Zeit sparen:
Ordnung im Geschirrspüler

Kleine Dinge haben oft eine grosse Wirkung: Den Geschirrspüler richtig einzuräumen spart pro Jahr fast einen Tag. Ein Praxisbericht.

Ich bin immer auf der Suche nach Vereinfachung in meinem Leben. Ganz ehrlich: Ich bin halt am liebsten faul. Ich mag zum Beispiel überhaupt nicht meinen Geschirrspüler ausräumen. Das muss ich meist dann machen, wenn ich es gar nicht will – kurz bevor ich mir hungrigerweise was kochen will.

Was kann ich also tun, um diese ungeliebte Tätigkeit auf ein Minimum zu begrenzen? Richtig: Einfach alles Geschirr ordentlich und gleich-zu-gleich einstapeln. Das bedeutet, dass ich Teller, Tassen und Besteck bereits beim Einstellen sortiere und an festgelegte Plätze packe:

Ordnung im Geschirrspüler spart Zeit beim Ausräumen

Ordnung im Geschirrspüler spart Zeit beim Ausräumen

Das erleichtert und beschleunigt das Ausräumen:

  • Löffel, Gabeln, Messer greife ich mit jeweils einem Griff und packe sie ins entsprechende Besteckfach.
  • Auch gleiche Teller kann ich mit einem Griff packen und an ihre Stelle räumen.
  • Laut Aussagen des Herstellers im Handbuch verbessert ordentliche Befüllung des Geschirrspüler sogar die Säuberung.

Hier spielen die Gesetze der Logik: Wenn ich meinen Geschirrspüler einräume, habe ich meistens nur einen Teller und zweimal Besteck oder eine Tasse oder ein Glas in der Hand. Diese wenigen Gegenstände ordentlich an ihren jeweiligen Platz im Geschirrspüler zu stellen kostet keinesfalls mehr Zeit als sie chaotisch irgendwo abzustellen. Umgekehrt verhält es sich beim Ausräumen: Ist alles durcheinander, muss ich suchen. Ist alles geordnet, greife ich in Bündeln.

Das spart sicherlich keine Stunden. Aber in ständiger Wohngemeinschaft mit Partnerin und 2 kleinen Mitbewohnern sowie etwas Besucherverkehr kommen pro Woche sechs bis sieben Geschirrspüler zusammen. Spare ich bei jedem Ausräumen 90 Sekunden, reden wir pro Woche von 10 Minuten und pro Jahr von rund 8 Stunden. Das wäre ein kompletter Arbeitstag, ausgefüllt mit Geschirrspüler-Ausräumen. Das lohnt sich schon deshalb, weil ich viel zu faul bin, um mich einen ganzen Tag pro Jahr mit meinem Geschirrspüler zu beschäftigen.

 

Gregor Groß

Gregor Gross

Gregor Gross

Gregor Groß kam im Jahre des Herrn 1973 zur Welt, kurze Zeit nach dem Tode Bruce Lees. Ob es dabei wirklich zu einer Seelenwanderung kam, ist bis heute ungeklärt. Keine vierunddreißig Jahre später jedenfalls führte ihn sein Weg über einen asiatischen Zwischenstopp nach Brisbane, Australien, wo er Vertrauen in seine kreativen Fähigkeiten fasste.

Seitdem interessiert sich Gregor für Kreativität (darüber bloggt er auf www.denkpass.de) und dafür, wie man Aufgaben richtig organisiert und delegiert, ohne die Kreativität seiner Mitarbeiter zu behindern. Über dies und ähnliche Themen bloggt er hier auf imgriff.com.

Ansonsten versucht Gregor, tagsüber in einer seiner Firmen (alpha-board.de macht Elektronik-Design und Fertigungsservice, mashamo.de exklusive Kinder- und Babymode ohne Kitsch und Schnörkel, lieblingskaro.de Kinderzimmer-Ausstattung, Bettwäsche und Spielzeug im Karo-Look) möglichst viel zu lächeln und dabei kompetent zu wirken, prokrastiniert am liebsten mit Baseballstatistiken und Tageszeitungen und bildet sich Gottweisswas auf seinen Risotto ein.

Sonntagmorgens, wenn ihn seine Söhne um 5:32 Uhr unsanft wecken, wünscht er sich ein Zeitmanagement, das ihm Zeit zum Schlafen verschafft.

Gregor ist via Kontaktseite zu erreichen.

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18 Kommentare

  1. Schöner Artikel, das mit der Spülmaschine mache ich im Prinzip exakt genau so – ein Tick der Sortierung und Ordnung. Die Dame lacht mich immer aus wenn ich vor dem anschalten der Spülmaschine anfange “Ihre” Teile neu zu sortieren. :-)

  2. Und ich hatte immer Angst, ich sei der Einzige und spinne!

  3. … ich mach’s auch – bei einem 6 Personenhaushalt kommen da jeden Tag ein paar Minuten zusammen – ungeordnet bekomme ich gar nicht alles rein …

  4. Ahhhhhh…
    Ich dachte ich sei der einzige “Bünzli”.
    Meine Faru hat auch meistens nur ein Kopfschütteln übrig. Ich bringe aber locker 10% mehr rein.
    DANKE!

  5. Unglaublich! Ich bin ja immer für Effizienz und optimales Zeitmanagement. In Zukunft werde ich also auch ein besonderes Augenmerk auf den Geschirrspüler legen :)

  6. Sollt ich auch mal machen, bin noch nie auf die Idee gekommen… Danke :)

  7. mir macht es sogar Spaß, alles ordentlich einzuräumen und sogar zu puzzeln, ob noch etwas passt.

    Es sieht beim Öffnen so hübsch aus, wenn alles sortiert war und schön sauber blinkt.

    Tolle Erfindung! Genau wie die Waschmaschine! Nur kommt aus der wirklich leider nichts sortiert und zusammengelegt heraus und ich kann sie auch nicht motivieren, gleich zu bügeln ;-)

  8. Interessannte Idee, gut ausgeführt

    NB: es gibt dann noch die Heldinnen/Helden, die die Maschine von vorne nach hinten einfüllen … brrr!

  9. Ich halte also fest, dass Frauen diese Methode überall, und nicht nur bei mir zuhause, belächeln.

    Außer @bettina, die spielt dann manchmal sogar Geschirrspüler-Tetris.

    Schön, dass es euch gefällt. Bei diesem Thema habe ich mich gefragt, ob das nicht vielleicht lächerlich sei.

    • Sorry liebe Leute, …

      … aber mir ging es so wie Gregors Frau, wenn er die Spülmaschine einräumt: Ich habe selten so gelacht über einen Artikel wie über diesen – und über die dann noch erstaunten Kommentare mit dem Tenor “Ach wie toll, wieder was dazu gelernt.” Unter dem Gesichtspunkt, dass die Spülleistung dann verbessert wird, leuchtet es mir ja noch ein und dass die Ordnung da drinnen Spaß macht,kann ich bestens nachvollziehen – aber dass das ordentliche Einräumen eine Zeitersparnis beim Ausräumen bringen soll -??? 90 Sekunden pro Maschine? Gregor, hast du das gestoppt, mehrfach wiederholt natürlich, da die Zusammensetzung des Spülguts ja manchmal unterschiedlich ist und die eigene Tagesform darf man ja auch nicht vergessen. Manoman. Ich räume daheim (5 Personen) und im Büro (4 Personen) regelmäßig die Maschine aus, ehrlich, mir ist noch nie ein Zeitunterschied aufgefallen zwischen gut und chaotisch gepackter Maschine. Liegt vielleicht auch daran, dass ich gern meine Zeit in der Küche damit vertrödle, meinen Kaffee umständlich und zeitraubend per Hand zu mahlen und aufzugießen, jedesmal für jede meiner 3 großen Tassen am Tag. Und während das Wasser im Kocher erhitzt wird und dann übers Kaffeemehl durch den Filter tropft, räume ich die Spülmaschine aus. Und wisst ihr was: Ich habe – wenn ich die Milchmädchenrechnung des Artikels übernehme – dadruch keine Sekunde verloren beim Ausräumen,und auch beim Kaffekochen nicht, weil ich ja beides parallel erledige – effizientes Multitasking halt. Manchmal räume ich sogar mit einem meiner Kinder zusammen die Maschine aus und wir unterhalten uns dabei.
      Nix für ungut :-)
      Rainer
      P.S. Jetzt komme ich doch noch ins Grübeln: Wenn ich mir eine Kaffeemaschine zulege, am besten Pads, und alle darauf drille, die Spülmaschine ordentlich zu packen – mensch, gar nicht auszumalen, wie viel mehr ich in den nächsten 10 Jahren schaffen kann. Jetzt hab ich die Idee: Ich überlasse das Ausräumen immer den anderen, verzichte ganz auf den Kaffee .. sorry, ich muss los, noch ein Projekt akquirieren, hab ja in Zukunft massig Zeit. Nur noch schnell notieren: Darüber nachdenken, wie man das Klopapier schneller von der Rolle bekommt …

    • Und wir hatten heute nach dem Abendessen gerade eine längere Diskussion, wer von uns beiden den Geschirrspüler effizient einräume. Das Thema beschäftigt.

  10. @Rainer: Ich weiß nicht, mit meinen Kindern spiele ich immer irgendwas. Geschirrspüler ausräumen ist aber auch mal eine gute Idee zum intensiven Miteinander.

    Oh, und warum Klopapier abrollen? Ist doch auch in Rollen-Form nutzbar ;-)

  11. Ich bin baff, dass das sinnvolle Einräumen der Spülmaschine scheinbar kein allgemeingültiges Kulturgut ist.
    Ich wäre nie im Leben auf eine chaotische Art des Einräumens gekommen.
    Ich werde es auch nicht ausprobieren. Das schnelle Ausräumen einer sinnvoll eingeräumten Spülmaschine hat halt so einige Vorteile.

  12. Und ich hab mal in einer professionellen Grossküche gelernt, man solle das Besteck AUF KEINEN FALL nach Art sortieren, weil sich dann die Löffel so “ineinanderkuscheln”, dass sie nicht sauber werden… Scheint offensichtlich auch Nachteile zu haben, das systematische Sortieren.

  13. …und wieviel der gesparten Zeit wurden mit der Erstellung dieses Blogbeitrags und nicht zu vergessen mit der Erstlellung dieser ganzen Kommentare verbraucht? Ob das mal aufgeht…. ;-)

    • Dagmar, das Kommentare schreiben fällt doch in die Rubrik “Freizeit und Entspannung” (wie in diesem Falle), manchmal auch in die Rubrik “Fortbildung”, da es hier ja viele interessante Infos gibt.

  14. @Beatrice: Sehr guter Hinweis. Ich versuche das zu vermeiden, indem ich drauf achte, dass die Löffel nicht in die Löffelchen-Stellung fallen. Das klappt nicht immer.

    • Hallo Gregor,

      sehr schön, sehr schön! Ich freue mich ja immer, wenn solche alltäglichen Themen, die gar nicht so groß und berühmt scheinen, am Ende so viel Rückmeldung geben und zum Nachdenken anregen! Da zahlt sich dein genaues Hinschauen schon aus.

      Ich bin mir zwar nicht sicher, wie viel Zeitersparnis dabei wirklich raus kommt, aber ich sehe Parallelen zum Kofferraumvollpacken kurz vor dem Urlaub.

      Ich wette, die Hälfte von euch männlichen Lesern legt da auch noch mal Hand an, nachdem die Dame des Hauses schon einiges gepackt hat…

      Liebe Grüße aus Köln,
      Michael

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