Lernen:
Die Schule der Zukunft
Wie lernen wir in Zukunft? Vermutlich eigenständiger, weniger im Klassenzimmer und mit mehr Eigenverantwortung.
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Es soll Leute geben, die gehen gerne zur Schule. Ich gehöre nicht dazu. Aber irgendwie muss ich mich ja weiterbilden. Seit gut 4 Jahren arbeite ich auf den MAS in Writing und Corporate Publishing hin. Das Studium umfasst drei modular aufgebaute Kurse, die dann zu einem Master zusammengefügt werden können. Modular aufgebaut heisst, du entscheidest selber wann du welchen Kurs besuchen willst. Finde ich ganz praktisch. Jeder Lehrgang umfasst einige Präsenztage, der Rest ist Selbststudium, Hausaufgaben werden in den E-Classroom gestellt, so dass man die Aufgaben bequem von zu Hause aus lösen kann. Rund eine Woche später erhält man von einem der Dozenten ein Feedback.Hört sich eigentlich nach einem guten Plan an. Wären da nicht die zahlreichen Studienunterlagen, deren Inhalt ich lesen sollte. Dazu kommt, mit jedem Jahr fällt mir das Lernen schwerer. Ich musste etwas finden, wie ich den ganzen Stoff ohne grosse Mühe in mein Hirn bringe.
Lernen ist Social – schon immer gewesen
Gemeinsam mit Studienkollegin Princess J macht nicht nur das Studieren Spass, wir teilen uns auch die Aufgaben. Die Studienarbeiten teilen wir auf und fügen dann unsere Antworten zusammen. Selbstverständlich wird alles umformuliert und nicht eins zu eins übernommen. Auch die E-Classroom-Aufgaben lösen wir gemeinsam über Skype. Die 50 Fragen für die mündliche Prüfung haben wir in der Klasse verteilt. Eine zeitsparende Methode: Jeder muss nur 3 – 4 statt 50 Fragen beantworten und kriegt trotzdem alle Antworten.
Der YouTube-Dozent
Um noch mehr Kosten zu sparen, könnte man den Direktunterricht auf YouTube stellen. Der Dozent präsentiert den ganzen Stoff und filmt sich dabei. Vorteil dabei, die Studierenden könnten sich das Video immer wieder und zu jeder Tages- und Nachtzeit anschauen. Nun, vielleicht kam schon vor mir jemand auf diese glorreiche Idee. Was spuckt Google aus? Ha, die Australier machen das schon länger. Die University of New South Wales hat seit längerem einen eigenen YouTube-E-Learning Kanal eingerichtet, der einerseits den Studierenden, aber auch allen anderen Interessierten Zugang zum Stoff verschafft. Wie Herr Wildberger, ein charmanter Mathematik-Professor, der ganze Seminare über Geometrie und Algebra über YouTube doziert. Da höre sogar ich gerne zu!
Credits für Studienleistungen
Ein Kollege von ihm, Richard Buckland, geht sogar noch einen Schritt weiter. Er ermöglicht Computer-interessierten High School-Studenten, die seine Vorlesungen auf Grund ihres Stundenplans nicht besuchen können, seine Lektionen virtuell zu verfolgen und Studienarbeiten zu schreiben, als wären sie physisch dabei. Für jede erfüllte Aufgabe erhalten sie College-Credits, die sie an ihr Studium anrechnen können, wenn es dann soweit ist. Ein weiterer Vorteil seines Video-Programms: Seine Studenten müssen nichts dafür bezahlen, erhalten aber trotzdem die Credits. So können sie sich die Gebühren für das erste Studienjahr sparen. Revolutionär, wie ich finde. Dieses System sollten wir im deutschsprachigen Raum auch einführen.
Was denkt ihr über diese Methode des Studierens und Lernens? Freue mich auf eure Meinungen.



















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Das ist ja auch mein Hauptthema zur Zeit, das Lernen.
Von den Möglichkeieten, die Du vorgestellt hast, gefällt mir persönlich die virtuelle Vorlesung am Besten. Einfach anschauen, notfalls anhalten, einige Stellen noch einmal schauen.
Das spricht einfach auch deutlich mehr Sinne an, als ein Text, den ich lesen soll.
Wichtig ist bei diesen Videoaufzeichnungen, dass der Dozent zu sehen ist. Es gibt auch welche, in denen man die Präsentation sieht und nur der Ton mitgeschnitten wurde. Da fehlt die Gestik sehr.
Interessante Entwicklung, die man sicher ausbauen kann! Allerdings ist Lernen nicht nur Zuhören oder etwas Lesen, sondern auch Ausprobieren, Diskutieren, Rückfragen usw.
Lernen ist auch ein sozialer Vorgang. Technokraten und Geldsparer klammern das gerne aus. Man muss den menschlichen Faktor beachten (selbst wenn der Nürnberger Trichter erfunden wäre).
Eine feine Sache. Doch Schule wie sie es jetzt gibt wird es in 50 Jahre nicht mehr geben. Entweder man hat dann erkannt das nur die Eigung wichtig ist oder man schmeisst wieder mit Steinen.