Stress:
Gelassener in kritischen Situationen

Sechs Tipps, um stressige Situationen besser zu meistern: Blitzableiter, auf der Stelle treten, etwas flanieren oder einfach mal freundlich «Nein« sagen.

Stress ist für viele von uns ein tägliches Phänomen, ausgelöst durch ständig neue Anforderungen, hohes Arbeitstempo und Zeitdruck sowie zunehmende Belastung im Job. Wir haben sechs einfache Tipps gesammelt, die sich in kritischen Situationen anwenden lassen, um etwas Druck abzubauen.

Der Blitzableiter
Ein amerikanischer Psychologe empfiehlt die Blitzableiter-Methode. In Stichworten schreibst Du auf einen Zettel, was Dich im Moment gerade belastet oder frustriert. Anschliessend liest Du die Punkte kurz durch und schmeisst den Zettel weg – Du entsorgst so den Stress und die Symptome. Es hilft, sich diese Punkte kurz bewusst zu machen und dafür zu sorgen, dass Dich diese Stressoren nicht irgendwann wieder hinterrücks überfallen.

Auf der Stelle treten
Ein Trick aus der bioenergetischen Ecke: In stressigen Situationen stellst Du Dich hin und gehst für einige Minuten auf der Stelle. Die Arme hängen dabei locker seitlich am Körper, wer will, kann auf ein Kissen oder einen weichen Teppich stehen und die Schuhe ausziehen. Nach etwa vier Minuten wird die Atmung ruhiger und tiefer.

Flanieren
Eine bekannte, aber nichtsdestotrotz sehr effektive Methode, die man sich ab und an wieder in Erinnerung rufen sollte: Sich in hektischen Zeiten eine Viertelstunde stehlen, raus und einige Schritte gehen. 15 Minuten nichts tun ausser durch den Park zu laufen, das Gewusel in der Fussgängerzone beobachten oder dem Fluss entlang zu spazieren. Flanieren, eben.

Sprechendes Atmen
Mit der Atmung können wir unser Befinden in stressigen Momenten rasch und effektiv beeinflussen. Eine Möglichkeit ist die Atmung mit Wortwiederholung: Durch die Nase ein- und ausatmen und dabei in Gedanken ein zweisilbiges Wort wiederholen, etwa «Sonne» oder «Ruhe». Wichtig dabei: Immer in der Geschwindigkeit atmen, die am angenehmsten für Dich ist.

Das freundlichen Nein
Immer «Ja» zu sagen, wenn Freunde, Kollegen oder Chefs um etwas bitten, ist der einfachste Weg – aber einer, der sich mit der Zeit rächt. Ein freundliches «Nein» bei der ein oder anderen Anfrage hilft – und zwar allen Beteiligten. So vermeidet man zeitliche Überbelastung, Stress und Versprechen, die man nicht einhalten kann (mehr dazu in diesem imgriff.com-Artikel).

Dem Stress auf der Spur
Mit etwas Selbstbeobachtung kann man herausfinden, welche Belastungen einem besonders zu schaffen machen. Versuche einige Tage lang herauszufinden, welche Situationen Du als besonderen Stress erlebst: Wie sieht diese Situation aus (wann, wo, wer, was geschieht?), wie bewertest Du diese Situation (mein Verhalten, das von anderen, welche Erwartungen und Befürchtungen stecken dahinter), wie fühlt es sich an und was tue oder sage ich. Diese Beobachtungen können eine gute Basis bilden, um anschliessend Ideen zu sammeln, wie Du solche Situationen besser bewältigen willst.

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2 Kommentare

  1. Nic Haase
    schrieb am 29. März 2011 um 09:20 Uhr (#)

    Ein schönes Ventil ist auch kräftiges Lachen. Zu dem Zweck kann man sich beispielsweise ein paar gute Sites bookmarken, die zielsicher das Humorzentrum treffen – et violà!

  2. Michel
    schrieb am 29. März 2011 um 09:35 Uhr (#)

    Auch über den Mittag Sport zu betreiben, kann sich wohltuend auf stress auswirken.

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