Onetimesecret.com:
Geheimnisse geschlüsselt versenden

Onetimesecret ist ein Online-Dienst zum sicheren Übermitteln von sensiblen Daten wie Passwörter. Der Clou: Die Daten sind nur einmal sichtbar und werden anschliessend gelöscht, ohne Spuren zu hinterlassen.

Manchmal wollen wir geheime Informationen übermitteln, die niemand anders sehen soll. Dann lässt sich sowas verschlüsselt ZIPpen oder man verwendet einfach für alle Teile der besagten Information verschiedene Kommunikationswege (Datei oder Link per Mail, Passwort per SMS). Eine weitere Möglichkeit ist die Webseite onetimesecrect.com, wo Du einfache Informationen verschlüsseln kannst.

Onetimesecret verspricht, sensivitive Informationen aus Mails und Chat-Logs herauszuhalten. Wenn Du dort sensitive Informationen verschickst, hinterlassen die elektronische Spuren. Onetimesecret umgeht das, indem die Information nur einmal angezeigt wird. Es verschickt sich selbstzerstörende Nachrichten, wenn Du so willst.

Das funktioniert folgendermaßen: Du gehst auf Onetimesecret und gibst Deine geheime Info ein:

Bildschirmmaske von Onetimesecret.com

Bildschirmmaske von Onetimesecret.com

Dann erschaffst Du einen Link, den Du selber versenden kannst – oder Du lässt den Link  an eine Mail-Adresse senden (wofür Du Dich aber anmelden musst):
Der Link wurde erschaffen!

Der Link wurde erschaffen!

Diesen Link kannst Du verschicken. Er ist aber nur einmal benutzbar, danach wird Deine Information gelöscht und ist nicht wieder aufrufbar. Dein Link ist für anonyme Nutzer 2 Tage gültig, für registrierte Nutzer sogar 7 Tage und für bezahlende Nutzer sogar bis zu 30 Tage (aber eben nur 1x aufrufbar). So sieht es aus, wenn Du den Link das erste Mal aufrufst:

Der Link funktioniert

Der Link funktioniert

Danach kannst Du dir das Geheimnis anschauen:

Der Link wurde noch nicht geklickt: Dein Geheimnis erscheint

Der Link wurde noch nicht geklickt: Dein Geheimnis erscheint

Falls Du nicht der erste bist, der diesem Link folgt, kriegst Du das Geheimnis nicht zu sehen:

Link wurde schon benutzt: Geheimnis futsch

Link wurde schon benutzt: Geheimnis futsch

Warum sollte man Onetimesecret.com trauen?

Nun ein Grund ist einfach, dass Onetimesecret nicht weiss, wofür dieses Geheimnis ist. Nehmen wir an, Du schickst jemandem ein Passwort – dann weiss Onetimesecret nicht ohne Weiteres, wofür dieses Passwort gilt, und auch nicht, zu welchem Benutzernamen es passt. Wenn Du Dein Geheimnis verschlüsselst (siehe «Privacy Options» im obersten Screenshot), kannst Du sogar verschlüsseln und Dein Geheimnis ist nur mit Link UND Passwort zugänglich. Das Passwort wird selber verschlüsselt, so dass die Betreiber von Onetimesecret es nicht sehen können. Suchmaschinen werden ausgeschlossen, so die Betreiber, so dass Dein Geheimnis auch nicht gefunden werden kann.

Fazit

Ich finde Onetimesecret witzig und es ist allemal besser, als Zugangsdaten per Mail direkt zu verschicken. Unser Tipp: Trennt die Informationen und verschickt zumindest das Passwort nicht per Mail, sondern verschlüsselt auf diesem Weg.

 

Gregor Groß

Gregor Gross

Gregor Gross

Gregor Groß kam im Jahre des Herrn 1973 zur Welt, kurze Zeit nach dem Tode Bruce Lees. Ob es dabei wirklich zu einer Seelenwanderung kam, ist bis heute ungeklärt. Keine vierunddreißig Jahre später jedenfalls führte ihn sein Weg über einen asiatischen Zwischenstopp nach Brisbane, Australien, wo er Vertrauen in seine kreativen Fähigkeiten fasste.

Seitdem interessiert sich Gregor für Kreativität (darüber bloggt er auf www.denkpass.de) und dafür, wie man Aufgaben richtig organisiert und delegiert, ohne die Kreativität seiner Mitarbeiter zu behindern. Über dies und ähnliche Themen bloggt er hier auf imgriff.com.

Ansonsten versucht Gregor, tagsüber in einer seiner Firmen (alpha-board.de macht Elektronik-Design und Fertigungsservice, mashamo.de exklusive Kinder- und Babymode ohne Kitsch und Schnörkel, lieblingskaro.de Kinderzimmer-Ausstattung, Bettwäsche und Spielzeug im Karo-Look) möglichst viel zu lächeln und dabei kompetent zu wirken, prokrastiniert am liebsten mit Baseballstatistiken und Tageszeitungen und bildet sich Gottweisswas auf seinen Risotto ein.

Sonntagmorgens, wenn ihn seine Söhne um 5:32 Uhr unsanft wecken, wünscht er sich ein Zeitmanagement, das ihm Zeit zum Schlafen verschafft.

Gregor ist via Kontaktseite zu erreichen.

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4 Kommentare

  1. Was ist so verkehrt seine Emails verschlüsselt zu schicken? Ja dann kann man sie nicht mehr im Webclient anschauen aber man hat echte End-zu-Ende Verschlüsselung. Und das ganze ist nach dem ersten Einrichten auch kinderleicht zu bedienen!

  2. Muss ich zustimmen. Einmal eingerichtet geht das recht einfach. Was spricht dagegen?

  3. Hm… Ich gebe Informationen, die ich geheim halten möchte zum Verschlüsseln in das Webformular irgendeines mir im Grunde unbekannten Webanbieters ein und weiß nicht, was dieser Anbieter mit den geheimen Informationen macht, die er für mich verschlüsselt!?

    Höchstens als Scherzartikel zu gebrauchen…

  4. @Max und @Tilo: Was, wenn ihr eure Mails verschlüsselt und die entsprechenden Zusatzprogramme habt, die Gegenseite aber nicht? Ich kriege hier manchmal Mails von so einer Firma aus der Luft- und Raumfahrt und die sind verschlüsselt. Auf Nachfrage schickt der Typ das dann nochmal unverschlüsselt, weil er immer vergisst, Verschlüsseln an und ab zu stellen für die, die sein Verschlüsselungssystem nicht haben.

    @Jannemann: darauf wird im Text eingegangen. Nehmen wir an, Du gibst ein Passwort ein. Dann weiß ja der Verschlüsselungsdienst NICHT, wofür dieses Passwort nun sein mag. Es ist also nutzlos für die Betreiber von Onetimesecret.com.

    Wenn Du willst, kannst Du sogar noch verschlüsseln. Dann können die das gar nicht sehen.

    So oder so ist das Übermitteln von Nutzername und Passwort (als Beispiel) sicherer, wenn Du das auf getrennten Wegen machst. Beides in einer Mail oder in einem Chatfenster ist unsicherer als getrennte Übermittlung.

    Ich hoffe, der Nutzen dieser Seite ist jetzt klar.

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