Social Media am Arbeitsplatz:
Foursquare für das Unternehmen

Mobile Business Apps werden in Zukunft zu alltäglichen Instrumenten an unserem Arbeitsplatz. Wobei ich mit «Zukunft» eigentlich «in ein paar Monaten» meine.

Social Media wird unsere Arbeit verändern – beziehungsweise sie tun es schon heute. Jeanne C. Meister und Karie Willyerd prophezeien in ihrem Buch The 2020 Workplace (Affiliate-Link): «Firmen-App Stores werden Möglichkeiten bieten, um das Arbeits- und Privatleben besser zu managen.» Ihre Voraussage ist, dass Firmen «Cuzstomized Apps» für Mobiltelefone anbieten und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen werden. Etwa eine Spesen-App, eine Firmen-To Do-Liste für’s Mobiltelefon oder eine Applikation, um eine Fremdsprache zu lernen.

Foursquare für Unternehmen
Doubledutch ist ein Startup aus San Francisco, das bereits munter an dieser Zukunft arbeitet. Das Unternehmen will im Business to Business-Geschäft mit geo-sozialen Apps für mobile Endgeräte Fuss fassen. Im Moment lösen die Apps von Doubledutch zwei Probleme: Eine Konferenz-App soll den Besuch von Konferenzen und Messen unterstützen, insbesondere das Networking. Kommt man am Konferenzort an, checkt man à la Foursquare ein und sieht, wer bereits anwesend ist, kann die Kollegen anchatten, Termine vereinbaren oder nur das Konferenzprogramm studieren.

Cisco und HP unter den ersten Kunden
Die zweite Doubledutch-App ist für Aussendienstmitarbeiter gedacht. Sie notieren damit den Ort des Kundenbesuchs, erfassen Kundenberichte oder laden Fotos auf den Server des Unternehmens. Die Daten aus diesen Apps können zentral gesammelt und aggregiert werden. Doubledutch verspricht damit seinen Kunden einen ungekannten Blick in die alltägliche Arbeit ihres Unternehmens. Zu den Kunden des 2009 gegründeten Startups gehören Firmen wie Cisco, TED oder HP.

Der Durchbruch?
Mobile Endgeräte im Aussendienst sind keine besonders originelle Idee; schon im vergangenen Jahrhundert haben wir erste Versuche gesehen. Die Vorzeichen sind heute aber anders: Die Business-Apps verlangen nicht nach extra Hardware, sondern platzieren sich unauffällig auf dem (bereits vorhandenden) Smartphone. Die Anwenderfreundlichkeit dieser Apps ist deutlich besser und die notwendige Kommunikations- und Cloud-Infrastruktur steht ebenfalls bereit.

Bei Facebook gelernt
Und da wären dann noch die Kompetenzen der Mitarbeitenden. In einem Interview bei «The Next Web» wurde Lawrence Coburn, Mitgründer von Doubledutch, gefragt, ob sein Unternehmen viel Training und Ausbildung anbieten müsse. Nein, meint er, die Mitarbeiter seiner Kunden hätten den Umgang mit ihren Apps durch Foursquare, Gowalle und Facebook Places gelernt. Sie bringen die entsprechenden Kompetenzen bereits mit.

Facebook am Arbeitsplatz sperren macht eben doch dumm.

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