Zwei Rituale gibt es, die sich zuverlässig zu jedem Jahresende ins Gedächtnis bringen. Das eine, bekanntere, ist das Fassen guter Vorsätze für die nächsten zwölf Monate. Das andere, seltener oder zumindest unbewusster praktizierte ist der Jahresrückblick:
«Am Ende eines Jahres sollte man überprüfen, wo man steht: Den Kopf leeren, das Geschehene bewerten, reinen Tisch machen», schrieb Kollege Ivan hier vor einem Jahr, und seine Hilfestellung aus anleitenden Fragen ist heute natürlich ebenso aktuell:
» Anleitung für den Jahresrückblick: Wo stehst Du? (imgriff.com, Foto: d4rr3ll/Flickr, CC-Lizenz)
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Was muss ich wissen und wie eigne ich mir neues Wissen an: Das war der Fokus des ersten Teils dieses Artikels zum persönlichen Wissensmanagement. Teil zwei widmet sich dem Geek-Aspekt: Welche Tools eignen sich dazu?
Im ersten Teil habe ich fünf Schritte zum persönlichen Wissensmanagement vorgeschlagen. Ich setze verschiedene Tools dazu ein. Wir lieben unsere Tools und Gadgets – meine Auswahl ist eine persönliche und subjektive, im besten Fall mag sie als Beispiel und Anregung dienen. Für jedes vorgeschlagene Instrument gibt es Alternativen, die sich hier und dort unterscheiden oder vielleicht sogar besser sind. Aber wie gesagt: Ich habe meine lieb gewonnen.
1. Schritt: FINDEN
Das Eingangstor: Der Google Reader
Die ganze Welt in einer Applikation. So kommt mir mein Google Reader manchmal vor. Ich lese damit Blogs, Zeitungen, Zeitschriften und lasse mich via Google Alerts über bestimmte Suchwörter im Web informieren. Wie konnte ich ohne leben? Mehr und mehr finden sich Spuren von Crowd Intelligence im Reader: Ich nutze Aggregatoren wie
Rivva und verfolge, was andere Nutzer lesen (via die «People you follow»-Funktion). Anfangs eher skeptisch eingestellt stoße ich inzwischen immer wieder auf interessante Artikel aus bisher unbekannten Quellen. Die Information findet inzwischen mich. Zur Zeit lese ich rund 200 verschiedene Publikationen – vermutlich ist das nicht besonders viel. Nach dem Urlaub stehen schon ein paar Hundert neue Artikel zum Lesen an. Hier hilft ein unbekümmerter Knopfdruck: Mark all as read.
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Braucht noch jemand ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk? Lifehacker.com hat eine nette Liste der besten Tools für den Schlüsselbund, das Portemonnaie oder die Hosentasche zusammengestellt. Der Leatherman-artige Ausklapp-Schlüsselhalter zum Beispiel ist ziemlich super.
» Top 10 Essential Tools for Your Wallet, Keychain, or Pocket (lifehacker.com)
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Coworking ist im Kommen. Weltweit gibt es schon mehrere hundert der flexiblen Büroräume, 30 davon in Deutschland (wer hätte das gedacht?). Das Hamburger Abendblatt hat über den allgemeinen Trend und die Pläne für einen Hamburger Coworking-Space im Besonderen geschrieben:
» Ein Arbeitsplatz für zwölf Euro (abendblatt.de)
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Die täglichen Links hier bei imgriff.com führen in aller Regel zu hilfreichen, konkreten Tipps oder allgemeineren, anregenderen Texten. So gut wie nie ist die Sorte Artikel darunter, die man in Blogs gerne als «Rant» bezeichnet – nicht ganz unaggressiv geschriebene «Abrechnungen». Aber hier ist einer dieser Rants: Dustin Wax von Lifehack.org richtet sich darin an all jene, die seit dem Spätsommer, seit dem ersten Auftauchen eines Schokoladenweihnachtsmannes im Supermarkt, über die Kommerzialisierung von Weihnachten mosern, über den Einkaufsstress in den vollen Innenstädten herziehen und sich sowieso fragen, wieso zum Teufel sie eigentlich bei dem Geschenkedruck mitspielen. Die nämlich sollen gefälligst, so Wax, statt sich bis zum 25.12. öffentlich zu ärgern, lieber ab dem 26.12. was ändern, wenn sie es ernst meinen – und bis dahin nicht anderen Leuten die Feiertage verderben. Wax war beim Schreiben seines Artikels offensichtlich so erregt, dass er gleich mal mit den Zahlen durcheinander kam und seine Aufzählung mit 1., 2., 3., 4. und 4. nummeriert hat. Das Lesen lohnt sich also.
» How You’re Ruining Christmas – And What You Can Do to Save It (lifehack.org, Bild: cpstorm/Flickr)
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Harald Martenstein ist Kolumnist bei der Zeit, und zwar ein sehr guter. Wer ihn noch nicht kennt, sollte das
nachholen. In seiner aktuellen Kolumne beschreibt er, wie seine To-Do-Liste aussieht, und siehe da: Er ist ein alter
GTDler, vermutlich, ohne das zu wissen. Er unterteilt Aufgaben in «Dringend», «Diese Woche» und «Irgendwann» (Someday/Maybe!), er arbeitet mit einer Tagesliste und er hat sogar Kontextlisten:
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Das Produktivitätsblog Lifehacker.com hat im Rahmen seines Jahresrückblicks Listen der beliebtesten Software für Windows und Mac veröffentlicht. Grundlage der Listen sind zwar nicht tatsächliche Downloadzahlen – wie sollte Lifehacker die auch messen? -, sondern ist die Popularität der zugehörigen Artikel, aber da dürfte es deutliche Überlappungen geben.
Ganz vorne bei den Windows-Downloads: Windows 7, das Desktop-Tool Enigma 2.0 und Portable Ubuntu; bei Mac: Snow Leopard, Jailbreak-Apps fürs iPhone und das Desktop-Tool Magnifique. Die ganzen Listen:
» Most Popular Free Windows Downloads of 2009
» Most Popular Free Mac Downloads of 2009 (beide lifehacker.com)
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Es gibt ja so ein paar Klassiker bei den guten Vorsätzen: Mit dem Rauchen aufzuhören zum Beispiel. Oder früh aufzustehen. Und endlich/wieder/regelmäßiger joggen zu gehen, das ist auch ein so oft gehörtes wie scheiterndes Ziel.
Mary Jaksch gibt bei Lifehack.org Tipps, wie man mit dem Laufen anfängt, ohne gleich phänomenal zu scheitern. Es sind Basis-Tipps, aber vielleicht fehlen Manchem genau die:
» How to Start Running – Without Feeling Like a Failure (lifehack.org)
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Am Beispiel Google lässt sich die Abwägung zwischen Komfort und Datenschutz hervorragend illustrieren. Wenn ich dem US-Unternehmen erlaube, sämtliche Suchabfragen zu protokollieren, kann es auf mein Suchverhalten zugeschnittene Treffer liefern. Je mehr ich preisgebe, desto mehr kriege ich zurück, desto bequemer wird dieses Internetdings für mich. Eine allgemeingültige Empfehlung können wir da nicht abgeben, sondern nur Hinweise auf die praktischen Tools von Google einerseits und Hinweise zum Schutz der Daten andererseits:
Denn natürlich muss man Google nicht alles mitteilen. Konrad Lischka und Christian Stöcker haben für Spiegel Online eine kleine Anleitung verfasst, wie und was man alles vor den neugierigen Augen aus Mountain View verstecken kann.
» Wie Sie sich vor Google verstecken (Spiegel.de)
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Wissen ist unser Kapital. Ein systematischer Ansatz zum Erweitern und Pflegen des persönlichen Wissens ist deshalb nicht Luxus, sondern sollte zu den Basiskompetenzen gehören. Mein Vorschlag für ein persönliches Wissensmanagement in fünf Schritten.
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Ich weiß, Ihr könnt es nicht mehr hören: Wir sind eine Wissensgesellschaft. Die EU will bis 2010 zum dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt werden. Zumindest formulierte sie dieses Ziel in der Lissabon-Strategie von 2000. Auf der Ebene der institutionalisierten Ausbildung sehen wir in den letzten 15 Jahren beispiellose Aktivität: Bologna verbinden wir schon lange nicht mehr mit italienischer Gemütlichkeit, Grundtvig, Erasmus oder Kopenhagen sind Stilblüten aus dem
Büro für seltsame Bezeichnungen von europäischen Bildungsinitiativen. Auch Bildungsanbieter regen sich: Das Angebot an Seminaren, Kursen, MBAs und Studiengängen ist schlicht explodiert. Bei all diesen Bemühungen geht eine Frage regelmäßig unter: Wie entwickeln wir unsere persönlichen Lern-, Wissens- und Informationsmanagement-Kompetenzen weiter? Diese Kompetenzen sind entscheidend, damit wir als Gesellschaft aus dem Wissen Nutzen ziehen. Sie sind auch der Grund, weshalb mich jemand für meine Arbeit bezahlt. Wissen ist mein Kapital.
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