Über die, nun ja, problematischen Aspekte von Meetings
schreiben wir hier regelmäßig. Unser Leser Martin Labuschin plädiert in seinem Blog für den Einsatz von Tools wie etwa
Basecamp anstelle von Sitzungen, also für «asynchrone Meetings». Sein Argument:
«Wann ist eine Information am nützlichsten? Wenn man sie erst dann erhält, wann sie benötigt wird. Es gilt also, Informationen immer dann bereitzustellen, sobald sie verfügbar sind. Interessierte rufen die Information dann bei Bedarf ab.»
Nur bei plötzlich eintreffenden Anlässen, wo es um schnelle und zeitgleiche Information aller Beteiligten geht, solle man kurze Ad-hoc-Meetings einberufen.
» Asynchrone Meetings (labuschin.com)
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Sam Nuxoll ist Leutnant der US Army und war als Zugführer im Irak stationiert. Die meiste Zeit wendete er dort auf, um PowerPoint-Folien zu erstellen. Elisabeth Bumiller beschreibt in der New York Times, wie die US-Streitkräfte von der Software in Schach gehalten werden: «PowerPoint macht uns dumm», beklagt sich etwa General James N. Mattis vom Marine Corps. Die beschriebenen Zustände überraschen offenbar Journalisten, sind aber sonst jedem Grosskonzern-Mitarbeiter auf dieser Welt bewusst: zuviel Aufwand, zu komplexe Slides und unerträgliche Präsentationen. «Hypnotizing chickens» nennt dies der ehemalige Marine-Offizier Thomas X. Hammes.
David Silvermann, Blogger bei der Harvard Business Review, hat den Artikel auch gelesen und seine Sicht der Dinge zusammengefasst. Er hält PowerPoint ebenfalls für ein Monster: «PowerPoint hat die besten Jahre von zu vielen jungen Leben verschlungen.» Der Unternehmer und Autor weist auf die fundamental falschen Annahmen hin, denen PowerPoint-Anwender unterliegen: Ein Bild sagt nicht immer mehr als tausend Worte, PowerPoint ist nicht zum Lesen gedacht und nicht immer kann alles kurz und knapp gesagt werden.
» We have met the enemy and he is PowerPoint (von Elisabeth Burmill, am 26. April 2010 bei der New York Times)
» PowerPoint is evil, redux (von David Silvermann, am 28. April 2010 beim Harvard Business Review Blog)
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t3n hat eine gute Ressourcensammlung zum Thema Coworking angelegt, dem Trend zum gemeinsamen Arbeiten in lockeren, oft nur temporären Bürogemeinschaften.
«Der Vorteil an Coworking liegt in der Ungezwungenheit und dem möglichen kreativen Input durch andere Kreative. Dank gemeinsamer Veranstaltungen, Workshops oder auch nur durch den Plausch an der Kaffeemaschine entstehen neue Kontakte und es ergeben sich möglicherweise gemeinsame Projekte oder Aufträge. Gleichzeitig ist die Atmosphäre sehr ungezwungen und wer einfach nur in Ruhe arbeiten möchte, der kann dies ebenfalls.»
Gute Links für alle, die nach Coworking-Standorten oder weiteren Informationen dazu suchen:
» Die Zukunft der Arbeit? Coworking in der Übersicht (t3n.de)
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Wenn man uns fragt, was wir an unserer Arbeit am wenigsten mögen, ist die häufigste Antwort ohne Zweifel: Meetings. Das ist etwas absurd: Wenn wir Meetings alle so sehr hassen, sollten sie doch eigentlich immer schön schnell vorbei sein. Denn der Grund, warum wir Meetings am liebsten ganz aus dem Programm schmeißen würden, ist schließlich, dass sie so viel unserer kostbaren Zeit fressen.
Fünf Patentrezepte für Meetings, die schneller und produktiver laufen sollen, finden sich bei Openforum.com:
- Prüfe, ob Du den Sachverhalt auch per E-Mail klären kannst. (Brauchst Du mehr als drei Mails, mach ein Meeting draus.)
- Bereite Dich vor. (Das können alle Teilnehmer nur, wenn sie eine Agenda haben.)
- Bleibe beim Thema. (Achte darauf, dass sich der Rahmen für die Inhalte nicht verschiebt.)
- Betrachte Follow-Ups strategisch. (Diskutiere die Follow-Ups gemeinsam, damit die Teilnehmer wissen, warum.)
- Lasse Deinen Kollegen und Mitarbeitern genügend Meeting-freie Zeit. (Warum nicht einen Meeting-freien Tag pro Woche?)
» 5 Keys to Running a Productive Meeting (Openforum.com, via @GuyKawasaki)
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Scott Belsky vom
Behance-Netzwerk gibt in einem Gastbeitrag für Mashable.com Tipps für den Umgang mit (nicht nur) Social-Media-Inputs. Facebook-Kommentare und Tweets sind ebenso Ablenkungen wie Telefonanrufe und E-Mails und bergen auch ebenso die Gefahr, in einen «
reaktiven Workflow» zu geraten. Dieser Begriff beschreibt den Zustand sehr gut, finde ich: Man kratzt nur noch an der obersten Schicht der jeweiligen «Inbox», antwortet, kommentiert – reagiert, statt zu agieren. Das sind die Tage, an denen man sich vorkommt wie in der Tretmühle. Für eigene Ideen und die wichtigen Ziele ist kein Raum mehr.
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Selbst in scheinbar kreativen Berufen besteht ein Großteil der Arbeit aus eher lästigen, administrativen Aufgaben: Rechnungen müssen geschrieben, geprüft oder beglichen werden, Mitarbeiter oder Lieferanten koordiniert, Nachschübe geordert, Abstimmungen vorgenommen, Nachfragen gestellt und beantwortet werden.
Darauf kann man auf zwei Arten reagieren: Entweder delegiert man Aufgaben (zum Beispiel auch an einen «virtuellen Assistenten») oder man eliminiert sie. Beide Wege stehen jedem im beruflichen oder privaten Bereich zur Verfügung – aber natürlich in sehr unterschiedlichem Maße, je nachdem, wie selbstbestimmt man sich verhalten kann.
Leo Babauta beschreibt sehr anschaulich und neiderregend, wie er einen ganzen Haufen administrativer Aufgaben aus seinem Leben verbannt hat, um sich aufs Schreiben zu konzentrieren:
» Frictionless Work: How to Clear Your Life of Non-Essential Tasks (zenhabits.net)
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Geld macht glücklich. Arbeiten oder heiraten auch. Zumindest für zwei Jahre. Solche Antworten liefert die Glücksforschung – und die wird mehr und mehr auch von Wirtschaftswissenschaftlern betrieben.
Fast alle Menschen streben nach Glück. In den letzten Jahren befassen sich auch Ökonomen vermehrt mit dem Glück als Forschungsgegenstand und gehen mit Empirie den Einflussfaktoren der Lebenszufriedenheit nach: Arbeit, Geld, Heirat, Gesundheit, Fernsehkonsum oder Demokratie. Bruno S. Frey ist ein profilierter Vertreter dieser Fachrichtung. Zusammen mit der Ökonomin Claudia Frey Marti hat der Professor für Wirtschaftswissenschaften der Universität Zürich die Forschungsergebnisse der letzten Jahre in einem Buch zusammengefasst:
Glück. Die Sicht der Ökonomie (Affiliate-Link) Die Autoren beschäftigen sich mit dem optimalen Einkommen oder der Frage, ob Heiraten wirklich glücklich macht – und wenn ja, wie lange? Einige Antworten dazu:
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Morgen beginnt die vierte re:publica-Konferenz, das jährliche Klassentreffen von Bloggern und Artverwandten in Berlin. Aus diesem Anlass heute mal eine «re:publica-Edition» des täglichen Linktipps: Alle Sessions der Konferenz, die sich mit imgriff.com-nahen Themen beschäftigen, auf einen Blick.
Tag 1: Mittwoch, 14.4.2010
Tag 2: Donnerstag, 15.4.2010
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Apples iPad ist für den Medienkonsum konzipiert. Aber schon zum Erscheinen des iPads gibt es Software für Produktivität. Kann man mit dem iPad wirklich arbeiten?
Wer Apples iPad zum ersten Mal in der Hand hält, denkt garantiert nicht ans Arbeiten. Zu verlockend sind all die schönen Unterhaltungsapps. Nach den ersten Erfahrungen mit dem schicken Gerät kommt aber bald mal der Gedanke auf: Könnte man damit seinen klobigen Laptop ersetzen? Unser Test zeigt: Nur sehr bedingt.
Tablet PCs haben eine lange und unerfreuliche Geschichte. Schon seit den frühen 90er Jahren versuchten PC-Hersteller und Microsoft wiederholt, diesen Formfaktor in den Markt zu drücken.
Schliesslich schien die Idee eines PCs im flachen Tablet-Format, steuerbar mit einem Stift oder einem Touchscreen, geradezu ideal für kreatives Arbeiten.
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Das Telefon ist noch immer eines der schnellsten und effizientesten Kommunikationsmittel – sofern man den Gesprächspartner erreicht. Im Gegensatz etwa zu E-Mails bekommt man aber am Telefon auch sämtliche negativen Eigenschaften des Anderen mit. Und muss unmittelbar darauf reagieren. Ein klarer Nachteil, den Jochen Mai mit zahlreichen Tipps zu umgehen oder zumindest zu lindern weiß:
» Telefon-Knigge – Tipps für Telefonate mit schwierigen Leuten (karrierebibel.de)
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