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Out-Of-Office-Replies verraten Eure Faulheit, sagt Tyler Brûlé

Tyler Brûlé, Erfinder des von mir sehr geschätzten Magazins «Moncole», schreibt auch eine Kolumne für die «Financial Times»; die Kolumne findet so la la übersetzt ihren Weg auf die Website von «Merian»; und von dieser wiederum werden ausgewählte Artikel bei «Spiegel Online» verlinkt.

So auch der aktuelle Text von Brûlé, in dem er sich über Out-Of-Office-Replies aufregt und die These aufstellt, dass

«Leute, die gerne ausführliche “Out Of Office”-Antworten versenden, nicht nur ihren Job hassen, sondern auch dazu tendieren, weniger unternehmerisch zu denken, schlechte Team-Player zu sein und – in vielen Fällen – einfach faul sind.»

Brûlés implizite Forderung: Nichts gegen temporäres, vollständiges Abschalten, aber das soll doch bitte nicht zu lange sein – wozu gibt es Smartphones?

» Faule Bande (merian.de)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

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5 Kommentare

  1. Niels
    schrieb am 3. Juni 2010 um 12:08 Uhr (#)

    Nichts gegen Produktivität – aber dieser spezielle Artikel ist in seiner Conclusio und seiner Pauschalisierung meines Erachtens blanker Unfug.

  2. Nora Tewes
    schrieb am 3. Juni 2010 um 13:21 Uhr (#)

    Ich finde den Artikel ebenfalls sehr scharf und stimme dem nicht zu. Ich denke nicht, dass jemand der tatsächlich Urlaub macht – keine Mails liest und meinetwegen auch eine OOOR einrichtet, seinen Job weniger mag, als jemand, der täglich sein Blackberry nach vermeintlich wichtigen Mails durchforstet.

    Wie will man abschalten, wenn man ständig mit Arbeit beschäftigt ist. Natürlich ist es nicht schlecht, grundsätzlich erreichbar zu sein. Aber warum dann per Mail? Mails verkommen immer mehr zu einem Instrument der platten Kommunikation und enthalten in den meisten Fällen weniger sinnvolle Informationen als eine TwitterMeldung oder SMS. In vielen Fällen ist die unten drangeklatschte Signatur länger als die tatsächliche Email.

  3. Martin
    schrieb am 3. Juni 2010 um 14:33 Uhr (#)

    Brûlés implizite Forderung: Nichts gegen temporäres, vollständiges Abschalten, aber das soll doch bitte nicht zu lange sein – wozu gibt es Smartphones?

    Wozu gibt’s Freizeit und Ferien?

  4. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 4. Juni 2010 um 12:42 Uhr (#)

    Ich sehe das ähnlich wie Ihr. Allerdings steckt das folgende Körnchen Wahrheit in Brûlés Text: Sinnvoller als 50 Wochen Dauerstress und zwei Wochen Total-Ausklinken am Strand ist die Fähigkeit, auch an einem normalen Tag mental tatsächlich zwischen Arbeits- und Nicht-Arbeits-Modus wechseln zu können – und zwar nicht unbedingt mit der Grenze 9-to-5-Job und 5-to-9-Freizeit.

  5. Martin
    schrieb am 4. Juni 2010 um 17:50 Uhr (#)

    Wichtig ist eine Präzisierung, die Brûlé vornimmt:

    Aber mir ist auch klar, wie wichtig es ist, dass Leute, die einen verantwortungsvollen Posten innehaben, ansprechbar sind, da die Lebensgrundlage vieler anderer davon abhängt, dass sie auf dem neusten Stand und erreichbar sind.

    In der Arbeitswirklichkeit ist die Position der meisten Arbeitnehmer nicht verantwortungsvoll und schon gar nicht hängt die Lebensgrundlage vieler anderer von der Erreichbarkeit dieser Mehrheit der Arbeitnehmer ab. Bei Arbeitnehmern, wo beides tatsächlich der Fall ist, beispielsweise bei Ärzten, ist üblicherweise eine Erreichbarkeit gegeben, aber selten in einer einzelnen Person … und bei Arbeitnehmern in Führungspositionen gewährleisten üblicherweise Assistenten und andere Hilfspersonen die Erreichbarkeit.

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