Das leidige Aufräumen:
Ordnung machen in einer Stunde!

Aufräumen gehört zu den Tätigkeiten, die wir gerne vor uns herschieben – meist viel länger, als das Aufräumen tatsächlich in Anspruch nehmen würde. Jetzt ist Schluss damit – in vier einfachen Schritten.

Strand, aufgeräumt.

Strand, aufgeräumt.

Kennt Ihr das? Ein paar Tage lang unterwegs gewesen, dabei jeden morgen hektisch die Sachen zusammengesucht, weil man mal wieder spät dran war? Dann alles liegen gelassen und – wenn man abends spät heimkam, natürlich auch keine Lust mehr zum Aufräumen gehabt? Und dementsprechend sieht es dann aus – und wird auch nicht besser, weil man den Berg an Aufräumarbeit entnervt vor sich hinschiebt. Dabei ist das Geheimnis von Ordnung eigentlich ganz einfach: Immer mal zwischendurch was wegräumen – denn dann fällt der Berg, den man wegschaffen muss, erst gar nicht an.

Denn genau da liegt das Problem bei vielen unordentlichen Menschen: Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und wissen nicht, wo anfangen mit dem Aufräumen. Doch ihnen kann geholfen werden – zum Beispiel damit, dass man die Aufräumzeit von vornerein auf eine Stunde begrenzt und somit die Angst vor dem Aufräumstress abbaut. Dabei wird für jeden Arbeitsschritt 15 Minuten anberaumt. Am besten stellt man sich eine Uhr oder einen Wecker. Und: Niemand und nichts darf einen stören.

1. Strategie entwickeln

In den ersten 15 Minuten entwickelst eine Strategie: Was ist das Ziel der Aufräumaktion? Wie soll es am Ende aussehen? Bereite die nötigen Werkzeuge zum Aufräumen vor, etwa Müllbehälter und die Ablage, und stelle sicher, dass in dem Ordnungssystem genug Platz ist, die herumliegenden Gegenstände aufzunehmen. Wenn Du die erste Viertelstunde zu einer optimalen Planung nutzt, kannst Du Rest besser und schneller erledigen.

2. Stapel machen

Wenn Du die Planungsphase abgeschlossen hast, stellst Du die Uhr oder den Wecker erneut auf 15 Minuten. Nimm alles, was herumliegt und leg es auf einen der drei Stapel: A für Papiere und Dinge, die Du behalten willst. B für Papiere, die Du noch durchsehen musst. C für Papiere und Dinge, die Du wegwerfen willst. Die schmeißt Du am besten gleich in die vorher vorbereiteten Abfallbehälter. Wenn die Uhr oder der Wecker piepen, musst Du fertig sein. Im Raum sollte nun außer den Haufen nichts mehr herumliegen.

3. Entscheiden, was wegkommt und was bleibt

Nun kommt der schwierigste Schritt: Du hast wieder nur 15 Minuten, um die Papiere von Stapel B durchzusehen und zu entscheiden, ob Du diese noch brauchst oder wegwirfst. Wenn Du sie noch brauchst, legst Du sie auf Haufen A. Du solltest aber auch gleich wissen, wohin Du sie in Deinem Ordnungssystem packen willst. Wenn nicht: Sofort zu C in den Abfallbehälter. Du wirst sehen: Durch den Zeitdruck entscheidest Du viel rigoroser – im Zweifel wegwerfen! Wenn Wecker oder Uhr piepen, sollten nur noch Stapel A und der Müllbehälter übrig sein.

4. Einsortieren

Du hast jetzt weitere 15 Minuten, um die Dinge von Stapel A in Dein Ordungssystem einzuordnen. Nun zeigt sich, wie gut Dein System ist, wie gut Du geplant haben und wie rigoros Du entrümpelt hast. Wenn Du die Aufgabe nicht in 15 Minuten bewältigen kannst, solltestDu diese drei Aspekte nochmals überdenken. Nun musst Du nur noch den Müll wegbringen – fertig!

Bild: Michael Coghlan bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT und betreibt mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Kooperationspartner des F.A.Z.-Instituts, Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

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2 Kommentare

  1. Es kann doch so einfach sein. Klingt alles sehr plausibel. Ich werde es mal auf einen Versuch ankommen lassen.

  2. Wenn ich bei mir Deine Methode mit den alphabetische angelegten Aktenordner machen würde, hätte ich schon fast 50 Aktenordner. Da drin zu suchen ist schon ein Problem.
    Das ständige Einsortieren wäre vielleicht noch ein größeres Problem. Ich brauche immer sehr viele Fachartikel und dazu einen umfangreichen Schriftverkehr.
    Ich benutzte ScanSnap zum einscannen und zwei Software mit einer sehr schnellen Suchfunktion. In der einen Software sind die Artikel und in der anderen Software die selbst erstellten Schriftstücke. Das klappt prima. Finde in Sekunden einen gesuchten Artikel oder Schriftstück.

    Habe schon viele Ordnungssysteme ausprobiert. Sie scheitern alle, wenn die Sammlung sehr umfangreich wird.
    In der heutigen Zeit bietet sich die Speicherung auf den Festplatten geradezu an.

    Grüsse an die Leser

    Rudi

2 Pingbacks

  1. [...] Das leidige Aufräumen: Ordnung machen in einer Stunde! » imgriff.com – from imgriff.com http://imgriff.com [...]

  2. [...] leerer es ist. Meine Lieblingsmethode zu mehr Ordnung, das Aufräumen in einer Stunde, habe ich ja in einem anderen Blogpost hier bei imgriff.com schon beschrieben. Denn sie hilft vor allem chronischen Prokrastinierern, die vor lauter Unordnung [...]

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