Hirn-Arbeit:
Warum wir den Fokus verlieren

Wenn wir eine Tätigkeit sehr oft wiederholen, macht es sich unser Gehirn einfach. Es legt eine Verfahrensanweisung an, in der die für die Tätigkeit erforderlichen Schritte eingetragen sind (und die dafür benötigten Hirnregionen).

Führen wir die Tätigkeit aus, ruft es einfach die Verfahrensanweisung ab und befolgt die gespeicherten Schritte. Nehmen wir den morgendlichen Büro-Kaffee: Zuerst strecken wir den Zeigefinger aus, bis er die Tasse berührt. Dann folgt der Daumen, und wenn die Tasse zwischen Daumen und Zeigefinger justiert ist, setzen wir die verbliebenen Finger an die Tasse. Um das zu beschleunigen, haben wir sie vorher bereits ausgefahren.

Versuche mal, die Tasse aufzunehmen und dabei den Ringfinger vor zu schicken:

Das ist umständlich und dauert. Unser Gehirn findet dafür keine passende Verfahrensanweisung, denn es handelt sich um eine neue Tätigkeit. Es ist gezwungen, sich die 10-15 Schritte und Steuerbefehle bis zum Anheben der Tasse neu zu erarbeiten.

Sean D’Souza, ein sehr erfolgreicher Webmarketing-Guru zeigt in einem Artikel, wie uns dieser Vorgang im Gehirn helfen kann, wenn wir drauf und dran sind, die Konzentration zu verlieren. Manchmal ist der beste Weg zum Ziel, eine Pause einzulegen und etwas völlig anderes zu tun: das Gehirn zwingen, seine Karte wegzulegen und eine neue Karte anzulegen.

» Why you lose Focus – and how “Brain Maps” play their role (Sean D’Souza at Brainaudit.com)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

 

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