Smartphones:
Macht Android produktiver?

Android ist in Deutschland inzwischen das meist genutzte Betriebssystem für Smartphones. Wie lässt sich damit arbeiten? Ein Selbsttest.

Nach vier Jahren iPhone war es vor einigen Wochen soweit: Ich habe mir ein Android Smartphone zugelegt, das HTC One X – hier bei neuerdings.com vorgestellt. Ausschlaggebend war das grössere Display. Ich hatte Smartphones mit Displays über vier Zoll in den Händen – sowas wollte ich auch. Als imgriff.com-Autor interessiert mich bei solchen Geräten immer die Frage: Macht es produktiver? Hier einige Erkenntnisse aus den ersten Wochen.

Lesen von Feeds und Websites

Ich habe rund 150 RSS Feeds abonniert, die ich regelmässig lese; die meiste Zeit nutze ich dafür mein Smartphone. Und klar: Mit einem 4.7 Zoll-Display macht das einfach mehr Spass (hier der Grössenvergleich zum aktuellen iPhone). Wie viele Menschen «scanne» ich Inhalte im Web – lese also nicht von oben nach unten, sondern meine Augen verschaffen sich «hüpfend» eine Übersicht der Seite und ich entscheide dann, ob ich in den Text «einsteige». Da ist mehr Bildschirm schlicht besser – was allerdings kein Android-, sondern ein Gerätevorteil ist. Aber da es keine iOS-Geräte in der Grösse gibt, muss man das OS wechseln, wenn man davon profitieren will.

Das Teilen von Inhalten via Facebook, Twitter & Co.

Die Entwickler von Apps und Software geniessen bei Android mehr Freiheiten als bei iOS. Offenbar führt das zu einer grösseren Vielfalt an Lösungen. Genial finde ich das Sharing-Feature von Android bzw. dem HTC-Derivat Sense: Jeder Sharing-Dienst ist an allen Orten in einer Liste vorhanden. Wer schon mal versucht hat, ein Social Media Tool wie Hootsuit oder einen Bookmarking-Dienst wie Instapaper in den iOS-Workflow zu integrieren, weiss, wovon ich rede. Das ist bei Android um Welten einfacher.

Homescreens und Widgets

Klarer Punkt für Android: Auf den Homescreens kann ich Widgets verwenden – kleine App-ähnliche Programme, die verschiedene Funktionen übernehmen. Das Kalenderwidget etwa zeigt mir den Kalender direkt auf dem Homescreen an. Für die Steuerung meines Smartphones kann ich Switcher Widgets installieren; kleine Knöpfe, um WiFi, USB oder meinen Hotspot direkt vom Homescreen einzustellen. Widgets erlauben mir, mein Smartphone wirklich individuell zu gestalten. Und ganz ehrlich – ich habe nie verstanden, wieso Apple Widgets auf iOS nicht zulässt.

Notizen auf dem Homescreen

Natürlich gibt es – wie für iOS – auch für Android unzählige Notizen-Apps und Programme für Post it-Zettelchen. Aber auf Android kann ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllen: Post it-Zettelchen direkt auf dem Homescreen anzeigen lassen. Meine Tages-To Do-Liste sitzt nun prominent auf dem ersten Homescreen; jedes Mal, wenn ich auf das Display gucke, leuchten mir die fünf Aufgaben von heute entgegen. Mir hilft das beim Fokussieren auf die anstehenden Aufgaben – und macht die Papierzettelchen überflüssig. Sehr genial.

Der Micro USB-Anschluss

Das HTC verfügt über einen Micro USB-Anschluss. Für Apple-Nutzer: Das ist ein so genannter Industriestandard, also ein Anschluss, den ganz viele Firmen für ganz viele Geräte verwenden. Plötzlich passt das Ladekabel meines Telefons auch für den Kindl oder das Headset. Ich trage nur noch ein Kabel mit mir rum. Auch schön.

Was fehlt: Omnifocus

Omnifocus ist mein Task Manager, den ich für die Verwaltung aller Aufgaben und Projekte einsetze. Und Omnifocus ist Mac-Software, sowohl auf dem Desktop wie auf dem mobilen Endgerät (hier ein Tipp von Gregor dazu) nur für Betriebssysteme aus Cupertino erhältlich. Da ich Omnifocus weiter einsetze, bleibt mir nur ein Workaround, und zwar unterwegs neue Aufgaben in einer kleinen Notiz zu speichern. Ich habe Omnifocus auf iOS relativ wenig verwendet, deshalb schmerzt es nicht, ist aber unschön.

Android vs iOS – gibt es einen Produktivitätssieger?

Nein, natürlich nicht. Es kommt darauf an, wäre wohl die so langweilige wie korrekte Antwort: Ich lese beruflich viele Blogs und News-Sites mit dem Smartphone, deshalb ist ein Gerät mit grösserem Display für mich die bessere Lösung. In den vergangenen Wochen hat es sogar mein iPad zu Hause abgelöst – leichter, immer dabei und trotzdem genügend Bildschirm. Die Möglichkeit, mein Smartphone stärker zu individualisieren finde ich praktisch – ob ich damit um Welten produktiver werde, bezweifle ich.

Zurück zum iPhone? Nein, danke.

Gewöhne ich mich an ein neues OS auf dem Smartphone oder werde ich es nur mühsam finden? Die Antwort kam für mich sehr überraschend: Nach etwa einer Woche wollte ich das HTC nicht mehr missen. Ich sehe keinen Grund, zurück zum iPhone zu wechseln. Und kann nun etwas amüsiert die Gerüchteküche um das erwartete iPhone 5 verfolgen. Das scheint zu bedeuten, dass ich a) doch noch nicht so veränderunsgresistent bin und b) die Android-Leute schon einiges richtig machen.

Android-Logo von Google (CC BY 3.0)

 

Thomas Mauch

Thomas Mauch ist Mitglied der Geschäftsleitung des neuerdings.com-Verlags Blogwerk AG und interessiert sich für Gadgets. Oder so.

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34 Kommentare

  1. Was mich bei Android vermisse bzw. ich habe noch nicht die richtige App gefunden ist eine Vorschau auf dem Lock Screen von einigen Sekunden bei neuen Mails (Exchange, IMAP, GMAIL) SMS und Terminen.

    • Stimmt. Sowas würde ich auch nutzen. Kennt das jemand?

    • Versucht es doch einmal mit der App “NoLED”. Ist kostenlos und auf jeden Fall einen Blick wert. Man sollte allerdings die Akku-Laufzeit im Auge behalten. Da gibt es einige Klagen von Nutzern. Trotzdem ist die App einen Test wert.

      Viele Grüße
      Jörg

    • HTC bietet seit Sense 3 einen wunderbaren Lockscreen an, der zum Beispiel auf neue SMS/Email mit deren Anzahl hinweist und die Programme durch einen Fingerwisch starten lässt. 4 Verknüpfungen sind möglich.
      Hier ein Bildbeispiel: http://stereopoly.de/wp-c…e-30-lockscreen-.jpg

  2. Wie alles auf der Welt hat jedes System seine Vor- und Nachteile. Bei Dir überwiegen die Vorteile von Android offenbar, was völlig OK ist.

    Bei mir ist es genau andersherum: Ich nutze die eine oder andere App, die iOS-exklusiv ist: z.B. iAWriter oder ByWord (nach Tagesform), Omnifocus, DevonThink (selten) und seit vorgestern wieder intensiv Daylite (ist mit der neuesten Version richtig gut geworden).

    Klar gäbe es teilweise Alternativen für Android, aber da ich dieselben Apps auch und intensiv auf meinem Mac nutze, wäre das ein grosser Einschnitt in meinen Workflow. Besonders die einfache Sync via iCloud (wo möglich) würde ich schmerzlich vermissen.

    Klar gäbe es auch da Alternativen, doch weshalb sollte ich meinen funktionierenden und eingespielten Workflow ändern?

    Langer Rede, kurzer Sinn:
    Es gibt verschiedene Lösungen für verschiedene Anforderungen – und das ist auch gut so.
    Keine Lösung ist einfach so “besser”, sondern funktioniert für einen – oder eben nicht.

    • Endlich ein brauchbarer Kommentar eines Apple Nutzers. Nicht falsch verstehen, aber einige denken einfach “Ich hab viel Geld ausgegeben, also hab ich auch das Beste”
      Dasselbe gilt auch für die Nutzer von Apple Rechnern/Laptops. Es gibt Anwendungsfälle, in denen Apple einfach unschlagbar ist (Musik, Bildbearbeitung etc.) Es gibt allerdings genauso Fälle bei denen ein klarer Vorteil in der Nutzung von Windows, Linux und anderen ist.
      Schlussendlich bleibt zu sagen, dass Apple es wirklich sehr gut macht den Nutzern nicht nur ein Apple Gerät zu verkaufen sondern durch intelligente Verknüpfung und Marketing auch andere Geräte schmackhaft macht.
      Ich persönlich werde wohl nie ein Freund von Apple, da ich mich beruflich in absehbarer Zeit nicht damit auseinandersetzen muss und es mir für private Anwendungen schlichtweg zu teuer und oft inkompatibel mit meiner bevorzugten Software ist (Von VMs mal abgesehen).
      Ich möchte mit deinem Satz abschliessen: “Es gibt verschiedene Lösungen für verschiedene Anforderungen – und das ist auch gut so.”

  3. sry, aber der Vergleich ist einfach nur schlecht. Oder du hast ein abnormes Nutzungsverhalten… Wenn man vergleicht, muss man immer etwas zu der Updateproblematik und zu Dingen wie Backup, Sync etc. sagen. Es sei denn du benötigst nichts davon. Was komisch wäre.. Ich hatte jetzt schon oft Androids in den Händen und ja es gibt einige Vorteile. Aber auch so viele Nachteile in Grundfunktionen, dass Android für mich nicht in Frage kommt. Außerdem habe ich das Problem, schon mehrere 100 Euro in iOS Apps investiert zu haben. Von der Qualität der Apps will ich gar nicht erst anfangen. Twitter, RSS Reader, Evernote… alle schrecklich auf Android im Vergleich zu iOS.

    • sry, aber der Vergleich war einfach nur spitze !
      Er vergleicht genau das was die meisten Leute Interessiert.

    • Updateproblematik? Noch nie gehabt.
      Backup? Es gibt kostenlose Apps, die dir dein komplettes System sichern (kostenlos).
      Sync? Kontakte, Termine etc. werden mit dem Google Konto gesynct.
      Qualität der Apps? Erste Sahne und dazu meist noch eine kostenlose Alternative.
      Ich vermute du vergleichst uralt Android Versionen mit dem aktuellen iOS. Spätestens seit Android 3 bleiben so gut wie keine Wünsche mehr offen. Wenn dann noch die Hersteller ihre Benutzeroberfläche drübermachen (z.B. HTC Sense) hat man seine favorisierte GUI dabei und muss sich nicht in den Einheitskram drängen lassen. Achja und eine für mich nicht unwichtige Funktion: Anschliessen an jeden beliebigen Rechner ohne eine Software aufspielen zu müssen.
      Sicher hat iOS/iPhone Vorteile, aber bestimmt keinen der von dir aufgezählten

  4. Vielleiche sollte die Frage eher heißen “Macht Android effektiver?”.
    Ich habe selbst mal alle “Vorteile” des Androidsystems genossen (die Widgets sind in der Tat eine große Bereicherung), doch von der Stabilität und Schnelligkeit des Systems bevorzuge ich einfach das iOS. Allerdings kann ich nichts über neuere Versionen sagen.

  5. @tschookki

    Stimmt, es gibt so schrecklich viele Möglichkeiten Backups, Sync und co zu machen. Entscheidungen sind halt nicht jedermanns Sache so das halt auch das einknopf Telefon einen Markt hat ;)

    Die Quali der APPS ? Hast du dir die neue Version von Evernote mal angesehen? Da liegen Welten dazwischen, auf dem Android sieht das saucool aus wärend bei IOS die Standardlangweil Optik herrscht.

    Auch für Twitter gibts sehr viele sehr gute Apps, da habe ich noch nichts vergleichbares auf IOS gesehen.

  6. Gottogottogott, was für ein schlechter Artikel! Geschrieben von einem “Autor”, ja? Könnte so durchaus als Rezension unter einem x-beliebigen Android-Phone bei Amazon stehen.

    Leute, die auf dem Mac OmniFocus nutzen und auf dem Smartphone Notizzettel schreiben (um sie dann auf dem Mac in OmniFocus zu klöppeln) kann ich nicht ernst nehmen, sorry.

    Die Qualität der Artikel auf den Blogwerk-Seiten hat in den letzten Monaten rapide abgenommen. Werde Euch jetzt aus meinen Feeds nehmen. Ist wirklich nicht mehr auszuhalten.

  7. was bitte hat der Artikel mit produktiv zu tun???

  8. Tatsächlich glaube ich schon, dass ich ein «abnormes Nutzungsverhalten» habe – einfach mein eigenes, so wie jeder und jede vermutlich sein Smartphone auf ganz eigene Weise nutzt. Und das war auch der Sinn des Artikels hier: Nicht ein Test eines Gerätes oder eines OS, sonder nein Selbsttest meines Nutzungsverhaltens. Deshalb auch der Artikel hier auf imgriff.com – die Geräte- oder OS-Reviews würden entsprechend bei neuerdings.com oder netzwertig.com erscheinen.

    Die Qualität der Apps finde ich bisher sehr gut, Ausnahme ist häufig der Designaspekt – da wird von iOS-Entwicklern offenbar mehr Wert darauf gelegt. Einzig für Twitter Apps habe ich noch keine gleichwertige Lösung gefunden – nutze im Moment Plume, aber da gab’s auf iOS schon besseres.

  9. (insert launige Bemerkung, dass es offenbar schwer ist, einen Bericht über die ganz persönliche Nutzung von Technik lesen zu können, ohne seine eigenen Prioritäten als allgemeingültig zu sehen und daher Qualitätsmängen zu bemängeln, weil der persönliche Geschmack nicht getroffen wurde)

    Ich mache momentan tatsächlich genau denselben Test un einige der Fazits treffen für mich nach guten 2 Wochen Parallelbetrieb von iPhone und One x ähnlich zu. Und ich kann bestätigen: Die viel bessere Ausstattung mit Schnittstellen fällt einem im direkten Vergleich sofort auf (wobei ich auch schon drei Jahre nen Palm Pre hatte, der wesentliche Vorteile die hier gelistet sind schon lange vorweggenommen hat – zu schade, das Palm das dann total verbaselt hat) und die Vorteile, die das für das gesamte System und App-Handling bringt werden einem dann klar, wenn man nach einer Weile zum iPhone zurückkehrt und merkt, was da plötzlich alles NICHT mehr geht.

    Die Widgets: ich dachte auch erst, das wäre total krachend super, stelle aber inzwischen fest, dass ich sie doch nicht wirklich benutze (außer die, die noch irgendwas anzeigen, z.B der Kalender. Sowas ist wirklich prima, aber eben doch nicht die Revolution).

    Was Apps angeht: Da gibt es keinen Unterschied zwischen iOS Apps und Android Apps. Wie auch? Das Prinzip ist ja dasselbe. Es gibt natürlich Apps, die auf iOS besser umgesetzt sind als für Android und umgekehrt. Aber ich habe auf beiden Systemen kein Problem, für jeden Bedarf eine einigermaßen perfekte App zu finden.

  10. Gibt ja diverse Calendar widgets … ich finde CalWidget genial, das alleine ist schon ein riesen plus für mich.

  11. Ich gehöre (noch) zur Generation “Laptop” – würde die heutige Jugend wohl sagen und grinst sich wahrscheinlich einen wenn ich meinen 10 Zoll Netbook im ÖPNV auspacke! Ich gebe zu, Ich musste bisher viel und lange reisen und da sind 10 Zoll unschlagbar.
    Dennoch, ohne ein vernünftiges Smartphone werde ich wohl in meiner reiseärmeren Zukunft nicht auskommen – auf kürzeren Strecken ist auch ein kleines 10Zoll Netbook zu viel Balast – und freue mich deshalb über jeden Bericht, der mir die Entscheidung zwischen “Eiphone” und “Ähndroid” etwas erleichtert.
    Daher ein Dank an den Autor, der mir nochmal verdeutlicht hat, dass ich um ein großes Display nicht drum rum komme.

  12. Vor einigen Jahren bin ich vom iPhone 3G auf ein Nexus One umgestiegen. An Android hat mir vorallem das Multitasking gefallen, aber auch die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten wie “CPU Runtertakten zum Akku sparen, Übertakten bei Gebrauch”. Auch die vielen Möglichkeiten für Apps, sich ins System einzuklinken, haben mir gefallen. So konnte ich den SMS-Client durch eine App ersetzen. Ebenfalls praktisch fand ich das Berechtigungssystem, wenn es auch nicht so gut ist wie bei BlackBerry.

    Ein ganz grosses Plus war es, kein iTunes (oder sonstige Spezialsoftware) zu benötigen um Musik auf die Speicherkarte zu kopieren.

  13. Ich kann den aufgezählten Vorteilen auch zustimmen. Und nutze deshalb ein Android Smartphone. Bei meinem Tablet handelt es sich jedoch um das iPad. Denn dafür gibt es bei Apple einfach die besseren Apps (welche ich jedoch auf dem kleinem Display eines iPhones wirklich nicht nutzen müssen möchte). Übrigens meines Erachtens noch ein sehr relevanter Vorteil von Android-Phones: Swype! Nach der Nutzung von Swype auf meinem HTC, fällt es mir doch sehr schwer, mich mit der iPhone-Tastatur abzukämpfen.

  14. Was das RSS lesen auf Android angeht: Ich bin begisterter Anwender von NewsRob Pro mit Google Reader Synchronisation und habe da ca. 400 Feeds drin.

  15. Herzlichen Dank für diesen Bericht! Werde wohl in der nächsten Zeit wohl selber mal den Vergleichstest machen. Bis jetzt bin ich begeisterter iPhone Nutzer, das kann sich ja vielleicht dann mal ändern ;-)

  16. RSS ist ja so 1990 … und ein Vergleich von Apfel mit Birnen machte noch nie Sinn, aber gut.

    • Es gibt Dinge, die immer kurz vor dem Durchbruch stehen: QR Codes oder Augmented Reality sind Technologien, die “bestimmt nächstes Jahr ganz gross werden.” So seit drei Jahren, gefühlt. RSS, traurigerweise, hat nicht mal mehr diesen Status…Trotzdem / deshalb missioniere ich immer gerne für das RSS-Lesen :-)

    • @Jimy: Ja klar ist das 1990, aber was glaubst Du, wo die Leute, die Deine Timelines mit spannenden Dingen füllen ihre Info her kriegen?

      Genau.

    • RSS – das Kellerkind der Sozialen Medien. Hat was.

    • Äpfel mit Birnen vergleichen? Versteh ich nicht

  17. Toller Bericht!
    Im Grunde ist es also die Hardware nach der man sein Smartphone aussuchen sollte, bei der Software gibt es keine allzu großen Unterschiede.
    Ach ja, und iTunes natürlich. Entweder man kann damit leben oder nicht. Muss auch jeder selber entscheiden.

  18. Leider ist der Bericht nur unvollständig da er die Möglichkeiten von Windows Phone unberücksichtigt lässt. Dann wären sowohl iOS als auch Android nur noch zweite Wahl.

    • hahahahaha….bin von windows phone auf Android umgestiegen und bin total begeisert..
      windows phone ade…

  19. Die aussage der Kompatibilität von wegen “…Anschließen an jeden beliebigen Rechner ohne eine Software aufspielen zu müssen.” kann ich nicht bestätigen. Ich nutze ein Samsung GT-8150 und ich benötige an jeden Rechner eine Software. Genau so sieht es auch mit dem Sony Ericsson X10 Xperia Mini aus.

  20. Zum Thema Android und Omnifocus (oder in meinem Falle Things): Ich löse das über das Vehikel Evernote wie folgt: Neue Aufgaben trage ich auf dem Phone in Evernote ein und markiere sie mit einer schnellen, eindeutigen Markierung (in meinem Falle qqq – Merlin Mann lässt grüßen …). Die Einträge können (zumindest für Things) in der QuickSilver-Syntax erfolgen (googeln!).
    Auf dem Mac läuft ein AppleScript, das die Einträge automatisch aus Evernote nach Things verschiebt. In der Gegenrichtung läuft ein Script, das einen Things-Report zu den aktuellen Aufgaben zieht und in einer Evernote-Notiz hinterlegt. Der Programmier-Aufwand ist gering, das Ganze funktioniert natürlich auch mit Mail, Simplenote/NotationalVelocity, Notizen in der Dropbox etc. als Transport-Vehikel.

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