Der Link am Morgen:
Eine Woche ohne Google
Der Berliner Journalist Albrecht Ude möchte zeigen, dass es «da draußen» nicht nur Google gibt, sondern zahlreiche andere, brauchbare Suchmaschinen. Er hat darum ein Experiment gestartet: Eine Woche ohne Google.
«Google ist eine Suchmaschine von vielen, Suchmaschinen sind eine Art Suchwerkzeuge von vielen. Nutzen Sie diese Pluralität! Lernen Sie die Vielfalt des Internet kennen: benutzen Sie für eine Woche gezielt keine Dienste von Google.»
Es geht ihm dabei ausdrücklich nicht um einen «Google-Boykott, sondern um die kritische Auseinandersetzung mit einem Quasi-Monopol im Internet». Und die Alternativen kennenzulernen – Ude, der auch Seminare zu Onlinerecherche gibt, stellt eine lange, kategorisierte Liste anderer Suchwerkzeuge zur Verfügung -, kann schließlich auf keinen Fall schaden:
» Eine Woche ohne (einewocheohne.wordpress.com)
» Weitere Artikel über Suchmaschinen bei imgriff.com
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!















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Ja, das Sommerloch …
Ansonsten würde man es mit einer solchen Aktion wohl kaum in etablierte Medien und Blogs schaffen.
Wenn der gute Mann mir etwas zeigen will, dann soll er das tun. Ich bin immer interessiert an Vorstellungen und Rezensionen webbasierter Services. Aber nur zu sagen, was ich nicht nutzen soll, und ein paar unkommentierte Links dahinzuwerfen, ist ein bisschen mager.
Nebenbei: Hier geht es sehr wohl um einen Boykott. Ich kenne jedenfalls keinen anderen Begriff dafür. Und er selbst offenbar auch nicht. Zudem soll nicht etwa nur die Suche
boykottiertgemieden werden, sondern sämtliche Google-Dienste. Also Mail, Maps, Reader, Docs – alle eben. Für die nennt er aber keine Alternativen. Schade eigentlich, denn da hätte es ja wirklich mal interessant werden können. Aber so: Gähn.Meine ganze Meinung dazu gibt’s hier:
http://recipient.posterou…skur-eine-woche-ohne
Interessant wäre gewesen, wenn er seine Erfahrungen publiziert hätte, wie es gewesen ist, eine Woche ohne Google auszukommen.
Außerdem impliziert (für mich) sein Hinweis auf die eventuelle berufliche Notwendigkeit Google zu nutzen, daß es zu Google in bestimmten Bereichen sowieso keine Alternativen gibt.
Typische Sommerlochaktion
wenn mir bing oder eine andere suchmaschine annähernd so viele und qualitativ hochwertige suchergebnisse wie google liefert, bin ich einer der ersten, der umsteigt. so lange sind solche aktionen sinnfreier populismus.
Also ich fand die Idee gar nicht so schlecht. Bin halt doch ein Gewohnheitsmensch und hatte daher den Google-Alternativen nie eine ernsthafte Chance gegeben. Die letzten Tage habe ich es dann mal mit Bing.de probiert.
Wahrscheinlich kann man es doch irgendwo anpassen, aber mich hat dabei gestört, dass Bing krampfhaft versucht, mir deutschsprachige Ergebnisse zu liefern. Als ich mich schon gegen Bing entschieden hatte, bin ich auf ein sehr anschauliches Beispiel für die qualitativen Unterschiede zwischen Bing und Google gestoßen. Ich habe nach “google alternatives” gesucht. Bei Bing gab es keinen hilfreichen Treffer auf der ersten Seite. Google hat mir da deutlich mehr geholfen.
Ein echtes Negativ-Aha-Erlebnis hatte ich mit pdfind.
Bei zwei, wie ich fand, gängigen Suchbegriffen 0 Treffer zu liefern ist schon ‘ne Nummer. gesucht hatte ich nach der Bedienungsanleitung meiner Digiknipse (Canon G6). Die findet sich zum Download auf der Canon-HP und nach dem Begriff Bodenfund.
In beiden Fällen lieferte Google mit Einschränkung pdf mehrere zehntausend Ergebnisse.
@alle: Ich kenne Albrecht Ude ein ganz kleines bißchen und er steht jedenfalls nicht im Verdacht, so etwas als populistische Sommerlochaktion anzuleiern («Ich schlage lediglich vor, Google nicht aus Bequemlichkeit oder Unwissen um Alternativen zu nutzen»). Eure Argumente sehe ich trotzdem ähnlich.