Listography:
Listen für und über’s Leben

Listography ist ein Webservice, mit dem man Listen erstellen und teilen kann: Lieblingsfilme, der nächste Einkauf oder 1000 Dinge, die man schon immer sehen wollte.

Listography bewirbt sich mit einem einfachen Versprechen um die Aufmerksamkeit der surfenden Weltbevölkerung: Listen machen. Nach der kostenlosen Registrierung kann jeder User im Webinterface Listen anlegen und sie für sich behalten oder als öffentliche Liste mit der Welt teilen. Die Formatierungsmöglichkeiten sind simpel, man kann sich sein Wallpaper individualisieren und etwas Farbe dazu geben.

Auf den ersten Blick erscheint Listography wie ein sehr gewöhnliches Task Management-Tool – was ihm aber unrecht tut. Vielmehr liegt die ursprüngliche Idee im Lifejournaling-Bereich – festhalten, was einem im Leben passiert ist oder was man noch tun möchte; anstatt im Tagebuch als Listenform.

Unter dem Label Listography verkaufen Lisa und Adam, die Listography-Gründer, auch Bücher mit leeren, aber vorbetitelten Listen: Etwa eine Liste, auf der man aufführen kann, welcher seiner Freunde welchem Tier ähnlich sieht.

Die Website lädt zum Stöbern ein – in den Listen anderer Leute natürlich. Da werden keine intimen Geheimnisse preisgegeben, aber vielleicht findet sich die eine oder andere Inspiration: Etwa auf SincerelyMes ausführlicher Liste zu Babynamen oder Shellys Liste von Büchern, aber nur «ones that changed my fucking life», nämlich Haruki Murakami oder David Foster Wallace.

Das Erstellen und Pflegen von Listen ist übrigens – ohne wissenschaftliche Beweise zu haben – irgendwo in der DNA des Menschen eingewoben. Leute lieben Listen und haben dafür 15 gute Gründe. Letztes Jahr wurde in Washington eine Ausstellung mit historischen Listen veranstaltet.

Tool Time: Wir stellen jeden Tag ein Software-Tool oder einen Webdienst aus dem Bereich Produktivität vor. Tipps gerne an tipps.imgriff (at) blogwerk.com.

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3 Kommentare

  1. Tanja Handl
    schrieb am 27. Mai 2011 um 10:52 Uhr (#)

    Köstliches Tool – absolut genial für Listenfreaks wie mich. Für meine persönlichen ToDos würd ich’s nicht verwenden, aber für Best-of-Listen und Ideen ist es gut geeignet. Und es ist auch sehr spannend, zu sehen, was andere so in Listen festhalten.

  2. heruler
    schrieb am 27. Mai 2011 um 17:50 Uhr (#)

    Kein Wunder, ist denn die DNA nicht auch nichts weiter als eine Liste!

  3. heiber
    schrieb am 4. Juni 2011 um 11:02 Uhr (#)

    naja, bin ca. 5 Min. auf der Seite gewesen und bin ein paar listen durchgafangen. Ehrlich gesagt, frage ich mich, was es mir brungen soll, dass leute emma watson als schauspielerin bewundern oder dass sie mal sich scream 2 abschauen wollen. aber wers braucht alles logger…

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