Der Link am Morgen:
Probleme lösen wie die Ameisen

Ameisen finden meist den kürzesten Weg zwischen Ameisenhaufen und Futterquelle. Mit diesem Vorbild entwickelte der italienische Mathematiker Marco Dorigo den Ameisenalgorithmus. Damit lassen sich kombinatorische Optimierungsprobleme heuristisch lösen: Zum Beispiel die Frage nach der optimalen Reiseroute eines Aussendienstmitarbeiters, dem Design von Werkstatthallen oder der Sitzordnung bei Hochzeiten.

Karl-Werner Hansmann und Nils Boysen von der Universität Hamburg stellen das Thema auf einer Website anschaulich dar, inklusive eines Java-Applets, mit dem sich das Travelling-Salesman-Problem nachvollziehen lässt.

Hervorragend geeignet für etwas montägliche Hirnakrobatik.

» Der Ameisenalgorithmus

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Der Link am Morgen:
Faul ins Wochenende

Freitag! Wir lassen den Hipster PDA liegen, verfüttern dem Hund die To-Do-Liste und akzeptieren uns mal so, wie wir sind. Wir beginnen, ziel- und zwecklos auf der Homepage von ‘The Idler’ zu schmökern.

The Idler ist ein britisches Magazin und erscheint zweimal jährlich. ‘Die Absicht des Magazins ist, der Kunst des Faulenzens die Würde zurückzugeben, aus dem Müssiggang etwas Erstrebenswertes statt etwas Verwerfliches zu machen’ schreiben die Gründer Tom Hodgkinson und Gavin Pretor-Pinney.

Auf der Website finden sich Texte zu den Helden des Müssiggangs, etwa Henry Miller, Paul Lafargue oder Bertrand Russell. Russells Essay Lob des Müssiggangs (Affiliate-Link) ist nach wie vor die wichtigste theoretische Grundlage zum Thema Faulheit. Daneben gibt es ältere Artikel aus dem Printmagazin und eine eigene Kategorie mit Tipps für ‘The Idle Parent’.

Wir wünschen ein schönes und faules Wochenende!

» The Idler

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Kreativität:
Stolpersteine auf dem Weg
zu neuen Ideen

Kreativität ist lernbar, sagt der Kreativitätstrainer und Innovationsberater Jiri Scherer. Trotzdem halten sich viele Leute für unkreativ. Jiri erklärt die häufigsten Kreativitätsbarrieren, die er in der Praxis sieht. Außerdem: Eine Fotostrecke zeigt, was passiert, wenn man alltägliche Dinge neu denkt.

Jiri, was ist Kreativität für Dich?
Kreativität kann man sehr unterschiedlich verstehen. Es gibt die künstlerische Kreativität: Ein Maler, der ein Bild malt oder ein Bildhauer, der etwas aus einem Granitblock rausmeisselt. Auf der anderen Seite gibt es die Business-Kreativität. Da geht es darum, mit unterschiedlichen Methoden Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse zu finden. Wir beschäftigen uns ausschliesslich mit Business-Kreativität.

Viele Leute finden es schwierig, kreative Lösungen zu produzieren. Was sind die häufigsten Kreativitätsbarrieren, die Du antriffst?
Ich sehe vor allem drei Barrieren, die uns hindern, auf kreative Lösungen zu kommen:

  1. Die erste ist die Suche nach einer Lösung. Die meisten Menschen hören auf zu suchen, sobald sie eine gangbare Lösung gefunden haben. Dabei gibt es meist mehrere Wege, etwas zu tun.
  2. Die zweite Barriere ist Angst. Angst, etwas Neues zu wagen oder schlichtweg Angst vor Ablehnung.
  3. Als dritte Barriere sehe ich die Selbstwahrnehmung vieler Leute. Sie denken, sie seien nicht kreativ, dass Kreativität etwas Gottgegebenes und nicht lernbar sei. Da bin ich ganz anderer Meinung!

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Der Link am Morgen:
Ändere bloss ein Ding

Willst Du wirklich etwas verändern, ändere bloss ein Ding.

Peter Bregman beschreibt, wie er in sechs Wochen acht Kilos verlor. Er traf eine einzige Entscheidung: Kein Zucker mehr. Diese Massnahme, so Bregman, würde ihm den grössten Ertrag bringen. Darauf konzentrierte er sich und vernachlässigte alle anderen Tipps wie mehr Sport oder komplizierte Diäten.

Welche Massnahme beeinflusst die Zielerreichung am stärksten? Diese Frage setzt Bregman auch anderswo ein: Für Entscheidungen, wie eine effektive Führungsausbildung auszusehen hat oder wie mehr verkauft werden kann.

Peter Bregmans Artikel ‘To change effectively, change just one thing’ ist die Antithese zu den ’100 kleinen und grossen Schritten zum besseren Leben’, auf die Florian vergangene Woche hinwies. Lesenswerte Gedanken für alle, die gerne zur Essenz der Dinge vorstossen.

» To change effectively, change just one thing (Harvard Business Publishing)

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Der Link am Morgen:
Getting things done visualisiert

David Allen hat wieder zugeschlagen. Die GTD Workflow Map visualisiert seinen Getting things done-Ansatz auf einer einzigen Seite. Zwei Jahre Arbeit sollen darin stecken – klar, wird dann auch ein kleiner Obulus fällig. Dafür liegt dem Poster noch eine DVD bei, die den Zuschauer durch den Prozess begleitet. Für GTD-Anwender auf jeden Fall prüfenswert.

» GTD Workflow Map von David Allen

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Der Link am Morgen:
Liaise – wenn das E-Mail-Programm mitdenkt

Ein Blick in die Zukunft: Readwriteweb.com stellt Liaise vor, eine Erweiterung für E-Mail-Programme, die den Kontext einer geschriebenen Mail auswertet und selbständig magische Dinge damit anstellt. Liaise kann zum Beispiel erkennen, wenn man gerade jemandem eine Deadline zugewiesen hat – und erstellt automatisch einen Kalendereintrag dazu. Besser als alle Worte erklärt das Video auf Readwriteweb.com, wie das Ganze funktioniert und was es kann:

» Liaise: Possibly The Coolest Email Add-On Ever (Video) (readwriteweb.com)

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Von der Mindmap zum Text:
Wie aus einer Gliederung
ein Aufsatz wird

Ein prominenter Einsatzbereich von Mindmaps besteht darin, Ideen für einen Text festzuhalten und zu strukturieren. Wenn man diese zweidimensionale Gliederung zu einem Text ausgestalten will, schlägt jedoch gerne die Schreibblockade zu. Einige Gedanken zur Erleichterung dieses Arbeitsschrittes.

Für mich sind Mindmaps und daraus gewonnene Gliederungen ein zentrales Werkzeug, wenn ich Texte schreibe. Beim Ausformulieren sitze ich jedoch manchmal vor dem Monitor, lösche einen angefangenen Satz wieder, fange neu an oder springe an eine andere Stelle, habe am Ende ein seitenlanges Textdickicht aus angefangenen Sätzen und mehreren Überschriftebenen, über das ich keinen Überblick mehr habe und das ich schließlich entnervt wegwerfe. Was macht das Überführen einer Gliederung in einen Fließtext so schwierig?

  • Mindmaps sind nonlinear und nutzen zwei Dimensionen; für einen Text muss man die inhaltlichen Elemente in eine sinnvolle lineare Reihenfolge bringen.
  • Mindmaps sind für kürzere Texte oft «überstrukturiert»; vor allem, wenn man den Export in ein Textverarbeitungsprogramm verwendet hat, steht man auf einmal mit einem kurzen Textentwurf da, der drei oder vier Überschriftebenen hat. Diese Gliederungstiefe muss reduziert und in linearen Fließtext umgewandelt werden.
  • Vor allem aber besteht eine Mindmap selten aus ganzen Sätzen, sondern eher aus Stichpunkten. Das klingt banal, doch was ich in Stichpunkten bewusst vorläufig, manchmal brainstorm-artig festgehalten habe, muss ich jetzt zu einer Aussage gestalten, die «Hand und Fuß hat», hinter der ich stehen kann. Wo Mindmapping oft einen spielerischen, freien, unernsten Charakter hat, stellt sich beim Ausformulieren wieder der Anspruch an Ernsthaftigkeit und – bei Studienarbeiten – Wissenschaftlichkeit ein.

Wie überwindet man die Blockade?

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Der Link am Morgen:
Das Zwischenmedium E-Mail

Was tun gegen überfüllte E-Mail-Postfächer? Eine radikale Möglichkeit ist die, den E-Mail-Bankrott zu erklären: Allen mitzuteilen, dass man nicht mehr hinterherkomme mit dem Bearbeiten der Inbox und deshalb alles gelöscht habe. Von vorne anfangen. Der Medienwissenschaftler Mathias Mertens hat – nach einem lesenswerten, aber durchaus zu langen Exkurs zu allgemeineren medientheoretischen Fragen – im «Freitag» eine nicht so oft gelesene Erklärung für unsere Unfähigkeit im Umgang mit dem Medium E-Mail: Wir wüssten gar nicht recht, was das eigentlich sei, das Medium E-Mail – Telefon oder Brief?

» Betreff: Email/Bankrott (freitag.de)

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Der Link am Morgen:
Wie man zu einer 4-Tage-Woche kommt

Der Designer und Blogger Ryan Carson und seine Frau haben sich vor drei Jahren entschlossen, auf eine 4-Tage-Arbeitswoche umzustellen. Das klang paradox, weil sie extrem viel zu tun hatten – weniger arbeiten, obwohl man doch auch mit Überstunden und Wochenendarbeit nicht fertig wurde?

Aber so unsinnig ist die Idee nicht: Arbeit braucht bekanntlich immer soviel Zeit, wie ihr zur Verfügung steht. Wer mehr arbeitet, arbeitet mehr, aber wird darum noch lange nicht fertig. Wer demnach weniger arbeitet, wird nicht gerade das Gefühl bekommen, alles erledigen zu können – aber er hat zumindest mehr Zeit zur Erholung.

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Projektmanagement:
The Essential Project Slang Dictionary (zweiter Teil)

Diskussionen in Projekten sind häufig langwierig und können Deine Position gefährden. Der zweite Teil unseres Essential Project Slang Dictionary hilft Dir weiter.

Im ersten Teil haben wir die Präsentation aufgepeppt – wenn Du Deine Arbeit dem Auftraggeber oder dem Project Steering Committee vorstellen musst, bist Du gerüstet. Nach Deiner Rede werden diese Leute Fragen stellen. Sie müssen Fragen stellen und Dich challengen, ihre Rolle verlangt das. Hier also einige Ausdrücke, mit denen Du in dieser Phase der Präsentation guten Eindruck machst.

Wie sieht der Business Impact aus?
Dass der Business Impact hier wieder auftaucht, ist kein Fehler. Mindestens zwei Anwesende haben nämlich E-Mails auf dem Blackberry geschrieben, als Du ihn erwähntest. Leg Dir einen knackigen Einzeiler zu, der den Business Impact umschreibt. Vielleicht eine gute Gelegenheit, um das BHAG (siehe Teil 1) nochmals unterzubringen.

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