Routinen:
Am Freitagnachmittag lesen
Das eigentliche Problem lösen allerdings weder die genannten Tools noch ein ausgefeiltes Ablagesystem etwa bei Delicious: Die Zeit zum Lesen kommt nicht von selbst. Es entstehen statt offener Tabs im Browser lediglich lange Listen ungelesener Links, jeder einzelne ein kleines Stückchen schlechtes Gewissen. Es gilt also, sich Lesezeit freizuschaufeln, wenn man es ernst meint.
Nico Luchsinger beschreibt (neben weiteren guten Anregungen für Routinen) im Blog von «Sandbox», einem Netzwerk für die sogenannten High Potentials, wie er das macht: Jeden Freitag nach dem Mittagessen hört er mit der normalen Arbeit auf und setzt sich in ein Café, um die über die Woche aufgelaufenen Links, Bücher, Artikel durchzulesen. Klar: Um das am Freitagnachmittag zu tun, muss man sich seine Arbeitszeit entsprechend frei einteilen können; aber der exakte Zeitpunkt ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass er sich regelmäßig mehrere Stunden für das Lesen freihält.
» Weekly inspiration #36: Why habits are good for you (sandbox-network.com)
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

















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Danke für die Erwähnung, Florian! Nach einem guten Monat mit Lesenachmittagen kann ich auch ein erstes Fazit ziehen: Es funktioniert sehr gut – ich lese deutlich mehr verschiedene Texte und bin gleichzeitig unter der Woche weniger gestresst, weil ich alle Texte, denen ich begegne, einfach auf einen (virtuellen) Stapel legen kann. Allerdings braucht es einiges an Selbstdisziplin, sich konsequent die Freitagnachmittage fürs Lesen freizuhalten, auch wenn viel andere Arbeit anstehen würde.
Ich habe mich für die wöchentlich zu lesenden feeds (alles was mit lifhacks zu tun hat, ich prokrastiniere auf höchstem Niveau ;-) ) für tabbloid entschieden.
heute habe ich das hier entdeckt, für read it later. Mal antesten.
Ich mach das am Montag vormittag, hab auch vor Jahren gemerkt, dass ich eingentlich zu nix mehr wirklich vertiefendem komm. Das ist jetzt mein kreativer vormittag und gleichzeitig auch auch entspannendes und langsames eintauchen in die Arbeit.
Die Idee ist richtig gut! Aber was ist, wenn dann am Freitag nachmittag noch ein Termin ansteht, oder dringend etwas fertig gemacht werden muß? Die Versuchung, diese Zeit als Puffer für noch Unerledigtes herzunehmen, scheint mir sehr groß zu sein.