Tagwerk:
Online-Administration für Freelancer

Administration! Buchführung! Rechnungen schreiben! Das sind die Dinge, die vielen Freelancern die Haare ergrauen lassen. Wir haben Tagwerk getestet, ein Tool, das hier Abhilfe schaffen will.

Unter mein-tagwerk.de können Freelancer für wenig Geld ihre Projekte und Kunden online verwalten. Ich habe das vielversprechende Tool über mehrere Wochen getestet.

Meine Projekte verwalte ich mit Excel, die Rechnungen schreibe ich im Word. Und ich muss zugeben, ich fühle mich ganz wohl mit meiner sehr einfachen und altmodischen Buchführung. Klar, eine professionelle Software zur Verwaltung meiner Projekte wäre schon toll. Kaum fertiggedacht, hat mir mein-tagwerk.de angeboten, ihre Lösung zu testen.

Was ist Tagwerk?

Tagwerk wurde von Freelancern für Freelancer entwickelt. Man wählt zwischen drei Paketen. Ich entscheide mich für das Basis Paket Freelancer, das neun Euro pro Monat kostet und alle Funktionen umfasst. Vom Erfassen der Projekte und Kunden, über das Aufführen der Reisekosten und Ausgaben bis hin zur Rechnungsstellung und detaillierten Statistiken, wo man sieht, wie viel Arbeit man in die Projekte investiert hat und wie hoch der effektive Stundensatz war. Das alles rechnet mir mein Excel auch aus. Und Rechnungen zu schreiben braucht nicht so viel Zeit. Aber, alles an einem Platz zu verwalten reizt mich. Auf geht’s zum Praxis-Test.

Erfolg nach 30 Sekunden

Das erste Erfolgserlebnis habe ich bereits nach 30 Sekunden. So lange dauert nämlich die Registrierung. Im Gegensatz zu anderen Plattformen kurz und knackig, I like. Meinen Naturell entsprechend lege ich gleich los. Was sich als Fehler erweist. Ich bleibe hängen, komme bei der Stundenerfassung nicht mehr weiter. Hätte ich doch nur die Einführungstour gemacht und die Erklärungs-Videos angeschaut. Kann ich nur jedem empfehlen.

Testergebnisse

10 Minuten später weiss ich, was zu tun ist. Ich erfasse meine Projekte und Kunden und trage die aufgewendeten Stunden ein. Projekte kann man als Festpreisprojekt oder pro Stunde abrechnen. Ich nutze beide Varianten. Im Schnitt schaue ich alle drei Tage in mein persönliches Tagwerk und trage die Stunden und Aufgaben nach. Und einmal pro Woche erfasse ich meine Ausgaben. Die Ausgaben ordne ich der jeweiligen Kostenart zu (Porto, Büromaterial, Weiterbildung etc.) so wird die Umsatzsteuer gleich ausgerechnet. Auch super, Tagwerk verarbeitet alle Daten, Belege und Posten einer Reise. Diese Angaben werden bei der Rechnungsstellung automatisch berücksichtigt, in den Unterlagen für den Steuerberater aufgelistet und im Dokumentenverzeichnis abgelegt.

Geringer Aufwand

Der zeitliche Aufwand lässt sich wie folgt beziffern: Um alle Daten zu erfassen brauche ich jeweils ca. 15 Minuten. Das ist in etwa gleich viel wie wenn ich die Daten im Excel eintrage. Der Vorteil von Tagwerk besteht ganz klar in der Übersichtlichkeit. Alles ist an einem Ort zu finden. Und sollte ein böses Virus in meinen Rechner eindringen und alle Daten löschen – nicht so tragisch – auf mein-tagwerk.de sind die Kundendaten und Dokumente sicher aufbewahrt.

Fazit: 8 von 10 Punkten

Nun ist es soweit, drei Projekte sind abgeschlossen und ich könnte die Rechnung stellen. Da ich jedoch in Schweizer Franken verrechne, nützt mir das Rechnungs-Tool nichts. Auch für die Steuer-Erklärung kann ich es nicht gebrauchen. Die Rechnung an sich sieht jedoch toll aus. Ich hoffe, Tagwerk bietet den Service bald auch in Schweizer Franken an. Einziger Nachteil: Ich kann nur auf Projekte und nicht auf Kunden abrechnen, heisst, ich muss für jedes Projekt eine eigene Rechnung erstellen, auch wenn es sich um den gleichen Kunden handelt. Trotzdem vergebe ich Tagwerk 8 von 10 möglichen Punkten. Die Idee ist super, das Angebot hält was es verspricht und die neun Euro im Monat sind eine lohnende Investition, die man wiederum als Arbeitsauslagen von den Steuern abziehen kann.

 

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3 Kommentare

  1. Danke für die gelungene Vorstellung! Ich werde es mal bei meinem nächsten Projekt testweise einsetzten!

  2. Darüber

    “Einziger Nachteil: Ich kann nur auf Projekte und nicht auf Kunden abrechnen, heisst, ich muss für jedes Projekt eine eigene Rechnung erstellen, auch wenn es sich um den gleichen Kunden handelt.”

    bin ich als Buchhalterin des Kunden sehr froh. So kann ich einfach die Rechnung auf das passende Projekt buchen und muss sie nicht auseinanderpfriemeln und vielleicht noch zusätzlich kopieren.

    Viele Grüße, Kat

  3. Ja genau. Es ist doch so viel übersichtlicher Rechnungen für den richtigen Bereich zu erstellen.

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