Festtags-Knigge:
Weihnachtsfeier – die Do’s and Don’ts

Alle Jahre wieder und meist unumgänglich, kommt die betriebliche Weihnachtsfeier. Ein kurzer Blick in den Event-Knigge, damit Ihr Euch auch am Tag danach noch im Büro blicken lassen könnt.

Von der betrunkenen Kollegin, die plötzlich mit dem Typen rummacht, den sie noch nie mochte, über den stillen Pultnachbar, der einem seine Liebe gesteht bis hin zum CEO, der lallend ein Ständchen bringt – haben wir alles schon gesehen. Solche ungeplanten Einlagen finde ich immer wieder amüsant. Und nicht selten war ich selber Teil dieser Peinlichkeiten.

Alkoholinduzierte Missgeschicke

Ich erinnere mich an ein Fest vor ein paar Jahren, der Rotwein floss in Strömen, bis der Chef um 23.00 Uhr meinte, von nun an müsse man seine Drinks selber bezahlen. Naja, in der Not trank ich die ganzen Weinreste aus den Gläsern meiner Kollegen. Das Gesicht des Verwaltungsrats hättet ihr sehen sollen…So lautet dann die Regel Nummer eins: Finger weg von zu viel Alkohol. Denn die ärgsten Missgeschicke geschehen im trunkenen Zustand. Ein Glas Wein zum Essen oder ein Mixdrink geht in Ordnung.

Die Themenwahl

Zurückhaltung ist auch bei der Themenwahl angebracht, denn auch wenn die Stimmung ausgelassen erscheint, es handelt sich immer noch um eine berufliche Veranstaltung. Man sollte zum Beispiel die schüchterne Kollegin nicht zum Gesangsduell auffordern und auch die Themen Sex, Religion und Politik haben zu Tisch nichts verloren. Von Anzüglichkeiten ganz zu schweigen. Um als Frau nicht Opfer von Anzüglichkeiten zu werden, achte man auf züchtige Kleidung.

Das Essen

Pünktliches Erscheinen zeugt von Respekt. Eine freundliche Begrüssung ebenso. Beim Essen gilt es die Grundregeln zu beherrschen. Die Serviette gehört auf den Schoss und dort bleibt sie auch bis zum Ende des Essens – ausser man wischt sich den Mund ab, natürlich. Anschliessend wird sie neben und nicht auf dem Teller platziert. Der Chef eröffnet das Essen. Falls man das mit einer Ansprache verbinden möchte, bitte kurz halten, nicht länger als 4 Minuten, die Vorspeise wird sonst kalt.

Auch wenn man den alljährlichen Plausch unter Kollegen schätzt, spätestens um 24.00 Uhr sollte man sich persönlich bei allen noch Anwesenden verabschieden. Und beim Chef bedankt man sich für den netten Abend und die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr.

 

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6 Kommentare

  1. Alle Jahre wieder kommen sie, diese Tipps für die betriebliche Weihnachtsfeier. Dabei ist meistens nichts Neues, die Regeln gelten für alle betrieblichen Feiern, ob Jubiläum, Verabschiedung oder eben Weihnachtsfeiern. Außerdem gehört all das, was hier angeführt wird, sowieso zum guten Benehmen, das jedem Arbeitnehmer in Fleisch und Blut übergegangen sein sollte.

  2. Was soll denn unsere Kleidung damit zu tun haben, dass wir Opfer von Anzügligkeiten werden???? Können Sie mir den Zusammenhang einmal erklären?! Das konnte man zuletzt widerspruchsfrei in den 1950er Jahren sagen.
    Ingrid Meyer-Legrand

    • Ja aber Hallo, natürlich kann ich mit meinem Verhalten und meiner Kleidung Anzüglichkeiten produzieren.

      Und das konnte man also in dern 50er leichter sagen? Waren die weniger verkorkst als wir heut?

      LiGrü
      Dani

  3. Hallo Ingrid

    Gerne erläutere ich meine Aussage: Wer mit Minirock und / oder tiefem Ausschnitt auf der Betriebsfeier erscheint, wird eher Opfer von Anzüglichkeiten oder anders ausgedrückt, muss sich von Kollegen ein oder zweideutige Sprüche anhören, als jemand im weiten Pulli, Jeans und Turnschuhen. Wer das nicht will, soll sich entsprechend anziehen.

    • Das wird ja immer schlimmer!!! Dass Sie tatsächlich der Meinung sind, uns Frauen Empfehlungen auszusprechen können statt den Männern zu sagen, dass keine Frau, zu keinem Zeitpunkt und egal in welchem Outfit irgendwelche Anzüglichkeiten hören will!
      Oder kommen die Empfehlungen für Männer noch? Nach dem Motto: Wenn ihr nicht Opfer von Anzüglichkeiten werden wollt, dann zieht bitte keine kurzen Hosen an und knöpft ordentlich das Hemd zu, vorsichtshalber bis oben hin….
      Schöne Grüße, I. Meyer-Legrand

  4. Dass wir keine Anzüglichkeiten hören wollen, ist wohl klar. Aber die Realität sieht leider oft anders aus.

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