The Productivity Myth
Die Anzahl der Arbeitsstunden in den USA liegt im Moment rund 10 Prozent unter dem Wert vor der Wirtschaftskrise. Grund dafür sind Entlassungen – es arbeiten schlicht weniger Leute. Trotzdem produzieren die US-Betriebe in der Zeit aber gleichviel Produkte und Dienstleistungen wie 2007. Fed-Chef Ben Bernanke nannte dies einen «ausserordentlichen und nicht voraussehbaren Produktivitätsgewinn». Der Autor und Consultant Tony Schwartz glaubt, den Grund dafür zu kennen: Die Angst um den eigenen Job bringt die Leute dazu, mehr und schneller zu arbeiten.
Er sieht darin nicht nur Vorteile: Die ständige Überbelastung verbrauche zuviel Energie und bringe zuwenig Resultate: Wenn man immer so schnell wie möglich renne, habe man kein Auge für Details mehr, schaue sich das grosse Ganze nicht mehr an und denke vor kurzfristig.
Seine Blogbeiträge «The Productivity Myth» vom 5. Mai 2010 und «For real productivity, less is truly more» vom 17. Mai 2010 beinhalten einige bedenkenswerte Fakten zu unserem Energiehaushalt und ein Vorschlag für einen 90-Minuten-Arbeitsrhythmus. Lesenswert.
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!










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Interessant ist, ob es sich um eine wahrgenommene oder um eine reelle Angst handelt. Bei wahrgenommener Angst könnte das viel über das Vertrauen zum eigenen Chef aussagen oder aber auch über schlechte Kommunikation. Echte Angst kann schon ein Motor sein, um auch einem Unternehmen neuen Antrieb zu geben. Dauert diese länger, steht aber die Gesundheit des Mitarbeiters auf dem Spiel – gefährlich, wenn die Situation schon die ganze Kraft erfordert. Besonders wichtig finde ich die Aussage, dass Mitarbeiter den Blick für das große Ganze verlieren. Wenn die – durch Angst motivierten – Mitarbeiter alle in eine andere Richtung laufen und blindem Aktionismus verfallen, dann kann das noch viel schädlicher für das Unternehmen werden. Und dann? Sie verstärken die Gründe für ihre Angst.