Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert I/II:
Gefangen im Tunnelblick

Wann hattest Du das letzte Mal ein angeregtes Gespräch mit dem Gegenüber im Zug? Wir kommunizieren zunehmend asynchron: entweder nicht zeitgleich, oder weil unser Gesprächspartner nicht am gleichen Ort ist wie wir. Diese selektive Wahrnehmung macht unseren Austausch ärmer, sagen Experten. Wir verpassen wichtige Erfahrungen, weil wir keine Begegnung mehr dem Zufall überlassen.

Internetsucht, das krankhafte nicht mehr Aufhören-Können mit dem Klicken, wird in den letzten Wochen heftig diskutiert in Deutschland. Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, möchte dieses Verhalten gar als Krankheit klassifizieren lassen. Denn eine aktuelle Studie zeigt: 0,7 Prozent aller 25- bis 64-Jährigen in Deutschland kommen nicht mehr von Online-Spielen oder Sozialen Netzwerken los und vernachlässigen darüber ihr soziales Leben.

Die Studienergebnisse sind nicht unumstritten. Kritiker halten Internet-Sucht nur für eine weitere Form der Depression, in der sich bereits bestehende soziale Probleme manifestieren. Doch insgesamt sollte man sich die Frage stellen: Macht Internet einsam?

Zunahme der asynchronen Kommunikation

Der Soziologe Simon Edwin Dittrich hat sich für einen Sammelband der Heinrich Böll-Stiftung zum Thema #public_life – Digitale Intimität, die Privatsphäre und das Netz ausgiebig damit beschäftigt, wie sich das veränderte Kommunikationsverhalten auf den Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt.

Nach seiner Beobachtung führen die modernen Technologien vor allem zu einer Zunahme der asynchronen Kommunikation. Damit sind Unterhaltungen gemeint, bei denen die Gesprächspartner entweder nicht zeitgleich oder nicht am selben Ort agieren. Als Beispiel nennt Dittrich das Schreiben von SMS beim Essen. Auf Seite 100 des #public_life-Bandes erzählt er:

“Als ich Kind war, wäre es undenkbar gewesen, vom Abendbrottisch aufzustehen, um ans Telefon zu gehen. Wenn ich heute mit Freunden gemeinsam esse, kommt es öfter vor, dass mehrere von uns in ihr Telefon schauen, E-Mails checken, SMS schreiben, Twittern oder auf Facebook schreiben. Natürlich hagelt es auch immer wieder Kritik von Menschen, die es als unhöflich empfinden, wenn man ihnen nicht seine volle Aufmerksamkeit widmet. Aber die Vehemenz nimmt ab.”

Verengte Wahrnehmung und Tunnelblick

Für Dittrich ist das nicht nur ein singuläres Phänomen, sondern hat Auswirkungen auf unsere Gesellschaft: Beispielsweise unterhalten sich viele Reisende in Zügen nicht mehr miteinander, sondern via Handy oder Laptop mit anderen, weit entfernten Gesprächspartnern. Statt also mit dem direkten Umfeld zu kommunizieren, spricht man zunehmend nur selektiv mit Menschen, die man sich selbst ausgesucht hat. Das aber macht die Wahrnehmung selektiver und den Austausch ärmer: Viele Informationen, die man in einem Gespräch unter Reisenden zufällig bekommen würde – die Serendipität - bleiben dabei auf der Strecke.

Bildhaft ausgedrückt: Der Tunnelblick auf die mobile Kommunikation kann verhindern, dass sich der eigene Horizont erweitert. Für Dittrich entsteht auf diese Weise ein öffentlicher Zwischenraum, in dem jedoch paradoxerweise vor allem private Handlungen vollzogen werden – beispielsweise wenn sich Leute im Bus via Mobiltelefon streiten und alle den Disput mitbekommen. Genau aus diesen Zwischenräumen ist es hinterher schwierig wieder herauszukommen, wie Dittrich konstatiert, denn sie sind eben nicht wirklich privat:

“Mit den Spuren, die wir in den öffentlichen Zwischen(t)räumen zurücklassen, wird es aber schwieriger, ein Umfeld komplett zu verändern. Jedenfalls ist es nicht so ‘einfach’ wie aus Klein-Gummersbach nach Hamburg zu ziehen, denn unsere Online-Profile bleiben unverändert.”

Imagewechsel im Netz?

Eine Erfahrung, die auch Vivian Pein machte. Sie war Community-Managerin bei Xing und wurde auch als solche im Netz wahrgenommen. Dazu hatte sie mit ihren zahlreichen Aktivitäten im und um das Netz auch selbst beigetragen. Dann aber wechselte sie zum Logistikunternehmen Hermes als Social Media-Managerin. Das Problem: Viele ihrer Online-Kontakte haben den Jobwechsel gar nicht mitbekommen – und sprechen sie immer noch als Xing-Mitarbeiterin an.

 

Im zweiten Teil dieses Beitrags werde ich mich mit den Thesen der amerikanischen Psychoanalytikerin und Soziologie-Professorin Sherry Turkle befassen. Zum Beispiel, warum wir gemeinsam einsam sind.

 

Teil II: Gemeinsam einsam? 

Die Replik von Leser und Gastautor Benjamin Wagener

 

Bild: Jeremy Keith bei flickr.com (CC BY 2.0)

 

Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT und betreibt mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Kooperationspartner des F.A.Z.-Instituts, Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

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14 Kommentare

  1. Wir verpassen wichtige Erfahrungen, weil wir keine Begegnung mehr dem Zufall überlassen? Ich weiß ja nicht, wo diese Leute so im Netz unterwegs sind, aber ich bin in zahlreichen recht heterogenen Gruppen und komme dadurch recht häufig in Diskussionen mit Leuten mit denen ich sonst wohl nie ins Gespräch gekommen wäre. Weiß nicht was daran schlecht sein soll. Das Netz ist halt nur das was daraus macht. Wer sich einsperrt und nur in homogene Gruppen geht wo alle das gleiche vor sich hin blöken, der hat halt entsprechend sein Schicksal gewählt. Im Offline-Leben kann man aber ganz genauso verfahren. Und was die Gespräche im Zug betrifft, so sind die bei mir kein Deut weniger geworden. Eher im Gegenteil. Die Diskusssionen im Netz haben mich in meiner Konversationsfähigkeit recht gut trainiert und so bin ich jetzt viel offener für spontane Gespräche, weil ich mich dafür besser gewappnet fühle als früher. Man kann auch mit einem guten alten Schweizer Offizierstaschenmesser verdammt viel Mist bauen. Wenn man es aber richtig einsetzt, kann es ein tolles Werkzeug sein. Mit dem Internet ist es nicht anders.

  2. Super, Kommentar, Danke. Sehe das eigentlich genauso, allerdings ist die Verführung für viele Leute im Netz einfach groß, in Bequemlichkeit zu verfallen und ich denke, daraus entstehen dann entsprechende Probleme.
    SJ

    • Ich sehe diese Verführung aber nicht größer an als im Offline-Leben. Auch vor dem Internet kannte ich schon massig Leute die sich nur in ihrem Milieu bewegt haben. Da ging man halt zum Stammtisch und zu dem Sportverein wo genau die Leute waren, welche mit einem einer Meinung waren. Der Unterschied ist lediglich, dass diese Gruppenbildung jetzt halt wesentlich einfacher öffentlich wahrnehmbar zu beobachten sind.

  3. “Aber all das ist nichts im Vergleich zu dem größten Ärgernis, das uns die Geräte brachten: Ständiges. Checken. Des. Handys. Während. Eines. Gesprächs. In der Kneipe, im Restaurant, beim Spaziergang … überall. Und immer. Und nicht nur da. “And then we’ll do it doggy style so we can both download that file” würde die Bloodhound Gang heute singen, hätten sie sich seit 1999 nicht ähnlich entwickelt wie Nokia.”

    http://blog.brash.de/2012…ne-1-peter-wittkamp/

    • Zwingt uns denn die Technik dazu? Nein! Das ist die Schwäche der Menschen und nicht der Technologie.

  4. Ja, aber die Leute gingen immerhin aus dem Haus, haben die Leute in Natura gesehen, gefühlt und gerochen und vielleicht auf dem Weg dahin noch die eine oder andere Begegnung zufällig gehabt.
    Dank Internet kann man das wenn man will alles vermeiden.
    Simone

    • Ich gehe auch heute immer noch aus dem Haus, weil der Sportverein oder der Club sich nicht wirklich zufriedenstellend am Computer simulieren lassen. Meine Kommunikation von zu Hause aus hat sich nur gesteigert. Aber wenn ich immer nur mit einem Fahrrad oder Auto von A nach B fahre, dann kann ich auch offline problemlos Gespräche mit Leuten meiden die nicht zu meinem Dunstkreis gehören. Man stellt hier echt Unterschiede auf die so nicht existieren. Die Verhaltensweise ist so unterschiedlich nicht. Das “gute alte” wird nur etwas glorifiziert, weil es ja so viel echter sei. Aber ob ich nun ihnen hier meine Ansichten mitteile oder in einem Kaffee macht doch effektiv vom Informationsgewinn doch keinen Unterschied oder? Und was Respekt usw. betrifft, so mache ich da auch keinen Unterschied zwischen einer Person die direkt vor mir steht oder einer die auf der anderen Seite der Welt sitzt und im Forum mitliest. Es ist wie gesagt alles nur eine Sache des Wollens. Missbrauch lässt sich mit allem betreiben.

  5. Um über den Tellerrand hinauszuschauen ist es doch gar nicht mal notwendig persönlich zu kommunizieren, ob digital oder direkt. Persönliche Kommunikation hat dank Internet einen sehr großen Teil ihres Informationscharacters verloren. Insofern ist das Gespräch mit fremden Zugreisenden vielleicht auch nur ein Überbleibsel einer Zeit, in der Informationen nur von Mensch zu Mensch wanderten. Die einzige wirkliche Aufgabe der direkten Interaktion auf der Informationsseite ist wohl eher das Erkennen der Filter Bubble, die man dann umgehen kann.
    Heißt das persönliche Kommunikation ist beinahe sinnlos geworden? Absolut nicht. Aber dadurch, dass sie von diesem “Balast” befreit ist ist es kein Problem bei seinen Gesprächspartnern oder auch nur der Interaktionsart selektiver zu sein. Das heißt natürlich auch das die Beziehungsseite mehr in den Vordergrund rückt, also sind Verhalten wie das Schreiben von sms beim Essen um so kritischer.
    Es kann also ineffizienter small talk verringert werden während gleichzeitig soziales Verhalten wichtiger wird. Ohne Internet wären das Gegensätze von deren gleichzeitiger Erfüllung man wohl kaum zu träumen wagen würde. Vielleicht brauchen wir nur etwas Zeit um uns daran zu gewöhnen und small-talk-freie Kommunikationsmodelle in unsere sozialen Standards einzubauen.

  6. Komisch, meine Internet-Nutzung lebt gerade davon, daß ich ständig über Zufälligkeiten stolpere.

    Allerdings hängt das natürlich von mir selbst ab:

    Akzeptiere ich auf Xing nur Kontakte, die ich bereits persönlich kennengelernt habe? Oder lasse ich mich auf neue, mir unbekannte Personen ein?

    Unbekannte Personen, die “Brücken in andere Netzwerke” bilden, wie ich das mal so treffend formuliert gelesen hatte.

    Mit der Mobilnutzung ist es ebenso wie mit der E-Mail: Ich muß nicht alle fünf Minuten Mails abrufen.

  7. Mit Leuten im Zug unterhalten? Wie pervers ist das denn? (g)
    Nee, Scherz beiseite, ist natürlich was dran. Wobei es auch reine Auffassungssache ist, was nun gut und besser für den Einzelnen ist. Hat beides seine Vor- und Nachteile und sollte nicht konträr gegeneinander ausgespielt werden. Auf die für jeden verträgliche gute Mischung aus digital und analog kommt es natürlich an.

  8. Offenbar ist mit mir alles OK: ich plane jedes Mal im Zug zu arbeiten und quatsche meist mit den Mitreisenden.

    Und: jeder von uns schränkt begegnungsmöglichkeiten im RL ein, sei es durch Kneipenwahl, Doscoseöletion, Aldi oder Edeka, Fußball oder Billard. Insofern mach ich mir da wenig Sorgen ;) (Und mir geht es auch so, dass ich via Socil web zu mehr Treffen gehe als ich sonst wohl würde …)

  9. Jaaa, ich erinnere mich noch gut daran wie es früher im Zug war.

    Viele Leute, die schweigend aus dem Fenster schauten oder etwas lasen. Alle bemüht das private Gespräch zu überhören, von den Zweien, die sich als einzige unterhielten….

  10. Ich sehe es ähnlich wie BenW. Internet fördert die Kommunikation wenn man das Instrument “Internet” vernünftig einsetzt. Es gibt viele Soziale Netzwerke in den man Kinderleicht mit anderen in Kontakt kommt worin ich ehr das Problem sehe. Man weiß nie genau mit wem man auf der anderen Seite kommuniziert da es jeder sein kann. Profile sind nicht Transparent.

6 Pingbacks

  1. [...] wie sich das veränderte Kommunikationsverhalten auf den Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt.Weiterlesen bei imgriff.comBild: Jeremy Keith bei flickr.com (CC BY 2.0) Twittern Flattr.flattr{margin-top:0px [...]

  2. [...] Moment einzusetzen, profitiert von den vielfältigen Möglichkeiten des mobilen Internets.Im ersten Teil dieses Beitrags ging es darum, wie das Internet unsere selektive Wahrnehmung und damit unseren Tunnelblick [...]

  3. [...] Kontakts bedauert.Simone Janson schreibt etwa in ihren beiden Artikeln unter dem Übertitel «Wie das Internet unsere Kommunikation verändert» davon, wie man zunehmend dazu neige, einen Tunnelblick zu entwickeln. Das Kennenlernen von [...]

  4. [...] schuld ist an der Verrohung der Kommunikationssitten – oder der User selbst. (Die Blogposts dazu hier, hier und hier.)Naja, erstmal ging es doch um die grundsätzlichere Frage: Hat sich die [...]

  5. [...] Thema Überforderung und Stress durch das Internet und neue Technologien diskutiert (zum Beispiel hier, hier und hier).Die Vielzahl an Kommentaren und zum Teil heftigen Reaktionen zu den Artikeln zeigt, [...]

  6. [...] unterwegs sind. Man ist kaum mehr offline und nimmt nur noch sehr selektv wahr. Das zeigt auch der Blogbeitrag von imgriff.com. Dazu noch ein paar weitere [...]

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