschließlich online verbringen, ständig erreichbar und ohne die sie ihr Leben nicht mehr auf die Reihe bekommen würden?
    Was ist mit jenen, die nebeneinander sitzen und sich gegenseitig anstupsen, anstatt einfach mal mit ihren platten Fingern die Person zu berühren?
    Klar sind Gefühle via Internet auch real, schmerzhaft, voller Freude…aber ist das “das Richtige”? Ist das “gesund” oder leben wir einfach nur in einem komplett anderen Zeitalter?

    Wo liegt die Grenze, falls sie für diese Gesellschaft noch existiert?

  2. Die Liste ist ganz witzig (nur nicht wirklich ernst zu nehmen), das Thema dazu leider nicht. Viele Leute ziehen selbst mitten im Gespräch ihr Handy heraus um Mails, Nachrichten oder Statusmeldungen zu checken, hören dem Gegenüber plötzlich nicht mehr zu, reagieren nur noch mit einem “Hmm..” und bekommen das nicht mal mit.

    Als Gegenüber fragt man sich meistens wo man hier gelandet ist.
    Ich höre dann einfach auf zu sprechen und sehe die Person schweigend an, bis sie ihr Handy weg steckt.
    Funktionierte früher für unsere Lehrer in der Schule und für uns heute auch.

    Beruflich bedingt bin ich selbst den ganzen (Arbeits)Tag im Internet unterwegs, habe mir aber angewöhnt, gewisse Dinge die ich regelmäßig nachsehe, nur zu bestimmten Tageszeiten zu prüfen, zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafen gehen. Auf diese Weise bekomme ich alles private gut mit und muss nicht ständig ins Internet gehen.

    Freundliche Grüße,
    Alice Högner

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