Visitenkarten und Co.:
Das Kreuz mit der Kontaktverwaltung

Selbst wenn das papierlose Büro Realität werden würde: Visitenkarten gibt’s dann immer noch – zufriedenstellende und verbreitete Alternativen fehlen bis heute.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mich nerven Visitenkarten unheimlich: Jeder meint, einem eine in die Hand drücken zu müssen, ob man will oder nicht. Zu Hause angekommen häufen sich die Stapel von Papp-Täfelchen in allen Farben und Schriften. Jedes Mal sage ich mir: «Diese Karte muss ich noch einpflegen, bevor ich sie wegsortiere.» Ergebnis: Ein immer größer werdender Stapel an unsortierten Kärtchen. Abhilfe kann vielleicht ein Visitenkarten-Scanner schaffen – aber der kostet Geld. Also habe ich kürzlich eine Schachtel genommen und alle Visitenkarten reingeworfen. Fertig.

Die in Berlin lebende koreanisch-amerikanische Künstlerin Kate Hers persifliert den Visitenkarten-Unsinn auf sehr ironische Weise: Sie verteilt «Oversized Business-Cards» im Format übergroßer Postkarten (24 X 13 cm), denen eines garantiert ist: Aufmerksamkeit. Praktisch sind die im Internetzeitalter natürlich ebenso wenig wie ihre kleinen Pendants im Checkkartenformat, die spätestens dann anfangen zu nerven, wenn sie im Geldbeutel überquellen.

Langsam müsste uns doch mal ein besseres und effektiveres System einfallen, als für teueres Geld Kärtchen zu bedrucken, die dann in irgendwelchen Schachteln oder im Mülleimer verschwinden. Wie aber könnte eine Lösung für die Kontaktverwaltung aussehen? Ein paar Ideen.

Keine Visitenkarten
Kürzlich habe ich jemanden getroffen, der mir sagte, er hat eigentlich gar keine Visitenkarten – und dass das eigentlich bei allen gut ankommt. Leider habe ich inzwischen seinen Namen vergessen, weil das mit dem «Wir adden uns dann mal bei Sing» nicht so wirklich geklappt hat. Sei es drum: Ich fand das chic – und habe die Idee flugs übernommen. Denn meine eigenen Visitenkarten veralten schneller, als ich «Piep» sagen kann, weil sich öfter mal Adresse, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse ändern. Leider kommt das bei mir nicht ganz so gut an: Ich ernte stets jede Menge böse Blicke, weil ich kein Kärtchen habe. Ach Leute, wir haben doch Internetzeitalter!

Immerhin: Der PR-Manager eines bekannten Computerherstellers stimmte mir auf der IFA zu: Visitenkarten seien ja sowas von «out». Eine bessere Lösung wusste er allerdings für den Moment auch nicht und förderte dann, nach längerem Suchen – Ihr ahnt es schon – sein letztes Kärtchen zutage.

Apps zum Einscannen
Eine Kollegin hat mir begeistert erzählt, wie sie mit ihrer iPhone-App Visitenkarten einscannt. Einmal abfotografiert, schon ist der Kontakt auch gleich in der Kontaktverwaltung des Mobiltelefons hinzugefügt. Das klingt wie etwas, dass ich brauche – zumal ich das Handy mit meinen Kontakten auf dem Computer synchronisiere. An Ort und Stelle wäre ich dann immer gleich up to date mit meinen Kontakten. Nur leider habe ich kein iPhone, sondern ein HTC Desire S mit Android 2.3. Mein erster Versuch mit Goggles scheitert kläglich – das Programm erkennt überhaupt nichts. Dann aber finde ich die kostenlose App CamCard, die es übrigens auch fürs iPhone gibt.

Das scheint immerhin in Ansätzen zu funktionieren: Zumindest normale Schrift, Schwarz auf Weiß, wird sehr gut erkannt. Allerdings kommt es darauf an, in welchem Winkel und bei welcher Beldeuchtung man die Visitenkarte ablichtet. Sprich: Visitenkarten mit dem Handy einscannen klingt nach einer tollen zukunftsfähigen Idee, die aber sicher noch verbesserungsfähig ist. Für den Anfang allerdings bin ich schon ganz zufrieden.

Kontakte zwischen mobilen Geräten übertragen
Noch besser wäre es natürlich, wenn man Daten direkt zwischen mobilen Geräten übertragen könnte. Das Problem ist, dass auf elektronischem Wege bisher ein einheitliches System fehlt. Sprich: Jeder User hat ein anderes Gerät, ein anderes Betriebssystem und längst nicht jeder User hat ein Smartphone.

Kontakte einpflegen über soziale Netzwerke
Bleibt schließlich noch die Alternative, Die Kontakte, die ich bei der täglichen Arbeit brauche, über soziale Netzwerke einzupflegen. Das ist für mich die bislang praktikabelste Methode: Ich adde neue Kontakte bei Xing und habe auch damit automatisch die ganzen Adressdaten. Selbige kann man ja leider nur als Premium-Mitglied komplett exportieren, z.B. in ein E-Mail-Programm oder auf das Handy. Sonst bleibt nur die Möglichkeit, die Kontakte einzeln zu exportieren. Immerhin mehr als andere Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter an Funktionalität bieten.

Vielleicht muss man aber auch gar nicht mehr exportieren? Denn: Das Adressbuch meines HTC Desire S zeigt sämtliche Kontaktdaten aus den Adressbüchern verschiedener sozialer Netzwerke an und verknüpft identische Kontakte auch miteinander. Das bedeutet, wenn ich den gleichenn Freund bei Facebook, Twitter, Skype, Google+, Xing und/oder in meinem Adressbuch habe, fragt mich das HTC, ob ich die Kontakte miteinander verknüpfen will, ein Klick genügt – und schon vereint das Gerät alle verfügbaren Daten zu einem Kontakt, den es mir fortan anzeigt. Warum gibt es sowas nicht für den PC? Leider könnte dieses schöne Feature schon bald wieder der Vergangenheit angehören könnte. Schuld daran ist der Krieg zwischen Google und Facebook. Denn offenbar ist zumindest ein Datenabgleich mich den Kontakten aus Facebook auf anderen Geräten für Android 2.3 nicht mehr möglich. Die etwas kompizierteren Gründe sind bei Netzwelt nachzulesen.

Kurz: Die wirklich optimale Methode, seine Kontakte zu verwalten, gibt es offenbar noch nicht. Oder welche Möglichkeiten nutzt Ihr so?

 

Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT und betreibt mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Kooperationspartner des F.A.Z.-Instituts, Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

Mehr lesen

Networking: Was bringt eigentlich Speed-Dating?

26.10.2011, 8 KommentareNetworking:
Was bringt eigentlich Speed-Dating?

Speed-Dating ist nichts anrüchiges: Als Methode bei Konferenzen und Business-Events ist es eine einfache und effiziente Art, neue Kontakte zu knüpfen.

Networking: Madonna (beinahe) treffen und andere falsche Hoffnungen

27.9.2011, 9 KommentareNetworking:
Madonna (beinahe) treffen und andere falsche Hoffnungen

Das persönliche Netzwerk ist in vielen Situationen entscheidend für den beruflichen Erfolg. Der Aufbau eines solchen Netzwerkes ist aber eine langfristige Angelegenheit - und eine Frage der Sympathie.

Kontaktaustausch: Die Visitenkarte lebt -  bis NFC sie verdrängt

23.9.2011, 0 KommentareKontaktaustausch:
Die Visitenkarte lebt - bis NFC sie verdrängt

Trotz ihrer altertümlichen Anmutung in einer zunehmend digitalen Welt behauptet sich die Visitenkarte wacker und kann sogar überzeugte Papier-Gegner kurzzeitig wieder in ihren Bann ziehen. Mit dem Durchbruch von NFC jedoch wird ihr Ende besiegelt.

Daten optimal organisieren: Elektronische Planung und Papier müssen keine Feinde sein

21.11.2012, 15 KommentareDaten optimal organisieren:
Elektronische Planung und Papier müssen keine Feinde sein

Wer träumt nicht vom papierlosen Büro? Doch noch immer nutzen Viele Papier für ihre Notizen oder zum Sammeln von Adressen (Visitenkarten). Ein Grund, wieder mal die beiden Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen einander gegenüber zu stellen.

Kontaktaustausch: Die Visitenkarte lebt -  bis NFC sie verdrängt

23.9.2011, 0 KommentareKontaktaustausch:
Die Visitenkarte lebt - bis NFC sie verdrängt

Trotz ihrer altertümlichen Anmutung in einer zunehmend digitalen Welt behauptet sich die Visitenkarte wacker und kann sogar überzeugte Papier-Gegner kurzzeitig wieder in ihren Bann ziehen. Mit dem Durchbruch von NFC jedoch wird ihr Ende besiegelt.

Knipsen statt tippen: Protokolle mit dem Smartphone erstellen

23.1.2013, 8 KommentareKnipsen statt tippen:
Protokolle mit dem Smartphone erstellen

Das Protokollieren von Sitzungen war früher ein Graus: Lange Monologe und hitzige Diskussionen mussten in stundenlanger Tipperei festgehalten werden. Heute erstellt man mit dem iPhone ein Fotoprotokoll, das wenige Minuten nach der Sitzung bei den Teilnehmern in der Mailbox ist. Das geht im Handumdrehen: Mein Screencast-Video zeigt’s.

Falscher Umgang mit dem Internet: Trägt Mensch oder Technik die Schuld?

19.12.2012, 12 KommentareFalscher Umgang mit dem Internet:
Trägt Mensch oder Technik die Schuld?

Das Internet verändert unser Kommunikationsverhalten einschneidend und vielleicht nicht immer zu unserem Vorteil. Die Frage, über die dabei gerne gestritten wird, lautet: Ist die Technik schuld an der Problematik - oder sind wir Nutzer es?

Elektronische Kommunikation: Mehr Lebensqualität dank Smartphone, E-Mail, Chat & Co.

5.12.2012, 8 KommentareElektronische Kommunikation:
Mehr Lebensqualität dank Smartphone, E-Mail, Chat & Co.

Die Risiken der Kommunikation im Internet haben wir hier in mehreren Artikeln erörtert. Moment mal, sagt jetzt ein Leser und Gastautor. Einige der vermeintlich Internet-spezifischen Probleme sind doch nicht neu! Ausserdem gebührt auch den Vorteilen der Online-Kommunikation eine ausführliche Erwähnung.

Shoot: Warum digitale Visitenkarten sinnvoll sind

6.6.2014, 5 KommentareShoot:
Warum digitale Visitenkarten sinnvoll sind

Was macht man mit einer physischen Visitenkarte? Abtippen, scannen? Mit Shoot kann man dem neuen Kontakt mit einem Klick eine informative und schön gestaltete digitale Visitenkarte senden.

4.3.2009, 5 KommentareDer Link am Morgen:
Das optimale Xing-Profil

Wer aus seinem Profil bei Xing oder einem ähnlich gelagerten Netzwerk mehr machen will als nur das digitale Abbild seiner Visitenkarte, dem helfen Jochen Mais zehn Tipps fürs perfekte Profil.

13 Kommentare

  1. Ich finde Visitenkarten eigentlich nach wie vor sehr praktisch und mag auch das Ritual des Austauschs. Auch bei mir landen erst einmal alle in einer Schachtel und werden gelegentlich sortiert.

    Mir gefällt es, auch im digitalen Zeitalter noch einen haptisch wahrnehmbaren, individuellen Gegenstand in der Hand zu haben. Außerdem finde ich es sehr spannend, wie unterschiedlich Visitenkarten gestaltet sind, obwohl alle mehr oder wenige den gleichen Inhalt transportieren.

    Für mich sind Visitenkarten auch ein Ausdrucksmittel. Eine schöne, hochwertige Visitenkarte wirft man nicht so gerne weg. Das kann man sich auch zunutze machen.

  2. Die Sache hat ja mehrere Seiten: Zum Einen die Kontaktverwaltung, dann die Synchronisierung über mehrere Plattformen, und dann der Austausch von Kontaktdaten – z.B. über Visitenkarten.

    Man müsste eigentlich davon ausgehen, dass soziale Netzwerke die Visitenkarte längst ersetzt haben müssten. ist aber nicht so. Denn ein Stück Papier und ein persönlicher Kontakt ist viel individueller als ein verallgemeinertes Profil in einem Social network – das nebenbei von den Anbietern auch noch genutzt wird, um deren Börsenwert zu erhöhen.

    Zudem sind wie von Dir beschrieben die sozialen Netzwerke nicht richtig in vorhandene Adressysteme integrierbar.

    Meine Lösung würde ich nicht als solche bezeichen, sondern eher als Workaround. Alle Kontakte, die ich regelmäßig benötige (Kunden. Freunde etc), sind per Hand erfasst in meinem Apple Adressbuch und auf anderen Plattformen (Mobileme) nutzbar. Dafür sind Visitenkarten wirklich gut. Abfotografieren geht aber erst mit Phone4, ich habe ein gebrauchtes 3GS. Funktioniert einigermaßen, halt manuell. Und die Kontakte gehören mir, ein nicht zu unterschätzendes Asset. In den sozialen Netzwerken gehören sie zum teil dem Shareholder des Netzwerks.

    Die anderen nutze ich aus diversen Quellen, wo sie eben abgespeichert sind. Für den Mac gibt es eine App Social Adressbook, die man nutzen kann, meist nehme ich aber die Webseiten. Und diejenigen, die ich regelmäßig über meine Arbeiten informieren möchte, bekommen einen Newsletter aus Mailchimp, der nebenbei auch eine gute Adressverwaltung für weiter entfernte Kontakte ist und sich an CRM-System anschließen läßt. CRM-Systeme für den MAc gibt es ja nicht, jedenfalls keine sinnvoll nutzbaren und integrierbaren.

    Eigentlich könnte es mit einem gemeinsamen Format für digitale Visitenkarte (die auch als Bild sichtbar wird, nicht nur VCF) und einer standardisierten Übermittlung so einfach sein. Das Ganze integriert in soziele Netzwerke. Ist aber wahrscheinlich nicht im Interesse der Wettbewerber auf dem Markt.

  3. Das einheitliche System für den elektronischen Austausch von Personendaten existiert schon seit langer Zeit, und es heißt vCard. Die einfachen, kleinen Dateien lassen sich mailen, herunterladen und auf jede andere erdenkliche Art übertragen. Hinterlegt man diese Datei beispielsweise unter einer einfachen URL auf der eigenen Webseite, dann kann sich jeder das Abtippen der Daten von einer Visitenkarte sparen. Das .vcf-Format der vCards können alle Adressdatenbanken importieren. Das Scannen gedruckter Visitenkarten habe ich nach zahlreichen Versuchen mit unterschiedlichen Systemen als nicht produktiv verworfen. Legt man Wert auf einheitliche Formate, dann raucht die Nachbearbeitung in der Regel mehr Zeit als die manuelle Erfassung.

    Ob es eine gute Idee ist, die Verwaltung seiner ureigensten Kontaktdaten einem mehr oder weniger vertrauenswürdigen Internet-Startup zu überlesen, sei jedem selbst überlassen. Ich habe derer schon viele kommen und gehen sehen und glaube eher an umfangreiche Datensicherheit, wenn ich derart elementare Geschäftswerte auf meinen eigenen Rechnern verwalte und für zuverlässige Backups sorge. Den bisher vielversprechendsten Ansatz einer Online-Visitenkartenverwaltung hat meines Erachtens http://www.cardcloud.com/ (ehemals MyNameIsE) auf den Markt gebracht. Dennoch konnte das Projekt bisher keine Marktdurchdringung erreichen, die ihm eine allzu rosige Zukunft verheißen würde.

    Die immer öfter gesehenen QR-Codes auf Visitenkarten, die letztlich nichts anderes sind, als die grafische Umsetzung eines .vcf-Files, sind eine eigentümliche Entwicklung. Ähnlich wie beim seligen Telefax werden Daten erst in eine Grafik verwandelt, um sie dann mühsam wieder mithilfe einer speziellen Software in Daten rückverwandeln zu können. Sicherlich ist dies langfristig nicht der Weisheit letzter Schluss.

  4. Danke für die zahlreichen Berichte und Ergänzungen am frühen Morgen. Dass muss ich mir alles in Ruhe nochmal anschauen und darüber berichten.
    Die Idee mit der Datei auf der Seite gefällt mir. Nur wie überall müssen das die Leute erstmal kennen. Und da gibt es viele, die das nicht tun… Man wundert sich da manchmal…
    Dass manchmal weniger Wettbewerb produktiver wäre, ist ja ein altes Problem. Andererseits sind Monopole auch nicht wünschenswert..

  5. Was hältst du denn von http://about.me ? Man kann diese Adresse auf seine Visitenkarte drucken und den Rest übernimmt dann die o.g. Website.

  6. Wie währe es übergangsweise ein 2D barcode mit dem inhalt im vCard format auf der klassischen visitenkarte unterzubringen?

  7. Ich finde das Ritual mit den Visitenkarten immer noch schön. Man bekommt die Visitenkarte überreicht und sieht gleich die Position des Gesprächspartners, die korrekte Aussprache des Namens kann gleich verifiziert werden, etc. Ich hoffe jedenfalls dass uns die Karten noch lange erhalten bleiben.

  8. Gebe meine mobilnummer weiter,bei Anruf schicke ich meine Kontaktdaten per vCard

  9. Ich habe letztens meine Visitenkarten-Schublade digitalisiert. Jetzt liegen die eingescannten Kärtchen in Evernote und durch die automatische OCR-Erkennung kann ich auch nach Stichworten wie “Fotograf”, “Maler”, usw. suchen ohne eine entsprechende Verschlagwortung vorzunehmen.

    Meine Evernote-Beschreibung in meinem Blog

  10. wie wäre es mit Plaxo.com? das kann man auch alle Kontakte über alle Netzwerke syncen.

  11. ..andere Idee ist, einfach fett GoogleMe und seinen Namen auf die Karte drucken. Ggf. noch seinen Link zu LinkedIn oder Xing. Dann entfâllt das ständige Neudrucken der Karten bei Umzug/Job-, Email-, Adresswechsel und kann hoffen das der Kontakt auch seine Daten irgendwo im Netz hat ;-)

  12. Das man Visitenkarten nicht unbedingt benötigt denke ich auch. Welche zu haben kann andererseits auch nicht schaden. Mal sehen wie sich das die nächsten Jahre entwickelt.

  13. Hallo Zusammen,
    danke für das überwältigende Feedback und die vielen nützlichen Anregungen. Man sieht daran, dass das Thema wirklich viele Leute zu beschäftigen scheint.

    @Jan: Die Daten zentral irgendwo zu speichern, was leider häufig noch per Hand-Eingabe geschehen muss, halte ich auch für die Vielversprechendste Lösung.

    @Jens Arne Männig Cardcloud muss ich mir wirklich mal ganz in Ruhe anschauen.

    @Christian Danke für den Tipp mi about.me. Das klingt interessant wegen der Gratis-Karten. Mein Problem war aber nicht, die eigenen Daten aufs Papier zu bekommen, sondern die Daten anderer wieder in meinen Computer.

    @Horst Evernote als Adress-Datenbank ist ein spannender Ansatz. Löst aber nicht das Grundproblem (wie bekomme ich die Karte digitalisiert ohne Aufwand).

    Natürlich gibt es das VCard-Format und daran, dass ich seine Erwähnung vergessen habe, seht Ihr, wie selten ich damit zu tun habe: Ich bekomme mittlerweile z.B. nur noch ganz selten eine E-Mail mit angehängter VCard-Adresse, obwohl das ja sehr praktisch wäre. Offenbar hat man ja jetzt Soziale Netwerke…
    Und ja klar ist das Problem vor allem die Geschäftspolitik der einzelnen Netzwerke – da habe ich mich unklar ausgedrückt.

    Ob nun Barcode, QR-Code oder Google me, das Problem bleibt das gleiche: Es sind immer noch Zwischenschritte nötig. Wobei ein QR Code usw. ja eigentlich nur sinnvoll ist, wenn er direkt auf eine Einpflegbare Adressdatei (z.B. VCard verlinkt). Die meisten verlinken auf die eigene Website – das ist albern, da kann man auch gleich die Website hinschreiben.

    Es gibt noch ein anderes Problem: Längst nicht alle Leute sind so technikaffin, das sie wüssten was ein QR-Code oder eine VCard-Datei ist. Und längst nicht alle Leute wollen einen z.B. Googeln. Die meisten Leute sind schon verwirrt, wenn ich ihnen eine Visitenkarte nur mit der Website-Adresse gebe. Sogar ein Blogger sagte mir kürzlich: “Auf deiner Karte ist ja gar nicht die E-Mail-Adresse” – auf die Idee auf meiner Seite zu gucken, kam er nicht…
    Fazit: Eine Visitenkarte muss zumindest die wichtigsten Kommunikations-Kanäle enthalten. Zusaätzlich kann man meinetwegen einen QR-Code mit einem Link zur VCard-Datei enthalten sein – aber eben nur als Zusatz.

    Man hat mir jetzt übrigens in Kanada eine kostenlose App für Android empfohlen, zum Einscannen der Karten, die ich aber erst noch testen muss, um sie empfehlen zu können.

    Und genau aus Kanada habe ich einen ganzen Stapel an Kärtchen mitgebracht, die jetzt auf ihre Weiterverarbeitung warten, zu der es vermutlich – ich kenne mich – nie kommen wird. Einen Teil der Kontakte habe kürzlich bei Twitter gefunden, wir können jetzt DMs schicken.
    Bei anderen warte ich einfach darauf, dass Sie mir eine E-Mail schicken. Die Kanadier waren so organisiert, einem alle Gesprächspartner der Konferenz als Excel-Datei nochmal hinterherzuschicken. Und der Rest war dann eben nicht so wichtig… ;-)
    hm…

5 Pingbacks

  1. [...] In der letzten Woche wurden gleich zwei Abgesänge auf die Visitenkarte angestimmt: zunächst von Simone Janson beim Produktivitätsblog Imgriff und einige Tage darauf auch durch Martin Weigert bei [...]

  2. [...] Zu Hause angekommen häufen sich die Stapel von Papp-Täfelchen in allen Farben und Schriften. Das Problem jedoch: Es gibt kaum Alternativen. Selbst die Kontaktsynchro mit dem Handy (Im Beispiel das von o2 gesponsorte HTC Desire S) birgt ihre Tücken. Ein Überblick bei imgriff! [...]

  3. [...] Zu Hause angekommen häufen sich die Stapel von Papp-Täfelchen in allen Farben und Schriften. Das Problem jedoch: Es gibt kaum Alternativen. Selbst die Kontaktsynchro mit dem Handy (Im Beispiel das von o2 gesponsorte HTC Desire S) birgt ihre Tücken. Ein Überblick bei imgriff! [...]

  4. [...] der letzten Woche wurden gleich zwei Abgesänge auf die Visitenkarte angestimmt: zunächst von Simone Janson beim Produktivitätsblog Imgriff und einige Tage darauf auch durch Martin Weigert bei [...]

  5. [...] Kalender- und Kontaktfunktionen. Dennoch habe ich persönlich noch keinen brauchbaren Ersatz für meine Visitenkarten gefunden. Und gerade letzte Woche bekam ich ein echtes Moleskin-Notizbuch geschenkt. Denn [...]

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder