Mailstrom:
Sortierhilfe für übervolle Inboxen
Inbox Zero ist für Viele ein unerreichbares Ziel. Andere argumentieren, dass es in Zeiten von fast unlimitiertem Speicherplatz und intelligenten Suchfunktionen keinen Grund gibt, überhaupt irgendeine E-Mail zu löschen. Viele haben aber auch einfach schlicht vor ihrer eigenen Inbox kapituliert. Mailstrom macht es sich zur Mission, diesen Mailchaoten eine Sortierhilfe zu bieten.
Nach der Registrierung bei Mailstrom müssen in einem ersten Schritt die zu verwaltenden Mail-Postfächer hinzugefügt werden. Mailstrom kann nur IMAP-Konten verwalten, keine POP-Konten. Daraufhin werden die Postfächer analysiert, was im Test zwei Tage in Anspruch genommen hat. Künftig soll dies in Sekundenschnelle geschehen, aber gemäss Unternehmensangaben ist momentan der Andrang sehr hoch.
Kategorien schaffen Überblick
Nach der Analyse sieht man seine Inbox kategorisiert nach Absender, Subject, Empfangszeitpunkt, Grösse, Newslettern, Social Networks, Shopping. Die so gefilterten E-Mails kann man nun gezielt entweder löschen, verschieben oder archivieren. Mailstrom bietet zudem die Möglichkeit, sich direkt von Newslettern abzumelden: Dazu holt sich das Tool den Unsubscribe-Link aus der E-Mail oder versendet eine Abmelde-Mail an den Absender.
Motivation für den Inbox-Frühlingsputz
Das ist bereits der gesamte Funktionsumfang von Mailstrom. Alles in allem also nichts, was man mit einem normalen Mailprogramm nicht auch bewerkstelligen kann. Wer selber ein System zur Verwaltung seiner Inbox hat und wirklich nur die noch zu bearbeitenden E-Mails in der Inbox hat, wird in Mailstrom keinen Nutzen sehen. Wer aber regelmässig von unzähligen E-Mails überflutet wird und sich bislang nicht überwinden konnte, den Inbox-Frühlingsputz in Angriff zu nehmen, hat mit Mailstrom eine praktische Sortierhilfe zur Hand.
Vollen Postfach-Zugriff für Mailstrom
Man muss sich bewusst sein, dass man Mailstrom mit dem Hinzufügen von Postfächern vollen Zugriff auf sein Mailkonto gibt. Gemäss Unternehmensangaben werden jedoch nur Metadaten wie Sender, Datum, Subject analysiert, nicht die eigentlichen Inhalte. Aktuell ist Mailstrom noch im Beta-Stadium und steht als umlimitierter Test zur Verfügung. Wie das Pricing künftig aussehen wird, ist noch nicht bekannt.
Bild: mailstrom.co


















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15. März 2013 um 11:37
Und wieder ein Tool, wo mir gleich finstere Gedanken durch den Kopf gehen. Wer steht für die Beteuerungen des Herstellers zur Sicherheit der Daten des Anwenders ein? Immerhin können sich ja Interessenten bewußt für oder gegen die Risiken für ihre Daten und Zugangsdaten entscheiden. Aber betroffen sind ja auch alle Kommunikationspartner des Anwenders. Schöne neue Welt, so viele Möglichkeiten und so viele Unwägbarkeiten…
15. März 2013 um 12:43
Da gebe ich dir vollkommen recht! Aber das gleiche gilt ja auch für Gmail und jeden anderen Mail-Provider an sich.
16. März 2013 um 17:44
Das sind die Freaks, die so begeistert sind von der Cloud und glauben, dass der PC bald Vergangenheit ist.
Gerade die besonders sensibeln Daten aus dem E-Mail-Verkehr würde ich in keinem Tool verarbeiten. Denn diese Daten sind besonders interessant. Wurden doch erst neulich auch die E-Mails von Michelle Obama geknackt.
17. März 2013 um 19:30
Wenn man bedenkt, dass eine unverschlüsselte EMail (also fast jede) unsicherer ist als eine Postkarte, dann schadet so ein Service auch nicht mehr. Jeder der zig Server auf dem Weg einer Mail kann alles lesen. Wenn eine Mail allerdings verschüsselt ist schadet so ein Service auch nicht. Solange man die Mails nicht online entschlüsseln lässt.
Als Alternative für lokalen Betrieb gefällt mir PopFile. Das läuft als Proxy (natürlich nur für Mails) auf dem eigenen Rechner und sortiert Mails automatisch nach Inhalt per künstlicher Intelligenz. Mit Hilfe der dadurch generierten Tags lassen sich dann Mails in Ordner sortieren. Größter Vorteil: auch Kategorien wie “@Action” oder “@Referenz” sind je nach Mail-Verhalten machbar. Ach ja, und es ist kostenlos. Eigentlich müsste sich das problemlos in die Cloud setzen lassen, aber zur Zeit ist mir noch keine (frei verfügbare) Umsetzung bekannt.