Auftanken im Alltag:
Kenne und nutze Deine Energietankstellen!

Wenn’s im Job nicht richtig vorwärts geht oder im Privaten nicht so rund läuft, dann ist’s besonders wichtig zu wissen, wo man seine Batterien wieder aufladen kann. Aber nicht nur dann: Auch im normalen Alltag ist es sinnvoll, seine Energietankstellen zu kennen und regelmässig an die Zapfsäule Halt zu machen.

In der vergangenen Woche habe ich hier über das Ausbrechen aus dem Hamsterrad geschrieben und vor drei Wochen darüber, dass es nicht sinnvoll sei, 100% Zufriedenheit im Job anzustreben – «80% ist ok». Hintergrund dieser Überlegungen ist das Prinzip vom Energiehaushalt: Wenn ich weiss, wo ich Energie auftanken kann und wo ich sie verliere, kann ich es mir leisten, auch Teile meines Jobs zu akzeptieren, die mir weniger Freude machen und gar einen Teil meiner Energie rauben.

Wo und wann man seine persönlichen Energietankstellen anzapfen kann, ist für jeden anders: Energie – und damit Motivation – kann man sich im beruflichen Leben genauso holen wie in der Freizeit. Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, welches die eigenen «A-Lieferanten» sind und dass man diese gezielt und rechtzeitig nutzt (genauso wie man rechtzeitig mit dem Auto an die Tankstelle fährt, sobald der Zeiger der Tankanzeige auf «Reserve» zeigt).

Wenn man sich an drei einfache Regeln – hier mit je einem Beispiel – hält, kann man seine Energietankstellen besser nutzen:

  1. Die persönlichen Energielieferanten identifizieren. Ein konkretes Beispiel: Mir war und ist in all den Jahren meiner Tätigkeit als Coach und Berater bewusst, dass mir ein Abend mit Freunden oder ein Lunch mit Bekannten aus nicht-beruflichem Umfeld eine willkommene Abwechslung zu meinem Berufsalltag ist. Dabei kann ich ausgezeichnet Energie tanken.
  2. Wenig genutzte, wichtige Energietankstellen stärken. Nach einem Coaching, in dem es um Energien und damit auch um die Frage ging «Welches sind die Energietankstellen, die der Kunde zu wenig oder gar nicht nutzt?» habe ich realisiert, dass ich selbst mich in letzter Zeit viel seltener (zu selten!) mit Freunden und Bekannten treffe.
  3. Die fünf wertvollsten Energielieferanten kennen und laufend «anzapfen». Ich bin mir bewusst geworden, dass für mich die Treffen ausserhalb meiner beruflichen Tätigkeit als Energielieferant sehr wichtig sind und habe mir selbst versprochen, künftig wieder mindestens ein Mal im Monat mit Freunden oder Bekannten Zeit zu verbringen.

Du weisst nicht, wo Du Deine Energien herbekommst? Ein einfaches Arbeitsblatt hilft Dir: «Energietankstellen im Alltag nutzen!» (PDF).

 

Bild: Klaus Nahr bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

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2 Kommentare

  1. Schön! Das ist ein sehr wichtiges Thema! Wo, wie, wann und bei wem können wir uns auftanken? Es lohnt sich auf jeden Fall darüber nachzudenken und sich dafür zu sensibilisieren. Was tut mir gut? Ich gehe noch weiter. Wer „zapft“ denn uns an? Was „laugt“ uns total aus? Unseren Energiehaushalt können wir nur zum Teil über die Ernährung und die Bewegung ausgleichen. Oft sind es Personen im Freundeskreis, die nur noch Energie kosten. Manchmal ist es wichtig, diese Personen einfach wieder (in aller Freundschaft) weiterziehen zu lassen. Eine Freundschaft, ein kollegiales Verhalten ist ein GEBEN und NEHMEN! Wie, wann und mit wem haben wir unsere „Hoch – Zeiten“ oder auch Primetime genannt. (Anm. über dieses Thema habe ich schon einen Artikel im http://www.teamworkblog.de/ geschrieben.) Da fällt mir spontan ein schönes Sprichwort ein: „ Von einer herzlichen Umarmung kann man wochenlang zehren“!

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