Mindmaps:
Mindmeister-Maps lassen sich neu in Google Wave integrieren

Mindmeister-Mindmaps können neu in Google Wave integriert werden – ein Vorgeschmack auf das, was aus Wave (doch noch) werden könnte.

Ich habe keine allzu hohe Meinung von Google Wave: Die Benutzeroberfläche sieht aus wie eine Bauklötzchen-App für Kinder, und der Vorteil einer Wave gegenüber E-Mails, Wiki oder anderen kollaborativen Tools (je nach Anwendungsfall) ist so gering beziehungsweise nicht vorhanden, dass bis jetzt jeder Test nach einer Handvoll Beiträgen im Sand verlaufen ist (mehr über Google Wave).

Aber das muss nicht so bleiben. Anfang Mai 2010 kam zum Beispiel die Nachricht, dass sich einzelne Waves nun in externe Webseiten einbetten lassen – Echtzeit-Updates im Rahmen einer normalen Website, etwa für Konferenzmitschriften, das klingt interessant.

Auch die neue Integration von Mindmeister in Google Wave zeigt, wohin es gehen könnte:

Der Mindmapping-Dienst (hier ein allerdings schon älterer Test bei imgriff.com) ist ab sofort als Gadget für Google Wave verfügbar, wie Mindmeister gestern in seinem Blog mitteilte. Jeder mit einem Mindmeister-Account (es gibt einen beschränkten, kostenlosen Basis-Account und volle Accounts ab ca. 4 € mtl.) kann

  • das Mindmeister-Gadget bei Google Wave hinzufügen
  • eine neue Wave starten
  • auf das Mindmeister-Icon in der Taskbar klicken und mit der Mindmap fast wie normal arbeiten (einige Features aus der Browserversion sind noch nicht verfügbar).

Das erhöht den Nutzen von Google Wave für kollaboratives Arbeiten durchaus. Zwar sind Mindmeister-Mindmaps ohnehin schon gleichzeitig editierbar, aber das Zusammenspiel mit anderen Features von Wave kann einen großen Unterschied machen. Um mal beide hier angesprochenen News zu kombinieren: Eine Telefonkonferenz, bei der alle Teilnehmer eine auf einer Website eingebundene Wave mit einer Mindmap bearbeiten, zugleich aber neben dieser Wave passende Texte (Tagesordnung, Protokoll, Projektvorgaben) sehen können, ohne das Fenster zu wechseln, ja, vielleicht noch in einer zweiten Wave darunter an einem gemeinsamen Dokument arbeiten, stelle ich mir durchaus produktiv vor.

Es ist recht wahrscheinlich, dass die Wave-Erfahrungen irgendwann mal in Googles E-Mail-Dienst Gmail oder den eines flinkeren Konkurrenten einfließen; an der Verknüpfung mit solchen Tools wie Mindmeister sieht man, was daraus werden könnte.

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