Neue Arbeit:
Home Office Day 2012

Bleibt zu Hause, Leute. Denn am 10. Mai 2012 ist der dritte Schweizer Home Office Day. Home Office erhöht die Produktivität und spart CO2.

(Bild: Jeremy Levine Design / CC BY 2.0)

Das Arbeiten von zu Hause hat zahlreiche Vorteile: Mitarbeitende sparen Zeit und gewinnen an Lebensqualität. Dank weniger Pendlerverkehr wird zudem der CO2-Verbrauch reduziert und die Umwelt geschont. Unternehmen wiederum profitieren von zufriedeneren und produktiveren Mitarbeitenden.
Bereits im letzten Jahr haben schweizweit tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gross- und Kleinunternehmen einen Tag lang zu Hause gearbeitet und damit einen Beitrag zu mehr Lebensqualität und einer geringeren CO₂-Belastung geleistet.

908 Tage und 9’198 Tonnen CO₂ gespart

Insgesamt ist aus dem zweiten Home Office Day am 19. Mai 2011 ein Zeitgewinn von 908 Tagen entstanden, und auf ein Jahr gerechnet konnten 9‘198 Tonnen CO₂ eingespart werden. Grund genug, den Home Office Day auch 2012 wieder aufleben zu lassen – als Anstoss zum Umdenken und als Beweis, dass Lebensqualität, Produktivität und Klimaschutz keine Gegensätze sind.

Der Home Office Day wurde im Jahre 2010 von den drei Unternehmen Microsoft, SBB und Swisscom initiiert. Laut den Initianten haben in der Schweiz 11% der arbeitenden Bevölkerung das Potential, einen Tag in der Woche zu Hause zu arbeiten. Dadurch könnte der Pendlerverkehr in den Spitzenzeiten um 450 000 Personen pro Woche reduziert werden, und jährlich würden 67 000 Tonnen CO2 gespart.

69 Prozent fühlen sich produktiver

In einer von der ETH Zürich und der Hochschule für Angewandte Psychologie (Fachhochschule Nordwestschweiz) durchgeführten Studie wurden 195 Teilnehmer des Home Office Day 2011 befragt. Das Durchschnittsalter liegt laut Studie bei 41 Jahren, die meisten arbeiten zwischen einem halben Tag und zwei Tagen pro Woche zu Hause, und dies bereits seit einem Jahr oder länger. Sie erachten das Home Office als eine Art «Refugium für selbstbestimmtes und ungestörtes Arbeiten». 69% fühlen sich produktiver im Home Office, und 78% schätzen besonders, dass sie ungestört arbeiten können. 88,5% erleben die wegfallende Reisezeit und 61,3% die bessere Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben als Vorteil. 48,7% gaben an, die Nähe zur Familie als besonders wertvoll zu erachten.


Produktivität um 30 Prozent steigern

Laut Schätzungen von Prof. Gassmann von der Universität St. Gallen kann die Produktivität von Wissensarbeitern durch regelmässiges Arbeiten von zu Hause gesamtschweizerisch bis zu 30 % gesteigert werden. Denn im Home Office arbeiten die meisten konzentrierter und ruhiger, weil sie nicht ständig unterbrochen werden. Und kommen dadurch auch schneller voran.

Höchste Zeit also, dass auch du den Home Office Day nutzt. Auf www.homeofficeday.ch finden Arbeitnehmer wie Arbeitgeber Checklisten für einen für alle Seiten erfolgreichen Home Office Day 2012.

Bild: Jeremy Levine Design bei flickr.com (CC BY 2.0)

 

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5 Kommentare

  1. Diese Initiative ist eine tolle Idee und haben das ebenso in unserem Unternehmen angestoßen. Der Erfolg bei den Mitarbeitern blieb zu unserem eigenem Erstaunen aus.
    Unser Ziel war es, das “beamtenhafte” Abarbeiten aufzubrechen und neue Perspektiven zu ermöglichen. Dabei ging es gar um ökologische Gedanken, sondern einfach um einen Wechsel des Blickwinkels.
    Die wenigstens wollten dieses Angebot annehmen. Folgende Gründe wurden immer wieder genannt:
    - die Kinder würden keine Rücksicht nehmen
    - die Trennung zwischen dem Zuhause und der Arbeit war zu wichtig
    - Konzentrationsmangel.
    Und die, die Interesse hatten, haben sich dann nicht mehr getraut. Schade eigentlich…:-/

    • Wirklich schade, dass es bei euch nicht funktioniert hat! Man sollte es einfach ein paar Mal ausprobieren und die Vorzüge schätzen lernen. Aber klar, wenn ich Kinder hätte, die andauernd was von mir wollten, könnte ich mich auch schlecht konzentrieren :)

  2. Die Kinder lasse ich als Argument auch gelten…:-) Aber mich hat eher die Trennung Beruf und Zuhause schockiert. Als wäre das eine Hui, das andere Pfui und nur eine lästige Geldbeschaffung. Zumindest hat es uns zum Nachdenken gebracht. Werden wohl auch einen Tag pro Woche einführen und die Kollegen und Kolleginnen einfach “verpflichten” zu Hause zu arbeiten, in der Hoffnung, dass sie den Nutzen sehen..:-) Zwar ist Zwang nicht Sinn der Sache, aber manchmal gehts vl. nicht anders..:-(

    • Ja, die Trennung von Beruf und Zuhause kann ich auch nicht verstehen und finde es bedenklich, wenn Leute ihren Beruf nur als Mittel zum Zweck ansehen.

      Probiert es aus und ich bin überzeugt, der eine oder die andere wird Gefallen am Home Office finden :)

      Wünsche auf jeden Fall gutes Gelingen!

  3. Liebe Corinne,
    das Thema “von zuhause arbeiten” oder das Aufbauen eines sogenannten “HOME BUSINESS” ist sehr wahrscheinlich etwas, von dem schon jeder einmal geträumt hat oder womit er Planspiele gemacht hat. Das ist auch absolut verständlich, denn die Vorteile liegen auf der Hand;

    * kein Zeit- und Nerven raubender Arbeitsweg
    * Dadurch bedingt ein deutlicher Freizeitgewinn
    * Natürlich spart man sich das Geld für Benzin oder die Fahrkarte für die Fahrt zur Arbeit
    * Des weiteren ist man zuhause bei seiner Familie und den Kindern, was bei kleineren Kindern dazu führt, dass man sich, wenn man Arbeiten will oder muss den Babysitter oder die Tagesmutter spart (wieder eine Geldsparmöglichkeit)
    * Darüber hinaus kann man sich seine Arbeitszeit relativ frei einteilen und
    * man hat sogar Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit.

    Dies sollen nur ein paar Vorteile sein.
    Jedoch muß man auf der Negativseite des HOME BUSINESS auch ein paar Punkte aufzählen, die man nicht übersehen darf. Zum einen gilt es sich seine Arbeit selbst zu organisieren, sich selbst zu motivieren und natürlich auch die Trennung zwischen Arbeit und Privat hinzubekommen.

    Aber wenn man dies managt, dann überwiegen in meinen Augen deutlich die Vorteile.
    Ich selbst betreibe seit mehreren Jahren auch ein Home Bussiness; und zwar als – wie ich es ganz gerne nenne – TeilZeit-Unternehmer, also neben meinem Hauptjob.
    Für mich ist es die ideale Möglichkeit nebenher ein 2tes Standbein, das man später zum 1. Standbein werden lassen kann – aufzubauen; OHNE RISIKO, OHNE Verzicht auf bestehende Einnahmequellen und in dem für mich passenden Tempo.

    Über meine Erfahrungen, meine Arbeitsweisen und somit meine Tipps und Hilfestellungen zum Thema “nebenberuflichem Aufbau eines HOME BUSINESS” schreibe ich in meinem Blog http://www.teilzeit-unternehmer.de.

    Schauen Sie einfach mal dort vorbei. Dort finden Sie auch meine Empfehlung für eine WIRKLICH seriöse, geprüfte, ausgezeichnete und sogar von verbraucherschutz.de empfohlene Geschäftsmöglichkeit, mit der Sie Ihr HOME BUSINESS aufbauen können. Schauen Sie mal hier vorbei:
    http://teilzeit-unternehm…s-partnerunternehmen.

    Ich wünsche viel Erfolg und bleiben Sie gesund.
    Ihr
    Kurt Laux

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