Sport und Hirn:
Laufen macht auch Junge schlau

Körperliche Aktivität ist gut für das Hirn. Dieser Zusammenhang ist seit längerem bekannt. Die wissenschaftlichen Belege stammten bisher meist aus Studien mit älteren oder kranken Personen. Eine deutsche Forschungsgruppe aus Ulm hat jetzt nachgewiesen, dass auch die Gehirne von jungen gesunden Erwachsenen von regelmäßigem Sport profitieren. Die 17-wöchige Studie mit 128 Probanden umfasste einen Trainingsplan, Tests verschiedener kognitiver Parameter und die Messung der hirnelektrischen Aktivität. Vor allem für Kopf- und Wissensarbeit sind die Resultate interessant:

  • Regelmäßiges Sporttraining ist geeignet, die kognitiven Kapazitäten weiter zu verbessern – auch in einem Lebensalter, in dem unser Gehirn seine maximale Leistungsfähigkeit erreicht. Gerade die sogenannten exekutiven Funktionen unseres Gehirns wie Aufmerksamkeit, Fehlerkorrektur oder planvolles Handeln profitieren.
  • Das Hirn arbeitet in einem trainierten Körper nicht nur besser, sondern auch effizienter. Den Probanden gelangen in kürzerer Zeit mehr korrekte Ergebnisse. Messungen zeigten, dass das Hirn mit weniger hirnelektrischer Aktivität auskam, also effizienter arbeitete.

Welche Sportarten sich besonders günstig auf das Hirn auswirken, kann aus neurowissenschaftlicher Sicht nicht seriös beantwortet werden. Wichtig ist vor allem, regelmäßig Sport zu treiben und die Aktivität in den eigenen Lebensrhythmus einzubauen. Wenig Sport ist sicher besser als gar keiner, bei drei Stunden körperlicher Aktivität pro Woche ist man sehr gut dabei.

Einen Auszug der Studie sowie den Link zum Volltext gibt’s bei der Universität Ulm:

» Laufen macht schlau! Der Einfluss von Lauftraining auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns.

Für alle, die sich literarisch mit dem Thema auseinandersetzen möchten, haben wir vor einiger Zeit Haruki Murakamis Läuferfibel vorgestellt.

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Mehr lesen

Ernährung: Powernahrung fürs Hirn

21.3.2012, 0 KommentareErnährung:
Powernahrung fürs Hirn

Unser Hirn isst mit. Doch welche Nahrungsmittel regen müde Hirnzellen an? Erfahre mehr über die Wirkung von Avocado und Co.

Hirn und Lernen: 7 Tipps, um die mentale Fitness  zu steigern

16.3.2012, 1 KommentareHirn und Lernen:
7 Tipps, um die mentale Fitness zu steigern

Unsere täglichen Aufgaben fordern uns heraus – ganz besonders auf der mentalen Ebene. Einfache Übungen können helfen, auf Zack zu bleiben.

Ideen und Einfälle: Auf der Suche nach Kreativität

3.1.2012, 2 KommentareIdeen und Einfälle:
Auf der Suche nach Kreativität

Ein neues Jahr, das darauf wartet, mit Ideen und Einfällen gefüllt zu werden. Drei simple Methoden für mehr Kreativität: Blau, Lob und ein wacher Geist.

11.12.2009, 0 KommentareJoggen:
Basis-Tipps für den guten Vorsatz

Es gibt ja so ein paar Klassiker bei den guten Vorsätzen. Endlich/wieder/regelmäßiger joggen zu gehen, das gehört zu diesen so oft gehörten wie scheiternden Zielen.

Probleme lösen: Einfach nicht mehr darüber nachdenken. Sagt die Wissenschaft.

11.7.2011, 8 KommentareProbleme lösen:
Einfach nicht mehr darüber nachdenken. Sagt die Wissenschaft.

Viel hilft nicht immer viel: Beim Problemlösen lohnt es sich, ab und zu durchzuatmen und einfach nichts zu tun.

Fitocracy: Fitnessprogramm als Social Game

5.7.2011, 0 KommentareFitocracy:
Fitnessprogramm als Social Game

Fitocracy ist ein Webservice, der mit Gamification-Ansätzen die Motivation bei Fitnessprogramm unterstützen will.

Gesundheit: Bezahlen, wenn man nicht  ins Fitness-Studio geht

31.1.2011, 10 KommentareGesundheit:
Bezahlen, wenn man nicht ins Fitness-Studio geht

Die Harvard-Absolventen Yifan Zhang und Geoff Oberhofer haben vielleicht das Fitness-Studio-Paradox gelöst: Bei Gym-Pact bezahlen Kunden, wenn sie nicht trainieren gehen.

2 Kommentare

  1. ajella
    schrieb am 19. Februar 2010 um 10:48 Uhr (#)

    …und auch Mädchen ;-)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Thomas Mauch
    schrieb am 20. Februar 2010 um 16:46 Uhr (#)

    Natürlich. Bloss Mädchen sind in der Entwicklung eh immer zwei, drei Jahre voraus und schlauer – auch ohne Laufen…Ernsthafterweise: Selbstverständlich soll das Wort ‘Junge’ für ‘junge Leute’ stehen.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.