Entspannungs-Quickies:
3 einfache Tricks gegen den Stress
im Joballtag

«Heute ist nicht mein Tag – alles geht schief». Dieser Gedanke stresst gewaltig. Methoden, die uns helfen, im Alltag zu entspannen und dem Stress zu entfliehen, gibt es wie Sand am Meer: Yoga, Autogenes Training, Meditation und viele mehr. Die lernt man leider nicht «mal so nebenbei». Aber es gibt auch einfache Tricks, die ohne langes Üben helfen – wir zeigen drei davon.

Viele Entspannungsmethoden, die uns nachhaltig helfen, dem Stress im Alltag zu entfliehen, können nicht von heute auf morgen gelernt und umgesetzt werden. Für den Erfolg und die Wirkung sind nicht nur Technik und Training wichtig; oft geht es um die Veränderung von Gewohnheiten. Und das braucht bekanntlich Zeit.

 

Schnell gelernt – schnell umgesetzt

Viel weniger Zeit brauchen unsere «Quickies»: Sie sind schnell erlernt und in wenigen Minuten umgesetzt und praktiziert. Damit sind sie ideal für den beruflichen Alltag.

Vielleicht klingen sie beim ersten Durchlesen lustig oder gar lächerlich. Gib Dir eine Chance und mach den Versuch, es wird sich lohnen.

Probleme in eine Schachtel versorgen

Damit kannst Du Belastendes von zu Hause während des Arbeitstages wegpacken, damit Du Dich auf Deine Arbeit konzentrieren kannst. Mach Folgendes:

  1. Schliess die Augen und stell Dir das Problem (zum Beispiel den bevorstehenden operativen Eingriff) bildlich vor – wenn’s geht in mehreren Bildern.
  2. Stell nun eine virtuelle Kartonschachtel vor Dich hin, öffne sie und pack das Bild vom Eintritt ins Krankenhaus, von der Operation, der Reha usw. in den Karton hinein. Schliesse den Deckel.
  3. Stell die Kiste (gedanklich) an einen Platz, wo sie Dich während des Tages nicht mehr stört, z.B. zu Hause in den Keller.
  4. Wenn Du nach Hause kommst, die Zeit mit der Familie und das Abendessen genossen hast, dann kannst Du die Schachtel wieder öffnen und Dich mit dem Thema der bevorstehenden Operation beschäftigen.

Fantasiereise durch den perfekten Alltag

Dieser Tipp hilft Dir, aus der Negativspirale («Heute ist nicht mein Tag – alles geht schief») auszusteigen und den Fokus aus Positive zu richten.

  1. Setz Dich an Deinen Schreibtisch oder in einen bequemen Sessel, wo Du Dir Notizen machen kannst.
  2. Blende für die nächsten Minuten alles aus: Termine, Aufgaben, Deinen nörgelnden Chef, Kundenreklamationen usw.
  3. Lass Deiner Fantasie freien Lauf – alles ist möglich und erlaubt an diesem imaginären Tag. Was willst Du tun? Was passiert «einfach so»? Was tragen Deine Kollegen und Deine Vorgesetzten zu einem perfekten Tag bei?
  4. Schreib alles stichwortartig auf, ohne «Zensur-Schere im Kopf». Es dürfen auch verrückte Dinge sein. Und diese Fantasien dürfen Dich auch zum Lachen bringen.

Sorgen per Luftpost verschicken

Manchmal fragt man sich, ob man die anstehende Aufgabe lösen kann, zweifelt, ob auf dem Weg zum Ziel als klappen wird. Und vor lauter Sorgen kommt man nicht ins Tun. Der dritte Trick hilft:

  1. Setz (oder leg!) Dich entspannt hin und schliess die Augen.
  2. Stell Dir vor, wie Du die Sorgen und Zweifel auf einen Zettel schreibst, den mit Gas gefüllten Luftballon nimmst und Deinen Zettel an der Schnur festbindest.
  3. Lass den Ballon steigen und schau ihm nach, bis er in den Wolken verschwindet oder so klein geworden ist, dass Du ihn nicht mehr sehen kannst.
  4. Steh auf, streck Dich und mach Dich nun an die Arbeit.

Und? Wie war’s? Welcher der drei «Quickies» hat Dir am besten geholfen? Kennst Du andere Techniken, die Dir im Alltag helfen, wieder in Schuss zu kommen und den Stress zu reduzieren?

 

Bild: David Orban bei flickr.com (CC BY 2.0)

 

Marcel Widmer

Marcel Widmer begleitet als ausgebildeter Coach und Organisationsberater Fach- und Führungskräfte, Teams sowie Organisationen bei der eigenen Entwicklung. Als Autor bei imgriff.com bloggt Marcel Widmer seit Anfang 2013 praxisnah zu Themen wie Organisation, Zeit- und Selbstmanagement. → mehr …

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Ein Kommentar

  1. Sehr gelungener Artikel, vielen Dank. Gerade Fantasiereisen können Wunder beim Stressabbau bewirken. Leider wird diesen Techniken noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt..
    Viele Grüße aus Mainz,

    Grit

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