Falscher Umgang mit dem Internet:
Trägt Mensch oder Technik die Schuld?

Das Internet verändert unser Kommunikationsverhalten einschneidend und vielleicht nicht immer zu unserem Vorteil. Die Frage, über die dabei gerne gestritten wird, lautet: Ist die Technik schuld an der Problematik – oder sind wir Nutzer es?

Kürzlich flogen bei imgriff.com die Fetzen. Leser Benjamin Wagener und ich haben uns einen kleinen Schlagabtausch über ein Thema geliefert, das in Internetkreisen immer immer wieder gerne diskutiert wird: Nämlich die Frage, ob denn nun das Internet schuld ist an der Verrohung der Kommunikationssitten – oder der User selbst. (Die Blogposts dazu hier, hier und hier.)

Naja, erstmal ging es doch um die grundsätzlichere Frage: Hat sich die Kommunikation denn überhaupt verändert, sind die Sitten also verroht und war früher alles besser – oder nicht?

Ich übertreibe ganz bewusst: Benjamin Wagener hat zu diesem Thema einen intelligenten Gastbeitrag geschrieben, in dem er viele Punkte differenziert beleuchtet. Beim Lesen habe ich öfter mal zustimmend mit dem Kopf genickt.

Zum Beispiel, wenn er die Frage aufwirft, ob früher wirklich alles besser war: Vielleicht ist das Smartphone tatsächlich nur das Hilfsmittel, das einen davon abhält, in öffentlichen Verkehrsmitteln dröge vor sich hinzustarren und versehentlich indiskret bestimmte Körperteile von Mitmenschen zu fixieren?

Ist die fehlende Selbstdisziplin schuld?

Dennoch gibt es in seinem Text zwei Punkte, die mich nachdenklich stimmen – gerade weil ich früher genau derselben Meinung war und mittlerweile ein paar Dinge anders sehe. So fragt Wagener zu Recht:

«Ist das wirklich ein Problem der Technik oder nicht vielmehr ein Mangel an Selbstdisziplin und Respekt gegenüber seiner Umgebung? Denn auch wenn die neue Technik die ständige Verfügbarkeit erst möglich macht, so zwingt sie einen doch nicht dazu, oder?»

Sicherlich ist es nicht die Technik, die uns den respektlosen Umgang mit unseren Mitmenschen aufnötigt, sicherlich sind wir selbst schuld, wenn wir auch im Restaurant ständig aufs Handy starren müssen. Dementsprechend halte ich Experimente wie «Ein halbes Jahr ohne Internet» für kompletten Schwachsinn. Und doch: Dass wir, jetzt da wir es können, das Handy in der Tasche nicht einfach abschalten, sondern uns auch nach Feierabend von Chefs und E-Mails versklaven lassen, hat einen anderen Grund, den ich kürzlich ausführlicher beleuchtet habe:

Anpassung an die moderne Kommunikation ist der nächste Evolutionssprung

Unser Gehirn ist schlicht nicht dafür gemacht, Dinge einfach liegen zu lassen. Im Gegenteil, es sorgt regelrecht dafür, dass wir ständig alles im Kopf behalten, was wir noch erledigen müssen, was wir uns vorgenommen haben oder worauf wir noch antworten sollten. Und so macht uns zum Beispiel die nicht beantwortete E-Mail des Chefs ständig nervös und unruhig. Das als fehlende Selbstdisziplin abzutun, greift für mich zu kurz und geht nicht nur an der Realität menschlicher Verhaltensweisen vorbei, sondern stempelt auch alle, die sich nicht derart selbst disziplinieren können, als Versager ab.

Sicher können und sollten wir, wie Wagener richtig schreibt, den Umgang mit modernen Kommunikationskanälen erlernen. Ich glaube jedoch mittlerweile, dass dieser Lernschritt langsamer zu erreichen ist, als wir uns das heute vorstellen oder wünschen und dazu nach Bildungsstand und Vorkenntnissen der jeweiligen Person stark variieren wird. Für mich ist diese Anpassung des Menschen an die moderne Kommunikation der nächste Evolutionssprung – und der ist eben nicht von heute auf morgen zu erreichen.

Welche Kommunikationsform ist mehr wert?

Wagener wirft einen weiteren Aspekt auf, den ich sehr spannend finde: Welche Kommunikationsform ist mehr «wert» – die im Internet oder die zweier Menschen, die sich gegenüber sitzen? Ich bin ganz klar für Letzteres. War das bislang nur ein diffuses Gefühl, kann ich es dank des Leserkommentars von Michael Domsalla nun auch mit einem wissenschaftlichen Fachausdruck erklären: Media Richness Theory – zu deutsch «Medienreichhaltigkeitstheorie». Je komplexer der Sachverhalt, desto mehr Medien sollten genutzt werden, um alle Inhalte zu übertragen. Der zeitliche Unterschied zwischen den beiden Kommunikationsformen sollte dabei so gering wie möglich sein.

Genau das ist das Problem bei modernen Kommunikationsmedien: Unsere Kommunikationspartner erfassen Inhalte einfach besser, schneller und richtiger, wenn sie direkt vor einem stehen – schon alleine deshalb, weil man anhand von Gestik und Mimik ein unmittelbares Feedback erhält und fehlende Informationen entsprechend nachreichen kann. Je verzögerter die Kommunikation ist, desto schwieriger wird es daher, Informationen richtig rüberzubringen. Das gilt auch für Videokonferenzen, die oft als Allheilmittel der Long-Distance-Kommunikation gelten.

Man bedenke nur mal, wie schwierig es ist, auch bei Videoübertragungen kleinere Signale wie Stirnrunzeln oder Räuspern wahrzunehmen. Und Vielen erscheint es unschicklich, dazwischenzureden, um sich Gehör zu verschaffen. Deswegen sind Videokonferenzen meiner Meinung nach nicht mit normalen Konferenzen vergleichbar.

Den ebenfalls sehr interessanten Aspekt der Imagepflege werde ich in einem gesonderten Blogpost beleuchten.

 

«Gefangen im Tunnelblick» von Simone Janson

«Gemeinsam einsam» von Simone Janson

Die Replik von Leser und Gastautor Benjamin Wagener

 

Bild: brlnpics123 bei flickr.com (CC BY 2.0)

 

Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT und betreibt mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Kooperationspartner des F.A.Z.-Instituts, Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

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11 Kommentare

  1. Da ist viel wahres dran. Was den Evolutionsschritt betrifft so mag es durchaus sein, dass der für die meisten nicht so schnell zu vollziehen ist. Selbstkonditionierung ist auch nicht wirklich einfach. Aber letztendlich muss dieser Schritt doch einmal begonnen werden. Das wird aber nichts, wenn man der Eigenverantwortung nicht nachkommt und den Fehler immer nur bei anderen sucht, was heute ja relativ beliebt ist.

    Was die E-Mail des Chefs betrifft, so habe ich mich in meinem Beitrag dazu ja auch geäußert. Da sollte man zu einer neuen Arbeitskultur kommen, wie es besonders im IT-Bereich immer mehr schon der Fall ist, auch um die Kreativität und somit die Produktivität zu steigern.

    Und ich weiß nicht auf was für Konferenzen sie waren. Aber als ich beim OERcamp in Bremen in diesem Jahr war, da haben wir die per Hangout zugeschalteten ganz normal ins Gespräch eingebunden. Und deren Mimik, Stirnrunzeln und Räuspern konnte ich teils wesentlich besser vernehmen als das von Leuten die ein paar Meter weiter saßen, weil die Gesichter sehr groß auf einer Leinwand zu sehen waren und ihre Stimme durch Lautsprecher verstärkt übertragen wurde. Aber nun gut, ihre Meinung sei ihnen da gelassen.

    Auf jeden Fall Danke für das Kompliment des intelligenten Gastbeitrag. Ihre Artikel sind für mich auch jedes mal wieder eine interessante Anregung Nachzudenken und zu Reflektieren. Daher bin ich auch schon sehr auf den von ihnen angekündigten Blogpost zur Imagepflege gespannt.

    • Hallo Herr Wagener (von mir aus könnten wir auch Du sagen),
      ebenfalls Danke für die Blumen. Der zweiteilige Image-Artikel liegt auch bereits der Redaktion vor.
      Was die Videokonferenzen angeht, haben wir vielleicht tatsächlich unterschiedliche Erfahrungen.
      Meine beziehen sich auf Projektmanagement, bei denen die Meetings via Adobe Connect, gelegentlich auch via Hangout abgehalten werden – und ich finde das alles andere als produktiv. Tatsächlich bin ich dazu übergegangen, mich lieber mit einzelenen Leuten aus dem Team in Natura zu treffen.
      Nun mag das an der Situation Meeting liegen oder an der Technik – ist vielleicht auch nochmal ein extra-thema.

    • Alles klar Simone. Ich denke mal das mit den Konferenzen hängt halt stark vom Kontext ab. Wenn es sowieso eine größere, offene Runde in einem Workshop ist, wo der Redner viel abwechselt und wo die zugeschalteten Personen auf einer großen Leinwand projiziert zu sehen sind, ist ja auch noch einmal etwas anderes, als wenn man eher eine kleine Runde ist und die zugeschaltete Person nur auf einem kleinen Bildschirm zu sehen ist.
      Und dann macht es wahrscheinlich auch noch einen Unterschied wie man Kommunikation im allgemeinen gewohnt ist. Ich als Informatiker bin es gewohnt mich über Foren, Mailinglisten, IRCs, Jabber-MUCs, also zahlreiche indirekte Medien auszutauschen. Zudem bin ich durch Distanz zur Familie und häufige gesundheitliche Probleme auch genötigt häufig die Kommunikation per Telefon oder Mail zu suchen. Dadurch habe ich mich vielleicht einfach schon viel mehr an die indirekte Kommunikation gewöhnt, während du sehr mobil und flexibel zu sein scheinst und dich daher leichter um direkte Treffen bemühen kannst. Das hat dann nichts mit der Technik oder der Natur des Menschen zu tun, sondern einfach nur den Gegebenheiten im Alltag die einem so zur Verfügung stehen.

  2. Kurz und schmerzlos: der Mensch!

    Technik hin oder her, letztlich entwickelt und konfiguriert sie sich ja nicht von alleine.

  3. Ich finde das die Technik und ihre Konfigurationsmöglichkeiten und ihre Default-Einstellungen eine große Rolle spielen.

    Es ist ein Unterschied ob auf meinem Telefon sofort angezeigt wird das schon wieder neue Emails da sind, oder ob es nur alle 30 Minuten aktualisiert wird oder ob ich es per Hand machen muss. Natürlich kann ich mit Selbstdisziplin mit allen 3 Varianten arbeiten, aber im Idealfall sollte Technik so gestaltet/programmiert sein das wir keine Selbstdisziplin benötigen um nach den von uns gewünschtem Vorstellungen zu arbeiten. Selbstdisziplin erfordert immer Kraft und ist auch von äußeren Umständen wie (emotionalen) Stress abhängig.

    Das eine Kommunikationsform mehr Wert ist als die andere würde ich nicht sagen. Je nach Anliegen ist die eine oder andere Form besser geeignet aber das eine Kommunikationsform jetzt absolut heraussticht finde ich nicht. Generell habe ich den Eindruck das die letzten Jahre die Kommunikation im Internet wesentlich freundlich und offener geworden ist.

    Mittlerweile habe ich sogar das Gefühl das Personen die viel im Internet unterwegs sind wesentlich besser mit Kritik umgehen können und auch sachlicher Argumentieren, weil sie es einfach gewöhnt sind auf Personen zu treffen die mehr Wissen als sie.

    • Technik kann auch nur das, was ihr vom Menschen beigebracht wurde. Was das anzeigen von Nachrichten usw. betrifft, so bieten moderne Smartphones inzwischen den den einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Nutzungsprofilen an. Man muss sie halt nur einmal anlegen und dann Situationsbedingt aktivieren. Mit Smarttags geht das bei NFC-tauglichen Smartphones sogar so einfach, dass man halt nur mal eben das Smartphone am Schlüsselkasten an das Tag hält um den “zu Hause”-Modus zu aktivieren, am Bett den “Schlafmodus” und im Büro den “Arbeitsmodus” usw.. Wem das immer noch zu viel Aufwand ist, dem ist echt nicht mehr zu helfen, der ist im Regelfall einfach nur faul und stresst sich dadurch selber.

    • Hallo Ben,
      das mit der Nutzer-Profilen am Handy wusste ich z.B. noch nicht – muss ich mal bei meinem Handy schauen… klar macht ja Sinn, Computer können es ja auch.. aber das ist auch wieder ein spannendes Thema.
      Ja, ich bin recht flexibel, aber dafür habe ich auch z.B. mit meiner Berufswahl gesorgt. Ich persönlich finde, da kann man auch viel für tun, aber das ist auch ein Quell ständiger Diskussionen. Wird auch gleich mal als Artikel-Thema notiert.
      Danke für die vielen tollen Anregungen.

    • Immer wieder gern Simone. :)

  4. Ja Technik kann nur das was sie von Menschen beigebracht bekommt, das Problem bei Computern und Smartphones ist das das was ich den Rechnern beibringe nach 2-3 Jahren durch neue Software/Hardware wieder verloren geht und ich mich in die neuen Sachen wieder einarbeiten muss. Dazu fehlt mir einfach die Zeit.
    Weiterhin sind die Softwaresysteme sehr komplex so dass es generell einiges an Zeit beansprucht sich komplett einzuarbeiten. Der Punkt das 99% der verfügbaren Software Müll ist verbessert diese Situation nicht. Ein weiteres Problem ist das geschätzte 95% der Web- und Computerfirmen nach 5 Jahren nicht mehr existieren.

  5. Ein Schlagwort fehlt mir bei der Debatte: Sucht. Die Antwort kann nicht Mensch oder Technik lauten. Beides wäre zu kurz gegriffen. Ich glaube Smartphones (bzw. deren Content) haben durchaus einen Suchtfaktor. Vergleichbar mit einer Zigarette, die man auch immer rauchen möchte, wenn man sonst gerade nichts zu tun hat.

    Ist jetzt die Droge oder der Mensch schuld? Ich denke die meisten würden eher die Droge nennen. Insofern kann ich den folgenden Absatz aus dem Artikel nur hervorheben:

    Das als fehlende Selbstdisziplin abzutun, greift für mich zu kurz und geht nicht nur an der Realität menschlicher Verhaltensweisen vorbei, sondern stempelt auch alle, die sich nicht derart selbst disziplinieren können, als Versager ab.

  6. Ich denke, hier geht es nicht um das Denken in alten Dualitäten: gut – schlecht, online – offline, Technik -Natur. Das ist für eine komplexe Welt zu kurz gedacht. Ich glaub es geht um eine neue, und vor allem sinnvolle Nutzung aller Möglichkeiten. Letztlich geht es wohl darum, Dinge einfacher zu machen und unsere Lebensqualität damit zu erhöhen. Wo ich absolut zustimme: Den Umgang mit diesen neuen Möglichkeiten müssen wir erst lernen.. Natürlich, ist ja auch noch jung die Entwicklung und soziale Innovation dauert halt und braucht viele Spielräume.

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