Lese-Sommer 2010:
Hirnforschung und Meditation

Thomas Mauch, 30. Juli 2010 14:10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Aufmerksamkeit und Konzentration – zwei wichtige Ressourcen für Knowledge Worker. Ein Hirnforscher und ein Mönch präsentieren das Thema mal etwas anders.

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Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.
Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.

Wolf Singer ist Direktor des Max Planck-Instituts für Hirnforschung, Matthieu Ricard war Molekularbiologe am Institute Pasteur, bevor er vor rund 35 Jahren buddhistischer Mönch in Kathmandu wurde. Die beiden kennen sich aus jahrelanger Zusammenarbeit am gleichen Thema: Dem Hirn und wie wir daran arbeiten können.

Gleiche Frage – zwei Wege

Seit 2005 führen sie Gespräche darüber, in Dharamsala oder in Frankfurt. Teile dieser Gespräche haben sie aufgezeichnet und in dem kleinen Büchlein in der Edition Unseld publiziert. Sie diskutieren vor allem das Wesen und die Ziele meditativer Praktiken, fragen nach möglichen neurobiologischen Grundlagen und Konsequenzen davon. Dabei wird der Buddhismus weniger als Religion, sondern vielmehr als Wissenschaft des Geistes verstanden. Sehr häufig kommen die Beiden zu ganz ähnlichen Schlüssen und Erklärungen – obwohl Singer mit herkömmlichen naturwissenschaftlichen Methoden daran arbeitet und Ricard den kontemplativen Erkenntnisweg wählte.

Aufmerksamkeit und Konzentration

Dabei, und das macht es für uns interessant, stehen Themen wie Aufmerksamkeit, Achtsamkeit oder Konzentration immer wieder im Vordergrund. Die beiden führten zahlreiche Studien durch, die belegen, dass erfahrene Meditierende sich besser konzentrieren können und sich weniger ablenken lassen. Veränderungen der Hirnaktivitäten deuten darauf hin, dass Meditation unser Hirn beziehungsweise dessen Arbeitsweise beeinflusst.

Wolf Singer und Matthieu Ricard: Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog. (Affiliate-Link) , edition unseld 4, 2008

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