Alfred App:
Effiziente Kommandozentrale
für den Mac
Es ist unglaublich, wie ineffizient viele Leute ihren Computer bedienen, und schon fast unverantwortlich, wie viel Produktivität dabei verloren geht. Speziell gilt dies für das Suchen und Öffnen von Dateien und Programmen, aber auch für andere Standard-Aktionen. Kleine Helfer wie Alfred sparen enorm Zeit.
Ich beobachte immer wieder, dass viele Leute unzählige Programme in ihrem Dock haben und zusätzlich wichtige Dokumente, Ordner und Downloads im Dock quasi griffbereit ablegen. Noch schlimmer steht es um diejenigen, die zuerst den Finder öffnen und sich durch zig Ordner klicken, um das gewünschte Dokument zu finden und zu öffnen.
Dabei verfügt das Mac-Betriebssystem mit Spotlight über eine hervorragende und schnelle Suche: Mit cmd+Leertaste öffnet sich Spotlight und die Eingabe kann beginnen. Nach der Eingabe z.B. von «Ex» schlägt Spotlight bereits Microsoft Excel vor, das man mit der Enter-Taste gleich öffnen kann.
Dateien rasch finden und öffnen
Hier mag man noch argumentieren, dass es nicht viel länger dauert, mit der Maus das Programm im Dock anzuklicken und zu öffnen. Richtig effizient wird Spotlight aber bei Dokumenten und selten verwendeten Programmen: Statt mühsamem Durchklicken sind selbst in komplexen Ordnerstrukturen versteckte Dokumente im Nu geöffnet.
Entscheidend ist dabei natürlich, dass man seine Dateien nicht «Angebot.docx» oder «Kalkulation.xlsx» nennt, sondern aussagekräftige Dateinamen verwendet. Dominik Tschopp hat in diesem Blogartikel hilfreiche Tipps zur Benennung von Dateien aufgeführt. Dafür ist es meines Erachtens dank Spotlight nicht mehr zwingend nötig, eine perfekte Ordnerstruktur aufzubauen.
Wenn ich pro Tag 50mal ein Dokument oder ein Programm öffne und dabei jedes Mal 5-10 Sekunden spare, mag diese Effizienzsteigerung vernachlässigbar klingen. Ich bin aber überzeugt, dass es gerade diese kleinen Dinge sind, die über die persönliche (Un-)Produktivität entscheiden. Und hier haben wir ja nur einen einzelnen Aspekt behandelt.
Suchen, übersetzen, rechnen und vieles mehr
Noch weiter gehen Programme wie Alfred oder Quicksilver: Nebst der reinen Suche von Dateien ermöglichen sie es, mit den Suchresultaten anschliessend gleich Aktionen auszuführen. Ein Dokument kann so direkt per Mail versendet, kopiert, verschoben oder gelöscht werden. Zudem kann man z.B. direkt eine Google-Suche auslösen, Wörter übersetzen lassen oder Rechenoperationen ausführen. Auch iTunes lässt sich über ein paar Befehle direkt steuern.

Ich selber nutze Alfred, da mir Quicksilver bereits wieder zu umfangreich und zu wenig benutzerfreundlich ist. Spannend bei Alfred sind vor allem die persönlichen Suchbefehle: Ich habe den Übersetzungsdienst LEO hinzugefügt, aber auch die Suche auf imgriff.com oder in meinem Buchhaltungstool Billomat kann ich direkt über Alfred auslösen.
Darüber hinaus gibt es unzählige Extensions, für die es aber das kostenpflichtige Powerpack braucht. Mit diesem Add-On lassen sich auch Tastenkombinationen definieren, um z.B. häufig verwendete Programme oder Dokumente direkt zu öffnen.
Bild: www.alfredapp.com



















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03. Januar 2013 um 7:53
Das ganze gibt es auch für Windows:
http://www.launchy.net
03. Januar 2013 um 9:37
Ich liebe Alfred und könnte ohne nicht mehr sein. Die App gehört zu meinen Top-Effizenzboostern, über welche ich auch schon gebloggt habe.
Zum Thema Dateibenennung:
Im Geschäftsleben beobachte ich oft, dass Offerten etc. die als Attachment per Mail verschickt werden, keine sinnvollen Namen haben. Ich will keine Dokument das “Offerte_MeineFirma.pdf” heisst, denn das bringt mir keinen Nutzen. Viel sinnvoller ist es, wenn das Dokument “Offerte_Thema_Anbieterfirma.pdf” heisst. Dann finde ich es auch wieder, wenn ich nach dem Thema oder dem Anbieter suche. Entsprechend versuche ich, dies auch als Anbieter so zu machen. Es erfordert aber, dass man aus der Sicht des Anwenders beim Kunden denkt, was nicht immer leicht fällt.
03. Januar 2013 um 11:05
ne ganz kurze Frage:
Wie füge ich denn den Übersetzungsdienst “Leo” hinzu?
Kann bei Alfred im Moment nichts finden dazu ????
– vielleicht kann ich auch nicht richtig gucken ;-) -
03. Januar 2013 um 11:29
In den Einstellungen in den Reiter «Features» und dort bei «Custom Searches» mit dem + eine neue Suche hinzufügen. Die Such-URL muss dann den Such-Tag {query} beinhalten, damit Alfred weiss, wo er das Keyword einfügen muss.
Bei LEO sieht dies z.B. so aus:
http://dict.leo.org/ende?…lToler=&search={query}
Am einfachsten führst du im gewünschten Dienst (z.B. LEO) eine Suche durch und kopierst dann die URL der Resultatseite in Alfred ein. Irgendwo in der URL gibt es ein search=xyz oder q=xyz. Dann ersetzt du das xyz durch {query}
03. Januar 2013 um 11:40
super, funktioniert,
DANKE!
04. Januar 2013 um 23:23
Es würde noch weniger Zeit verschwendet, wenn solch oberflächliche Artikel weder geschrieben noch gelesen würden.
05. Januar 2013 um 11:59
Was fehlt dir denn noch, damit der Artikel nicht oberflächlich wäre? Habe ich das Tool und seinen Einsatz zuwenig ausführlich beschrieben?
05. Januar 2013 um 15:05
huhu! alfred ist super! wie bindest Du Billomat ein?
05. Januar 2013 um 15:35
In den Einstellungen in den Reiter «Features» und dort bei «Custom Searches» mit dem + eine neue Suche hinzufügen. Die Such-URL muss dann den Such-Tag {query} beinhalten, damit Alfred weiss, wo er das Keyword einfügen muss.
Bei Billomat sieht dies so aus:
http://accountname.billom…ortal/search?search={query}&wildcard=105. Januar 2013 um 16:32
super hat geklappt! cool! danke! das mach ich jetzt auch noch mit “mite” arbeits stundenverwaltung!
05. Januar 2013 um 16:34
Viel Erfolg! Und sonst einfach wieder fragen ;-)
06. Januar 2013 um 14:00
Bei Ubuntu (mit der Unity Oberfläche) gibt es die Funktionalität übrigens vom Hause aus. Zwar nur die Basics, aber dafür ins System integriert. Derzeit schlägt kein OS die Produktivität von Ubuntu, das ist zumindest meine Meinung.
06. Januar 2013 um 14:06
Spotlight ist wirklich ein hervorragendes Tool. Damit konnte ich mein Dock bereinigen. Nun ist es nicht mehr so voll und die Suche geht noch schneller von statten, als würde ich den Finder öffnen. Ich wusste gar nicht, dass es User gibt, die noch nicht die Spotlight nutzen.
28. März 2013 um 0:51
Also, vielleicht bin ich ja zu doof. Aber von Windows kenne ich ein Tool names findeverything. Suchbegriff eingeben und im Nu ist eine Liste mit Dateien erstellt, in deren Name sich der String befindet. Leider durchsucht das Programm keine Dokumente. Aber man kann nicht alles haben.
Auf dem Mac habe ich das Problem, das (egal womit ich suche) immer nur bestimmte Dokumentenarten oder bestimmte Platten durchsucht werden. Ich arbeite mit sehr vielen Wechselplatten und soche z.B. oft .flv-Dateien. Es werden weder die Dateien gefunden, noch die Wechselplatten durchsucht.
Gibt es nicht ein Suchprogramm, das ALLES anzeigt, in dem sich ein String befindet (im Dateinamen, im Text, im Betreff, in der Adresse etc). Quer gesucht über alle angeschlossenen Festplatten. Und das Ergebnis sortiert angezeigt (pdf zu pdf, flv zu flv und swf zu swf). Perfekt wäre es, wenn sich das Ergebnis umsortieren ließe, so dass man schnell herausfinden kann, ob es eine Datei mit gleichem Namen aber anderer Endung gibt. Oder eine Version I bzw. II.
Gäbe es ein solches Programm, könnte die Welt wieder richtig schön sein.
In diesem Sinne
schöne Ostern
Achim
28. März 2013 um 7:04
Bei Alfred kannst du in den Einstellungen > Default Results auswählen, welche Ordner und Dateitypen durchsucht werden sollen. Grundsätzlich habe ich mit Alfred bislang immer alles gefunden. Die sortierte Anzeige fehlt mir manchmal allerdings auch. Bzw. mit Alfred kann ich die entsprechende Datei nur öffnen, nicht aber einfach im Finder anzeigen lassen.
28. März 2013 um 10:35
Hallo,
danke für die Info, aber das funktioniert leider nicht. Ich habe einige Odner und Platten explizit eingebunden und suche nach Dateien, die auf der ersten Ebene (root) der Platte liegen. Alfred findet sie nicht. Auch keine Dateien, die in Unterverzeichnissen liegen.
Auch finde ich das Einbinden recht mühsam, denn ich arbeite zur Zeit mit ca. 80 Festplatten zwischen 1 TB und 2 TB. Einfach nur anschließen und suchen wäre mir natürlich am Liebsten.
Wenn ich die “unintelligent search” anschalten will, um nach allen Filetypen zu suchen, bekomme ich die Infor “not recommended”.
Ich habe inzwischen fast ein Dutzend Suchprogramme ausprobiert. Das Problem scheint mir, dass fast alle auf Spotlight aufsetzen und dass dieses Programm Probleme beim Umgang mit Wechselplatten hat. Solange sich die Dateien auf der internen Platte befinden, gibt es kein Problem.
Hinzufügen muss ich allerdings, dass ein paar Platten, da sie systemübergreifend genutzt werden, mit Windows NT formatiert sind.
OK. Es scheint daran zu liegen. Dateien auf OS-Platten findet das Programm. Manchmal scheinen die Lösungen recht einfach, wenn man weiss, woran es liegt.
Hier noch zwei Hinweise zu Suchprogrammen, die an Ansehen lohnen:
http://www.houdah.com/tembo/
oder, wer es ausgefeilter möchte:
http://www.houdah.com/houdahSpot/
Ich werde jetzt eine zeitlang mit beiden Proammen arbeiten und berichten, wie ich damit klarkomme.
BEste Grüße
Achim
Beste Grüße
Achim