Results-Only Work Environment:
Schluss mit «9 to 5»
National Public Radio berichtet vom Einsatz des ROWE-Prinzips in einer kommunalen Behörde in Minneapolis, Minnesota. Eine schöne Reportage, die klar zeigt, dass der Gedanke selbst in der klischeehaften Präsenz-Arbeitsumgebung eines Amtes funktioniert:
» The End Of 9-To-5: When Work Time Is Anytime (npr.org)
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!













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Eigentlich ein spannendes Konzept.
Aber gerade mit hochqualifizierten und hochmotivierten Mitarbeitern potentiell problematisch.
Es besteht einfach die Gefahr der Überarbeitung. Während ich generell für flexible Arbeitszeiten bin, so sollten Arbeitgeber auch daran denken, Angestellte dazu anzuhalten sich nicht zu viel Arbeit aufzubürden. So dumm das klingt: Workaholic ist keine Auszeichnung sondern ein Krankheitsbild.
In anbetracht des steigenden Fachkräftemangels macht es auch wirtschaftlich für die Unternehmen Sinn, lieber jetzt einen Gang runter zu schalten, als Mitarbeiter zu verheizen.
» Ranjit: Ich sehe nicht wirklich, dass das ROWE-Konzept die Gefahr der Überarbeitung verstärkt. Hochmotivierte Mitarbeiter machen auch Überstunden und nehmen Arbeit mit nach Hause, wenn alle anderen schön «9 to 5» absitzen.
Ich möchte nicht zum Ausdruck bringen, dass eine freiere Arbeitszeitgestaltung immer nur negativ ist.
Sie ist nur vielleicht nicht immer nur positiv.
Ich kenne das von Seminararbeiten. Ohne irgendeinen gegebenen Zeitrahmen ist jedes zur Seite legen der Arbeit am Abend ein schuldbeladenes Ereignis. Ist das genug? Nicht vielleicht doch noch die nächste Auswertung?
Ein Arbeitszeitrahmen kann hier vielleicht helfen, sich zu orientieren. Sehr Motivierte würden vielleicht in der Tat überziehen, aber es wäre ihnen klar, dass sie jetzt mehr machen als vorgesehen.
Ein anderer Punkt, an den ich gar nicht gedacht habe findet sich im Buch “Work-Live Policies” von Crouter und Booth (2009)
Hier wird beschrieben, wie ergebnissgekoppelte Arbeitszeitmodelle gerade im Service bereich genutzt werden können, um die Arbeitnehmer an die Nachfrageschwankungen zu binden. Risiken, die vorher das Unternehmen trug, trägt jetzt der Arbeitnehmer.
(Das Google Books preview höhrt leider gerade da auf, wo es wirklich spannend wird. Der Gedanke ist aber interessant.)
http://books.google.com/b…l=en&lr=lang_en|lang_de&id=rk1FjD6nt0sC&oi=fnd&pg=PA197&dq=%22results+only+work+environment%22+&ots=untW2Wbeoq&sig=wErVR5J9kQKHjM6qFMB19NiEtf0#v=onepage&q=%22results%20only%20work%20environment%22&f=false
Also so wie ich das Konzept verstehe, geht es bei ROWE ja gerade darum, dass der vorgegebene Zeitrahmen (“9-to-5″) durch eine Ergebnis-Zielvereinbarung ersetzt wird.
Und auch diese kann ja dem “Workaholic” zur Orientierung dienen. Also sprich, wenn die vereinbarten Ergebnisse erreicht wurden und man dann noch weitermacht, dann ist auch hier klar, dass mehr gemacht wird als vorgesehen.