TheDeadline:
To Do’s mit künstlicher Intelligenz

Schluss mit Aufschieben: Die webbasierte To-Do-Software TheDeadline rückt Prokrastinatoren mit künstlicher Intelligenz auf den Leib. Noch nicht lange aus der Beta-Phase hinterlässt die App einen gemischten Eindruck.

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HAL für To Do’s
TheDeadline ist eine kostenlose To-Do-Applikation aus Deutschland. Herausragendes Merkmal des Programms soll die eingesetzte künstliche Intelligenz sein: Sie stammt aus Game-Software und soll repetitives und langweiliges Verwalten der Pendenzenliste erleichtern. Eine digitale Assistentin (ja, die Entwickler und Entwicklerinnen haben einen weiblichen Avatar gewählt) namens Eve erinnert per E-Mail an fällige Aufgaben. Sie schiebt die überfälligen Aufgaben selber auf die Wiedervorlage-Liste und fragt dezent nach, was man damit zu tun gedenke.

History für jede Pendenz

Die Software führt eine History für die To Do’s: Änderungen werden registriert und Erinnerungs-Mails abgespeichert. Ändert man den Termin einer überfälligen Aufgabe, fragt die Assistentin nach dem Grund: Keine Zeit, neue Prioritäten etc. Die Antwort wird in der History festgehalten. Will man nach einem Jahr vielleicht mal die eigene Arbeitsweise analysieren, kann das interessant sein.

Google-Integration

TheDeadline läuft auf Googles Cloud-Computing-Infrastruktur und ist im Google Marketplace verfügbar. Das heißt: Die Aufgabenverwaltung ist mit dem Google-Kalender und den Google-Kontakten verknüpfbar. Hinweise auf andere Kalender wie iCal gibt es nicht.

Tag-orientierte Verwaltung

Aufgaben werden in TheDeadline mit Tags versehen – der Twitter-Konvention folgend wird der mit einem # versehene Begriff als Tag verstanden. Daraus lassen sich Listen etc. generieren. To Do’s einzugeben ist dementsprechend recht einfach: Tag, allenfalls Personen, Text und Termin. Aufgaben können auch per E-Mail an die Applikation gesandt werden.

Kollaborative Aufgabenliste

Gemeinsame Aufgaben lassen sich auch in TheDeadline verwalten. Stellt man vor einen Namen das @-Zeichen, wird damit die verantwortliche Person bezeichnet. Die Aufgaben werden an die entsprechenden Leute versandt – vorausgesetzt, diese verwenden TheDeadline. Und damit ist mein Problem mit kollaborativen Aufgabenverwaltungs-Funktionen auch schon umrissen: Die wenigsten Leute setzen «mein» Tool ein.

Schwache Dokumentation

Die Applikation ist sehr einfach zu bedienen. Trotzdem fehlt mir noch eine vertiefte Dokumentation. Die Hilfe-Seite beschränkt sich auf die wichtigsten Tastaturbefehle. Weitergehende Infos fehlen: Eine Aufgabe per E-Mail an die Applikation zu senden ist einfach. Allerdings habe ich nicht herausgekriegt, wie ich die Pendenz noch mit einem Datum versehe. Wiederkehrende Aufgaben konnte ich ohne Dokumentation nicht erfassen. Aber das Tool ist noch ganz frisch auf dem Markt, das wird sich bessern.

Nicht ganz vorne mit dabei

TheDeadline ist eine einfach zu bedienende, kostenlose, webbasierte To-Do-Applikation. Ihre Alleinstellungsmerkmale, die eingesetzte «künstliche Intelligenz» und die Google-Integration, lassen sich erst nach längerem Gebrauch beurteilen. Neben vergleichbaren Produkten wie Rememberthemilk (hier der imgriff.com-Test) hinterlässt TheDeadline einen gemischten Eindruck: TheDeadline bietet nicht mehr Features als die Konkurrenz, lässt sich aber (noch?) nicht reibungslos in einen mehrstufigen Workflow einbinden. Wer bereits ein eingespieltes System mit einem anderen Aufgabenmanager pflegt, hat wenig Grund zum Wechseln.

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