Lese-Sommer 2010:
What have you changed your
mind about?

Sich weiter zu entwickeln, heißt auch: Irrtümer eingestehen und Dinge neu sehen. «What have you changed your mind about?» handelt davon: Über 100 Wissenschafter erklären, wo sie falsch lagen und wie sie die Dinge heute sehen.

What have you changed your mind about (Herausgeber: John Brockmann)
What have you changed your mind about (Herausgeber: John Brockmann)
Neurobiologie, Mathematik, Informatik, Sexualwissenschaft, Geschichte, Informatik oder Philosophie: Die Wissensgebiete, die die Autoren vertreten, decken den gesamten Wissenschaftsbetrieb ab. Der Herausgeber, John Brockmann, hat allen die gleiche Frage gestellt: Worüber hast Du im Verlauf des Lebens Deine Meinung geändert? Was er erfuhr, hat er in What have you changed your mind about? (Affiliate-Link) zusammengetragen.

 

Von Fehlern und Irrtümern
Die Antworten, kurze Aufsätze, sind spannend zu lesen. Man erhält einen Einblick in viele Themen und eine Idee, was dort gerade diskutiert wird. Die Darstellungen sind nicht vollständig oder erschöpfend, aber für Laien gut verständlich geschrieben. Außerdem offenbaren die Autoren und Autorinnen einen Einblick in ihre Arbeitsweise: Wie funktioniert Wissenschaft in der Realität? Und, selten genug, sie erklären, wo sie dabei falsch lagen. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass zum größeren Teil US-amerikanische Autoren zum Zug kommen – und das Buch noch nicht auf deutsch erschienen ist.

The Edge, das Netzwerk
Herausgeber John Brockmann ist Gründer der Edge Foundation, einem Netzwerk von Intellektuellen und Wissenschafter. Die jährliche Edge-Frage hat bereits Tradition, in der Reihe sind schon mehrere Bücher erschienen. Aus diesem Netzwerk rekrutiert Brockmann eine eindrückliche Liste von Autoren: Dabei sind etwa Steven Pinker oder Nicholas Carr. Auch Musiker und Künstler wie Brian Eno sind vertreten, dazu einige der jungen «Shooting Stars» der Wissenschaftsszene.

John Brockmann (Herausgeber): What have you changed your mind about? (Affiliate-Link) Harper Perennial, 2009

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