Social Media & Produktivität:
Die Top 8 Chancen von Social Media

Social Media ist Teil des Arbeitsalltags – das lässt sich nicht abstreiten. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Wie können wir am meisten davon profitieren?

Love it or hate it – das ist wohl die allgemeine Einstellung zu Social Media. Während die einen es als ideales Arbeitswerkzeug, z.B. fürs Projektmanagement, preisen, warnen die anderen vor Datenschutz- und Sicherheitslücken.

Unbestreitbar kann Social Media ein mächtiges Arbeitswerkzeug sein und die eigene Produktivität verbessern. Vorausgesetzt, man beachtet ein paar grundlegende Dinge. Ich habe daher die Chancen, aber auch die Risiken, die Social Media bieten, zusammengestellt. Hier im ersten Teil geht es um die Chancen.

  1. Reputationsmanagement: Das eigene Image und die Reputation im Internet lässt sich zwar nicht kontrollieren, aber aktiv positiv beeinflussen. Wichtig, dass man es richtig macht und am Ball bleibt – z.B. indem man Social Media Kanäle beantwortet.
  2. Sich menschlich zeigen: Social Media bietet jedem eine gute Chance, sich selbst als Individuum und und Persönlichkeit und nicht nur als anonymer Mitarbeiter zu zeigen. Und auch Unternehmen können sich hier mit ihrer gesamten Unternehmenskultur als menschliche Organisation zu zeigen, weg vom anonymen Negativ-Image. Allerdings fängt diese Präsentation nicht erst mit Facebook an, sondern mit dem richtigen Management. Sind Mitarbeiter zufrieden, muss sich das Unternehmen keine Sorgen machen.
  3. Vertrauen aufbauen: Märkte sind Gespräche. Und immer mehr Geschäfte sowie Stellenbesetzungen erfolgen über Empfehlungen, die Vertrauen voraussetzen.
  4. Kunden, potentielle Kollegen oder Bewerber besser kennen: Durch den Dialog mit Kunden und Bewerbern können Unternehmen besser einschätzen, was diese wollen und erwarten. Zielgruppenorientiertes Marketing statt wahllos Werbebotschaften zu verstreuen, spart auch jede Menge Geld.
  5. Jedem Topf sein Deckel: Da Social Media individuell ist und auf Empfehlungsbasis funktioniert, hilft es, die passenden Menschen für eine Aufgabe zu finden.
  6. Innovation: Social Media ist nicht zuletzt auch ein innovatives Medium: Unternehmen können durch die Vernetzung schneller auf technische Neuerungen reagieren – sei es, weil sie durch ihr Empfehlungsnetzwerk schneller passende Mitarbeiter finden oder auf Kundenwünsche reagieren.
  7. Themen setzen: Niemand, der zu einem Thema etwas sagen möchte, ist noch auf Pressearbeit und Journalisten angewiesen, sondern kann selbst preiswert Themen auf die Agenda setzten und eigenständig auf Medienmeldungen reagieren – z.B. gerade auch in Blogs.
  8. Eigenes Profil entwickeln: Wichtig ist, dass man im Netz nicht jedem Trend hinterherhechelt, sondern ein eigenes Profil entwickelt, mit dem man auch für sich wirbt. Das setzt die panikfreie Auseinandersetzung mit dem Thema Social Media voraus – und auch das Bewusstsein dafür, dass diese Panik manchmal künstlich geschürt wird.

Widjaya Ivan bei flickr.com (CC BY 2.0)

 

Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT und betreibt mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie Kooperationspartner des F.A.Z.-Instituts, Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

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