Der Link am Morgen:
Brain Rules –
Gehirn, Stress und Leistung

Wissensarbeit ist vor allem Hirnarbeit. Trotzdem haben wir wenig Ahnung davon, wie die graue Masse da oben funktioniert. Der Molekularbiologe John Medina will das ändern. In seinem Buch (Affiliate-Link), mit Videos und auf seiner umfassenden Website präsentiert er die zwölf «Brain Rules».

Wie lernen wir? Was macht Stress mit unserem Hirn? Wieso ist und bleibt Multitasking ein Mythos? Seine Ausführungen lassen sich leicht auf zahlreiche Arbeitssituationen anwenden, etwa wenn es in Regel Nr. 4 um Aufmerksamkeit geht:

«We pay attention to things like emotions, threats and sex. Regardless of who you are, the brain pays a great deal of attention to these questions: Can I eat it? Will it eat me? Can I mate with it? Will it mate with me?»

(«Wir widmen Dingen wie Emotionen, Bedrohungen und Sex unsere Aufmerksamkeit. Egal, wer Du bist, das Gehirn beschäftigt sich intensiv mit Fragen wie: Kann ich das essen? Wird es mich essen? Kann ich mich damit paaren? Wird es sich mit mir paaren?»)

Das ist die Erklärung für so manchen Gesichtsausdruck, den ich in Sitzungen schon beobachten konnte.

Einen spannenden Hinweis zum Thema Stress gibt Regel Nr. 12: Unser Hirn ist auf Stresssituationen eingerichtet, die einige Sekunden dauern. Egal, wie’s ausging: Wenn sich unsere Vorfahren einem Säbelzahntiger gegenübersahen, war die Sache nach einer Minute geklärt. Länger andauernder Stress jedoch, etwa die Zusammenarbeit mit einem unangenehmen Chef über Jahre hinweg oder eine unbefriedigende Ehe, beeinflusst die Leistung unseres Gehirns äußerst negativ.

Medinas Blog und die zwölf Brain Rules finden sich als Text und in einigen Kurzvideos auf:

» brainrules.net
» Medinas Buch «Brain Rules» bei amazon.de (10,55 €) (Affiliate-Link)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

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1 Kommentar

  1. Stefan
    schrieb am 3. August 2009 um 11:03 Uhr (#)

    Ein sehr guter Tip, danke.
    Das Blog sieh schon sehr vielversprechend aus.
    Ich bin mal gespannt ob das Buch auch Wege aufzeigt die biologischen Einschränkungen auszuweiten bzw. teilweise zu überwinden.

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