Social Media:
Macht Facebook unzufrieden?

Sich mit anderen zu vergleichen macht unglücklich – genau das tun wir aber bei Facebook ständig.

Gestern hat Simone geschrieben, dass das ständige Vergleichen von Fan-, Follower- und Like-Zahlen nicht unbedingt zu ihren Lieblingsdisziplinen gehört. Daniel Rettig weist auf seinem Blog alltagsforschung.de auf einen weiteren Umstand hin: Unbekannte Facebook-Freunde hinzufügen kann Deine seelische Gesundheit gefährden.

Daniel berichtet über eine Studie der Utah Valley Universität, die den Zusammenhang zwischen Lebenseinstellung und Facebook-Nutzung untersucht. Zusammengefasst lautete ein Ergebnis: «Je länger die Studenten Facebook nutzten und je mehr Zeit sie dort verbrachten, desto stärker gingen sie davon aus, dass andere Menschen glücklicher waren und ein besseres Leben führten – und dass das Leben ohnehin nicht gerecht sei.»

Dieser Effekt würde ausserdem verstärkt werden, je mehr Menschen man zu seinen Facebook-Freunden, die man im «real life» noch nie gesehen hatte. Auch hier gilt: Sich ständig mit anderen zu vergleichen ist der sichere Weg ins Unglück. Daniel schreibt: «Wir bilden uns ein, schlechter dran zu sein als unsere digitalen Kontakte und werden unglücklich.»

Verantwortlich dafür sind offenbar so genannte Heuristiken, gedankliche Prozesse zur Problemlösung. Zwei Aspekte fallen hier besonders ins Gewicht: Menschen vermitteln auf Facebook vorwiegend positive Informationen über sich selber – irgendwann glauben wir, dass das Leben unserer Kontakte tatsächlich keine Schattenseiten kennen würde. Ausserdem, so Daniel, würden wir auch dem Attributionsfehler unterliegen: Wir glauben, dass tatsächlich glücklich ist, wer fröhliche Urlaubsbilder postet.

» Gefährlicher Irrtum – macht Facebook unzufrieden?, von Daniel Rettig bei alltagsforschung.de

Artikelbild: ijustwanttobeperceivedthewayiam auf flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Thomas Mauch

Thomas Mauch ist Mitglied der Geschäftsleitung des neuerdings.com-Verlags Blogwerk AG und interessiert sich für Gadgets. Oder so.

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  2. [...] dass ich jeden Tag mit Einladungen zu irgendwelchen dämlichen Apps überschüttet werde und dieser Artikel haben mich zu einem drastischen Schritt bewegt. Ich werde aussteigen. Nicht für immer, das [...]

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