Firmenlenker und Startup-Gründer:
Das verzerrte Bild von
Arbeitszeit und Erfolg

Dass mit Marissa Mayer eine schwangere Frau den Chefsessel eines börsennotierten Konzerns erklimmt, sorgt für viel Diskussionsstoff. Doch würde im öffentlichen Bewusstsein Erfolg nicht mit langen Arbeitszeiten gleichgesetzt werden, gäbe es diese Debatte nicht.

Eine schwangere Frau wird Chefin eines Fortune-500-Unternehmens? Im deutschsprachigen Raum wäre dies unvorstellbar.” So oder ähnlich fielen am Dienstag vielerorts die Reaktionen auf die Berufung von Google-Managerin Marissa Mayer als CEO von Yahoo aus. In dieser Woche begann die 37-Jährige ihre Tätigkeit bei dem angeschlagenen US-Internetkonzern, im Oktober soll ihr erstes Kind auf die Welt kommen.

Gerade wir Deutschen neigen traditionell zu einem selbstkritischen Blick, weshalb das Fazit, hierzulande wäre eine derartige Personalie zumindest bei großen Konzernen mit akutem Handlungsdruck ein Ding der Unmöglichkeit, nahe liegt. Doch was dabei nicht unter den Tisch fallen sollte: Natürlich ist die Causa Mayer auch in den USA ein Novum und Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Das Wall Street Journal debattiert, inwieweit Mayers Schwangerschaft ihre Führungsfähigkeiten beeinträchtigen wird, TechCrunch-Autorin Sarah Perez sorgt sich darum, dass Mayers Plan, nach der Geburt sofort an ihren Schreibtisch zurückzukehren, andere werdende Mütter unter Druck setzt, und Forbes untersucht, welche rechtlichen Aspekte bei der Bekanntmachung der Schwangerschaft des CEO eines börsennotierten Unternehmens zu beachten sind.

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2 Kommentare

  1. Ohne jetzt zuviel zu schreiben, kann man dazu wohl nur sagen, dass unsere Welt mittlerweile schon ganz schön unsozial geworden ist und das wichtigste für manche Menschen ihre Karriere darstellt. Zugegeben ist es sicher angenehm, wenn man den finanziellen Aspekt hierbei bedenkt, aber kann das auf Dauer gut gehen? Werden diese Kinder, deren Mütter keinen Zeit für sie aufbringen können oder wollen, eine sinnvolle Erziehung erfahren? Der eine sagt ja, weil eine Kindergärtnerin oder Erzeiherin ja die Sache sicher übernehmen wird. Aber wer sich die Gesellschaft ansieht, der bemerkt ganz leicht, dass gerade aus diesen Familien die Kinder mit einigen Problemen im späteren leben nicht fertig werden und diese nur allzu leicht etwa Opfer von Drogen oder anderen schleichend verbotenen Gelüsten werden. Dies muß natürlich nicht immer und auf jede Familie zutreffen, zeigt sich aber doch im aktuellen Bild unserer Gesellschaft als Trend auch die Vereinsamung und Verhausung solcher Menschen, die auch nicht gelernt haben, Gefühle zu zeigen und zu erhalten. Gefühle, die eine Mutter ihrem Kind geben kann sind wohl durch eine Erzieherin in aller Regel nicht zu vermitteln.

  2. Auf jeden Fall ein heikles Thema. Aber ich denke das kann man schon schaffen. Man muss manchmal eben auch etwas riskieren.

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